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Aus die Maus

Ich habe es getragen sieben Jahr … und kann es nicht tragen mehr. Dies Blog, so, wie es heute ist, kann so nicht weiter existieren. Nicht, weil das Geld nicht reicht, um es fortzuführen. Nicht einmal, weil mir und den anderen die Ideen ausgehen.

Sondern vor allem deshalb, weil es sich weder emotional noch sozial auszahlt, solch ein Blog zu führen. Autorinnen und Autoren, die sehr seriös mit dem Metier der Erotik umgehen, sind sehr selten. Die anderen schreiben ihre E-Books, wie ihnen die Schnäbel gewachsen sind.

Wann immer ich mit Erotik-E-Books konfrontiert werde, überfällt mich das kalte Grausen, und ähnlich ergeht es mir, wenn ich mit "einschlägigen" Internet-Texten in Berührung komme. Sie handeln vom Vögeln, und sie vernachlässigen die Gefühle. Insofern sind sie Pornografie. Echte erotische Literatur lebt davon, dass wir Gedanken ausgesprochen „anstößig“ finden und sie dennoch verfolgen. Nicht davon, dass wir Worte serviert bekommen, die uns lediglich aufgeilen.

Dabei geht es gar nicht darum, ob jemand schreiben kann. Wenn jemand aus seinem Herzblut heraus schreibt und seine (ihre) Texte aber wahr oder wenigstens wahrscheinlich wären … ja, dann gäbe es noch eine Rettung. Schlechte Texte lassen sich umschreiben, solche, in denen Klischees aneinandergereiht werden, aber kaum. Es ist auch möglich, einen erotischen Roman hinzulegen, der völlig unwahr und unwahrscheinlich ist, der aber tief liegende Gefühle glaubwürdig darstellt.

Ach, was alles möglich wäre, nicht wahr?

Es sind noch lange nicht alle Themen behandelt worden ...

Es ist falsch, dass alle Themen schon längst behandelt wurden. Die Sexualität der Menschen ist so vielfältig, dass es noch neue, innovative Texte geben könnte. Aber ich lese selten solche, wirklich. Offensichtlich wollen E-Book-Leser mit Pseudo-Pornos aufgegeilt werden. Und falls meine Sichtweise richtig ist, gibt es auch keine Fortschritte. Erotikliteratur gilt als Schmutz, und die Schilderungen gelten als trivial. Es scheint, als seien alle damit zufrieden. Ich werde daran kaum etwas ändern können, und damit ist meine Mission sinnlos geworden.

Der Liebesverlag hat sich erboten, das Blog solange zu übernehmen, bis eine neue Konzeption Entwickelt wurde. Jede Autorin und jeder Autor ist eingeladen, daran mitzuwirken.

Ich verabschiede mich nicht vom Internet, im Gegenteil: Ich schreibe seit langer Zeit sinnvollere und hilfreichere Texte für Menschen, die ihr Liebesleben selbst in die Hand nehmen wollen. Falls ihr euch nicht verabschieden wollt, könnt ihr meine E-Mail-Adresse nutzen, um mit mir in Kontakt zu bleiben.
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