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Wie wird aus Liebe Erotik …

Wie wird aus Liebe Erotik ... und wie aus Erotik Pornografie?

Wenn ihr eine einfache Antwort wollt: Aus der Liebe wird Erotik, wenn ein Paar sich aufschwingt, die Lüste, die ihre Sexualität in sich birgt, bewusst auszuleben und dabei gegebenenfalls die Bandbreite zu erweitern. Bei einem realen Paar kann aus der Erotik keine Pornografie werden, weil jeder von beiden (oder jeder der Beteiligten) tatsächliche Empfindungen dabei hat.

Liebe zu Erotik

Wenn du über eine gesellschaftlich hinreichend akzeptierte Beziehung schreibst, wirst du – auch bei extrem lustvollen Szenen – selten als „pornografisch“ wahrgenommen werden. Wahrscheinlich war deine Leserin schon einmal in diese oder jener Situation, wenngleich nicht in der Intensität, in der du sie schilderst.

Erotik zu verwegenen Lüsten

Solange deine Figuren volljährig sind und in einer Beziehung leben oder leben wollen, die den Leitbildern „exklusiv“ „hetero“ und „Vanille“ entspricht, kannst du die Lüste nahezu beliebig ausweiten.

Anders verhält es sich jedoch, wenn mehr als zwei Personen zugleich beteiligt sind, sowie dann, wenn SM-Aktvitäten oder gleichgeschlechtliche Beziehungen beschrieben werden. Es ist dann zwar immer noch möglich, erotisch zu schreiben, du musst dich aber zähmen, wenn du dabei extrem lustvolle Begierden beschreibst oder die Situation eskalieren lässt.

Deine „bürgerliche“ Leserin wird nicht weiterlesen, wenn sie sich vor der Situation ekelt oder du sie dabei textlich zu tief hineindrängst.

Verwegene Lüste zu Pornografie

Pornografie zeichnet sich dadurch aus, dass sie nahezu ausschließlich sexuelle Aktivitäten beschreibt und sie dabei vereinfacht und verflacht. Der Heldin oder dem Helden wird dabei die vitale Persönlichkeit geraubt – er oder sie „vögelt“ nur noch, dominiert oder unterwirfst sich Tag für Tag, lebt jede Stunde seinen Fetisch.

Die Grenzen sind fließend

Nehmen wir einmal eine sogenannte „Cuckold-Szene, wie kürzlich beschrieben. Sie kommt in den Träumen vieler Paare, und sicher auch in manchen wirklichen Zweierbeziehungen vor. Reduzierst du die drei Beteiligten auf ihre Begierden und Genitalien, so produzierst du unweigerlich Pornografie.

Schilderst du sie aber als Personen mit Sehnsüchten und Bedürfnissen, findest du Zugang zu ihrem Alltag, so kommst du in die Nähe von Paaren, die ähnlich leben, aber keinen Mut haben, sich in das Abenteuer der „voyeuristischen Beteiligung“ am Seitensprung zu stürzen. Und gelingt es dir, die Wünsche der wilden und verwegenen Paare auch deiner Leserin nahezubringen, die nicht in „der Szene“ lebt, so schaffst du eine erotische Geschichte.

Gut … das war ein bisschen kurz und sicher plakativ. Aber du kannst mitnehmen: Je mehr deine Leserin sich in deine Figur einfühlen kann, umso weniger wird sie das, was du schreibst, als „unsittlich“ oder gar „pornografisch“ empfinden.

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