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Reife Frauen lieben SM, Gruppensex und Alterssex

60, 50, 40? Frauen höheren Alters lieben erotische Geschichten
Der erotische Lesestoff der Frauen, nach Alter gestaffelt - bietet Ihnen als Autorin oder Autor wichtige Hinwneise für ihre Zielgruppe. Und wo lesen Sie die bahnbrechenden Forschungen zuerst (und vermutlich lange Zeit ohne Konkurrenz)? Auf "Sinnlich Schreiben" - wo sonst?

Die Fantasie jüngerer Frauen geht eher in Richtung der sexuellen Abenteuer und Märchen. Wichtig sind auch die Fantastik, und eine ebenso große Rolle spielen erotische Märchen in Vergangenheit und Zukunft, wobei die erotische Romantik auch in der Gegenwart bedient wird. Auch erotische Gewaltfantasien (NomConsent) werden offenbar gerne von jungen Autorinnen verbreitet. Während nun die mittleren Jahrgänge eher ganz gewöhnliche Liebesromanthemen bevorzugen, die nur leicht mit Erotik gespickt sind, bevorzugen ältere Frauen „handfestere“ Themen, wie beispielsweise sadomasochistische Schilderungen, erotische Paarbildungen, Gruppensex und den Sex mir reifen Menschen.

Das jedenfalls will Mark Allen Thornton herausgefunden haben, der 300.000 Beiträge auf der bekannten Webseite „Literotica“ untersucht hat. Dabei fällt auch auf, dass die Autorinnen von Erotika recht jung sind – das Schwergewicht der Frauen liegt im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Literotica ist nicht gerade ein Tempel der Qualität. Hier tummeln sich alle, die irgendwie Erotik schreiben möchten, aber zumeist über wenig stilistisches Empfinden verfügen. Man schreibt überwiegend im Erzähler-Stil (narrativ) und verwendet zu einem großen Teil abgeschmackte Begriffe. Auch dies wird durch die Untersuchung bestätigt – so steht beispielsweise das Wort „Schwanz“ („Cock“) absolut im Zentrum des Wortgebrauchs.
Die häufige Verwendung von inzestaffinen Wörtern befremdet Europäer - aber in den USA ist das Thema „Inzest“ stets auf der erotischen Tagesordnung, und so kommt es, dass „Mutter“ in zwei Varianten (Mama und Mutter) ganz oben steht.

Wenn Sie mehr darüber zu lesen wünschen, dann empfehle ich ihnen den Originalbeitrag in englischer Sprache.

Sinnliche Woche: lustvoller Schreiben, Szenenschreiber und Themen

Allgemein ist’s schlecht bestellt um den reinen erotischen Genuss – vor allem in Deutschland – und da macht die erotische Literatur keine Ausnahme. Muss das eigentlich so sein? Ich meine: auf keinen Fall. Erotische Literatur sollte vielmehr dazu dienen, die Möglichkeiten der Lust vollends zu erforschen und auszukosten.

Narrativ schreiben führt zu uninteressanten Texten

Ich komme darauf, weil viele Autorinnen und und Autoren glauben, sie müssten dem Leserinnen da draußen etwas detailliert erläutern, bevor sie auf den Lustgewinn zu sprechen kommen. Dieses Phänomen taucht immer dann auf, wenn man rein „narrativ“ zu schreiben versucht: „Da war etwas, dann fühlte ich, dann sagte er.“

Szenen-Schreiber(innen) auf dem Weg zum Mainstream?

Szenen-Schreiber(innen) versuchen in letzter Zeit, den Spagat zwischen den „Ansprüchen“ ihrer jeweiligen Szene und den Lüsten der „ganz gewöhnlichen Begierigen“ zu wagen. Der Grund ist einfach: Szenenliteratur kommt beim gewöhnlichen Publikum nicht an, weil sie einerseits zu humorlos ist, zweitens in Teilen abschreckend wirkt, und drittes ohne wirkliche erotische Raffinesse aufgetischt wird. Auf der anderen Seite macht die SM-Szene die „Shades of Grey“ nieder, die ziemlich genau die sinnliche Befindlichkeit von Mütterchen Frust trifft. Sehen wir mal, wie der Spagat ausgeht. Ich bin gespannt.

Wenn Sie ohne Szene auskommen wollen - es ist möglich

Ja, und was ist, wenn die Szene Ihnen ein Buch mit sieben Siegeln ist und sie dennoch über sinnliche Fesselungen und hübsch rot gefärbte Pobacken schreiben wollen? Dann lesen Sie mal nach, wie das geht.

Ausgelutschte und verseuchte Themen völlig neu gestalten

Apropos Szene: Der Cuckold-Ableger der SM-Szene benutzt nicht nur einen unflätigen Jargon – er ist auch absolut pornografieverseucht. Wie Sie als Autorin/Autor dies ändern können und sinnlich über Cuckold schreiben wollen, lesen Sie in „Sinnlich Schreiben“ als Vorschlag Nummer 17. Damit erreichen Sie sicherlich nicht die Cuckold-Szene, aber sinnlich-lechzende Frauen und Männer, die davon träumen, einmal Teil dieses besonderen „Dreiers“ zu sein.

Das zweite Vorschlagsthema diese Woche ist auf andere Art schwierig: Restlos ausgekaut liegt der „Sex mit einem Fremden“ im Regal. Unser Vorschlag: Versuchen Sie, den Fremden (oder die Fremde) noch geheimnisvoller darzustellen, als er/sie ohnehin schon ist. Diese Vorschläge werden in Zukunft noch weiter abgewandelt.

300 Wörter reichen uns, um etwas über Ihre Schreibe auszusagen

Haben Sie eigentlich Lust zum Schreiben? Schreiben Sie Erotik? Und wissen Sie nicht so recht, wie Sie sich selbst beurteilen sollen? Schicken Sie uns 300 Wörter, dann sagen wir Ihnen, wie Sie schreiben und ob Sie weiterschreiben sollten. Tun Sie’s nicht, wenn Sie keine Kritik vertragen. Wir bleiben aber liebevoll – in jedem Fall. Übrigens: Der Erfolg oder Misserfolg ist nicht davon abhängig, ob sie „gut“ Schreiben, sondern ob ihre Leser(innen) – Pardon – geil auf das Thema sind.

Szenerien oder Mainstream – wem sollen Erotik-Autoren folgen?

Erotische Märchen sind oft sinnlicher als die Realität
An diesem Thema kommen weder Autorinnen noch Autoren vorbei: Wenn am Valentinstag 2015 die „50 Shades of Grey“ in die Kinos kommen, wird die Diskussion über den „realistischen Inhalt“ des Märchens mit den Lustschlägen wieder aufflammen. Öffentlich wird wieder diskutiert werden, wie trivial, erotisch oder pornografisch Film und Buch sind, und irgendwo in kleinen Sektiererkreisen wird alles als „total unrealistisch“ gebrandmarkt.

Die Diskussion ist absolut unnötig und völlig sinn- und zwecklos: „SoG“ wurde als Cinderellamärchen konzipiert und mit Peitschenhieben auf einen Frauenhintern sowie einigen anderen schrecklich „schockierenden“ Szenen angereichert. Es wendet sich an sehnsüchtig lechzende Mütterlein, die sich selbst gerne in die Lage der Cinderella hineinträumen. Dabei hat die Trilogie durchaus eine Funktion: Was man nicht durchleben will, kann man wenigstens im Hirn stattfinden lassen. Was dort geschieht, hat keine Verbindung zur Realität – und wenn wir genau hinsehen, ist dies auch der Wunsch der romantisch erotisieren Mütterlein, die seufzend das Buch verschlingen.

Dies führt mich zu der Frage, ob ein erotisches Buch den Wünschen einer sektiererhaft agierenden Szenerie entsprechen sollte oder eher die Fantasie jener anregen sollte, die in Tag- und Nachtträumen nach jener Wollust lechzen, die sie sich in der Realität versagen.

Fantasie beflügelt, Realität schreckt oft ab

Zumindest meine Antwort (sie dürfte der Mehrheit der Autorinnen und Autoren entsprechen) ist eindeutig: Die Fantasie hat Vorrang, aber die Schilderungen sollten rein körperlich und emotional noch nachvollziehbar sein.

Das bedeutet leider auch: Bei allem, was wir schreiben, müssen wie mit Protesten der Szenen und Gruppen rechnen, die sich „getroffen“ fühlen. Dabei ist gleich, ob wir Ethnien erwähnen, Randgruppen wie sogenannte „BDSM“-Anhänger, Psychosekten, Hexenzirkel oder auch nur die schwul-lesbische Szenerie. Die geschieht immer, wenn wir nicht deren „reiner Lehre“ verfolgen, oder wenn wir nicht „sozial korrekt“ schreiben.

Nicht an der Szene, sondern an den Lüsten orientieren

Natürlich ist jedem Schreibenden bewusst, dass er den Kugelschreiber, die Schreibmaschine oder den PC fortwerfen kann, wenn er versucht, Erotik „sozial korrekt“ zu schreiben. Hinzu kommt, dass zwischen „organisierten“ und „unorganisierten“ Anhängern abweichender Sexualpraktiken und Lebensentwürfe oftmals große Unterschiede bestehen.

Im Grund gilt: Nicht „Bange machen“ lassen. Die Schere im Gehirn ist das Schlimmste, was einer Autorin/einem Autor passieren kann. Und allen machen wir es ohnehin niemals recht. Also empfiehlt sich, rücksichtlos über das hinwegzusehen, was uns eingeflüstert wird und stattdessen das zu schreiben, wonach uns der Sinn steht.

Vielversprechende erotische Themen (18): Sex mit Fremden

Eines der beliebtesten Themen in der weiblichen erotischen Fantasie ist Sex mit einem Fremden, also mit einem Menschen, den man noch nie vorher sah, dessen Identität sich nicht feststellen lässt, und den man deshalb auch nie wiedersieht. Allerdings ist dieses Thema schnell abgehakt, sodass Varianten ausgesprochen gefragt sind.

Sie können diese Geschichte so anlegen, dass eine Vermutung besteht, wer der Fremde ist oder gewesen sein könnte. Sie gehen dabei ähnlich wie in einem Kriminalroman vor: Es gibt Indizien, aber sie sind zu schwach, um den geheimnisvollen Lover Ihrer Heldin wiederzufinden. Wenn sie eine Novelle planen, können Sie eine Person in das Umfeld Ihrer Heldin einführen, die in einer ganz anderen Funktion in ihr Leben tritt. Durch diese Variante wird ihr Thema wesentlich interessanter. Übrigens ist „Sex mit Unbekannten“ nicht auf Frauenfantasien beschränkt – auch Männer träumen davon, mit geheimnisvollen fremden Frauen zu schlafen, deren Identität nicht preisgegeben wird.

Weitere Varianten: Lassen Sie ihre Leserschaft im Unklaren, ob der geheimnisvolle Liebhaber wirklich real war. In romantischen Erzählungen und erotischen Märchen kann es auch ein Buhlteufel, eine zum Leben erweckte Puppe („Der Sandmann“) oder eine Gestalt der Geschichte sein (beispielsweise die Barthory). Wenn Sie sich auf bestimmte Sexualpraktiken beschränken, können Sie auch in Zweifel ziehen, ob es sich bei ihrem/seinem Partner um einen Mann oder eine Frau gehandelt hat.

Relevanz:

Interessierte Frauen: Ungeheuer hoch: Bis zu 83 Prozent. (1)
Interessierte Männer: Sehr hoch, zwei Drittel der Männer interessieren sich für das Thema.(1).

Schreib-Erfahrung:
Das Thema ist für Anfängerinnen geeignet.
Form:
Überwiegend als Kurzgeschichte oder Episode.
Recherche, Kenntnisse:
Erfahrungen und leicht verfügbare Recherche.
Erotische Wahrnehmung:
In der Regel äußerst mild, aber erweiterbar.

(1) Nach Erhebungen der „Université du Québec à Montréal zum Thema „Sex mit Fremden“.

Wie man über sinnliche Fesselungen schreiben kann …

Ein harmloses Äquivalent für den Zustand ...
Gestern hat es mich erwischt: Ein medizinisches Gerät umschließt meinen Körper. Eigentlich sollte es sich um mich herum bewegen, doch es will nicht. Stimmen im Hintergrund, sehr beunruhigend. Menschen in weißen Kitteln streifen an mir vorbei, sie hinterlassen keinen Duft, weder nach Frau noch nach Lysol, doch sie bringen einen Windhauch auf die nackte Haut. Eine dieser befehlsgewohnten, unpersönlichen Stimmen dringt an mein Ohr: „Bleiben Sie genau in der Position liegen, bewegen Sie sich auf keinen Fall.“

Eine Fesselung ohne Fesseln – Menschen im Raum, die geschäftig umherrennen, dann wieder nichts als ein wenig Radiomusik.

Freilich – all dies entspricht nicht annährend dem Gefühl, gefesselt zu sein und auf die Gnade und Erlösung einer Herrin angewiesen zu sein. Aber der Schriftsteller muss in der Lage sein, zu abstrahieren. Er kann die Situation verändern, überspitzen und ins extrem führen.

Hilfsmittel, um die Gefühle eines gefesselten Menschen zu beschreiben

Wenn Sie über Fesselungen schreiben sollten – und das werden viele von Ihnen nach dem Kinostart der „Shades of Grey“ wieder tun, denn bedenken Sie: Die eigentliche Fesselung findet im Hirn statt. Ähnlich wie bei einem Patienten, der entblößt auf eine Untersuchung wartet. Er könnte aufstehen, sich anziehen und einfach hinausgehen, aber er tut es nicht. Seien inneren Fesseln sagen ihm, dass es im Moment kein Zurück gibt.

Die unbequeme Lage, das Einschneiden der Fesselungen in die Gelenke, der künstlich gestreckte Körper – das sind die physischen Bedingungen, wenn sie gefesselt liegen, sitzen oder stehen. Hinzu kommt das Szenario – findet alle dies im Freien statt oder in einem Rotlicht-Studio? In einem Verlies aus rauen Steinen oder in einem gekachelten, sterilen Raum? Ist es dunkel oder hell? Wird Ihre Heldin/Ihr Held zeitweilig verlassen? Ist außer ihm nur die Partnerin/der Partner anwesend oder gibt es Publikum? Kann ihre Heldin/Ihr Held etwas hören oder sehen? Wenn nicht, welche Sensoren setzt sie/er ein, um die Umwelt zu erfassen?

Wie Sie die Dialog-Falle überlisten

Das alles trägt dazu bei, auch ein Bild seiner psychischen Verfassung zu entwerfen, und Ihnen als Autorin/Autor zu ermöglichen, vielfältige Reflexionen der Situation in die Handlung einzubauen, vor allem aber innere Dialoge.

In diesem Zusammenhang ein Wort zur schulmäßigen „wörtlichen Rede“ – und dies gilt nicht nur für Fesselungen, ja nicht einmal ausschließlich für erotische Themen.

Wenn Ihre Protagonisten miteinander sprechen, so folgen sie Regeln, die ihnen teils bekannt, teils unbekannt sind. Das, was sie sagen, ist aber nicht immer das, was sie denken. Innere Dialoge helfen Ihnen, die Diskrepanz zwischen den erkennbaren Dialogen und den geheimnisvollen inneren Dialogen aufzuzeigen. Auf diese Weise dringen Sie tief in die „eigentliche“ Gefühlswelt ein, die erkennbare Dialoge oft nicht wiedergeben.