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Die Realität und die sexuelle Lust – muss die Story realistisch sein?

Zum Thema der Realität in der erotischen Literatur haben wir einen Blogbeitrag gefundene, den wir Ihnen kurz vorstellen wollen. Die Autorin Natasha Tsarina hadert mit der Illusion, die erotische Geschichten üblicherweise erzeugen, und stellt dann den Anspruch an sich selbst, sich doch der Realität zu nähern.

Erotik zu schreiben bedeutet zumeist, Fantasien zu entwickeln, und nur wenig von dem, was innerhalb der Storys geschieht, passiert wirklich – deshalb lesen die Menschen sie ja.


Die Autorin denkt darüber nach, was ihre Figuren dazu bringt, die Grenzen zu überschreiten, die „ganz normale Realmenschen“ abschrecken. Sie stellt dabei den Anspruch an sich, die Wende zur erotischen Lust müssen für ihre Leserinnen nachvollziehbar sein, etwa in dieser Art (aus der Sicht der Leserin)

Oh ja, wenn ich in diese Situation käme, und die Umstände ähnlich wären, hätte ich’s möglicherweise auch getan.


Gelänge dies, so schreibt sie, dann könnten wir unserer Leserschaft auch vermitteln, „dass die Geschichte tatsächlich so passiert sein könnte.“

Ich will mich mit meiner Meinung zurückhalten, aber diese Fragen bleiben:

1. Sind erotische Geschichten von vornherein sinnliche Märchen für Erwachsene – und sollten wie sie deshalb auch genau so schreiben?
2. Wenn wir unsere Figuren „laufen lassen“ und sie mit einem eigenen Charakter versehen, müssen wir ihnen dann die engen Schranken der Realität zumuten?
3. Könnte es sein, dass wir „unsere Realität“ mit „der Realität“ verwechseln?
4. Wie können wir realitätsnah schreiben. Wenn wir doch zumeist nur einen winzigen Bruchteil der Erfahrungen haben, die wir unsere Figuren andichten?
5. Stimmt es wirklich, dass Leserinnen eine „plausible Hürde“ benötigen, die sie mit der Heldin überspringen?

Auf Antworten würden wie uns hier in der Redaktion freuen.

Umgekehrtes Rollenspiel als erotisch Literatur-Idee

Bereits in einigen unserer Beiträge haben wir Ihnen erklärt, dass Klischees umso abgeschmackter wirken, je häufiger sie gebraucht werden. Ein sehr interessantes Mittel, um besonders in Grenzbereichen der Sexualität neue Ideen zu finden, ist die Rollenumkehr.

Klassisch: Mädchenerziehung für Knaben
Die klassische Variante der Rollenumkehr wurde schon im 19. Jahrhundert entdeckt: Junge Männer wurden in Mädchenkleidern gesteckt und dann von Frauen erzogen – teils recht heftig, wie man sich vorstellen kann. Manche weibliche Autoren schlüpften in Männerkleider – zumindest in ihren Pseudonymen. Und auch in einigen Romanen verkleidete sich Madame in Monsieur, um jungen Frauen zu gefallen oder junge Männer zu verwirren.

Daraus wurde auch das Rollenbild der „Sissy“ entwickelt, also eines jungen Mannes, der in Frauenkleider gesteckt und – zumindest gelegentlich - auch sexuell so „behandelt“ wurde. Diese Art entzückt immer noch, wenn die Figur des zarten, schüchternen Mannes lebendig und sinnlich beschrieben wird.

Wenn die Domestiken die Herrschaften züchtigen

Personal züchtigt die Herrin
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschien eine sehr eigenartige Literatur, in der ein anderer Rollenwechsel zum Zuge kam: Die Herrin oder Ehefrau wird von weiblichen Domestiken dominiert und vorzugsweise gezüchtigt. Typisch für die Zeit sind Darstellungen, in denen beispielsweise das Dienstmädchen die Herrin mit Ruten züchtigt. Bereits in einer Kalendergeschichte aus alter Zeit wird beschrieben, wie die „unbotmäßige“ Ehefrau den Domestiken übergeben wird, um sie der „Strafe der Kuhhaut“ (1) zu unterziehen. Für heutige Leser wäre sie wohl zu grausam, um der Zensur zu entgehen. Und gegen 1910 finden wir eine ähnliche Geschichte vor, in der die weiße Herrin wegen ihrer „Verfehlungen“ dem schwarzhäutigen Dienstpersonal zur Disziplinierung überlassen wird.

Sollte ein junger Mann von der Gouvernante gezüchtigt werden, so überließ sie die Vorbereitung gerne kräftigen Bediensteten oder Mägden. Das war natürlich besonders erniedrigend, wenn es sich bei dem Zögling um einen gebildeten jungen Mann aus den „besseren Ständen“ handelte.

Wenn listige Cinderellas planvoll verführen

Rollenwechsel - Dienstsmagd - Herrin
In neuerer Zeit wurde ein Roman populär, in der eine abgehalfterte Schönheit mit lesbischen Tendenzen einen seriösen, aber leider krankhaft unterwürfigen Geschäftsmann in den Ruin treibt. In vielen weniger bekannten Erzählungen wird geschilderte, wie die Person, die eigentlich geführt werden sollte, die Führung übernimmt. So kann beispielsweise die Putzfrau den Wohnungseigentümer dominieren, oder das Straßenmädchen den Millionär – wenn es denn eine Cinderellageschichte werden soll. Natürlich können hier auch heiklere Themen aufkommen: Wenn beispielsweise die Verdächtige die Polizistin verführt oder die Schülerin ihre Lehrerin – im Krimi ist beides ja mittlerweile angekommen. Ich habe bewusst die Frau-Frau-Variante gewählt, weil solche Geschichten eher toleriert werden als ähnliche Verhaltensweisen in heterosexuellen Abhängigkeitsverhältnissen. Immerhin wurde erst neulich ein Tabu gebrochen: In einer Folge von „Cyberweiber“ verführt de Psychotherapeutin ihren Klienten völlig schamlos und bar jeder Ethik.

Übrigens gibt es eine absolut schicke Variante des Themas: Die Dame des Hauses erledigt die „Verführung“ oder eine andere Art des „erotischen Anfütterns“ nicht selbst, sondern schickt eine Stellvertreterin vor. Das kann beispielsweise ein Dienstmädchen sein, das sich dann „in flagranti“ ertappen lässt. Oder sie beobachtet die Verführung von einem Nebenraum aus, in modernen erotischen Geschichten wohl auch über einen Monitor.

Realismus ist nicht gefragt – alles ist wie im Märchen

An dieser Stelle mögen Sie sich vielleicht die Frage stellen, wie realistisch soll denn die Geschichte sein, oder wie viel Fantasie darf in sie einfließen?

Aus meiner Sicht muss die Geschichte in keiner Weise realistisch sein, sondern das lustvolle Machtgefälle sollte so beschrieben werden, dass es bei der Leserin alle Arten von Emotionen weckt – von Abscheu über Hassliebe bis zum sinnlichen Verlangen.

(1) Grimmelshausen – Rezept für die bösen Weiber, 17. Jahrhundert.
Bilder: nach Illustrationen aus dem 19/20 Jahrhundert

Erotische Literatur: wirklichkeitsnah oder reine Fantasie?

Die Figur in die Situation bringen: nichts ist real, außer den Gefühlen

Die Frage, ob erotische Literatur „wirklichkeitsnah“ geschrieben werden sollte oder ob sie von vornherein auf die Erweckung der sinnlichen Lüste ausgerichtet sein muss, ist nicht unbedingt neu. Die ernsthafte Autorin, die sich auch mit anderen Themen beschäftigt, versucht stets, die Details glaubwürdig zu halten. Wie lange benötige ich von Heathrow nach Wimbledon? Reicht das für ausgiebigen Sex auf dem Rücksitz? Wie lange muss ein Mann durchschnittlich warten, bis er nach einem heftigen Samenerguss eine zweiten bekommen kann? Wie fesselt man einen Partner so, dass er sich voraussichtlich nicht verletzt? Was fühlen Frauen und Männer beim Analverkehr, und wo liegen die Unterschiede? Kann man eine „Analjungfrau“ mit einem Dildo von 25 mm Durchmesser penetrieren?

Wer all dies bedacht hat, kommt unweigerlich an seien eigene Moralschwelle: „Wie weit würde ich gehen?“ Dabei hat jeder Autor im Hinterkopf: „Meine Figur muss tiefer in die Lust eindringen als ich.“ Und doch hat auch die Figur Grenzen. Eines der Probleme: Erotik-Autorinnen (und Autoren, selbstverständlich) können so gut wie nie jemanden fragen, wie „es wirklich geht“ oder „wie er wirklich fühlt“. Das führt zu skurrilen Ergebnissen, gerade bei Schilderungen des Analverkehrs. Da muss das Harte in das Weiche, das gefälligst weit offen zu sein hat, und man möge sich dann bitteschön freuen, wenn irgendein Ding in den Enddarm eindringt – ohne Gleitmittel.

Man hätte ja mal jemanden fragen können. Und in diesem Fall plädiere ich dafür, dass die Szene realistisch dargestellt werden sollte, weil Liebe eben etwas mit Rücksicht gegenüber dem Partner zu tun hat.

Fragt sich, wie Autoren damit zurechtkommen, mit gespaltener Seele zu schreiben. Wenn die Figuren auf den Weg in die Wollust geschickt werden, so werden sie Situationen erleben, die ihre Marionettenspeiler im Hintergrund niemals erlebt haben. Ein Peitschenhieb in den Schritt? Daran mag niemand denken – und woran niemand wirklich denken mag, das sollte er nicht in eine Liebegeschichte hineinschreiben. Anders wäre es, wenn dergleichen in einem Kriminal- oder Agentenroman vorkäme. Also schicken wir unsere Figuren besser in heftige, schmerzliche oder feuchte Abenteuer, die bei der Leserin jenes Zucken im Schritt erzeugt, das nicht von Hieben herrührt.

Erinnern wir uns: Es kommt nicht drauf an, dass eine Szene tatsächlich so stattfinden könnte, sondern es kommt darauf an, wie nahe sie der Leserin geht. Ich erinnere mich an den Satz einer Autorin, die sagte: „Du musst deiner Leserin das Gefühl geben, eine Sklavin zu sein, die auf einem Sklavenmarkt völlig entblößt den Gaffern dargeboten wird.“ Und tatsächlich ist es so: Kein Hieb wirkt so schmerzhaft wie eine entwürdigende Zurschaustellung.

Die geheimen Emotionen unser Leserinnen sind scharf auf Herausforderungen – nicht auf Alltäglichkeiten. Und Herausforderungen finden zumeist dort statt, wo die Grenze zur Realität überschritten wird. Und eben weil das so ist, darf ihre Figur knöcheltief im Sündepfuhl waten, sich daran freuen und sich dessen schämen. Wobei wir zurück in der Realität wären. Erst, wenn Sie sich im Grunde schämen, ihre erotische Geschichte SO geschrieben zu haben, wird sie jemand mit Genuss lesen.

Warum Sie unterwürfigen Heldinnen den Laufpass geben sollten

Wer ist devot, wer herrscht?
Genug ist genug. Wirklich. Wenn das tausendste Mäuschen von einem prächtigen Kater verputzt wird, nachdem dieser ein gar grausiges Spiel mit ihren Emotionen durchgeführt hat, wird es Zeit, das Thema zu wechseln. Good bye, SoG. Good bye, Mr. Grey, und nicht zuletzt, Good bye, du doofe Anastasia, die darauf hereinfällt, durch schickes und schmervolles Vögeln zur besseren Gesellschaft auszusteigen.

Nein, nein, nichts gegen das Thema. Es verstärkt allerdings die typischen Klischees: Männer hart, fordernd, gewaltbereit und unnachgiebig. Frauen hingegen weich, devot, fügsam und gegen ihren Willen Hingabe simulierend. Angeblich – das Behaupten jedenfalls Psychologen, wird damit ein falsches Weltbild vermittelt – falls es überhaupt möglich ist, durch Soft-Pornos Weltbilder zu verändern.

Natürlich glüht bei mancher Leserin das Hirn, die Augen weiten sich - und bei vielen Frauen beginnt dann der Unterleib zu zucken. Die Frage wäre: Muss die Heldin dazu unterwürfig sein?

Der erotische Reiz bleibt – egal, wer dominiert

Muss sie nicht. Denn Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass es für den erotischen Reiz keine Rolle spielt, ob der Mann dominant ist oder die Frau – es funktioniert sogar dann, wenn beide wechselseitig dominant sind.

Dazu schreibt das Magazin FUSION:

Ein weiteres interessantes Forschungsergebnis besteht darin, dass alle drei (… SM-Geschichten auf die Teilnehmer der Studie …) in gleicher Weise erotisch wirkten. Das ist wichtig, denn es bedeutet, dass es Platz Raum auf dem Markt der Erotik- und Liebesromane gibt, die andere Geschichten erzählen, einschließlich solcher, die keine negativen Seiteneffekt für (das Bild der) Frauen fortschreiben.


Nehmen wir mal den Genderismus aus dem Satz heraus, so heißt das: Sexuelle Lust kann aus verschiedenartigen SM-Geshichten erzeugt werden – es ist nicht nötig, dass die Frau unterwürfig ist.

Wenn wir die Psychologen, Soziologen und andere Klugschwätzer einmal vergessen: Worauf kommt es denn nun an?

Dominanz erregt – und sie macht gegebenenfalls geil

Vor allem drauf, Erregung zu erzeugen. Szenen mit erotischer Dominanz sind so gut wie immer erregend, gleich, wer dominiert. Ein gutes Beispiel dafür ist die gleichgeschlechtliche Dominanz unter Frauen, die beide Geschlechter erregt.

Bisher wurde angenommen, dass Geschichten über dominante Frauen nur Männer ansprechen, die nach Unterwerfung lechzen. Wäre es so, so gäbe es so gut wie keine Leserschaft für Liebes- und Softerotikromane mit derartigen Inhalten, weil diese fast ausschließlich von Frauen gelesen werden. Doch mehr und mehr zeigt sich (wie auch die Forschungen bestätigen): Die Lust an der Dominanz ist teilbar, und ebenso die Lust an der Unterwerfung. Offenbar identifizieren sich Frauen auch dann mi der Heldin, wenn sie eher oder ausschließlich dominant ist – vorausgesetzt, das Ganze geschieht innerhalb einer erregenden Liebesgeschichte.

Zwischenbereiche: wo Geschlechtergrenzen nichtig sind


Im Grunde wissen dies alle, die sich mit erotischer Literatur beschäftigen. Sobald eine „Sissy“, ein weiblicher Transvestit oder eine „Shemale“ eingeführt wird, verschwinden die Geschlechtergrenzen – das war schon so bei dem berühmten Buch „Gynecocrazy“ (Weiberherrschaft) so, das im 19. Jahrhundert verfasst wurde. Interessant scheint dabei zu sein, wer sich wie und wann mit welcher Rolle identifizieren kann, sei es mit dem Jüngling in Frauenkleidern – der Verführerin im Smoking oder der schillernden Person mit Penis und Brüsten, die alle zum Narren hält. Da wir ja im Roman keine konkreten Bilder sehen, kann sich jeder unter allem nahezu alles vorstellen – zumal, wenn die Autorin nicht sofort offenbart, wer mit wem was getrieben hat.

Das Gender-Thema wäre müßig, wenn es nicht so strapaziert würde. Ein nackter Hintern ist ein nackter Hintern – egal, ob sich eine Frau oder ein Mann daran zu schaffen macht. Die rein emotionalen Empfindungen der Submissiven beiderlei Geschlechts sind durchaus ähnlich – wer wollte da noch einen Unterschied konstruieren?

Im Grunde muss man es wohl so sehen: Die Leserin versucht, sich entweder in die dominante oder die unterwürfige Person hineinzuversetzen – und nicht ausschließlich in das „passende“ Geschlecht. Und aus einer der beiden Personen wird sie auch ihre Lust beziehen, die sie beim Lesen erfährt.

Die echte Liebe und die Wollust – alles unter einem Hut?

Erotische Fantasien überlagern oft die romantische Liebe
Möglicherweise werden Sie sagen: “Die echte Liebe kommt in Liebesromanen doch gar nicht vor.“ Dann sagen sie vermutlich die Wahrheit, aber eine sehr unerwünschte Wahrheit. Fragen wir uns, was vorkommt, dann sind es diese Komponenten, die alle mit "Liebe" in Verbindung gebracht werden:

1. Verliebtheit.
2. Freude am Zusammensein.
3. Lust auf den Körper des anderen.
4. Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft.
5. Erfüllte körperliche Liebe.

Wie allgemein bekannt, darf die Liebegeschichte nicht zu glatt ablaufen, sonst verliert sie die Spannung. Also bauen Sie ein paar Lockfallen ein, in die entweder ihre Figur oder der ersehnte Liebhaber hereintappt – und damit erzeigen Sie nicht nur Spannung, Zweifel und Eifersucht, sondern können auch ein paar sehr lustvolle erotische Szenen einbauen. Wie Sie aus vielen Büchern und Filmen wissen, muss es dabei nicht immer „zum äußerten“ kommen – Sie können ihre Leserinnen durchaus im Zweifel lassen, was wirklich „in jener Nacht geschah“, bevor Ihre Leserin neugierig das nächste Kapitel aufschlägt.

Wenn Sie sehr nahe an der Jetztzeit schreiben, kann ihre Figur durchaus versuchen, zwischen Sex und Liebe zu trennen und während der Zeit, in der sie unsicher über die Beziehung ist, erregende sexuelle Abenteuer bestehen. Die sexuelle Beziehung kann auch durchaus „schräg“ sein, also beispielsweise spontan entstehen und in einen OSN münden. Sie kann zu einem alten oder jungen Mann aufgenommen werden, und der Partner kann ledig oder bereits liiert sein. Falls Ihre Heldin wenig Kontakte hat und sehr sinnlich-romanisch ist, kann ihr Sexpartner auch durchaus weiblich sein.

Wichtig ist, dass Sie einen Hauch der Unverbindlichkeit über die sexuell geprägten Beziehungen legen. Sie können durchaus beschreiben, dass ihre Figur mit einer Zufallsbekanntschaft das Bett teilt und nach dem Geschlechtsverkehr an den eigentlichen Helden denkt, dem sie sich bisher aber sexuell verweigerte.

Ihre Figur muss durchaus nicht immer „jung, ledig, schön und naiv“ sein. Weitaus interessanter sind die plötzlichen Eskapaden einer verheirateten Frau, einer Frau über 40, einer erfahrene Frau, die Freude daran hat, ihre Künste weiterzugeben, oder einer eher unschöne Frau, die Männer auf andere Weise an sich zieht.

Das Thema ist sicher nicht neu: Auf der einen Seite lauert die Verführung mitsamt der Wollust, die damit verbunden ist, auf der anderen Seite die Sicherheit und die Verbindlichkeit der stillen bürgerlichen Existenz. Ihre Leserin wird sehr gespannt darauf sein, in welche Richtung sich ihre Figur wenden wird. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ist sie selber in der Situation: Vanille-Sex, immer seltener und lustloser, und Träume voller erotischer Wollust, die sie sich weder zugibt noch durch Masturbationsfantasien erfüllt. Sie hat nur Ihr Buch – und es zu lesen, bringt sie wenigstens zu emotionalen Höhepunkten.

Ich hoffe, Sie haben hier ein paar Ideen für Ihr neues Werk gefunden. Wenn ja, empfehlen Sie diese Seite bitte weiter, wenn nein, dann sagen Sie uns, was wir besser machen können.

Bild: ungenannter Künstler des 19. Jahrhunderts.