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Die Freiheit des Wortes - Widersacher sind überall

Spannung, Furcht, Lust - und am Ende ein Roman?
Pornografie ist … natürlich beleidigend für Frauen … das hätten unsere Mütter, Großmütter und Urgroßmütter sicher so gesehen. Es sei denn, sie hätten „Histoire d’O“ geschrieben, wie es die unvergleichliche Anne Desclos tat, die die 1957 veröffentlichte. Bis vor wenigen Jahren wurde von der Literaturkritik vehement bestritten, dass dieses Buch von einer Frau geschriebenen worden wäre, da es (wie alle Werke der Autorin) unter einem Pseudonym erschien. Diesmal aber wählte sie nicht ihren üblichen „Nom de Plume“ Dominique Aury, sondern Pauline Réage.

Zitat (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (11. Juni 1983):

Die Widersprüchlichkeit der geschlagenen Frau, auf der einen Seite Schmerz, auf der anderen Seite Lust, werden immer zugunsten ihrer eigenen Triebhaftigkeit gelöst, die durch sadomasochistische Praktiken befriedigt wird. Das hier skizzierte Frauenbild entspricht in keiner Weise dem sexuellen Empfinden von Frauen, es entspringt vielmehr der männlichen Phantasiewelt, auch wenn der Autor eine Frau sein soll.


Amüsant an dieser Textstelle ist die Formulierung: „Dem sexuellen Empfinden der Frau … der männlichen Fantasiewelt.“ Es ist jedoch kaum zu erwarten, dass solche sprachlichen Feinheiten damals jemandem, auffielen: Männer haben eine Fantasiewelt, während Frauen ein Empfinden haben. Wie süß.

Wissenschaftler als Speerspitzen der Zensur?

Nun haben sich Forscherinnen und Forscher mit der modernen Pornografie beschäftigt, und vermelden zum Entsetzen der Feministinnen:

Das Ergebnis war ein hohes Maß von Aggression, sowohl in verbaler wie in physischer Form. 88,2 Prozent der untersuchten Szenen enthielten physische Aggressionen, in erster Linie Schläge auf den Po („Spanking“), Knebelungen („Gagging“) und Ohrfeigen sowie andere Handschläge auf den Körper („Slapping“), während 48,7 Prozent verbale Aggressionen enthielten, hauptsächlich Beschimpfungen.


Die Erbsenzähler waren dabei sehr präzis, und stellten in 304 Szenen fest:

- 980 Mal wurden Frauen auf den Po geschlagen. („Spanking“).
- 795 Mal wurde sie in der einen oder anderen Weise genebelt.
- 614 Mal wurden sie schwer gekränkt.
- 408 Mal wurden sie mit der Hand geschlagen.


In 94,4 der „Fälle“ waren die Zielpersonen nach diesen Angaben Frauen. Wenn Frauen die Täter waren, richtet sich die Gewalt in Prozent der Fälle gegen, Frauen, und nur in 4,2 Prozent gegen Männer, und Männer wurden nur in 0,3 Prozent der Fälle aggressiv gegen andere Männer.

Diese Zahlen klingen absolut bedrohlich – allerdings nur, wenn man es von vornherein unter den Empörungsvoraussetzungen feministischer Kreise betrachtet.

Mahnung, Warnung oder Vorbereitung der Zensur?

Ich will hier gar nicht darauf eingehen, wie lange man gesucht haben muss, um die passenden Filme zu finden, die solchen Gegebenheiten entsprechen. Nein, ich will einfach sagen: Jeder Autorin und jeder Autor (und vor allem Frauen) sollten sich dagegen wehren, dass sich erotisches Schrifttum den Gesetzen des Feminismus zu unterwerfen hat. Das ist Zensur, und es entspricht durchaus dem, was die treudeutsche Bundesprüfstelle damals schrieb, und was ich hier noch einmal wiederhole:

Das hier skizzierte Frauenbild entspricht in keiner Weise dem sexuellen Empfinden von Frauen, es entspringt vielmehr der männlichen Fantasiewelt.


Erotische Literatur - kein Besuch im Bonbonladen

Nun kann gar kein Zweifel daran bestehen, dass die meisten wild-erotischen Geschichten der Fantasiewelt entstammen – der Alltag ist nun mal nicht besonders erotisch, und schon gar nicht wild. Dann besteht kaum ein Zweifel daran, dass erotische Autorinnen und Autoren versuchen, bereits vorhandene Fantasien wachzurufen und die Leserinnen und Leser dabei in einen sinnlichen Taumel zu versetzen.

Aber all dies ist Literatur. Literatur kennt einen Begriff wie „soziale Korrektheit“ nicht – oder sollte ihn zumindest nicht kennen. Literatur darf nicht vor den Feministinnen in die Knie gehen und sich verordnen lassen, was man noch schreiben und sagen darf und was nicht.

Die Freiheit zu denken und zu schreiben, was wir wollen

Inzwischen dürfte klar sein: Eine Zeit, die allen Menschen in der westlichen Hemisphäre alle Freiheiten gestattet, erzeugt auch das Gegenteil. Und das ist der Wunsch nach Unfreiheit, sei es durch feste Regeln, durch Religionen, durch Ideologien, durch Zensur – oder durch die Fantasie der Unterwerfung.

Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Zeichnerinnen und Zeichner, Filmerinnen und Filmer vertreten im Grunde das gleiche Ziel: etwas zu Produzieren, das die Sinne anspricht. Sicher können Sie argumentieren, dass es auch der Geist ist, der angesprochen werden soll, aber derartige Bücher haben eine sehr kleine Leserschaft. Und über Qualität zu streiten, ist müßig - auch im Fall der "50 Shades of Grey" zählte am Ende allein der Erfolg.

Und in diesem Sinne: Verdammen Sie jeden Versuch der Meinungsmanipulation durch Randgruppen, aber auch durch große „Bewegungen“, die mit den Moralistenmasken daherkommen. Sie wollen nur eines: Die Freiheit einschränken.
Zitate:
Zitat der Bundesprüfstelle nach Wikipedia (deutsch)

Zitat aus der Forschung: Sagepub - Ergänzende Informationen: Role Reboot.

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sinnlich schreiben am : Die sinnliche Woche: „Shades of Grey“ und kein Ende?

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Nun kommt er bald, der Film zum Buch. Und was empfehle ich dazu? Bitte schreiben sie nicht noch eine „Nachahmung“ des „schlechtesten Erotik-Romans des 19. Jahrhunderts, der in unserer Zeit geschrieben wurde“ wie Werner Fuld in seiner „Geschichte des sinnl

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