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Vielversprechende erotische Themen (45): Zeigt her eure Füße …

Es gehen Gerüchte, dass nackte weibliche Füße, erotisch gesehen, stets Aufreger sind. Gewisse Suchmaschinen sollen schon einmal alles aus ihren Ergebnissen verbannt haben, was nach Fußerotik aussah.

Dabei wusste schon die Bürgerin des 19. Jahrhunderts, dass die Fußpflege für die Schönheit eine ausgesprochen hervorgehobene Bedeutung hat, ganz ähnlich wie die weibliche Brust.

Aus einer Buchanpreisung von 1822:

(Anleitung in 11 Abschnitten, die …) geprüfte Anweisungen zur Pflege der Haut, der Haare, der Nägel, der Augen, der Zähne, der Brust und der Füße mittheilt und ihrem Zwecke, weibliche Schönheit und Gesundheit zu erhalten und zu erhöhen gewiß entsprechen wird.


Diese Anpreisung verwundert umso mehr, als die bürgerliche Tochter jener Zeit zwar Teile der Haut, Nägel, Augen und Zähne vorzeigen dufte, aber nicht die unverhüllte Brust oder die nackten Füße.

Was ist also an Füßen so sexy? Genau lässt es sich – auch historisch – nicht zurückverfolgen. Im Mittelalter trug man bei Tag und Nacht Schuhe – Barfüßigkeit war ein Makel, ja, gar eine Entehrung. Jemandem „die Füße zu küssen“ ist seit Luther ein geflügeltes Wort. Es bezeichnet die absolute Hingabe, die über die normale Verehrung der Person weit hinausgeht. Immerhin kann eine Frau, die ansonsten vollständig und „züchtig“ bekleidet ist, ihre Füße durchaus zum Kuss anbieten – und mancher Mann wird tatsächlich die Gelegenheit nutzen, den dargebotenen Fuß mit Küssen zu bedecken.

Wie auch sonst in der Erotik, steht vor der Nacktheit die Entkleidung. Wenn Autorinnen und Autoren sich überhaupt mit dem Fuß beschäftigen, so legen sie auf diesen Umstand zumeist viel zu wenig Wert. Der Fuß wirkt (ähnlich wie die Brust), umso lustvoller, je mehr er vor dem sinnlichen Genuss zu enthüllen ist. Insbesondere dort, wo schwere Lederschuhe, insbesondere Stiefel, zu entfernen sind, steigt der Reiz, den Fußliebhaber erleben. Insofern besteht ein gewisser Zusammenhang zwischen dem weiten Feld des Voyeurismus, der Liebhaberei von Schuhen, Strümpfen und nackten Frauenfüßen.

Aus dem bereist geschilderten Zusammenhang, durch den nackten Fuß sowohl geehrt wie auch entehrt werden zu können, entsteht die Spannung jeder erotischen Szene, in denen Füße enthüllt werden. Gefangen und entehrt gehen Sklavinnen und Sklaven durch glühende Kohlen, auf Scherben oder auf Kies (Managerinnen und Manager übrigens gelegentlich auch, die Brücke ist schmal). Der erotische Folterer verpasst den Füßen die Bastonade, und angeblich leckt die Ziege sogar Salz von den Sohlen, um Gefangene durch Kitzeln zu foltern.

Auf der anderen Seite aber steht jenes ambivalente Gefühl, das zugleich mit Machtgewinn verbunden ist: Die Füße zum Massieren, Liebkosen oder Belecken anzubieten. Nun wird die barfüßige Frau zur Herrin (Männer in der Rolle sind selten), während der unterwürfige Partner (meist Männer, aber auch Frauen) sich als Sklave/Sklavin erniedrigt.

Was können Sie als Autorin aus der Fußerotik ableiten?

Füße sind, entgegen anderer Meinung, höchst sensible und daher hoch erotische Körperteile. Es ist also nicht „pervers“, sie zu umschmeicheln. Fußerotik aus weiblicher Sicht ist noch wenig beschrieben, aber höchst spektakulär.

Zwei Sichtweisen des nackten Fußes

Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass nackte Füße sklavisch, aber auch majestätisch sein können. Als Faustregel empfehlen wir bei „Sinnlich Schreiben“:

1. Lassen Sie die später barfüßige „Herrin“ zunächst immer voll bekleidet. Ihre Füße müssen von ihrem Diener entkleidet werden, und sie präsentiert ihm nur die nackten Füße, sonst nichts.
2. Die barfüßigen Diener sind auch sonst nackt, fokussiert wird aber auf die Fußsohlen. Herrinnen ziehen sich (außer in pornografischen Filmen) nicht aus.

Begegnungen und Umstände – Herrin

Frauen, die Fußerotik „verkaufen“ stellen sich entweder mit exquisiter, ungewöhnlicher Fußbekleidung vor oder mit auffälligen Kettchen an den Fesseln und stark geschminkten Fußnägeln, eventuell auch Zehenringen. Solche Themen eigen sich wenig für erotische Romane. Versuchen Sie, ihre Heldin aus Zufall zur Stiefel-Herrin zu machen. Wenn Sie mit nackten Füßen beginnen wollen, empfehlen sich Szenen, in denen der halb nackte Fuß in hochhackigen Schuhen steckt.

Begegnungen und Umstände – Sklaven, Sklavinnen, Gefangene

Alle erotischen Szenen mit gedemütigten Dienstmädchen, Dienern, Sklaven, Beschuldigten und Gefangenen basieren auf Rollenspielen, es sei denn, sie verlegen Ihre Handlung ins Mittelalter, in höfische Zeiten oder (begrenzt) ins Bürgertum. „Zufällige“ Begegnungen dieser Art sind also sehr selten. Eingesetzt werden außer den bereits erwähnten Entwürdigungen und schmerzhaften Bußgängen auch Schläge und andere entwürdigende Behandlungen sowie Fesselungen in Form von Stangen oder Ketten.

Tätigkeiten, Sexualität

Bei der Fuß-, Strumpf- oder Schuherotik geht es zumeist darum, den Fuß im Laufe der Handlung zu entkleiden. Ist das geschehen, so wird er gebadet, massiert, liebkost und vor allem beleckt. Sexuelle Handlungen sind zumeist nicht vorgesehen.

Heute verzichten wir (auch wegen eines Autorenwechsel) auf die Relevanz des Themas. Denken Sie sich einfach hinein, und schreiben Sie.

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