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Erotik-Geschichten für absolute Anfänger: Hast du es selbst erlebt?

Erotik-Geschichten für absolute Anfänger - Teil drei

Die Gretchenfrage: Hast du das selbst erlebt?

Gretchen fragt bekanntlich: Wie hältst du’s mit der Religion?“, und die Gretchenfrage an eine junge Autorin, meist mit hämischem Grinsen vorgetragen, ist fast immer: „Na, was haste denn davon selbst schon erlebt?

Lass die Frage nicht an dich ran, sonder frag zurück: „Wie viel Morde hat denn ein Krimiautor schon ausgeführt?“ Womit wir mitten im Thema wären.

1. Wenn ein Krimiautor nichts von der Polizeiarbeit weiß, dann wählt er eine gescheiterte Existenz als Heldin/Held, die/der privat ermittelt. Das kann ein Journalist sein oder ein Antiquar, aber auch mal eine Hausfrau oder ein Pfarrer.
2. Kennt er die Polizeiarbeit, hat aber kein Gespür für Psychologie, dann schildert er die Ermittlungsarbeit der Polizei, also der Detektive, Kommissare und Gerichtsmediziner.
3. Kennt er die Abgründe der menschlichen Seele aus psychologischer Sicht, dann beschäftigt er sich mit den Gedanken des Täters, so wie es ein „Profiler“ tut.

Trotz alldem ist kaum ein Krimi-Autor ein Ex-Polizist, Ex-Psychologe, Ex-Täter oder eine „verkrachte Existenz“.

So, nun haben wir alles zusammengebracht – und nur wollen wir mal gucken, wie es mit dem erotischen Roman aussieht.

1. Wenig Erfahrung – keine Detailkenntnisse, psychologisch schwach
Wenn du wenig sexuelle Erfahrung hast, dann setze da an, wo du dich auskennst. Das bringst du zu ungefähr 20 – 30 Prozent ein – den Rest entwickelst du aus einer Melange aus aktuellen Trends, ein bisschen „Fremdlesen“ und ganz viel Fantasie. „Common Sense“ ist wichtig – wissen, was möglich und wahrscheinlich ist. Wenn du etwas aus deinem Berufsumfeld einbringen kannst, umso besser. Und: Du kannst ungewöhnliche Situationen oft allein ausprobieren. Du wirst dich wundern, wie selten du einen Partner brauchst, um eine Situation lebensnah zu beschreiben. Das ist wie bei Punkt eins beim Krimiautor.

2. Du kennst dich sexuell ganz gut aus
Du weißt, was beim Sex gefragt ist – und wie er bei dir in manchen Variationen funktioniert. Du kannst nicht nur die Vorgänge halbwegs glaubwürdig beschreiben, sondern auch die Gedanken, die Frauen und Männer beim Sex haben. Das umfasst die Möglichkeiten zu zweit oder zu mehreren, zum anderen Geschlecht, aber auch zum gleichen Geschlecht. Dann kannst du über fast jeden Sex schreiben, den Menschen miteinander betreiben. Doch auch in deinem Fall kannst du höchstens 20 – 30 Prozent als Erfahrung einbringen, den Rest musst du anhand der Figur deiner Heldin aus deiner Fantasie entwickeln. Je mehr du weißt, umso mehr musst du aufpassen, dass dir die Geschichte nicht „ins Technische“ abgleitet. Das passiert auch Krimi-Autoren, die ausschließlich nach der Methode 2 arbeiten.

3. Du hast ein Gespür für die sexuellen Abgründe der Menschen
In den meisten wirklich interessanten sexuellen Beziehungen läuft mehr im Hinterkopf ab, als das, was mit den Geschlechtsteilen passiert. Du musst keine Psychologin ein, um darüber zu schreiben, sondern nur in deiner geheimen Gedankenkiste wühlen, wovon du schon fantasiert hast. Das nimmst du als Thema und legst es „unter“ eine reale Liebesgeschichte, die du kennst. Dann lässt du deine Heldin hinein und führst sie dahin, wo du dich selbst niemals hintrauen würdest. Sie wird die Abgründe der menschlichen Begierde ausleben – und sie wird daran wachsen oder scheitern. Das machen die Krimi-Autoren, die nach der dritten Methode arbeiten, ganz ähnlich. Bei dieser Methode gibt es einen Punkt, an dem du absolut „abheben“ musst und keine Angst vor deiner eignen Fantasie mehr haben darfst.

Die Konklusion

Wenn du unerfahren bist, dann bau das aus, was du kennst, aber gehe einen Schritt (oder auch mal zwei) darüber hinaus. Wenn du hingegen sehr erfahren bist, dann nimm eines der speziellen Gebiete, auf denen du dich wirklich gut auskennst, und entwickle daraus eine überraschende Geschichte, die deiner Leserin das Blut in die Wangen treibt. Solltest du an den geheimsten und geilsten Gedanken interessiert sein, dann schreiben darüber. Versetze diene Leserinnen in Rollen, die sie niemals annahmen würden, von denen sie aber selbst schon oft geträumt haben.

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