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Was ist eine erotische Kurzgeschichte - und wie schreibt man sie?

Hier regelmäßig: Sinnliches Schreiben. Heute: Was ist eine erotische Kurzgeschichte?


Was ist eigentlich eine erotische Kurzgeschichte? Wie schreibt man sie? Was muss man beachten? Dieser Artikel gibt Ihnen die erhofften Antworten.

Fragen wir uns zunächst, was eine Kurzgeschichte ist. Ihr wesentliches Merkmal besteht sicherlich darin, kurz zu sein, kürzer als andere Erzählformen.

Ich gebe Ihnen eine Faustregel, die speziell für Blogs, Online-Veröffentlichungen und Sammlungen gilt: Schreiben sie eine Geschichte, die nicht mehr als 1.000 Wörter beinhaltet. Manche Kritiker sagen, dies seien „Kürzestgeschichten“ und behaupten, eine Kurzgeschichte solle zwischen 1.000 und 20.000 Wörtern enthalten. Allerdings ist es bereits äußerst zeitaufwendig, eine gute Kurzgeschichte in 20.000 Wörtern zu schreiben. Wer ein Amateur, also ein Liebhaber des Schreibens ist, wird kaum mehr als 500 wohlgesetzte Worte am Tag verfassen können, was 40 Tage Arbeit bedeuten würde. Deshalb rate ich Ihnen: Schreiben sie lieber kurze, spannende und aussagefähige, in sich abgeschlossene Geschichten von weniger als 1000 Wörtern.

Irgendeine sinnliche Geschichte - was muss sie enthalten?

Um irgendeine beliebige Geschichte zu entwickeln, benötigen Sie:

- Mindestens eine handelnde Figur.
- Die Ausgangssituation.
- Eine Veränderung.
- Einen Spannungsbogen, der zum Höhepunkt führt.
- Das Resultat der Veränderung.

Das gilt für jede Geschichte, gleich welcher Länge.

Was zeichnet eine eine Kurzgeschichte aus?

Was aber benötigen Sie noch für eine Kurzgeschichte?

- Den unmittelbaren Einstieg in die Handlung.
- Einen durchgehenden, straffen Handlungsstrang.
- Ein einziges, „schlankes“ Thema.
- Möglichst einen einzigen Handlungsort. (1)
- Maximal zwei handelnde Personen (2).
- Die Fähigkeit, den Charakter Ihrer Hauptfigur aus der Geschichte heraus entwickeln zu könne.
- Die Kunst, alle Hintergrundinformationen wegzulassen und sich ausschließlich auf das Geschehen und die Empfindungen zu konzentrieren.

Das alles ergibt – richtig eingesetzt – mit Sicherheit eine hervorragende Kurzgeschichte. Allerdings ist sie noch nicht erotisch. Wie aber schildert man Erotik in einer Kurzgeschichte?

Was muss hinzukommen, damit daraus eine erotische Geschichte wird?

- Geben sie den Personen eine erotische Ausstrahlung.
- Machen Sie Gefühle zum zentralen Inhalt ihrer Geschichte.
- Bringen Sie den Körper zum Sprechen.
- Verführen Sie ihre Leser mit Worten.
- Sehen Sie Körper, Kleidung oder Gegenstände aus der Sicht eines lustbetonter Liebhaber.
- Schreiben Sie so, dass der Leser glaubt, selbst beteiligt zu sein.

Wie Sie Sinnlichkeit erzeugen

Denken Sie bitte daran: Wenn sie einer Geschichte Sinnlichkeit verleihen wollen, dann schreiben Sie „an den Sinnen entlang“, und lassen sie möglichst die Details des Geschlechtsaktes weg. Vermeiden Sie, irgendetwas zu zählen, zu messen und zu wägen. Vergegenwärtigen Sie sich immer wieder, dass die Sinne nicht nur auf der Haut empfunden werden, sondern auch unter der Haut.

Gefühle, innere Sinnlichkeit und körperliche Nähe

Die Erotik in Ihre Geschichte einzubringen, ist sicherlich der schwerste Teil der Aufgabe. Wenn Sie also erotisch schreiben wollen, sollten Sie schon ein wenig Erfahrungen damit haben, wie Sie Gefühle direkt ansprechen können. Im Grunde ist der Unterschied zwischen einer Liebes-Kurzgeschichte und ihrer erotischen Schwester sehr gering: Sie binden nun einfach körperliche Nähe, Körpersprache und körperliche Reaktionen in die Gefühle ein.

(1) Sollte ihre Geschichte tatsächlich an mehreren Orten spielen müssen, weil sie beispielsweise auf Reisen sind, sollten Sie sich ganz auf den "gemeinsamen" Ort konzentrieren - Ihre Gedanken.
(2) Im Bereich der Erotik können auch in Kurzgeschichten Dreier oder Orgien beschrieben werden. Sie sollten aber auch dann aber alles ausschließlich aus der Sicht es Protagonisten beschreiben.
Hinweis: Der gesamte Artikel erschien in ähnlicher Form schon in einer Publikation des Liebesverlags.

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