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Die unsägliche Anziehungskraft von Scham- und Achselhaar

Wenn Ihnen Schamhaare zu heikel sind ... beginne sie mit Achselhaar

In einer Zeit, in der jede Frauenachsel blitzblank ausgeputzt ist, und in der sich auch im Schambereich kaum noch Haare tummeln, sollten alle Schreiberinnen und Schreiber sinnlicher Erotik sich wieder der Sinnlichkeit der Haare zuwenden. Ich will Ihnen kurz darlegen, warum das für Sie von Vorteil sein kann, denn zunächst scheint es ja so, als sei das Schamhaar ganz aus dem Blickwinkel der Erotik-Schrifsteller(innen) verschwunden.

Heute, so sagt man, würden sich allenfalls noch Fetischisten für Achsel- und Schamhaare interessieren. Begründet wird das selten, denn diese Haare gehören zum Körper und sie senden dreifache erotische Signale aus:

1. Mit den Augen erfassen wir sie und definieren sie in Farbe und Dichte.
2. Mit der Nase riechen wir die gebündelten Duftstoffe, die sich in ihnen verfangen – und das ist nicht nur „stinkender Schweiß“.
3. Mit den Händen streichen wir über die Haare – eigentlich eine wundervolle, extrem erotische Handlung.

Das alles geilt natürlich auch für das Haupthaar – aber das dürfen alle sehen und riechen, und auch das Anfassen wird oft gestattet.

In Ihrer erotischen Geschichte können sie das Schamhaar zum Geheimnis erheben, das es für den Liebhaber ihrer Heldin zu entdecken gibt.

Denken Sie an dem Moment, in dem er ihr den Slip langsam herunterzieht. Was wird er sehen? Eine rasierte Muschi? Darüber werden Sie nicht viel berichten können, auch dann nicht, wenn Sie nun ausführlich beschreiben, wie sich die Schamlippen öffnen. Neben dem lachhaften Aussehen des gerupften Schlitzes zwischen den Beinen wird auch der Duft zur Banalität. Ein Tropfen Parfüm? Duschgel? Oder gar Intimspray? Und die Berührung? Absolut unattraktiv.

Selbst wenn Sie nur einen Satz wie diesen schreiben, haben sie gewonnen (1):

Die großen, hellbraunen Schamlippen wölbten sich aus dem Flaum, am Übergang etwas rötlich.


Schamhaar ist immer eine Beschreibung wert. Es kann sich unter dem Slip sichtbar kräuseln oder keck hervorquellen. Hat ihre Heldin den Slip dann endlich bis unter die Knie gestreift und keck in den Raum geworfen, so kann sie ihren Lover sehne lassen, was sich wirklich darunter verbirgt. Zum Beispiel, wie es sich „in die weiße Haut eingenistet“ hat,“ in frechem Kontrast zur weißen Haut stand“, oder sich aufgrund „seiner rötlichen, fast orangen Farbe kaum sichtbar um die Schamlippen kräuseln.“ Es kann von Schweiß und Lust feucht sein oder staubtrocken, und es kann nach Moos, Moschus oder einfach nach dem „Duft der Liebe“ riechen.

Hier eine Momentaufnahme, die Isidora für uns geschrieben hat:

Er starrte auf den schwarzen, lockigen Vorhang, der die Bühne der Lust verdeckte. Auf ihrer Haut schimmerte der frische Schweiß, der die Schamhaare flach an den Körper gedrückt hatte. Er war verwirrt, weil diese Frau ausschließlich ihren Unterleib entkleidet hatte, doch er kam gar nicht zum Denken. Ihr warmer Schweiß hatte sich längst mit dem vermischt, was er nicht aussprechen mochte, und das schwere, schwüle Parfüm tat ein Übriges, um ihm den Verstand zu rauben. Er ahnte, dass er jetzt irgendetwas tun müsse, doch war er unsicher, was ein Mann in dieser Situation tun sollte. Was, wenn sie ihn auslachen würde, weil er so unerfahren war? Er war fast etwas erschrocken, als sie ihn plötzlich ansprach: „Wir müssen den Vorhang öffnen, wenn das Spiel beginnen soll“, sagte sie leise, indem sie mit beiden Händen die Schamhaare teilte, als wolle sie einen Scheitel ziehen. Dabei spreize sie fast unmerklich die Beine, sodass sich der Vorhang wirklich etwas teilte und …


Wie Sie daran sehen können, sind die Möglichkeiten nahezu unendlich, die sie allein dadurch gewinnen, dass Sie Schamhaare erwähnen. Und das ist erst der Anfang. Wenn Sie beispielsweise über eine Verführung schreiben, können sie die Schamhaare, die Schamlippen und damit die „Bühne des Geschehens“ verbal so visualisieren, dass sich ihre Leserin völlig in die Szene hineinfühlen kann. Das alles lässt sich natürlich noch viel mehr ausschmücken, und der Frivolität wie auch dem Voyeurismus sollten Sie keine Zügel anlegen.

Hinweis: Die Versionen, die Sie hier lesen, sind für die Veröffentlichung "entschärft" worden.
(1) Nach Anne Félix, dort extrem erotisch über mehrere Buchseiten.

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