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Der sinnliche Nikolaus - die sinnliche Nicola - 2018

Auch ein rotes Kleid hilft bei der Illusion, eine Nicola zu sein
Du willst 2018 eine Nikolaus-Geschichte schreiben, bei der es erotisch kribbeln soll?

Hier sind erst einmal die Fakten:

- Der „echte“ Nikolaus fällt aus. Der war der Legende nach der Bischof von Myra, und man hörte nur Edles von ihm. Lass ihn ich Ruhe.
- Sein falschbärtiger Kollege, der Volks-Nikolaus, hat von ihm den roten Mantel, den Bischofsstab und die guten Gaben geerbt, und aus bürgerlichen Erziehungstraditionen auch die symbolische Rute, mit der gegebenenfalls aber auch ganz unsymbolisch der Po traktiert wurde. Und weil der Nikolaus so viele Gaben verteilen musste, besaß er auch einen Sack – und da steckte er gegebenenfalls sogar ganz böse Kinder hinein.
- In vielen Gegenden Europas trennt man den guten Nikolaus und den bösen Nikolaus. Der „Böse“ heißt dann „Knecht Ruprecht“, „Pelzmärtel“ oder „Krampus“. Letzterer ist besonders in Österreich allzeit bereit, junge Damen zu entführen.

Und nun … zur Story.

Drei Fragen vorab

Erste Frage: Kommt Nikolaus oder Nicola? Geschlechterrollen sind heute austauschbar – also Hauptsache Nico, roter Mantel und Sack – Rute ist optional. Krampus & Co kommen selten vor.

Zweite Frage: mit etwas Mystik ohne Auflösung oder mit einer plausiblen Erklärung am Schluss? Die Sache mit der Mystik ist erregender: Wer war er/sie, mit de, deine Figur in dieser Nacht erotische Spielchen veranstaltete?

Dritte Frage: Zuckerstange oder Rute? Bei erotischen Nikolausgeschichten empfiehlt sich: entweder nur die Zuckerstange oder erst die Rute, dann die Zuckerstange. Bei allen SM-Anklängen ist die Grundsituation: „Du warst ein böses Mädchen (ein böser Knabe), und du musst zuerst dafür büßen.“ Ei, ei. Das Süße gibt’s später.

Nikolaus-Plots mit Variationen

Wenn du nun einen Plot brauchst, dann ist er eigentlich schon geschrieben.

Grundsituation - direkter Einstieg

Nikolaus oder Nicola steht plötzlich vor der Tür, erzählt eine plausibel oder fantastische Story, warum er/sie ausgerechnet deine Figur besucht.

Mittelteil: Situation geheimnisvoll verhüllen, dann Sex oder SM

Dann wird deiner Figur plötzlich „so anders“, sie es vom Konfekt, von einem Glas Sekt, vom Anblick des/der Fremden oder von der Drohung, nun das Strafregister zu verlesen. Wenn du sehr mystisch schreiben willst, siehst du hernach den Raum anders, in dem ihr euch befindet. Das ist zugleich die Rechtfertigung für das „Unerhörte“, das dann passiert. In diesem Mittelteil ist sonst alles so, wie es auch in einer gewöhnlichen Erotik-, Flagellations- oder Sexszene wäre, nur etwas verklärter.

Plot - Teil drei: Auflösung oder nicht?

Manchmal entschließen sich Autoren für ein Happy End – ach, da haben die Freunde mir noch einen Streich gespielt, aber Nico war wirklich so toll, dass …“. Doch ein „Open Ende“ mit dem ungelüfteten Schleier letzter Geheimnisse ist meist interessanter. Dann ist Nikolaus oder Nicola am nächsten Morgen verschwunden, und die Spuren der Liebesnacht (Sperma, Kondome, Kratzspuren, zerrissene Kleidungsstücke) sind nicht mehr vorhanden: Alles ist so, wie es am Abend zuvor war. Nur – wo kommt dieser merkwürdige Gegenstand (denke dir einen aus) her, den deine Figur unter dem Bett/Kopfkissen oder sonst wo gefunden hat. Oder: „Warum ist das Fenster nicht verschlossen?“ Bei Flagellationen bleiben manchmal Spuren zurück … die kann deine Figur im Spiegel betrachten und sich darüber wundern …

Ei holla, Nikoläuse und Nikolinen! Nehmt den Schreibgriffel in die Hand und fabuliert ins Blaue hinein. Es lohnt sich …

Über alle Monster der Nikolaus-Nacht klärt diese Seite auf - die Bilder sind köstlich, der Text leider fremdsprachlich. Bild: nachgearbeitete historische Buchillustration.

Herbst-Erotik

Die gelben und rotgoldenen Blätter fallen. Sie trudeln an deinem Fenster vorbei. Du siehst wie die Bäume nach und nach kahl werden, und du denkt: Warum sollte ich bis zum Frühling warten? Ich will jetzt einen Lover, und ich hole ihn mir von irgendwo her.

Wenn du schon über 40 bist, wirst du dich vielleicht erinnern, dass der goldene Oktober der Liebe in den garstigen November übergehen könnte. Du hast noch ungefähr 10 Jahre Zeit, um einen oder auch viele Lover zu genießen.

Nutze die Zeit. Und wenn du jetzt schreibst, erschaffe eine Figur, die ebenfalls diese Zeit nutzt. Lege sie so an, dass sie zu Anfang zögerlich und schamvoll ist, aber dann durch ein Inferno der Lust trudelt. Lass sie am Ende in den Armen einer Person ankommen. Leserinnen wollen immer irgendwo ankommen. Und DU? Du legst all deine eigenen Hoffnungen und Wünsche in diese Figur, damit sie lebendig wird und deine Leserinnen seufzen.

Über 40: wie Ihre Figur ihr Leben umkehrt

Mit 14 dufte sie keinen Freund haben, mit 24 traute sie sich nicht, ihrem Mann gegenüber sexuelle Wünsche zu äußern, mit 34 hatten die Kinder Priorität, und jetzt ist sie 44.

Sie hat niemals eine frivole Party besucht, an keiner Orgie teilgenommen, sich niemals fesseln lassen, hatte noch keine lesbische Beziehung und nie Fellatio gegeben.

Und jetzt? Jetzt müssten Sie nur noch ein Ereignis finden, das sie veranlasst, ihr Leben umzustülpen. So gründlich, dass sie sich selbst nicht wiedererkennt. Und sie lernt Männer kennen, die deutlich jünger sind …

Wäre das nicht der brillante Einstieg in ein Feuerwerk sinnlicher Erfahrungen und genau das, wonach viele Leserinnen über 40 gieren?

Wollen Sie mehr über SM-Gelüste wissen?

Häusliche Zucht in Vergnügen umgesetzt


Über SM-Praktiken schreiben viele. Die Praktiken kommen in Romanen vor, in pornografischen Filmen, auf Domina-Seiten und in den Publikationen von ausgesprochenen Fanatikern der Szene. Doch sehr nüchtern betrachtet ist alles mehr oder weniger ein Spiel mit unterschiedlichen Emotionen, Haus- und Schulstrafen der Vergangenheit und „weichen“ Abwandlungen von altertümlichen Folterszenen und öffentlichen Bestrafungen.

Heute wird sehr viel bei „Wikipedia“ abgeschrieben, sodass es nur noch ein Meinungsbild im Internet gibt. Bei Recherchen zum „Andreaskreuz“ beispielsweise stießen wir dutzendfach auf die gleichen Sätze. Nein, wie bezweiflen sie nicht. Aber wir glauben auch nicht, dass alle Menschen gleich empfinden und ähnliche Vorstellungen von süßen Qualen haben.

Wenn wir wissen, was Sie wissen wollen, dann sagen wir Ihnen, was wir darüber herausfinden konnten – und helfen Ihnen dabei, Ihre Geschichte farbenfroher auszugestalten.

Bild: Nach einer historischen Illustration

Die Klänge der Strafe

Ihre Hände. Sie sind zärtlich, sie berühren mich sanft, bei Tag und bei Nacht und insbesondere am Morgen, wenn ich ihr in die Augen blinzle. Und manchmal, ganz unvermittelt, sagt sie leise: „Wir haben schon lange nicht mehr das Schlagzeug bespielt, nicht wahr?“ Dann weiß ich, dass ihre Hände meine Haut nun auf auf andere Weise reizen wollen, intensiver und furioser, lauter und heftiger.

So, wie der Mund eine Klarinette anbläst und dabei sinnliche Klänge erzeugt, so erzeugt die schlagende Hand auf dem Resonanzboden der Hinterbacken höchst unterschiedliche Töne, die sich zu faszinierenden Klängen intensiver Art verbinden. Und so, wie die Klarinettenklänge dabei über das Trommelfell in die Seele eindringen, so kommen auch die scharfen Geräusche der schlagenden Hand in der Seele an, begleitet von den intensiven Jubelklängen der Nerven.

Welche Rhythmen sie auch schlagen wird, und welcher Gesang dazu aus meinem Mund ertönen mag - nichts soll mich daran hindern, mich zu entkleiden und ihr die Bespannung für ihr furioses Spiel zu präsentieren. Vielleicht werden mich die Klänge an diesem Abend zu Tränen rühren.

"Lustfetzen" sind Fragmente erotischer Geschichten, die wir anonym veröffentlichen. Der Ursprung der Verbindung von "Strafe und furiose Musik" liegt in der Erzählung "Schwester Monika", die dem wortgewaltigen Dichtermusiker E.T.A. Hoffmann zugeschrieben wird.
Kategorien: Lustfetzen | 0 Kommentare
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