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Manifest

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Wer von euch zu diesem Magazin verlinkt hat, möge diese Links bitte löschen. Wir gehen definitiv im Sommer offline.
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Ich verschenke gerne Worte …

Aber nur an diejenigen, die mich lieben und lesen. Und wenn ich die Worte zähle, die ich und andere hier an die blaue Luft verloren haben, dann denke ich an Verschwendung. Und daran, dass ich meinen Geist, meine Zeit und was ich sonst zu bieten habe, auch für andere Themen einsetzen kann. Für die Meinungsfreiheit oder die Selbstbestimmung, beispielsweise.

Schreiben ist harte Arbeit … und harte Arbeit erfordert ein nie erlöschendes Feuer in uns selbst. Doch auch wenn es nach wie vor in mir brennt – ich muss die Wärme nicht teilen. Ihr braucht mein Blog nicht – und ich brauche es auch nicht.

Dies ist mein Abschied von diesem Blog.

Eine Personalie , ein Abschied auf Raten und die Freiheit ...

Liebe Leserinnen und Leser,

Ich verabschiede mich demnächst aus der Redaktion dieses Blogs. Ich bin nun seit über 20 Jahren „sehpferd“ und will meine Aktivitäten weiter einschränken und mich noch mehr als bisher um die Meinungsfreiheit bemühen. Inzwischen gibt es bei mir auch nichts mehr kostenlos. Und ... ihr müsst auf mich und dies Blog verzichten. Wird euch nicht schwerfallen, denke ich.

Beste Grüße aus den Algen ...

Sehpferd

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Der Dreier ohne feste Vereinbarung - Fragment einer Story

Fragt mich nicht, wie ich an die beiden gekommen bin. Jedenfalls hatte mich eine flüchtige Bekannte gebeten, mit ihr und ihrem Verlobten eine Party zu dritt zu feiern. Eine von diesen Partys, auf die du nie gehen würdest, wenn du es nicht wirklich nötig hättest. Und ich? Ich hatte es nötig. Und so stand ich also mit Katrin und ihrem Verlobten vor der Schlafzimmertür, ein bisschen angeschickert, aber in vollem Bewusstsein, dass es nun nur noch um unsere Lust gehen würde.

Etwas Genaues hatten sie nicht vereinbart, jedenfalls nicht mit mir. Ich sollte einfach die Nummer drei sein, eine Bereicherung sowohl für ihn wie auch für sie. Kein Zweifel: Sie wollten mich beide. Wie sehr sie mich begehrten, merkte ich erst, als mich beide küssten, intensiv und voller Verlangen. Nach den ersten Küssen schloss ich die Augen und genoss nur noch die unendliche Lust, die sie mir bereiteten.

Erst danach zogen wir uns aus, jeder für sich. Ich beobachtete Katrin, die gerade ihre Körper aus den Kleidern schälte und bewunderte heimlich ihre helle, fast durchsichtige Haut. Kleine, feste Brüste, ein schlanker Bauch und ein Hauch von blondem Schamhaar. John, den sie als ihren Verlobten bezeichnete, nahm ich nicht einmal wahr …

Katrin nahm meine Hand und zog mich auf das breite Bett. Sie küsste mich noch einmal tief und intensiv mit der Zunge, begann dann aber, meinen Überkörper mit heftigen Küssen und sanften Bissen zu erregen. Schließlich legte sie sich auf mich und drückte sich fest an meinen nackten Körper, sodass wir einander überall berührten. Sie küsste mich erneut auf den Mund, bevor Ihre Zunge tief in meine Mundhöhle eindrang. Ihr Körper strahlte eine lustvolle Wärme aus, und ihr Schritt würde sicher bereits glühen vor Lust – so fühlte es sich jedenfalls für mich an. Für einen kurzen Moment öffnete ich die Augen und erhaschte einen Blick auf Johns wunderschönen, erigierten Penis.

Einen Augenblick lang dachte ich darüber nach, ob er für mich bestimmt sein könnte, doch offensichtlich entsprach das nicht den Vereinbarungen, die Katrin und ihr Verlobter getroffen hatten. Bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, war er in Katrin eingedrungen, ohne dass sie einen Laut von sich gab, doch der Ruck, der durch ihren Körper ging, sagte mir alles.

Über ihre Haut spürte ich, wie ihr gesamter Körper von Wellen durchzogen wurde, die von heftigen Bewegungen ihres Beckens ausgingen. Ihre Erregung schwappte zu mir über, zumal sie fortfuhr, mich intensiv zu küssen. Die gesamte lustvolle Energie sammelte sich in ihr, aber was sie abstrahlte, reichte aus, um mich in lustvolle Trance zu versetzen. Ich muss gestehen, dass ich einen Moment lang davon träumte, dass John mich selbst so durchrütteln würde. Aber wäre diese Erfahrung wirklich so lustvoll gewesen?

Also ließ ich einfach alles geschehen, und behielt die Erinnerungen so, wie sie sich in meinem Kopfkino einbrannten. Einige Teile davon gehören unter Verschluss – nicht nur, weil sich sie hier nicht öffentlich sagen mag. Sondern auch, weil die wahre Erinnerung an diese Nacht in einem Strom der Wollust verloren ging.

Hinweis: Diese Story ist reine Fiktion und beruht nicht auf Tatsachen. Die Frage wäre auch: Ist eine Erzählerin am Werk, oder handelt es sich um einen Erzähler? Wie wäre deine Antwort?

Erotik schreiben heißt "kreativ schreiben"

Kreatives Schreiben bedeutet im Grunde kaum mehr als „nicht auf die Art zu schreiben, wie wir es in der Schule gelernt haben.“ Die Aussage klingt ein bisschen salopp, aber sie beruht darauf, dass wir gelernt haben, unseren Worten einen festen, recht einheitlichen Rahmen zu geben.

Nehmen wir an, wir würden in der Schule für das Leben lernen. Dann wären wir auf den Beruf eines „akademischen“ Schreibers hinreichend vorbereitet. Das heißt, wir könnten eine „Abhandlung“ zu Papier bringen. Behauptet wird auch, dass die Schule möglicherweise auf für den Beruf des Journalisten sinnreich sein könnte. Auch ihm ist ein Rahmen gegeben, in den er seien Worte setzt.

Erzählungen sind ebenfalls eine Form, der wir in der Schule begegnen, ja selbst in früher Kindheit, beispielsweise in Märchen und Sagen. Erzählungen verwenden einen recht engen zeitlichen oder räumlichen Rahmen, der ihnen Struktur verleiht.

Warum benötigt man aber „kreatives Schreiben“?

Bilder durch Worte übermitteln

Wer diese Art des Schreibens benutzt, will etwas anderes erreichen: Er will die Bilder, die er im Kopf hat, auch im Kopf seiner Leserinnen dun Leser entstehen lassen. Oder noch etwas blumiger: Er zeichnet mit Worten ein Bild von dem Bild, das er im Kopf hat. Die Leserschaft macht sich nun ein eigenes Bild von dem Bild, was sie dabei aufnimmt. Das heißt aber auch: Was der Autor schrieb, muss nicht identisch mit dem sein, was im Kopf des Lesers ankommt.

Die beiden bereist beschriebenen Formen, also die Abhandlung oder auch der Zeitungsartikel, sollen hingegen ein möglichst eindeutiges Bild erzeugen: Jeder Leser soll möglichst exakt das Gleiche darunter verstehen.

Bemerkt ihr den Unterschied?

Wahrscheinlich. Wenn nicht: er liegt darin, dass „kreatives Schreiben“ die Fantasie der Leserinnen und Leser anregen soll.

Und was läge nun näher, als erotische Geschichten genau nach dieser Vorgabe zu schreiben?

Keine Bedienungsanleitungen und keine Ratgeber für guten Sex

Seht - das ist es. Wer erotisch schreibt, will keine „Bedienungsanleitung für eine Klitoris“ schreiben und keine „Abhandlung über den Geschlechtsverkehr als solchen.“ Vielmehr beabsichtigt der Erotik-Schriftsteller, einige flirrende, bunte Bilder zu erzeugen, die so lebensnah sind, dass sich fast jede und jeder damit identifizieren kann.

Nachwort

Ein Hinweis: Ihr werdet sowohl im Internet wie auch bei verschiedenen Schreibschulen und Schreiblehrern noch vielfach Argumente gegen das „kreative Schreiben“ finden. Sie entspringen in der Regel einem akademischen Verständnis des Schreibens. Diese Ansichten haben ohne Zweifel ihre Berechtigung, aber nicht für DICH.