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Und wie fühlst du dich bei der Dominanz?

Schreib ihre Gedanken auf, nicht nur das, was sie tut
Nehmen wir mal an, du schreibst über „Dominanz“ – das st ja ziemlich populär. Und du willst (was nicht so populär ist) das Schwergewicht auf die Gedanken der dominanten Frauen in deiner Story legen.

Wir fanden dazu etwas interessantes in einem Blog (1). Dort schreibt eine junge Frau, sie hätte zwei Praktiken verwendet, die man in der Branche allgemein als „Queening“ und „Pegging“ kennt. Bevor ich erkläre, was es ist, schreibe ich mal, wie es war und wie es gewesen sein könnte.

Denn die junge Frau hat ihrem Freund mit beiden Praktiken nichts als eine Gefälligkeit erwiesen, und dabei – gar nichts gefühlt. Du kannst auch sagen: Sie hat’s im einfach gemacht. Aber natürlich kannst du sicher sein: Er hat dabei etwas gefühlt – mal im Gesicht und mal im Po, und sein Hirn ist dabei Karussell gefahren – garantiert.

So und nun du: Du kannst genau beschreiben, was sie getan hat, wie sie dem lästigen jungen Mann den Atem geraubt hat. Wie sie das Geschirr zum Pegging anlegte und wie sie schließlich mechanische Stöße mit der Hüfte ausgeübt hat – und ihr eigentlich alles völlig gleichgültig war.

Aber es geht auch anders: Lass sie doch stolz auf das sein, was sie da tun. Schildere, wie sie sich seines Mundes bemächtigt, ihr Gesäß schwer und heftig auf seinem Gesicht tanzen lässt. Oder wie sie auf seinen Atem achtet, sich an seiner Unterwerfung ergötzt und ihn vielleicht auch verachtet. Und beim Pegging? Da gibt es ein Vorspiel, um ihn auf die Prozedur vorzubereiten, und allein das Anlegen des Geschirrs ist eine Betrachtung wert. Und schließlich – kein Mann, auch ein Liebhaber dieser Praxis, nimmt „einfach hin“, was mit ihm geschieht. Er wird lüstern und murren, aufschreien und wollüstig stöhnen – und das alles kann Musik in den Ohren deiner Figur sein.

Wir haben noch einen besonderen Tipp, wenn du „Dominanz“ in deine Werke einbauen willst: jede sexuelle Handlung (auch im Bereich vom Blümchensex) kann mit Dominanz, zum Beispiel in form von Forderungen, gewürzt werden. Dominanz bedeutet nicht, dass irgendwo an diener Heldin ein Strap-on-Dildo baumelt und nicht, dass sie eine Peitsche schwingt. Dominanz kommt von innen heraus – und nur, wenn du es schaffst, die dominanten Gedanken an den Tag zu bringen, ist deine Figur glaubwürdig.

pegging - anal mit einem dildo penetrieren.
queening - sein gesicht als sitzplatz (thron) nutzen.
(1) Referenz in der Liebesezeitung - Dominanz.

Schickes, aufreizendes Ausziehen

Professionelle Stripperin in einem Kabaret

Wenn du über eine Verführerin schreibst, versuche einmal, sie vor dem Mann strippen zu lassen, den sie verführen will. Es muss nicht unbedingt eine komplette Show sein. Meistens reicht es, wenn sie ihre Bluse aufreizend aufknöpft, den BH oder den Slip lustvoll abstreift oder etwas in der Art.

Wenn du nicht weißt, wie so etwas geht, habe ich hier einige Artikel für dich, die dir genau sagen, wie’s gemacht wird und was wichtig ist. Die beiden wichtigsten Handlungen beschreibe ich dir einmal ausführlich hier:

Das Oberteil ausziehen - möglichst mit Knöpfen

Zieh deine Heldin erst einmal an, bevor sie sich auszieht. Sie sollte etwas zum Aufknöpfen tragen, am besten eine Bluse oder auch ein Herrenhemd. Nun wird das Kleidungsstück – Knopf für Knopf – geöffnet, und jedes Mal kannst deine Heldin ihrem Lover ein bisschen mehr Haut zeigen. Je nachdem, wie erfahren der ist, wird es jetzt erwartungsvoll schauen, was weiter passiert, oder vor schamüberlagerter Geilheit erröten. Eine richtige Verführerin wird immer damit spielen, das aufklaffende Kleidungsstück wieder mit den Händen zu schließen, um dann ganz nah an den Mann herantrete, den sie verführen will. Sie wird mit dem Rücken zu ihrem Lover stehen, wenn das gute Stück endgültig fällt und sich dann herumdrehen, um sich in einem sexy BH zu präsentieren.

Das Unterteil ausziehen - möglichst einen Rock

Der Rock – egal ob sehr kurz oder etwas länger – wird meist mit einem Reißverschluss geöffnet. Wichtig ist, dass dieser Vorgang sehr bewusst ausgeführt wird – und recht langsam. Bevor der Rock fällt, ist es gut, wenn deine Heldin ihrem Lover den Rücken zuwendet. Nun geht deine Heldin einen Schritt zur Seite und umfasst ihren Po mit den Händen und zeigt ihn auffällig vor. Sie kann dabei ruhig dem Gesicht ihre sitzenden Lovers nahekommen. Je mehr er davon verwirrt ist, umso lustvoller wird die Verführung für deine Leserinnen.

Die Geschichte wird aber erst wirklich interessant, wenn du entweder die Gedanken der Verführerin oder des Verführten sinnlich darstellst. Zum Beispiel ist das, was da enthüllt wird, nicht ein Gesäß, sondern die Erfüllung eines erotischen Traums, der bald in Verlangen umschlägt. Je nachdem, wie weit du die Geschichte treiben willst, kannst du die Geilheit des Mannes steigern, indem du Verzögerungen oder Dialoge einbaust. Außerdem kannst du den Lover natürlich daran beteiligen, dass die letzten Hüllen „herunterkommen“.

„Möchtest du, dass ich meinen Slip ausziehe?“
„Ja“, stotterte er unbeholfen, den Blick etwas gesenkt.
„Ja, was? Wie heißt das Zauberwörtchen?“
„Zieh bitte deinen Slip aus …“
Ich sehe ihn an, lege dabei den Kopf zur Seite und sage leichthin: „Und warum sollte ich das tun?“
Er wird knallrot, sagt nichts.
„Sag etwas Nettes …“
„Ich … möchte dich sehen, wo du am Schönsten bist …“
„Gefallen dir denn meine Büste nicht?“


Ich denke, du kannst leicht erkenne, wie das Katz-und-Maus-Spiel weitergeführt werden kann. Es ist ganz einfach und verlängert vor allem die Zeit vom Zusammentreffen bis zur ersten intimen Berührung erheblich.

Hier mit Bildern (englisch).
Hier nur Text (deutsch)

Wie du besser und sinnlicher Erotik schreiben kannst

Manchmal musst du einfach schreiben – weil du Geld brauchst, weil du Blogs füllen musst (eigene oder fremde, ganz egal). Nur – du spürst das Feuer nicht. Du bist wie eine Kerze, die am Tage brennen soll – völlig sinnlos. Versuch es dann doch einmal mit diesen sieben Tipps für besseres Schreiben.

Sieben erprobte Tipps, wie du bessere Erotik schreiben kannst

1. Wo du auch bist- beobachte Menschen. Sie dir an, wie sie sich kleiden, um sexy zu sein, wie sie einander ansehen, wie sie flirten – und denke dir aus, was dann passieren könnte.
2. Notiere jede Idee sofort. Du kannst das auf dem Handy tun oder auf dem Notebook. Lies die Nachrichten sorgfältig. Du wirst dich wundern, wie viele Ideen du daher beziehen kannst. Diese News müsse nicht unbedingt Sex oder Erotik betreffen.
3. Versuche, mehr als eine Story zu entwickeln. Leg eine beiseite, wenn du nicht weiterkommst, und schreibe dann an der anderen.
4. Wenn deine Geschichte „fertig“ ist, lass sie liegen. Lies sie am nächsten Morgen noch einmal, und du wirst feststellen: Sie war noch nicht fertig.
5. Denk nicht zu viel nach über deine Figuren. Lass sie leben und losmarschieren. Du wirst sehen, wie viel Eigendynamik sie in deinem Kopf entwickeln. Und du wirst dich wundern, wie viel (schmutzige?) Fantasie du bekommst, wenn du sie einfach machen lässt.
6. Es ist gut, wenn du Lust verspürst, wenn du schreibst und dich deine Figuren dabei mitreißen. Bekämpfe die Lust nicht, sondern mache sie zu deiner Freundin.
7. Sexgeschichten sind keine Geschichten über Sex, sondern über Begegnungen. Ohne Begegnung keine Anziehung und ohne Anziehung kein Sex.

Denk immer dran – diene Leserin will beteiligt sein. Sie will verführen und verführt werden – je nachdem, wie du deine Figur anlegst.

Etwas über die Erektion

scharf und griffig: paprika

Ein Penis ist für die meisten Frauen zu Anfang nicht unbedingt schön, nicht wahr? Man gewöhnt sich aber an seinen Anblick. Und nicht nur an seinen Anblick, sondern auch an … nun ja, ich weiß ja nicht, was ihr da schon so alles angestellt habt. An dem Geruch, dem Geschmack vielleicht? Sagtest du gerade: „Daran werde ich mich nie gewöhnen?“ Nun, dann lass es heraus, und zwar durch den Mund deiner Figur. Sie darf alles ausprobieren, aber auch Aktivitäten ablehnen. Erotik bedeutet nicht, alles zu schlucken, wenn ich das mal so unverblümt sagen darf.

Wenn du noch wenig Erfahrung mit dem hast, was am Mann dran ist, dann lass dir dies sagen: Nur wenige Exemplare würden einen Design-Wettberwerb gewinnen. Und die wirklich Schönen sind erst schön, wenn sie steif sind. „Ein schlaffer Penis ist so erregend wie ein Geschirrtuch“, schrieb gerade eine Autoren-Kollegin. Nun ja, mag sein. Aber er existiert, und es ist der Normalzustand. Er kann zum Beispiel als Zwerg erscheinen und erst durch die Berührung von sinnlichen Händen zur gewünschten Größe gelangen. Nur mal als Tipp: Männer haben nicht immer einen „Steifen“, und sie bekommen ihn auch nicht automatisch, wenn deine Figur ein tief ausgeschnittenes Kleid trägt.

Beschäftige dich ein wenig damit. Versuche, herauszufinden, wie lange es dauert, bis eine Erektion vollständig gelingt, und wovon dies anhängig ist. Und wie lange es dauert, bis ein Mann nach dem ersten „Schuss“ wieder voll funktioniert. Wenn du zu Hause ein passendes „Objekt“ hast, dann kannst du es an ihm probieren, ansonsten – lesen bildet. Geh aufs Ganze: Deine Figur sollte wesentlich mutiger sein als du selbst.

Sinnliche Frauen verführen heutzutage aktiv, das heißt, sie werden nicht ständig verführt – da liegt noch viel Arbeit vor allen schreibenden Frauen, nicht wahr? Und um einen Mann zu verführen, reichte es manchmal eben nicht, gut auszusehen und Schlafzimmeraugen zu machen. Also, was hindert dich, deine Figur dazu zu bringen, einen Mann mal richtig „handfest“ zu verführen?

Erotisch schreiben – die FÜNF härtesten Tipps …

Fünf der härtesten, wichtigsten und sicher auch ungewöhnlichsten Tipps für Autorinnen erotischer Schriften - exklusiv in "sinnlich schreiben".


1. Sei revolutionär
Greif Ideen auf, so, wie sie dir kommen. Prüfe, ob sie innovativ sind. Sei schamlos dabei, wirklich schamlos. Lass deine Figur Dinge erleben (und benutzen!), die du niemals berührt hast, und lass sie mit Leuten vögeln, die du nie vögeln würdest.

2. Vergiss deine „gute Erziehung“
Vergiss alles darüber, was „die Leute“ über dich sagen könnten. Egal, was du schreibst – irgendjemand wird dich dafür hassen. Schreib so, wie die Leute reden. Sei niemals „sozial korrekt“ – das ist etwas für Kirchgängerinnen, nicht für Erotik-Autorinnen.

3. Schlüpfe in alle sexuelle Orientierungen.
Deine Figuren können Mann sein oder Frau und Hetero und Homo – und alles dazwischen. Die Gefühle sind bei allem Menschen ähnlich, und die Praktiken unterscheiden sich nicht „himmelweit“. Es reicht, wenn du dir richtig gut vorstellen kannst, wie frau (man) konventionell, anal und oral liebt.

4. Du musst es nicht erlebt haben. Wirklich nicht.
Schätzungsweise 98 Prozent aller Krimi-Autoren haben nie einen Mord begangen oder aufgeklärt. Dennoch beschreiben Sie, wie Mörder, Vergewaltiger, Kommissare und Opfer denken und fühlen. Was beim Krimi geht, geht auch bei erotischer Literatur. Ist doch klar, oder?

5. Du bist etwas Wert, weil du etwas schreibst.
Schreiben ist ein Wert an sich. Wenn du gut schreiben kannst, kannst du gut schreiben. Du darfst dich nicht abwerten oder abwerten lassen, weil du erotisch schreibst. Du tust es, weil du es tun willst, und weil du es tun musst. Und du bereitest anderen Menschen damit eine Freude.

Die harten Tipps reihen sich an die weichen Tipps an – wie sich auch sonst das Harte mit dem Weichen vereint. Wissen wir ja von Schiller.