Skip to content



Wie zeigt sich erotische Unterwerfung? Teil 5: Beschämungen

Feminisierung als Beschämung?
Woran zeigt sich erotische Unterwerfung? Heute behandeln wir: Feminisierung, Fehlkleidung und Beschämung.

Teil fünf: Sich seiner Lüste schämen - vor allem geht es hier um Männer

Woran zeigt sich eigentlich erotische Unterwerfung, und wie fühlen sich die Menschen dabei, die sich nicht nur in die Submission hineinträumen, sondern sie auch tatsächlich praktizieren? In diesem fünften Beitrag geht es überwiegend um Männer - und um die Erniedrigung, die sich aus dem Tragen weiblicher Kleidungsstücke ergibt.

Verweiblichung (Feminisierung) und Beschämung

Männer mögen gelegentlich, sich in der unterwürfigen Rolle äußerlich dem weiblichen Geschlecht anzunähern. Dazu gehört beispielsweise, weibliche Kleidung (insbesondere Dessous oder Nachthemden) zu tragen, oder sich anal „nehmen zu lassen“. Das Spiel ist beliebter, als viele Frauen denken - und es ist höchst spektakulär.

Da nur sehr wenige Autorinnen Erfahrung mit Dominanz haben dürften, kann hier nur wieder empfohlen werden, mit der Fantasie und „Versatzstücken“ zu arbeiten.

Alltag: (Vorschläge für Autorinnen) der beste Weg, sich dem Thema „Feminisierung“ zu nähern, ist an eigene, unpassende oder sehr unkomfortable Kleidung zu denken. Haben Sie sich selbst schon einmal geschämt, vor ihrem Liebhaber als „billiges Flittchen“ aufzutreten? Fühlen Sie im Schritt den Unterschied zwischen einer Hose und einem Rock? Wie ist ihr Gefühl an den Beinen, wenn sie Socken, halterlose Strümpfe oder Strapse tragen? Flache Schuhe oder High Heels? Luftige BHs oder strenge Korsetts? Denken Sie auch einmal ans Schminken: Alles, was Sie an sich verwenden, können sie auch bei einem Mann benutzen. Was den „Verkehr“ betrifft: Denken Sie eine Weile darüber nach, was Sie empfanden, als Sie das erste Mal penetriert wurden. Das reicht zunächst völlig. Damit „Heldinnen“ nicht ganz unerwähnt bleiben: Ihre Heldin kann auch dadurch beschämt werden, sich in „Sack und Asche“ kleiden muss oder als „sozial niedrig gestellt“, etwa als Putzfrau oder Dienstmagd. Alltagsnäher ist wiederum, „nuttenhafte Fummel“ tragen zu müssen.

Fantasie: Sie können mit der „Feminisierung“ Kurzgeschichten oder auch „große Szenarien“ entwerfen, je nachdem, wie perfekt Ihr Held einer Frau ähneln soll und was sie konkret mit ihm planen. Relativ schnell lässt sich die Fantasie entwickeln, vorhandene weibliche Kleidungsstücke an ihm zu erproben. Ein Gang im Rock mit High Heels oder da Anlegen von Strapsen mit passenden Strümpfen reicht schon, um die nötigen Assoziationen zu erzeugen. Denken Sie dabei durchaus an Ihre eigenen Unsicherheiten beim ersten Anlegen der Strapse oder dem Tragen von High Heels. Überhöhen sie dabei die Sensationen, die beides hervorrief, und mischen Sie dies mit der Scham ab, die ein Mann beim Tragen dieser Kleidungsstücke wahrscheinlich empfindet.

Die Serie (Nachdruck des Originals) wurde zunächst im August 2014 beendet, es besteht aber die Möglichkeit, sie fortzusetzen. In der Serie haben wir nur die erotischen Hintergründe behandelt, nicht aber die literarische Umsetzung. Wir wollen auch dies noch versuchen und freuen uns über Ihr Feedback.

Wie zeigt sich erotische Unterwerfung? Teil 4: Strafe muss sein?

Im Fokus zu vieler Autoren: Der Moment, in dem es geschieht
Autoren-Information: Woran zeigt sich erotische Unterwerfung? Heute: Strafen empfangen

Bitte beachten Sie, dass sich diese Seite ausschließlich an Autorinnen und Autoren erotischer Literatur wendet. Sie finden hier keine "Sex-Stories".


Teil vier: Strafe muss sein …

Woran zeigt sich eigentlich erotische Unterwerfung, und wie fühlen sich die Menschen dabei, die sich nicht nur in die Submission hineinträumen, sondern sie auch tatsächlich praktizieren? In diesem vierten Beitrag geht es um „Disziplin“, also Strafen aller Art, insbesondere aber Körperstrafen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit minimalen eigenen Erfahrungen (oder auch ganz ohne solche) erotische Geschichten schreiben können.

Disziplin (Strafen)

Nahezu in jedem Roman, in dem die Unterwerfung zum Thema gemacht wird, spielen Körperstrafen eine wichtige Rolle. Falls sie diese ausführlich beschreiben wollen, benötigen Sie eigene Erfahrungen. Zu ihrer Beruhigung kann ich Ihnen allerdings sagen: Die meisten Autorinnen haben keine Ahnung, worüber sie schreiben – sie haben die Szenerie einfach irgendwo abgekupfert.

Wenn Sie also niemals geschlagen, gequält, durchgekitzelt, geohrfeigt oder streng gefesselt wurden, können Sie nicht aus eigenen Erfahrungen schöpfen. In diesem Fall ist sicherlich ein guter Rat, nicht in Details zu gehen, sondern mit Versatzstücken zu arbeiten: Wie könnte ihre Protagonistin sich beim ersten Schlag gefühlt haben? Wie erleben Menschen wiederholte Schläge? Wann werden die Schmerzen größer, wann lassen sie nach? Was ist dabei besonders entwürdigend? Welche Instrumente hinterlassen Spuren, welche nicht?

Alltag: Möglicherweise finden sich in ihren hintersten Gehirnwindungen eigene Erlebnisse: Mal an den Haaren gezogen worden sein, „kitzelfrei“ gespielt zu haben, „Nachsitzen“ zu müssen oder Stubenarrest bekommen zu haben. Auch psychische Strafen wie Beschimpfen, Missachten, fortgeschickt werden, Liebesentzug oder Entwürdigungen eignen sich als Elemente. Wichtig ist lediglich, ein wenig davon „nachfühlen“ zu können, wenn Sie über Unterwerfung schreiben.

Fantasie: Die Fantasie kann durchaus an Kleinigkeiten ansetzen, die Sie selbst erlebt haben. Versuchen Sie einfach, das Geschehene oder Erlebte auf eine neue, dramatischere Ebene zu stellen. Wenn Sie beispielsweise einmal an den Haaren gezogen wurden, weiten Sie die Szene so aus, dass ihre Haare eingeklemmt, verknotet, verklebt oder sonst wie fixiert wurden. Bedenken Sie: Die Wirkung auf die Leserinnen und Leser entsteht nicht durch die Handlung als solche, sondern durch die Schilderung der Gefühle, die sie auslöst.

Im nächsten Teil wird die Beschämung behandelt, vornehmlich jene, die an Männern vollzogen wird.

Wie zeigt sich erotische Unterwerfung? Teil 3: Zu Diensten sein

Zu Diensten sein -in "sinnlich schreiben"
Autoren-Information: Woran zeigt sich erotische Unterwerfung?

Bitte beachten Sie, dass sich diese Seite ausschließlich an Autorinnen und Autoren erotischer Literatur wendet. Sie finden hier keine "Sex-Stories".

Teil drei: stets zu Diensten

Woran zeigt sich eigentlich erotische Unterwerfung, und wie fühlen sich die Menschen dabei, die sich nicht nur in die Submission hineinträumen, sondern sie auch tatsächlich praktizieren? In diesem dritten Beitrag geht es um „Dienstbereitschaft“, also dem Wunsch und dem Verlangen, jederzeit „zu Diensten“ zu sein und dabei noch Leidenschaft an den Tag zu legen.

Dienstbereitschaft und Unterwerfung

Zu den ersten Übungen für Menschen, die sich unterwerfen wollen, gehört zumeist, ungewöhnliche, zuvor als entehrend empfundene Tätigkeiten auszuführen. Ein großer Teil dieser Handlungen hat sexuelle Hintergründe. Im Allgemeinen wird vor allem bei sexuellen Handlungen eine uneingeschränkte, passionierte Dienstbereitschaft verlangt.

Alltag: Auch ganz gewöhnliche Paare erfüllen einander manche Wünsche, um dem Partner einen Gefallen zu tun und andere, weil sie wirklich Lust darauf haben. Wenn Sie diesen Zwiespalt kennen, können sie daraus auch heftigere Gefühlswallungen wie Ekel oder Wollust beschreiben.

Fantasie: In der Literatur kann der Konflikt zwischen zwischen dem widerwilligen, dienstbeflissenen Erfüllen der Wünsche aus Liebe zum anderen und den tatsächlichen Gefühlen ausgeweitet werden. Bedenken Sie, dass sich der/die Unterworfene teils (zumindest zu Anfang) nur widerwillig und rollenkonform dem Zwang beugt, bestimmte Handlungen auszuführen. Der Partner hingegen verlangt noch viel mehr: Er will die leidenschaftliche Hingabe in die dienende Rolle sehen. Das Thema „Pflichterfüllung aus Liebe“ kontra „sinnliche Leidenschaft“ bietet Ihnen also viele Möglichkeiten, den psychischen Zustand ihrer Heldin zu schildern.

Was aber, wenn Sie eine Strafe einbauen wollen? Muss es eine Körperstrafe sein? Wenn ja, welche kämen infrage? Das beantworten wir ihnen im vierten Teil.

Wie zeigt sich erotische Unterwerfung? Teil 2: Zugänglich sein

Oh, was machst du denn da?

Teil zwei: Mach mit mir, was du willst


Bitte beachten Sie, dass sich diese Seite ausschließlich an Autorinnen und Autoren erotischer Literatur wendet. Sie finden hier keine "Sex-Stories".

Woran zeigt sich eigentlich erotische Unterwerfung, und wie fühlen sich die Menschen dabei, die sich nicht nur in die Submission hineinträumen, sondern sie auch tatsächlich praktizieren? In diesem zweiten Beitrag geht es um „Zugänglichkeit“, also dem Abbau aller Hürden, die der Alltag normalerweise vor sexuellen Handlungen aufbaut.

Zugänglichkeit

Eines der am meisten diskutierten Phänomene im Feminismus ist die Frage, ob Frauen von Natur aus unterwürfig sind, weil sie erlauben, dass der Mann in eine Körperöffnung eindringt. Ob dies nun richtig oder falsch ist, jedenfalls gilt als unterwürfig, wer einem anderen den barrierefreien Zugang zu den Körperöffnungen (Vagina, Anus, Mund) gewährt. Bedenken Sie, dass manche Varianten als verpönt oder gar „Ekel erregend“ gelten. Wie fühlt sich Ihre Heldin dabei? Was hindert sie, und warum tut sie es am Ende doch? Auch beim männlichen Protagonisten ist der gesamte Körper in der Regel für die „Herrin“ zugänglich.

Alltag: Fällt die „intimste Schranke“, ist man also bereit für die völlige und uneingeschränkte Hingabe an den Liebsten, so geschieht dies auch bei „gewöhnlichen Paaren“ in einer Art Rauschzustand. Insofern ist die Situation, „verfügbar zu sein“ zum Teil nachvollziehbar. Eine der „Proben“ auf die Unterwürfigkeit einer Person stammt aus dem Alltag. Wenn ein Mensch (Frau oder Mann) bereit ist, am Finger des Partners zu saugen, oder sich die Zunge mit der Hand berühren zu lassen, besteht die Möglichkeit, dass er/sie auch unterwürfig ist.

Fantasie: Die erotische Unterwerfung hat stets den Hintergrund, niemals verantwortlich für irgendetwas zu sein, und oftmals heißt das Motto: Benutze mich solange, bis ich dir (per Sicherheitswort) sage: Höre auf. Dieses „Einwilligen in die Nutzung“ ist für nahezu alle Menschen zunächst ausgesprochen befremdlich. In einem bekannten Roman wird ein „Sklavenvertrag“ genutzt, um diese Hürde zu überwinden, doch die emotionalen Hürden sind wesentlich höher. Normalerweise existieren keine „Sklavenverträge“ bei der Unterwerfung, sie sind auch nicht sonderlich erotisch. Schwierig wird es für Autoren, wenn der Zugang zum eigenen Körper mehreren Personen gewährt werden soll. Schalten ihre Protagonisten dann das Denken weg? Oder das Fühlen? Berührt sie vielleicht doch noch etwas schamvoll, und wenn ja, was ist es?

Sehr ähnlich ist das Thema des inneren Drangs, dem Partner zu zeigen, wie lange oder heftig der Unterwürfige eine Demütigung oder einen Schmerz zu ertragen vermag. Es ist ausgesprochen beliebt in der gesamten erotischen Literatur, das weit über den sogenannten „sadomasochistischen“ Bereich hinausgeht.

Der erste Teil: Nacktheit als Demütigung.
im dritten Teil erfahren Sie, wie es sein kann, jemandem "zu Diensten zu sein".

Wie zeigt sich erotische Unterwerfung? Teil 1: Entsetzlich nackt

Vielfach benutztes Thema: Nackt vorgeführt werden.
Woran zeigt sich eigentlich erotische Unterwerfung, und wie fühlen sich die Menschen dabei, die sich nicht nur in die Submission hineinträumen, sondern sie auch tatsächlich praktizieren?

Bitte beachten Sie, dass sich diese Seite ausschließlich an Autorinnen und Autoren erotischer Literatur wendet. Sie finden hier keine "Sex-Stories".

Teil eins: Einführung und das Phänomen der Nacktheit

Viele Autorinnen und Autoren glauben, Unterwerfung sei gleichbedeutend mit BDSM, und sie denken, BDSM sei wieder gleichbedeutend mit Schlägen. Vielfach begehen Autorinnen und Autoren den Fehler, sich auf Internet-Schilderungen zu verlassen oder gar Pornografie als Basis zu verwenden. Beide Methoden ahnen jedoch gravierende Nachteile, denn bei Internet-Schilderungen lesen sie oftmals Artikel, die als Werbung für Domina-Studios geschieben wurden. Sie sind ungeeignet. Auf der anderen Seite finden Sie Berichte und Stellungnahmen der BDSM-Community, die teils sinnreich, teils aber auch „schöngefärbt“ sind. Unterwerfungen sind eine emotionale Angelegenheit, und Emotionen sind nicht leicht zu schildern. Zudem haben viele Autorinnen und Autoren eine latente Furcht, sich in die Gefühle ihrer Heldinnen und Helden hineinzuversetzen – und das merkt man, wenn sie darüber schreiben.

Besser wäre es daher, die „erotische Unterwerfung“ aus der eigenen Erfahrung oder ersatzweise aus einfachen, jedermann zugänglichen Beobachtungen und Sichtweisen heraus zu entwickeln. Ich veröffentliche diesen Artikel in mehreren Teilen. Sie können sich Ihre Lieblingsszenerie heraussuchen.

Hier lesen Sie von der Nacktheit. Sie ist ein wesentliches Element der Unterwerfung.

Nacktheit und Unterwerfung

Eines der wesentlichen Elemente der Unterwerfung ist Nacktheit. Nacktheit bedeutet Schutzlosigkeit. Die unverkennbar taxierenden Blicke anderer auf den eigenen nackten Körper erzeugen an sich schon zwiespältige Empfindungen. Hinzu kommt aber das Gefühl, mit der Kleidung auch jeden Schutz abzulegen. Dabei ist der Körper nicht nur gegen Berührungen ungeschützt – auch Kälte und Hitze, Wasser, Eis und Glut, raue oder glatte Materialien, Leder und Felle, spitze Gegenstände und nicht zuletzt Peitschen und Rohrstöcke erzeugen bei nackten Menschen befremdliche Gefühle.

Bitte beachten Sie: Anders als in pornografischen Filmen sollten alle Akteure außer den unterwürfigen Personen vollständig bekleidet sein.

Alltag: Voraussichtlich musste jeder Mensch sich schon einmal irgendwo ausziehen, wo Unbekannte des anderen Geschlechts zusehen konnten. Verwenden Sie diese Empfindungen für ihre Geschichte. Das Schamgefühl, das mit dem Entkleideten vor anderen Menschen verbunden ist, sollte deutlich werden, vor allem, wenn es sich bei ihrer Heldin/Ihrem Helden um eine Person handelt, die erstmals dominiert wird.

Fantasie: Der Rahmen ihrer Geschichte ist der Schlüssel zu den Emotionen, die aus der Nacktheit entstehen. Dies ist keine ganz gewöhnliche Frau, die sich erstmals vor einem Mann auszieht. Dies ist auch keine Geschichte, in der sie „auf schön“ für ihren Lover strippt. Dies ist vielmehr ein Eintauchen in eine neue Welt, deren Regeln ihre Heldin weder beherrscht noch versteht. (Dies gilt alles auch für Männer). Sollte Ihre Story nicht im Rahmen einer romantischen Liebesgeschichte abgehandelt werden, sondern als erotische Fantasie, so ergibt sich die Möglichkeit, dass sich Ihre Protagonisten vor mehreren (beispielsweise festlich gekleideten) Personen entblößen.

Bild: nach einer Zeichnung von Topfer.

Zweiter Teil: Zugänglich sein.