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Schreiben … für Sie, für Dich, für Euch

Warum werbe ich jetzt für mich?

Ich habe eine lange Sommerpause eingelegt, weil ich jetzt eine kleine Familie habe. Allerdings bin ich mit dem neuen Familienmitglied nicht verwandt. Es handelt sich um einen kleinen, frechen und verspielten Hund.

Aber nun will ich wieder die Feder wetzen – für Sie, für dich, für euch.

Denn ich schreibe am liebsten für andere – und darin bin ich wirklich gut.

Was Sie von mir erwarten können?

Ich sage es Ihnen:

1. Original-Artikel in Deutsch auf der Basis jüngster (meist englischsprachiger) Veröffentlichungen.
2. Umschreiben beliebiger Dokumente, Artikel und Meldungen, sodass die Ursprünge nicht mehr erkennbar sind.
3. Meinungsbeiträge zu aktuellen und für Ihre Publikation relevanten Themen.
4. Zusammenfassen der Inhalte verschiedener Publikation (auch Blogs und Foren) zu einem neuen Thema.
5. Artikel zu vorgegebenen Themen aus nahezu allen Bereich des Zusammenlebens.
6. Widersprüche und Ungenauigkeiten in bestehenden Publikationen analysieren.
7. Verbindung von Themen finden, die ursprünglich keine Zusammenhänge erkennen lassen.
8. Die Darstellung von Lebensstilen, Befindlichkeiten und Emotionen.
9. Texte in Liebesromanen erotisieren und emotionalisieren.
10. Kritische Stellungnahmen (Kommentare) zu aktuellen Themen

Falls Sie Interesse haben: Ich bin ab sofort wieder neugierig auf Sie.





Erotik - Abschaum der Trivialliteratur, aber erfolgreich?

Warum nur habe ich immer den Eindruck, den Abschaum von Trivialliteratur zu lesen, wenn die Schreiberin ein Profi, das Thema erotisch ist und der Roman „seriös“ verlegt, wurde?

Nun, in der Grabbelkiste eines Leipziger Warenhauses finde ich häufig erotische Romane. Und weil ich bewusst nicht auswähle, sondern einfach nach dem Titel kaufe, bestimmt der Zufall, was in meine Hände gerät. Jedenfalls steht € 3,99 drauf – das ist natürlich noch wesentlich mehr als der Altpapierpreis, aber deutlich weniger als der alte Verkaufspreis.

Wenn Sie jetzt glauben, ich würde den Namen der Autorin nennen oder den Titel: nein danke. Nur dies möchte ich noch erwähnen: sei schreibt sehr, sehr viel. Und sie schreibt ebenso plakativ wie frauenzentriert, dazu pseudo-romantisch und mit angelesenen Erotik-Szenen aus verschiedenen Genres bestückt.

Nun können sei sagen: „Ja, die ganze Branche schreibt doch so“ – na gut. Und Sie können sagen: „Aber bitte, die Frau hat doch Erfolg, was wollen Sie?“ Auch gut. Nur - dann könnten wir auch über andere Groschenromane in Buchform glücklich sein.

Machen Sie sich schuldig, wenn Sie Romane mit BDSM-Anteilen schreiben?

Machen Sie sich schuldig, wenn Sie Romane mit BDSM schreiben? manche meinen, es sei Gift für die Frauen, die es lesen. Andere meinen, Männer würden durch diese Literatur dazu verleitet, Frauen mies zu behandeln. Und was meinen Sie?

Die „50 Shades of Grey“ haben die Diskussion einmal mehr belebt, seit ein zweiter Teil in die Kinos gekommen ist – und sie haben wieder neue Kritiker auf den Plan gerufen. Die Frage ist: Bereiten Sie mit BDSM-Themen oder mit jeder anderen Art von „absonderlichen“ Liebespraktiken den Weg zur menschlichen oder überirdischen Hölle vor?

Wir fanden kürzlich einen Beitrag zum Thema, in dem dieser Satz vorkommt:

Seit 50 Shades of Grey ist es schwer in Mode, ein bisschen BDSM zu spielen. Dass diese Bücher und auch die Filme mit BDSM eigentlich wenig zu tun haben, wird immer wieder wiederholt … (aber) mit dem, was wirklich in den Clubs und Dungeons (1) abgeht, hat das sehr wenig zu tun.


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Trotz alledem bliebe natürlich die Frage: Wie viel Verantwortung haben Autorinnen, wenn es um das Thema physischer Gewalt in der erotischen Literatur geht? Und damit gar nicht erst Missverständnisse auftauchen: Eines der berühmtesten Werke der erotischen BDSM-Literatur stammt unzweifelhaft von einer Frau: Die „Histoire d’O“.

Ihre Antwort, bitte.

(1) Dungeons: Die „Spielplätze“, an denen BDSM aktiv praktiziert wird – meist von Menschen, die sich als „Bekenner“ ausweisen.

Ach, schenkt mir doch einen Laptop (besser gleich eine Workstation)

Vom Schreiben kann man offenbar nicht leben. Und der neue Laptop (Notebook oder was auch immer) muss dann per „Fundrising“ beschafft werden. Oh, meine Workstation ist inzwischen auch etwas angejahrt. Wie wäre es mit etwas 4.000 Euro? Oder besser: Schenken Sie ihn mir doch gleich eine nagelneue Workstation. Sie werden auch als Sponsor erwähnt.

Nein, es ist nicht ernst gemeint. Etwas Feedback wäre trotzdem schön.


Mind The Gap – schreiben über den Busen

Moderne Zurschaustellung der Brüste
Ein „Gap“ ist ein Zwischenraum, der zumeist ein Gefälle beinhaltet. Man könnet ihn auch eine „Spalte“ nennen, aber das will ich aus verständlichen Gründen hier vermeiden. Sie werden sich sicherlich fragen, was „Mind the Gap“, mit dem Busen zu tun hat. Nun, wenn Sie einmal London besucht haben und dort U-Bahn gefahren sind, schallt es Ihnen entgegen: „Mind The Gap“ – achten Sie auf die Vertiefung, die zwischen ihrem Ausstieg und dem Bahnsteig besteht.

Und damit sind wir exakt beim Busen. Selbiger ist, wie wenige wissen, eigentlich ein Phantom. Denn er ist im Grunde genommen nur die Vertiefung zwischen den weiblichen Brüsten. Da sagen jedenfalls die Busen-Puristen. Das Problem ist nur: ohne Brüste keine Vertiefungen, und so existiert der weibliche „Busen“ nicht wirklich, sondern nur als eine Vorstellung, gebildet von den inneren Hälften beider Brüste, und öffentlich nur sichtbar, wenn diese Brüste entsprechend zur Schau gestellt werden.

Die Welt des Dekolletés

Womit wir beim Dekolleté wären. Vergegenwärtigen wir uns, dass es Zeiten gab, in denen man den weiblichen Körper so gut wie von Hals bis Fuß verdeckte, und ihm sogar noch Handschuhe mitgab, sodass es nur die Gesichtshaut zu besichtigen gab.

Sehen sie, und genau in diese Lücke, sticht dann der Busen. Je nach Mode wurden die Brüste entweder züchtig verdeckt oder leicht betont, und wenn eine Dame ein Dekolleté trug, dann zunächst nur, um die Brustansätze zu zeigen, aber keinesfalls den Busen. Dennoch wagten es einige Damen, wie wir aus einer Predigt von Abraham a Sancta Clara entnehmen können, ein Kruzifix tatsächlich so tief „im Busen“ zu tragen, dass dieser wetterte (1,2):

Viele von euch haben den bösen Gebrauch, daß sie zwischen den nackten Brüsten Demantkreuzlein oder güldene, geätzte Kurzifixlein herabhängend tragen. Heißt das nicht Christentum noch heutigen Tages zwischen zwischen zweien Mördern hängen?


Nun, soweit der Prediger, den ich nur zitiere, weil die Damen in Wien, wo die Predigt gehalten wurde, ganz offensichtlich so zu sehen waren. Das Kruzifix hing also erkennbar zwischen den Brüsten, also im Busen.

Schöner "Busen"

Sobald das Dekolleté also den Spalt zwischen den Brüsten sichtbar präsentierte, sorgte der „Einschnitt“, also der Busen, für Aufmerksamkeit. Es dürfte kein Geheimnis sein, dass moderne „Büstenhalter“, die dazu dienen, die Brüste in den Vordergrund der Betrachtung zu ziehen, nicht nur die Brüste anheben, sondern sie auch zusammendrücken, sodass der Zwischenraum nahezu verschwindet und die Brüste besonders voluminös wirken.

Die Erotik des Busens

Da wäre noch die Erotik des Busens, namentlich jenes Teils, der nun wirklich den Zwischenraum darstellt. Einst diente er, wie wir schon hörten, wirklich dazu, die Neugierde auf den umschließenden Teil zu wecken. Dabei hatte das „Tiefe Dekolleté“ noch den sinnlichen Effekt, die Linie nackter Haut gedanklich zu verlängern, was den Herren gelegentlich die Röte ins Gesicht schießen ließ, wenn sie sich bei dem Gedanken ertappten. Die Damen wussten dies sehr wohl und ließen den hängenden Schmuck schon deshalb möglichst tief „im Busen“ baumeln.

Wunschbild aus dem 1900 Jahrhundert
Um schließlich noch sehr intim zu werden: Große Brüste mit einem entsprechend tief eingeschnittenen Busen raubten schon manchem Mann den Atem. Nicht nur symbolisch, sondern durchaus auch dann, wenn seine Nasenspitze auf dem Brustbein ruhte und die Dame ihre Brüste fest zusammendrückte. Nun ja, Männer haben eben manchmal seltsame Gedanken und ich erspare Ihnen allen heute wirklich, noch tiefer in die Materie einzusteigen.

Zurück zur Literatur: Wann immer wir in der erotischen Literatur den „Busen“ finden, klingt das Wort etwas „angekitscht“. Der wogende Busen, der schneeweiße Busen, der „Busen, dessen süßes Rund sich wie Seide anfasst und wie Elfenbein glänzt" – das alles wirkt etwas schwülstig. Eines der frühen Lobesgedichte auf die Brüste, den Busen und die Brustwarzen stammt übrigens von Clément Marot, der 1535 eine der schönsten Oden an die weibliche Brust verfasste. Wer dies heute tut, wird vermutlich verdächtigt, ein chauvinistisches Schwein zu sein. Ach, doch nicht? War da nicht das Hohelied Salomons?

Deine Brüste sind wie zwei Kitzlein,
Wie die Zwillinge einer Gazelle,
Die in den Lilien weiden.


Nun gut lassen wir es für heute. Versuchen Sie, den Busen aus ihrem Wortschatz zu entfernen. Schon das Wort fühlt sich merkwürdig an, und ich denke, dass sich der Busen für ihre Leser(innen) dann genau so anfühlt.

(1) Demantkreuz – mit Diamanten besetztes Kreuz, aber kein Kruzifix. (2) Zitiert nach "Sittengeschichte des Intimen" Wien/Leipzig ohne Datum