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Erotisch zu schreiben kostet Überwindung

Die Leserinnen, die erotische Literatur wollen, möchten andere Texte lesen als jene, die vor allem ihre Lust aufheizen wollen. Und diese Texte zu schreiben, kostet Selbstüberwindung. Du musst all diese Begriffe verwenden, die deine Mutter niemals von dir hören wollte.

Dazu schreibt ein Autor:

Für den neuen Markt von E-Book-Leserinnen und Lesern, die nach Erotik suchten, musste ich eine viel deutlichere Sprache finden, um sie richtig heißzumachen. Ich gebe zu, dass es für mich anfangs etwas befremdlich war, aber letztlich fühlte ich mich dabei recht wohl und hörte auf zu erröten, wenn ich etwas schrieb, was wirklich ordinär war.

Wisst ihr, wer aus einem guten, soliden, bürgerlichen Elternhaus kommt, kennt die Sprache der Gosse nicht, und er kommt auch nicht in Versuchung, sie zu verwenden. Doch falls er dennoch Schriftsteller wird, dann muss er wissen, wie ein ein Professor spricht, wenn er von seinesgleichen beobachtet wird, und wie sich das ändert, wenn er sich von einer Domina auf den Boden wirft.

Und das wäre noch längst nicht alles. Wann spricht eine Frau von ihrer Vagina oder Vulva, wann von ihrer Muschi und wann nutzt sie selbst die Ausdrücke, die Frauen offiziell „eigentlich“ stets vermeiden? Wer sagt wirklich „Fellatio“, und wer sagt „ich kann dir einen schnellen Blowjob geben, um mich für die Einladung zu bedanken“? Auch dafür gäbe es noch „schmutzigere“ Varianten, die ich hier nicht erwähnen kann.

Daraus ergibt sich allerdings eine interessante Frage: Wie könnt ihr eure Figuren mit einer authentischen Sprache ausstatten, wenn eure Wortwahl nur noch dazu dient, eure Leser(innen) aufzugeilen?

Es wäre schön, Antworten darauf zu bekommen.

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