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Vielversprechende erotische Themen (16): Herrin und Sklavin

Die Frage, wie Sie eine Domina darstellen können, wenn Sie selbst keinerlei Erfahrungen mit dem Herrschen haben, hatte ich schon behandelt. Nur kurz noch einmal die Zusammenfassung: Denken Sie sich einen weiblichen Charakter aus, der Freude am Beherrschen anderer Menschen hat. Sie kennen sicherlich selbst die Freude, die Sie empfinden, wenn jemand etwas ungefragt für Sie tut oder wenn Ihnen jemand einen Dienst erweist, der recht ungewöhnlich ist. Das ist ein guter Ansatz. Nun haben Sie eine Person, mit der sich viele Ihrer Leserinnen identifizieren können: eine natürliche Domina, keine „Peitschenherrin“. Wenn Sie nun noch eine zweite Frau hinzunehmen, die als sinnliche Serva (Dienerin) fungiert, dann haben Sie einen doppelten Gewinn: Wer sich nicht mit der Domina identifizieren kann, kann wird sich möglicherweise in der „Serva“ wiederfinden. Das bedeutet: Sie haben nahezu 90 Prozent ihrer weiblichen Leser eingebunden. Die wenigen, die darin eine lesbische Szene sehen und schockiert davon sind, gewinnen Sie auf diese Weise natürlich nicht. Dafür aber viele Männer, die dergleichen begeistert.


Die Unterwerfung einer Frau unter eine Herrin

Das Thema ist bereits bewährt und kommt in dieser oder ähnlicher Form in vielen Erzählungen vor. Riskieren Sie ruhig, dass die eine oder andere Leserin zunächst schockiert ist. Auf der anderen Seite aber kann sich die Leserin wahlweise mit der Domina oder ihrer „Dienerin“ identifizieren, und hinzu kommt immer die Lust an einer außerordentlich erregenden gleichgeschlechtlichen Beziehung, die in vielen Frauenfantasien vorkommt.

Bei diesem Thema sollten nicht mit Klischees arbeiten, weder mit solchen aus dem SM-Bereich noch mit solchen aus lesbischen Beziehungen. Domination kann sehr feminin und einfühlsam sein und sie muss keinesfalls mit Fesslungen und Schlägen einhergehen. Wichtiger ist die Faszination, zu herrschen und beherrscht zu werden.

Themenvarianten:Sie können wählen, aus wessen Sicht Sie das Thema aufbereiten wollen: Die Icherzählerin kann die Serva oder die Domina sein. Interessant kann auch sein, wer lockt und wer sich locken lässt: Nicht immer ist die dominante Person die treibende Kraft in der SM-Beziehung.

Interessierte Frauen: Bis zu 90 Prozent, je nach Erzählweise. An Submission interessiert sind 65 Prozent, an Domination 47 Prozent, und 40 Prozent interessieren sich für gleichgeschlechtliche Beziehungen.
Interessierte Männer: Abhängig von der Erzählweise – gegen 82 Prozent der Männer beobachten in der Fantasie gerne „zwei Frauen beim Sex“. Es ist anzunehmen, dass sie ebenso gerne zwei Frauen beim SM-Spiel betrachten. (1)

Schreib-Erfahrung:
Für Fortgeschrittene und Schreib-Profis
Form:
Episoden, Novellen und Romane.
Recherche, Kenntnisse:
Intensive Recherche, Fantasie, anatomische und psychologische Kenntnisse.
Erotische Wahrnehmung:
Sehr unterschiedlich - von absolut abstoßend über "mild anregend" bis "enorm scharf."

(1) Nach Erhebungen der „Université du Québec à Montréal an vergleichbaren Themen

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