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Frauen haben erotische Fantasien – und wo verstecken sie sich?

Wäre ich gerne Wanda? Oder Anastasia? Oder mal dies, mal jene?
Sie wissen es, und alle anderen, die es wissen wollen oder nicht wissen wollen, ahnen es auch: Frauen haben erotische Fantasien, von der Busfahrerin bis zur Professorin. Das Problem: Bisher teilen sie diese Fantasien kaum öffentlich miteinander. Daher glauben viele Frauen, sie allein hätten diese Fantasien, und sie zu haben, sei beschämend, fragwürdig oder vielleicht gar krankhaft. Mit anderen Worten: Man kann zwar E. L. James lesen, darf sich aber um Himmels willen nicht damit identifizieren, geschweige denn, Fantasien zu äußern, die darüber hinaus gehen.

In Irland gibt es gegenwärtig ein Projekt, in dem Frauen ihre erotischen Fantasien miteinander teilen können, in dem sie diese einfach mitteilen.

Die Initiatorin schreibt:

Es kann sehr befreiend sein, sich an den Computer zu setzen und über etwas zu schreiben, das bisher nur in Ihrem Kopf war. Manchmal vergegenwärtigen Sie sich die Anzahl der Details ihrer Fantasien erst, wenn sie zu schreiben beginnen.


Etwas Entscheidendes kommt aber noch hinzu: der irische Humor, der durch die Zeilen lacht.

Was ist die Botschaft dieses Artikels? Ich nehme nicht an, dass Sie Irin sind oder in englischer Sprache schreiben werden.

Nun, es ist eine dreifache Botschaft:

1. Schämen Sie sich niemals, Ihre eigenen erotischen Fantasien zu beschreiben. Lassen Sie ihre Heldin das erleben, was sie sich versagen müssen.
2. Gönnen Sie sich die einzigartige Selbsterfahrung, Details Ihrer Fantasien zu beschreiben. Das befreit Sie selbst von Schuldzuweisungen und gibt Ihrer Story die Würze, die Ihre Leserinnen schätzen werden.
3. Es ist gut und richtig, lustvoll, humorvoll und hintersinnig zu schreiben. Das ist viel besser, als Ereignisse aneinanderzureihen, wie es so viele Autorinnen tun.

Das Einzige, was Sie, liebe Leserin tun müssen: Zu schreiben beginnen. Denken Sie vorläufig gar nicht an Veröffentlichungen oder Ruhm. Sie schreiben es für sich auf, um sich selbst ein Stück zu befreien von all der Scham, die in Sie hineinerzogen wurde, und falls dies nicht so gewesen sein sollte: Es macht einfach Freude. Wirklich!

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