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Feminsierung in der lustvollen Literatur

Vollkommen angepasst ... oder doch nur verkleidet?
Im ersten Teil diskutierten wir, was eigentlich erotische "Feminisierung" bedeutet und wie sie durchgeführt wird. Heute wollen wir untersuchen, warum das Thema so attraktiv ist.

Feminisierung in der Literatur – der naive Mann und die manipulative Frau

Im Grunde genommen handelt es sich bei den meisten dieser Werke, die teils nicht reizlos sind, um Geschichten von älteren Gouvernanten und jungen Zöglingen. Die jungen Männer, die sich noch nicht recht klar sind über ihre geschlechtliche Identität, werden belohnt, wenn sie sich „wie Mädchen“ benehmen. Hingegen werden sie bestraft, wenn sie jungenhafte Allüren an den Tag legen. Dabei treten skurrile Situationen auf, denn das oberste Gebot heißt, sich der Frau zu unterwerfen – unabhängig davon, ob sie ihn als Mädchen oder als Jungen behandelt.

Zur Transformation gehört gehört selbstverständlich das Einkleiden in weibliche Kleidungsstücke von Kopf bis Fuß und von der Wäsche bis zum Rock. Hinzu kommen kosmetische Veränderungen sowie der Unterricht in weiblichen Verhaltensweisen. Der besondere Reiz entsteht zunächst dadurch, dass sich der Betroffene in seinem sexuellen Drang weiterhin zum anderen Geschlecht hingezogen fühlt, während er andererseits beweisen muss, ein „braves Mädchen“ zu sein. Die Situationen können noch verschärft werden, indem man ihm den Kontakt mit „Männern“ gestattet, die ihrerseits wieder verkappte Frauen sein können.

Feminisierung von Männern, die sexuell bedürftig sind

In der Regel leben alle Romane und sonstige Geschichten davon, dass der meist recht junge Mann in seiner sexuellen Identität verwirrt wird. Soweit es sich um einen Mann jenseits des Jugendalters handelt, treibt ihn letztendlich die erotische Neugierde an, sich auf die Erziehung zur Frau einzulassen. Je erwachsener der Held zu Anfang der Geschichte ist, umso mehr wird es sich um eine sexuell bedürftige Gestalt handeln. Beispielsweise erhoffen sich viele Männer, durch die Feminisierung ständig die Gegenwart von schönen, sinnlichen Frauen genießen zu können.

Häufig Anlehnungen an übliche BDSM-Praktiken

Soweit „Zuckerbrot und Peitsche“ betroffen sind, lehnen sich die Romane stets an die übliche BDSM-Literatur an. Der der Held wird emotional belohnt, wenn er gehorcht, und man sorgt sich durchaus darum, dass er auch Befriedigung findet, sei es durch eine weibliche Hand oder durch einen Koitus. Auf der andren Seite durchlebt er Erniedrigungen aller Art, ja sogar den Rohrstock oder die Reitpeitsche, wenn er sich nicht so verhält, wie es die dominante Frau erwartet. Dabei gibt es sowohl Toleranzerbereiche als auch Überschneidungen („Double Binds“), die den Mann noch mehr verwirren sollen.

Was begeistert an der Umerziehung in der erotischen Literatur?

In der klassischen britischen Variante wird mit dem Wunsch vieler Gentlemen gespielt, ihre „weibliche Seite“ zu zeigen, aber keinerlei Verantwortung dafür tragen zu müssen. Dabei handlet es sich um ein durchaus übliches Motiv finden wir häufig in der erotischen Literatur: Man tut etwas Anrüchiges, kann aber die Verantwortung dafür auf eine andere Person abschieben. Dies trifft auch auf die jungen und nicht mehr ganz so jungen Männer zu, die sich feminisieren lassen.

Die perfekte falsche Dame ... und der passende Herr

Die Konflikte treten auf, wenn die Verweiblichung weiter geht, als ursprünglich geplant: Dann stellt die Herrin den jungen Mann, sinnlich geschminkt und in Frauenkleider gehüllt, einem anderen Mann als Tischdame vor. Ob der Mann nun mit seiner Zustimmung oder gegen seinen Willen feminisiert wurde: Es ist allemal eine Herausforderung, möglicherweise aber auch eine ausgesprochen peinliche, Angst einflößende Situation. In einem einschlägigen, historischen Beispiel ist der Herr eine verkleidete Dame, die sinnigerweise einen Dildo nutzt, um den Lover anal zu penetrieren. Dies allerdings weiß zu diesem Zeitpunkt werde der Held noch der Leser.

Im Gegensatz zur Pornografie, die ja immer nur „in eine Richtung“ geht, kann die erotische Literatur mehr. So kann man den inzwischen völlig an die weibliche Rolle angepassten jungen Mann von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass er eben auch ein Mann ist (zum Beispiel, indem eine der Frauen die in „erzieht“ den Koitus verlangt).

Lesen Sie im dritten und letzten Teil, wie Sie Geschichten über die Feminisierung modernisieren können.

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