Skip to content

Ein letzter Gedanke zum heutigen Nikolaustag

Der erotische Teil vom Nikolaus-Tag: der Krampus - in Österreich und Ungarn beliebt
Heute ist ja nun wirklich Nikolaustag. Wen auch immer wir damit ehren, ob einen katholischen Heiligen oder das regionale Brauchtum, immer wieder steht der „liebe gute alte Mann“ im Fokus. Oft (früher sicher noch häufiger als heute) sind seine jeweiligen Begleiter wilder Kerle, die auch mal jemanden „in den Sack stecken“ oder mit der Rute traktieren.

Der „Santa Claus“, sein namensgleicher Vetter, verzichtet auf dererlei Begleitung, und dies, obgleich er auch mit Sack und Pack sowie der unvermeidlichen Rute unterwegs ist.

Erotik und die Gestalten des Weihnachtsfests

In die Erotik schaffen es die Gestalten des Waldes und der Eiswüste selten – nur der Krampus ist für seine wilden Zungenspiele bekannt. Wobei sich die Frage ergibt: Wie heilig ist (uns) denn eigentlich der Bischof Nikolaus von Myra, der Namensgeber, ja eine „heilige“ Figur, worauf das „Sankt“ sowieso hindeutet.

Tatsächlich gibt es – auch für viele Christen – weder „Heilige“ noch „Christkinder“, womit gleich drei der Weihnachtsgestalten genannt wurden. Das Christkind, das alle Jahre wieder kommt, der bereits genannte Nikolaus und sein ewig grinsender Ho-Ho-Vetter, der Santa Claus, hier besser als „Weihnachtsmann“ bekannt.

Ein rechter (Weihnachts-) Mann

Die Weihnachtsmann-Erotik leitet sich daher, dass da ein „knackiger Kerl“ aus dem Wald (oder aus Grönland) kommen muss, aber auch von den jungen Studenten, die diese knackigen Kerle auf Weihnachtsmärkten und anderwärts mimen. Ein Teil der Geschichten wärmt das Herz, ein anderer den Po – was immer der Autor bevorzugt.

Das Christkind im Nachthemd

Die „Christkind-Erotik“ ist seltener, leitet sich aber davon ab, dass sich sehr junge Frauen mitten im Winter öffentlich in nachthemdartigen Roben auf Marktplätzen aufhalten. Selbst in Schweden, wo es (nach offizieller Haltung) gar keine Erotik geben darf, locken die jungen Frauen mit weißen, jungfräulichen Gewändern und einer Lichterkrone als „Lucia“. Man sagt, die jeweilige Dorf- oder Stadt-Lucia würde enorm viele Verehrer haben – der „Zauber“ wirkt also.

Beigaben aus dem Volk - wilde Kerle udn Lichtgestalten

Neben dem Zauber der „offiziellen“ Gestalten des Weihnachtsfestes kommen andere hinzu, die auch mitmischen wollen: die Gestalten der Raunächte, die eher auf der dunklen Seite der Psyche angesiedelt sind, und die Lichtgestalten, die uns die Wiederkehr der Sonne verheißen. „Erotik“ zu Weihnachten hat also viel mit dem Licht und der Dunkelheit zu tun – Zutaten, die man immer verwenden kann, wenn man religiöse Konflikte meiden will.

Na denn … lassen wir die Kirche im Dorf, uns wenden wir uns zu Weihnachten der Sinnlichkeit zu, die in den langen Winternächten erhofft oder herbeigesehnt wird.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
Um einen Kommentar hinterlassen zu können, erhalten Sie nach dem Kommentieren eine E-Mail mit Aktivierungslink an ihre angegebene Adresse.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen