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Sinnliche Themen - zum Filmstart von „Fifty Shades of Grey“

Das Buch, oder besser die Trilogie, gilt längst als ausgelutscht. Doch der Film „50 Shades of Grey“ wird die Diskussion um Anastasia und Mr. Grey wieder neu aufflammen lassen. Der Trailer lässt vermuten, was der ganze Film sein wird: eine entsetzlich klebrige Liebesschnulze mit ein bisschen Sadomaso-Effekten, die bestenfalls noch Hausmütterchen erzittern lassen.

Es ist also an der Zeit, einmal über Kurzgeschichten, leicht lesbare Novellen oder Liebeschnulzen mit ein paar „sehr, sehr unartigen Stellen“ nachzudenken.

In den „Shades of Grey“ ist die Erzählerin eine naive Frau, die sich den Freuden der Liebe und der extremen Lüste öffnet. Der Mann, den sie beschreibt, defloriert ihren Körper und sät die Magie der schmerzhaft-schönen Wollust in ihre Seele ein.

Doch das muss nicht so sein. Sie können die Rollen ohne weiteres tauschen, also einen naiven Mann erzählen lassen, wie eine eine erfahrene Frau ihn zuerst liebevoll verführt und schließlich in die Abgründe zahlloser absolut schicker Lüste einführt, die in wollüstig in Grenzgebiete schicken. Vor allem aber können Sie in Ihren Geschichten auf die „Shades of Grey“ (oder auch auf ein anderes Buch über Dominanz und Unterwerfung) verweisen.

Bedenken Sie auch, dass es nicht immer die Männer sind, die Frauen in extravagante sexuelle Abenteuer führen. Schon manche junge, lebenshungrige Frau ließ sich von einer erfahrenen, wild-erotischen Frau verführen und in sexuelle Spiele verwickeln, die ihr Leben veränderten.

Ihre Geschichte? Meine Vorschläge:

1. Frau verführt Mann dazu, sie erotisch zu züchtigen
Planen sie eine gewöhnliche Liebesgeschichte. Ihre Heldin legt das Buch „50 Shades of Grey“ mit einem Lesezeichen versehen auf den Couchtisch, während sie behauptet, sich noch ein wenig das „Näschen pudern zu müssen“. Die entsprechenden Stellen, auf die es ankommt, können unterstrichen oder mit Anmerkungen versehen sein. Die pure Neugierde treibt den Liebhaber, die markierte Stelle und die Kommentare zu lesen … schließlich kommt sie herein, und er traut seinen Augen nicht … (der Rest ist leicht zu schreiben, denke ich). Diese Vorlage eignet sich für eine eher kurze Geschichte.

2. Ein junger Mann gerät unter den sexuellen Einfluss einer Frau
Ein sexuell ausgehungerter junger Mann, der sich nicht recht an gleichaltrige Frauen herantraut, trifft eine eher füllige, scheinbar leichtfertige Frau gegen 40, die offenbar in Luxus lebt. Nachdem sie ihn konventionell verführt hat, spricht sie leichthin über die „Shades of Grey“. Schließlich liest sie ihm daraus vor, während sie seine Reaktionen scharf beobachtet. Schließlich fragt er: „Du willst doch nicht etwa, dass ich das alles an die vollziehe?“, woraufhin sie antwortet: „Nein, ich möchte, dass du dich jetzt ausziehst, damit ich es an dir erproben kann.“ Ihr Held wird vielleicht zunächst verweigern –aber wenn er das tut, verliert er auch seine einzige Geliebte. Daraus entwickeln Sie dann Ihre Story.

3. Frau verführt Autorin durch ausgeklügelte Raffinesse
Einen Entwurf dieser Art siedeln Sie am besten in einer etwas exotischen Umgebung an – beispielsweise in der Modebranche oder unter Künstlerinnen, Autorinnen oder Schauspielerinnen. Beispielsweise können sie ihre junge Heldin als Autorin erotischer Geschichten einführen, denen aber noch der "Biss" fehlt. Eine ältere, bereits erfahrene Autorin nimmt ihre Heldin unter ihre Fittiche und konfrontiert sie mit Passagen aus den „Shades of Grey“. Schließlich fragt sie: „Und spürst du dies alles in dir, sodass du es ähnlich beschreiben könntest?“ Die junge Frau ist verwirrt, und zögert mit der Antwort, doch auf ihrem Gesicht steht geschrieben, dass es ein „Nein, eher nicht“ ist. Kokett fährt die Ältere fort: „Du solltest es einfach mal ein wenig ausprobieren.“ Damit beginnt dann die Story, die den großen Vorteil hat, später mit dem Roman der jungen Frau zu einer Einheit zu verschmelzen.

Trackbacks

sinnlich schreiben am : Die sinnliche Woche: „Shades of Grey“ und kein Ende?

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Nun kommt er bald, der Film zum Buch. Und was empfehle ich dazu? Bitte schreiben sie nicht noch eine „Nachahmung“ des „schlechtesten Erotik-Romans des 19. Jahrhunderts, der in unserer Zeit geschrieben wurde“ wie Werner Fuld in seiner „Geschichte des sinnl

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