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Wie viel Schmerz musst du persönlich kennen?

Du musst es nicht wissen, aber du kannst es doch fühlen
Wenn du über die Lust oder die Pein schreibst, die Schmerzen verursachen – was musst du dann wirklich selbst kennen?

Ich kann mir vorstellen, dass sich viele von euch schon die Frage gestellt haben, und dass ihr ein bisschen „Bammel“ vor der Antwort habt. Denn wahrscheinlich kennst du weder die Lust am Schmerz noch die Peinigung durch den Schmerz.

Ein Vorschlag für dich wäre, dich an Schmerzen zu erinnern, die dir zufällig und unabsichtlich zugefügt wurden. Falls du dich auch noch an „eingeschlossen sein“, „orientierungslos sein“ (Blindekuh spielen?) oder so etwas erinnern kannst, umso besser. Weil Indianer und Squaw spielen ja heute wohl aus der Mode ist: Wann warst du einmal aus technischen, medizinischen oder spielerischen Gründen gezwungen, ganz stillzuliegen? Das entspricht etwa dem Zustand, in dem sich jemand befindet, der gefesselt ist. Manche Schmerzen, die du aus medizinischen Gründen erleiden, musstest (Messungen, Nervenreizungen, Spritzen, Klistiere, Spieglungen, Wachsbehandlungen) kannst du in erotische Handlungen umsetzen, die mit Schmerzen verbunden sind. Für die Gefühle einer einer „Sub“ eignen sich auch gut Situationen, die du einmal erlebt hast, als du „zur Sau gemacht“ wurdest, weil diene Arbeit nicht dem entsprach, was man von dir erwartete.

Der zweite Vorschlag wäre, dass jemand etwas an dir erprobt, das du beschreiben willst. Viele der „Spiele“ sind harmlos, erfordern aber den „Zufall“ und damit eine zweite Person. Du kannst dich zwar begrenzt selbst schlagen, mit Eis belegen oder Wachs auf dich träufeln – das Gefühl ist aber ganz anders, wenn du nicht weißt, was im nächsten Moment passiert. Bei Peitschen, Rohrstöcken und ähnlichen Instrumenten empfiehlt sich, höchsten mit einem Drittel der möglichen Kraft zu schlagen, wenn du selbst einen Eindruck vom Schmerz haben willst.

Du solltest versuchen, nicht die körperliche Pein in den Vordergrund zu stellen, sonder die Gedanken und Gefühle, die deiner Figur kommen, wenn sie erniedrigt oder geschlagen wird. Diese Gefühle kannst du nachvollziehen, zum Beispiel dich „nackt und ausgeliefert“ zu fühlen. Erinnerst du dich an den Hass auf Erwachsene und die Ohnmacht, ihnen ausgeliefert zu sein? An die Tränen und Aggressionen? Das wären Ansatzpunkte, um die Gefühle deiner Figur glaubwürdig zu machen.

Gerade beim Schlagen entstehen Geräusche und Luftbewegungen. Sie treffen auf die Haut und die Ohren, bevor der Schlag sich tief in die Haut einbrennt. Was du vielleicht nicht weißt: Der Schmerz kommt bei flächigen Schlägen immer erst, nachdem man den Schlag gehört hat.

Wenn du dann schreibst: Versuch dich einmal, dein Gehirn auf „Slow Motion“ (Zeitlupe) zu stellen.

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