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Manifest

Sinnliche Woche: Lohnt es sich, erotisch zu schreiben?

Da wollten wir doch den Frühling herbeirufen – und er kam nicht an. Weiß der Teufel, wo er sich versteckt hält.

Lohnt es sich, Erotik zu schreiben? Wenn Sie gehört haben, dass man damit Millionen schefflen kann, dann haben Sie an die wenigen Autorinnen gedacht, die davon leben können – von „recht gut“ bis „gerade so“. Wenn Sie noch einen Funken Verstand haben: Arbeiten Sie für einen Brotberuf, und verlegen Sie das "Autorin sein“ in Ihre Freizeit. Wobei ich immer wieder lustig finde, wenn die Sozis und Linksaußen einen noch höheren Mindestlohn für Arbeitnehmer fordern. Ich rate jedem, der sich da aus dem Fenster lehnt, nur einmal 2000 Worte zu Papier zu bringen. Selbst, wenn Sie absolut „super“ sind, benötigen Sie dafür ungefähr vier Stunden. Einkommen? Lohnschreiber im Internet bekommen zwischen 20,00 Euro und maximal 80,00 Euro, Kurzgeschichtenschreiber auf eigenes Risiko gegen 0,00 Euro.

Ratschläge sind oft reine Spekulation

Ob ihnen „professioneller Rat“ hilft? Ich bezweifle dies sehr, und aus gutem Grund: Alle Annahmen über den Erfolg des Künstlers (also auch des Schriftstellers) sind Spekulationen. Und die Ratschläge selber treffen oft nicht zu, oder sie sind zu oberflächlich gefasst.

Die angeblich minderwertige Erotik

Viele Autorinnen und Autoren schämen sich, erotisch zu schreiben. Das wundert mich nicht, weil die Gesellschaft alles, was nach Erotik reicht, als minderwertig, wenn nicht gar als „gefährlich“ verdammt. Setzen Sie sich darüber hinweg! Wenn Sie schamvoll sind, schreiben Sie über die Scham, die Sie empfinden. Und wenn nicht? Dann sagen Sie Ihren Leserinnen und Lesern, dass sie sich nicht schämen müssen, wenn sie sich der Lust hingeben. Und zeigen Sie ihnen anhand ihrer Heldinnen und Helden, wie sie die Scham überwinden können.

Neue Themen für Sie

Wenn Sie Themen suchen – „gefangen zu sein“ ist ein beliebtes erotisches Thema, mit dem Sie sogar literarischen Ruhm gewinnen können, wenn sie genügend „psychologische Bezüge einbauen.

Dreier als Thema sind ziemlich ausgelutscht – aber da gäbe es noch die Dreiecksbeziehung. Ganz grob: Da treibt es jeder der Beteiligten mit den beiden anderen im Dreieck. Falls Ihnen jetzt gerade einfällt, dass dabei gleichgeschlechtliche Beziehungen im Spiel sind, haben Sie eine wichtige Entdeckung gemacht. Auf dieser Basis haben andere schon Filme gedreht – und Sie könnten ihre erste Novelle darüber schreiben.

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