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Sind Frauenfantasien wirklich so krass?

In den 1940er Jahren beliebt: Kriminal-Horror
Sind Frauenfantasien wirklich so krass? Diese Frage erregt manche Gemüter. Manche Feministin ist entsetzt, mache Kolumnistin verwirrt, und manche naive Menschen glauben, Männer hätte solche Fantasien erfunden. Wir versuchen, Ihnen Aufschluss für Ihre Arbeit als Autorin zu geben.

Fantasien, so eine allgemeine Regel aus dem Alltag, sind umso intensiver, je größer die Vorstellungskraft ist und je weniger eine Chance zur Realisierung besteht. Diese Aussage ließe sich noch so ausweiten: Je größer die Gefahr und die eigene Zwiespältigkeit gegenüber dem erotischen Traum, umso stärker und intensiver wird sie zum Kopfkino.

Frauenfantasien sind nicht nur „unerhört“ wie manche Studien belegen, sondern in Wahrheit noch wesentlich schockierender. Männer nehmen dies kaum wahr, sollen es möglichst auch nicht erfahren. Denn Männer, so wird argumentiert, könnten die Fantasien für bare Münze nehmen. Sie vermuten gerne, dass sich Frauen oftmals wünschen, ihre Traumwelten in die Realität umzusetzen. (Zitat).

Es ist so leicht, auf deine Erregung abzuzielen. Du brauchst nur an das letzte Mal zu denken, als du Anzeichen sexueller Erregung von einem Impuls bekamst, den du als unangenehm empfandest.


Es wird sogar behauptet, dass Gewaltszenen (der böse Fremde fackelt nicht lange) zu den Top-Favoriten, wenn nicht gar zu den häufigsten Fantasien der Frauen gehören. (Zitat)

Sie gewaltsam gegen die Wand zu pressen und «Ihre Arme mit einer Hand über ihrem Kopf festzuhalten, während die andere Hand ihren Weg unter ihren Rock fand … » (… war eine Textstelle …), die viel bestätigendes Nicken bei den im Raum versammelten Frauen auslöste.


Die Textstelle ist im Original noch weitaus heftiger. Falls sie noch vorhanden ist, kann sie als Top 10 weiblicher Fantasien im Link nachgelesen werden. Die Ergebnisse ist eine Zusammenfassung des Buches „Private Thoughts: Exploring the Power of Women's Sexual Fantasies“ von Wendy Maltz, das mit Unterstützung zahlreicher Sexologinnen und Sexologen verfasst wurde.

Was ergibt sich aus den krassen Frauenfantasien für Autorinnen?

Vor allen Dingen, die Schere aus dem Gehirn zu nehmen. Während die Öffentlichkeit einem Mann nie verziehen hätte, die Figuren von Mr. Grey und Ms. Anastasia Rose Steele zu erschaffen, konnte „E.L. James“ dies nahezu problemlos tun. Zwar ist umstritten, ob die „FsG“ wirklich Szenen beinhalten, die als „Gewalt“ bezeichnet werden müssen, jedoch werden die einschlägigen Szenen von vielen Leserinnen als „Gewalt“ empfunden.

Ein zweiter, unglaublich wichtiger Punkt besteht darin, nicht vor den eigenen Ängsten zurückzuschrecken. Ihre Figur wird etwas tun, was Sie persönlich niemals als „gut und richtig“ empfinden werden. Denn es ist ja der Sinn der erotischen Fantasie, über das hinauszugehen, was Sie als Autorin und auch Ihre Leserinnen im Alltag jemals erleben werden.

Der dritte Punkt ist der Schwierigste: Versuchen sie, „gemischte Gefühle“ in den Bestandteilen dieser Mischung darzustellen, also Ekel und Abscheu mit Wollust und Triebhaftigkeit zu einer faszinierenden süßsauer gewürzten Gourmetpfanne zu kombinieren.

Wir sind – wie immer – interessiert, Ihre Meinung zum Thema zu lesen.

Bild: 10 Detektiv-Geschichten gab es für 10 Cents - und ganz wichtig war das erotische Titelbild.

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