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Die sinnliche Woche: „Shades of Grey“ und kein Ende?

Nun kommt er bald, der Film zum Buch. Und was empfehle ich dazu? Bitte schreiben Sie nicht noch eine „Nachahmung“ des „schlechtesten Erotik-Romans des 19. Jahrhunderts, der in unserer Zeit geschrieben wurde“ wie Werner Fuld in seiner „Geschichte des sinnlichen Schreibens“ feststellt. Sie erreichen den Erfolg sowieso nicht mehr, weil nun wirklich alles ausgelutscht ist, was darin vorkommt, inklusive des Schlags auf die Vagina. Wir hätten ein paar Alternativen für Sie, was Sie schreiben könnten.

Wenn du zur Tastatur gehst, vergiss die Peitsche (nicht)

Falls Sie sich jemals an ihren Schreibknecht setzen und mit den Tasten auch die Peitsche schwingen wollen: Lesen Sie wenigstens die drei Folgen unserer Serie „Es, muss nicht immer die Peitsche sein“. Falls Sie den ersten Teil gelesen haben, werden Sie gespannt auf Teil zwei und drei sein. Diese Woche hatten wir den Beitrag „Zu peitschen und nicht zu peitschen.“ Dieser Teil handelt des dreiteiligen Beitrags handelt von all dem, was „E.L. James“ nicht kann, was Sie aber vielleicht zustande bringen: Gefühle zu schildern, die wenigstens noch halbwegs glaubhaft bei gebildeten Leserinnen ankommen.

Erotische Züchtigung? Niemals! Oder doch?

Im dritten Teil betrachten wir dann aus einer sehr modernen Sichtweise, warum Züchtigungen erotisch sein können. Diese Frage wird oft gestellt, aber so gut wie nie beantwortet. Wir planen einen weiteren Teil mit Szenarien aus der Vergangenheit und der Jetztzeit, in der Sie etwas über die Möglichkeiten erfahren, die Szenarien aufzubauen. Leider sind wir im Moment allerdings stark beschäftigt, sodass Sie damit wohl noch etwas warten müssen.

Auch über Fetische lässt sich schreiben

In weiteren Vorschlägen zum sinnlichen Schreiben haben wir all das aufgeführt, was ein paar durchgeknallte Psychiater früher mal als „Fetische“ bezeichnet haben – meist harmlose sinnliche Liebhabereien. Natürlich gib es auch ein paar Varianten davon, die nun wirklich sinnlich-hintergründige Einblicke in die Psyche ermöglichen, und auch dafür hatten wir Vorschläge.

Die Scham der Frauen, sich als sinnlich zu offenbaren

Außerdem beschäftigen wir uns mit der Frage, warum Frauen zwar erotische Fantasien haben, sie aber nicht einmal erzählerisch umsetzen. Können sie nicht? Wollen sie nicht? Schämen sie sich vor der Pfarrersfrau oder der örtlichen Frauen-Union? Ich weiß es nicht.

Die Zensur - im Namen des Feminismus?

Zensur im Namen der Jugend war in den 1950er und 1960er Jahren populär. Damals gab es auch zahllose Zensurversuche im Namen der Ehre der Frauen. Und inzwischen? Sind wir wieder bei diesen dunklen Zeiten angekommen? Wollen wir wieder Sittenwächter und Sittenschnüffler? Nur dass es diesmal nicht die Sittenspione der Adenauerregierung sind, die Zensur ausüben wollen, sondern die Feministinnen und ihre Helfershelfer? Ich hoffe doch, dass die Freiheit des Wortes auch in Deutschland etwas zählt.

Bald kommen neue Themen - steigen Sie jetzt ein

Übrigens hat die Beschäftigung mit den „Shades of Grey“ auch bei uns ein Ende. Denn selbst, wenn der Film (was leider zu erwarten ist) ein Erfolg wird, ändert das nichts daran, dass das Vorbild eine Schnulze ist.

Noch ein letztes Wort: Es gibt kaum ein umfassenderes Füllhorn an Ideen für Autorinnen erotischer Romane als das Blog „Sinnlich Schreiben“. Selbst wenn das nach Eigenlob klingt: Versuchen Sie doch mal, dergleichen anderwärts zu finden. Falls Sie’s schaffen: Scheiben Sie uns mal die Adresse –wir veröffentlichen sie gerne.

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