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Manifest

Sex mit künstlichen Menschen und Frankensteins Bräuten

Roboter-Fantasie von 1950
Die Liebe zu Vampiren, zu den Bewohnern des Zwischenreichs, zu Menschen, deren Gehirn „angezapft“ wurde, zu „Außerirdischen“ und zu Robotern ist nicht gerade neu. In der Regel ist nötig, dass ihre Heldin oder Ihr Held unter Drogen gesetzt, mit teuflischen Mitteln getäuscht oder durch visuelle Tricks getäuscht wird. Dabei sorgt entweder die Magie oder die Vorstellungskraft oder aber auch eine mehr oder wenige ausgefeilte Technologie dafür, die Statue, das Teufelswerk oder den Blechkameraden als Objekt der Begierde wahrzunehmen.

Sie können den aktuellen Trend nutzen, um über „Robotersex“ zu schreiben. In der Regel werden auf „weiblich“ getrimmte Roboter oder Zwischenwesen beschrieben, jedenfalls, soweit männliche Fantasien bedient werden. Doch auch der „männliche“ Roboter hat eine Chance, und Ihre Heldin könnte sich mindestens zeitweilig in ihn verlieben. Ein Beispiel aus unsrer "Versuchsküche":

„Du bist hübsch, höflich gepflegt und dien Penis ist schon ziemlich angeschwollen“, begann ich zögerlich, „und du bist jetzt mir allein. Bringt dich das nicht auf Gedanken? Er schloss seine Augen, und nach einem unendlich lange Nachdenken sagte er, indem er seine strahlend blauen Augen zeigte:„ Du redest von meiner sexuellen Bereitschaft?“ Ich unterdrückte ein Kichern – dies merkwürdige Ausdrucksweise. „Nein, von meiner Lust, jetzt endlich zu vögeln – ich meine – deswegen sind wir doch hier, oder?“ Wieder schloss er die Augen, bis er vorsichtig formulierte: „Wir wollen also beide Sex? Dann sollten wir damit beginnen.“

Ich lachte laut auf. „Bemüh‘ dich mal, was Nettes zu sagen.“ Wieder zögerte er, dann sagte er plötzlich und in schneller Folge: „Du bist schön, du bist begehrenswert, du hast schöne Brüste.“ Er musste nach seiner Statur mindestens 25 Jahre alt sein, aber er plapperte wie ein pubertierender Jüngling. Ich beschloss, aufs Ganze zu gehen. „Ich bin deine erste Frau, stimmt’s? Ich meine, du hattest noch keinen Sex, nicht wahr?“

„Ich bin neu darin“, antwortete er. „Ich habe aber viele andere Fähigkeiten.“ Wieder lachte ich in mich hinein. „Über deine anderen Fähigkeiten werden wir noch reden, aber erst einmal werde ich mich um deinen Penis kümmern.“


Im Beispiel (Textstelle von Isidora Fezekazi) wird die noch nicht ganz gelungene Umsetzung von Dialogen und emotionalen Inhalten beschrieben. Besonders interessant wäre es, wenn Sie ihren Roman mit einem menschlichen „Doppelgänger“ ausstatten würden. Dann wäre Ihre Heldin stets aufs Neue verwirrt wird, mit wem sie gerade zusammen ist. Der Mann aus Fleisch und Blut, sein Doppelgänger, mag hübscher reden können und feinfühliger sein, aber er ist nicht so „ausdauernde“, „willig“ und „allzeit lernfähig“. Nach und nach verschmelzen beide zu einem Bild des perfekten Liebhabers … und nun: Schreiben Sie doch einfach.

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