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Wie wird Ihre erotische Geschichte lebensnah?

In die Heldin hineinfühlen, in die Leserin hineinfühlen
"Wie wird meine erotische Geschichte lebensnah?" - das fragen sich viele Autorinnen und Autoren. Ich bin der Frage nachgegangen und habe viele Tipps bekommen, die ich Ihnen hier vorstelle.

Haben Sie alle meine Ratschläge, Tipps und Hinweise gelesen, wie Sie eine erotische Geschichte schreiben können? Vielleicht haben Sie noch etwas vermisst? Heute geht es darum, Ihre Heldinnen und Helden mit Leben zu füllen. Wenn Ihnen das gelingt, können Sie mehr als 90 Prozent der Autorinnen und Autoren, die hin und wieder mal eine erotische Story im Internet veröffentlichen. Zusätzlich gebe ich Ihnen noch Hinweise, wie Sie mit wenig eigenen Erfahrungen sehr erotisch schreiben können.

1. Wissen Sie, was es bedeutet, eine wirklich sinnliche erotische Geschichte zu schreiben? Es bedeutet, Ihre Leserschaft zu verführen. Können sie eine Frau oder einen Mann verführen? Sehen Sie, wenn Sie schreiben, verführen Sie dort draußen jemanden, aber Sie wissen noch nicht wen. Also benötigen Sie zahllose sinnliche Verführungstechniken aller Art. Manche werden Sie schon tatsächlich erprobt haben, andere finden Sie in ihrer Fantasie. Denken Sie daran, dass auch ihre Leserin / Ihr Leser eine erregende Fantasie in Ihrem Buch sucht. Mir großer Wahrscheinlichkeit will der Leser etwas lesen, das ihn erotisch stimuliert – und nicht etwas, das dem bisweilen grauen Alltag einer Schriftstellerin entnommen wurde.
2. Spielen Sie ein Spiel mit sich und ihren Heldinnen und Helden. Haben Sie jüngst mal eine Frau oder einen Mann verführt? Bereiten Sie alle Zutaten und Gewürze vor, die Sie dazu benötigen. Lassen sie die Idee eine wenig köcheln. Fantasieren Sie über einzelne Szenen. Fühlen Sie sich in Ihre Heldinnen und Helden hinein, aber auch in Ihre Leserinnen Leserinnen und Leser.
3. Erproben Sie einzelne Szenen, ob sie wirklich nachvollziehbar sind. Männliche Autoren haben schon Nylons und Strapse getragen, um zu erkunden, wie sich Frauen fühlen, und Frauen sind schon in Herrenhemd und Krawatte geschlüpft und vor dem Spiegel aufzutreten wie ein Mann. Für erotische Autorinnen und Autoren sollte es selbstverständlich sein, die Grenzen zwischen Mann und Frau, „Blümchensex“ und SM, aber auch zwischen heterosexuell und schwul/lesbisch gedanklich überschreiten zu können.
4. Schreiben Sie möglichst kurze Geschichten. Es ist viel einfacher, sich in eine einzelne Verführungs- oder auch Lustschmerz-Situation hineinzuversetzen und sie glaubwürdig zu schildern, als viele sinnliche Erfahrungen aneinanderzureihen, zu denen Sie nur eine oberflächliche Beziehung haben.
5. Versuche Sie, immer an den Gefühlen „entlang“ zu schreiben. Auf diese Weise vermeiden Sie überflüssige und langweilige Sätze. Untersuchen sie Ihre Geschichte am Schluss auf Gefühle und deren Verflechtung, und streichen Sie alle Sätze, die Sie nur zum Auffüllen benutzt haben. Ebenso sollten Sie alles streichen, was immer noch gängigen Kitsch oder wohlfeile Klischees enthält. Falls Sie noch etwas Wertvolles für Ihre Leser(innen) und Ihren eigenen Ruf tun wollen: Streichen Sie alle Stellen, in denen sprühende oder geflutete Genitalien vorkommen.

Der letzte genannte Tipp richtet sich ausdrücklich nicht an Autorinnen und Autoren, die bereits viel Erfahrung mit dem Metier haben. Wie Studien zeigen, haben Geschichten, in denen es um Sperma und andere Sekrete geht, durchaus Chancen, gelesen zu werden. Dabei gilt allerdings eine andere goldene Regel: Schreiben Sie nur über das, was Sie sich vorstellen und/oder mit liebendem Wohlwollen behandeln können, aber niemals über etwas, das Ihnen „herzlich gleichgültig“ ist.

Trackbacks

schriftsteller am : Wie wird Ihre erotische Geschichte lebensnah?

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Diese Geschichte habe ich in den Möbelwagen gepackt auf SinnlichSchreiben neu veröffentlicht - mit mehr Text und einem neuen Bild. und so wird Ihre erotische Geschichte lebensnah.

sinnlich schreiben am : Kein Sex ist manchmal auch eine Lösung

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Auch ein Gegenstand kann erotisch sein Es gibt im Prinzip vier Arten, erotisch zu schreiben: 1. Mit deutlichen sexuellen Vorgängen, gepaart mit starken Gefühlen. 2. Ohne sexuelle Vorgänge, aber mit der Schilderung starker Gefühle. 3. Mit deutliche

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