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Die längere Sex-Story – wie beginnst du?

Verführung im Freien
Die längere Sex-Story, etwa in Form eines Romans oder einer Novelle, sollte damit beginnen, womit alles einst begann: mit der Erkenntnis, dass jemand unglaublich attraktiv ist. Wenn du so etwas schreiben willst, beginne am besten damit, was du irgendwann so attraktiv fandest: War es eine bestimmte Bewegung, Geste oder ein Gesichtsausdruck? Es ist sehr, sehr selten etwas, das explizit mit Geschlechtsmerkmalen zu tun hat: Bei Frauen sind es kaum jemals die erigierten Nippel, bei Männern ist es so gut wie niemals der vorwitzig sich wölbende Penis. Eher ist es die Stimme, vielleicht auch ein Kleidungsstück oder ein Schmuckstück.

Wenn derjenige so attraktiv ist, dass deine Heldin oder dein Held zum Verführer werden möchte, dann schreib auch über die Vorbereitungen und schildere den Hergang genau. Wenn alles vom ersten Schluck Champagner bis zur Spermaflüssigkeit glatt heruntergeht, wird deine Geschichte zu einer Aneinanderreihung von öden Sexpraktiken. Perfektion im Aussehen (denk an Vaginen und Penisse im Alltag!) ist ebenso öde wie eine absolut verzahnte Verführung, bei der jeder Schritt gelingt. Deine Figur muss das tun, was fast alle Menschen tun: Ein wenig zögern, bevor sie sie in die totale Hingabe abtauchen. Lass sie dabei an Varianten denken, die flüchtig aus Geilheit, Furcht und Hoffnung zusammensetzt, sind, und die sie blitzartig im Hirn durchspielt. Im Extrem kann sie im letzten Moment versuchen, das Spiel doch noch abzubrechen, wenn der Slip längst gefallen ist und sich das Finale unweigerlich ankündigt.

Deine Figur darf sich schämen, sich zu früh eingelassen, zu ungestüm gebärdet, zu viel getrunken zu haben oder sich zu willig gezeigt zu haben, um nur einige Beispiele zu nennen. Sie kann sich vor dem Entkleiden fürchten oder vor dem erneuten Bekleiden. Sie kann fürchten, gewisse Praktiken vollziehen zu „müssen“ oder plötzliche Freude daran finden, gerade dies zu tun. Sie darf sich fragen, warum sie das alles eigentlich tat oder warum sie sich nicht noch mehr nahm, von dem, was angeboten wurde.

Lass deine Figur Varianten der Verführung erfinden, die sie später Freundinnen erzählt – ohne Zweifel wird sie dabei „besser aussehen“, als in der Realität. Lass sie allein mit ihren Gedanken, wenn Sie sich überlegt, ob sie eine Wiederholung wünscht. Insbesondere natürlich dann, wenn es eine Steigerung der sinnlichen Erfahrung geben soll oder sie gar zu einem risikoreichen sexuellen Spiel eingeladen wird.

Natürlich kann deine Geschichte ausschließlich von Sex durch „anständige“ Penetration handeln. Allerdings ist gerade diese „Vanille-Variante“ ausgesprochen öde –du wirst bald merken, dass du sowohl auf technische wie auch auf sprachliche Probleme stößt, wenn du „Stellungen“ beschreiben sollst. Der Fluss von Körpersäften, die Gefühle bei Orgasmen und Ergüssen sind viel interessanter. Vergegenwärtige dir auch, wie beide ohne Ekstase, aber sehr lustvoll und sinnlich küssen, saugen und schlürfen. Denke immer daran: Die meisten deiner Leserinnen wissen genau, wie ein schlechter, lustloser Vanille-Sex in Missionarsstellung abläuft, bei der sie mühevoll einen Orgasmus vortäuschen müssen. Sie verdienen wirklich etwas anderes, nicht wahr? Und das wollen sie von dir. Also: Gib ihnen, was sie brauchen: richtig schmutzigen, feuchten Sex, ekstatische Orgasmen und frivole Abenteuer.

Nun – für heute ist’s genug, oder? Ich denke, bis deine Figur das erste Mal wirklich nackt ist, kannst du schon ein paar Dutzend Seiten gefüllt haben.

Bild: Historische Illustration, Teilansicht.

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