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Der Alltag einer Erotik-Autorin

Der Schein ist oft sinnlicher als die Wirklichkeit


Das tatsächliche Alltagsleben einer erotischen Autorin ist in der Regel völlig anders als das Leben, das ihre Heldinnen führen. Tatsächlich sind Autorinnen zumeist gezwungen, ein Doppelleben zu gestalten, denn nur allzu gerne glaubt die „Öffentlichkeit“, wer sexuelle Gedanken hätte, müsste auch eine Schreibschlampe sein.

Eine schreibende Schlampe? Davon ist nichts wahr. Du kennst nur den Arsch unserer Heldinnen, der Männern das Wasser im Mund zusammentreibt und den Penis anschwellen lässt. Du siehst ihre wabernden Brüste aus dem eng geschnittenen Abendkleid hervorlugen, du hast den Träger fallen sehen und dir vorgestellt, wie ihre nugatfarbenen Aureolen und die stark abstehenden, dunkelroten Nippel sich deinen Lippen nähern.

Aber das ist die Heldin, so wie du sie dir vorstellst, und es ist nicht die Autorin.

Die Wahrheit über deine Lieblingsautorin? Sie arbeitet hart bei Tag und schreibt bei Nacht. Sie sieht aus dem Fenster, wenn ihr die Augen brennen und überlegt, sich noch einen Tee zu machen oder endlich ins Bett zu gehen – allein, versteht sich. Du wirst nie erfahren, wie sie aussieht, und auch nicht, ob sie 20 oder 60 Jahre alt ist. Ist sie hetero, bi oder lesbisch? Für dich ist so gar nichts außer dem Namen, unter dem du sie kennst.

Nimm mal an, sie säße neben dir auf einer Parkbank. Du würdest sie nicht einmal wahrnehmen. Vielleicht sitzt sie irgendwo im Empfang, vielleicht leitet sie die Buchhaltung.

Wer erotisch schreibt, trägt einen Schleier. Das ist gut so.

Bist du eine Autorin?

Oh, du schreibst erotisch? Und du traust dich nicht, weil du dir als Oberstudienrätin, Gleichstellungsbeauftragte oder Leiterin der Debitorenbuchhaltung nicht leisten kannst, deine Gedanken aus dem kleinen Vogelkäfig zu lassen, in dem du sie eingesperrt hast?

Vielleicht können wir hier etwas für dich tun: Deine Geschichten glätten oder Facetten hinzufügen, verschärfen oder verharmlosen, anonymisieren, stilistisch unkenntlich machen, komplett umschreiben oder … oder ... was möchtest du von uns?

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst am 14.03.2014bin einer anderen Publikation des Liebesverlags.

Wir können es, darauf kannst du dich verlassen.

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