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Lümmeltüten

Stolz auf den Inhalt?
Es gibt keinen liebevollen Namen für sie. Lümmeltüten oder Überzieher sind noch ganz volkstümlich, beim Subproletariat heißt‘s Gummi, „Verhüterli“ sagen die Schweizer, und offiziell heißt’s eben Kondom. Gemeint ist immer das Gleiche: ein Ring aus Latex, der sich „Überrollen“ lässt und dann zur Kunststofftüte für Spermaflüssigkeit wird. Mal für Fellatio geeignet und dann mit Geschmack, mal gleitfreudig und spermizid für den Geschlechtsakt als solchen. Und immer mit Reservoir.

Der Penis - umhüllt vom Regenmantel

Es soll Frauen geben, die nie etwas anderes in sich kannten als Penisse in Regenmänteln, und sie können trotz der „Gefühlsechtheit“ nicht sagen, wie sich ein eingeführter Natur-Penis anfühlt. Schon in der Schule haben wir gelernt, wie sich Kondome über Holzstäbe ziehen lassen, und bei genügend versteiften Penissen funktionierte es genau so.

Ist es ihr egal, wie "er" eintritt?

Wer dem männlichen Organ ohnehin kaum Beachtung schenkt, weil’s eigentlich nur aufgenommen wird, weil das so üblich ist, dem wird’s egal sein. Schwanger werden geht nur ohne Kondom, nicht schwanger werden nur mit. Was wir fühlen? Ach so, ja. Es gibt Frauen, die merken genau, wann der Moment kommt, wenn’s brenzlig wird und andere merken gar nichts, egal, ob der Typ im Kondom kommt oder ob er in sich in die Tiefen der Vagina ergießt.

Mehr als nur ein kleiner Plastiksack

Wenn du schreibst – lass nichts aus. Sag, was deine Figur empfindet und was sie gerne empfinden würde. Ausgefüllt sein? Den Moment des Eindringens genießen? Oder den Samenerguss? Ist es die Reibung, sind es die viel gepriesenen Adern? Gibt es Unterschiede, ob einen beschnitten oder unbeschnitten ist? Ist deine Figur stolz, wenn er in ihr kommt oder verfällt sie in Panik? Greift sie anschließend zum Vibrator oder ist sie froh, dass es endlich vorbei ist?

Kommen wir noch kurz zur weiteren Verwendung des Kondoms. Oh, das willst du lieber nicht lesen, und schon gar nicht schreiben? Hast du es dir wenigstens einmal angesehen, bevor du es entsorgt hast? Oder hast du gar mit dem weißen Glibber gespielt? Und wenn du’s nicht tatest: Warum solltest du es deiner Figur verweigern?

Nur zum Fühlen gibt's Antworten in Foren, zum Beispiel:


Med1
Onmeda
Erdbeerlounge.

Sinnliche Berührungen?

Zärtliche Berührungen
Wer „sinnliche Berührungen“ in Suchmaschinen eingibt, landet häufig auf Webseiten, die für erotische Massagen werben. Von Tantra-Massagen über Lomi Lomi Nui und weitere exotische Berührungen von professioneller Hand kommen wir auf die fünf bis neun Körperstellen, die Männer nutzen können, um Frauen „anzumachen“. Dann finden wir sinnliche Berührungen, die „Körper zum Beben bringen“ wie bei der Elektrostimulation. Über Stilblüten wie „eiskalte Blitze“ lande ich bei Unterwäsche, die „sinnliche Berührungen auf die Entfernung“ ermöglicht – über Internet-Steuerung der eingebauten Sensoren.

Wenn das sinnlich sein soll … na dann gute Nacht, schöne und lustvolle Großmutter.

Zitternde Hände über weißen Blusen

Wo sind sie eigentlich, all die neugierigen Hände, die über Blusen und Rocksäume streichen, die sanft über Wangen oder Schamhaare gleiten? Finger, die in etwas Abstand über den Körper streichen, um die Haut darunter anzuregen, sich lustvoll gegen die Hand zu wölben? Hatten wir nicht eine Gänsehaut, wenn dies geschah, und wollten wir nicht trotzdem alles erfahren, was dabei möglich wahr? Wunderten wir uns nicht, dass unsere Körper ab und an unwillkürlich zuckten, und die Nerven ihre elektrisierenden Ladungen unvermittelt und schnell an die Punkte unserer Körper sandten, die wir züchtig verdeckten, von den Brustspitzen bis zu den Schamlippen?

Sinnliche Zungen, die Einlass fordern

Wie war es, als die ersten Zungen fordernd Einlass in unsere Lippen begehrten? Als diese Mischung von Neugierde, anfangs befremdlichem Ekel und rauschendem Blut uns die Knie weich werden ließ? Lässt sich dies alles mit „ich empfand sinnliche Gefühle“ beschreiben? Natürlich nicht. Die Sprache muss zärtliche Gewalt bekommen, und sie muss dort „unter die Haut“ gehen, wo etwas über der Haut geschieht.

Wenn’s äußerlich unter die Haut geht, ist die Luft sowieso raus. Dann reibt es und stößt es und geht manchmal raus und dann wieder rein. Und am Ende – ach, wie erbärmlich – da kommt ein geschrumpeltes Etwas in einer Plastiktüte wieder raus.

Übrigens auch ein Thema, das fast nicht vorkommt: die Lümmeltüte – vorher, währenddessen und nachher.

Bild nach einer Illustration von Becat.

Mit den Augen ausziehen – ein Thema für dich?

Eine Show für Voyeure
Von Männern sagt man, sie würden Frauen gerne „mit den Augen ausziehen“, und wenn sie es täten, so seien sie lästig. Doch, wenn wir ein Thema wie dieses in eine Story fassen wollen oder einen solchen Vorfall in einen Roman integrieren wollen, was fällt uns dann ein?

Zunächst einmal, dass wir wissen müssen, wie jemand angezogen ist. Ohne angezogen zu sein, kann man niemandem ausziehen, werde mit den Händen noch mit den Augen. Wichtig ist also, ziemlich genau zu beschreiben, was die Frau (selten der Mann) „anhat“ und wie man es besten schichtweise entfernt. Es geht ja darum, jemanden völlig mit den Augen zu entkleiden, sodass er in völliger Nacktheit vor dem geistigen Auge entsteht. Und obgleich Männer häufiger bezichtigt werden, „Frauen mit den Augen auszuziehen“ schaffen auch Frauen, andere Frauen virtuell zu entkleiden. Sie haben den Vorteil, die Wirkung weiblicher Kleidungsstücke genauer zu kennen und sich deswegen eher ein Bild machen zu können.

Die emotionalen Regungen bei der Beobachteten

Schlimm finden Frauen zumeist, wenn Männer auffällig direkt auf das Dekolleté, die Brüste selbst oder den Zustand der Brustwarzen schauen. Ähnliche gilt allerdings auch für den Blick in den Schritt (bei Hosen) oder an den Beinen entlang bis zum Rocksaum.

Schlimmer als das „Entkleiden mit den Augen“ aber ist für viele Frauen das Gefühl, Teil der Fantasien des Mannes zu werden, also anhand des Entkleidens einen erotischen Traum auszuleben. Das heißt im Klartext, im Geiste den soeben ausgezogenen Frauenkörper zu berühren und sich daran zu ergötzen.

Beispiele aus Flirts und Strip-Shows

Tatsächlich haben wir es mit Bestandteilen und Umständen zu tun, die sogar von Frauen beim Flirt oder in Striptease-Shows verwendet werden. Bei heftigen Flirts wie auch bei der Strip-Show berühren Frauen ihren Körper. Beim Flirt höchstens die Haare oder den Mund, bei den Shows je nach Frivolität den ganzen Körper über der Haut, auf der Haut und unter der Haut.
All dies steht für „ich berühre meinen Körper stellvertretend für dich“.

Der Unterschied: Die Frauen, die heftig flirten oder sich vor Männern entkleiden, wissen um ihre Wirkung. Diejenigen, die in der Straßenbahn oder auf einem Barhocker virtuell ausgezogen werden, wissen es oft nicht.

Gefühle immer plastisch schildern

Es reicht nun nicht, diese Szenen als „unangenehm“ zu schildern. Ihre Figur sollte stattdessen das gesamte Spektrum der Gefühle zeigen, die sie dabei empfindet. Das reicht von dem guten Eindruck, Aufmerksamkeit zu genießen bis zum negativen Gefühl, nun nackt und hilflos vor seinen Augen zu stehen. Ebenso kann es zunächst das Gefühl sein, sich hübsch zu kleiden und begehrt zu werden, um sich dann vorzustellen, Teil einer „schmutzigen Fantasie“ zu werden. Nirgendwo werden Zwiespälte so deutlich wie in der Situation, objektiv vollständig bekleidet zu sein und sich dabei nackt zu fühlen.

Wer das Genre beherrscht, kann wundervolle Geschichten daraus entwickeln, seien sie nun hetero- oder bisexuell. Wir kennen immerhin eine Geschichte, in der die Verführerin ihre jungfräuliche, aber überaus sinnliche Gespielin bezichtigt, eine Voyeurin zu sein.

Der Dialog geht ungefähr so:

«Als sie sich wieder setzte, war der weiße, knappe Slip auf ihrer braunen Haut deutlich zu erkennen.

„Schaust du jeder Frau, die du triffst, unter den Rock?“

Maja hatte vergessen, wie die Katzenaugen der Fremden all ihre Bewegungen registrierten.

„Entschuldigen Sie“, sagte Maja, wobei ihre elfenbeinfarbigen Wangen von zartem Rot überflutet wurden, „ich wollte nicht … aufdringlich wirken.“

„Warum entschuldigst du dich? Du bist eine Voyeurin, und selber ziemlich exhibitionistisch. Wie du deinen Hintern hervorhebst … oh la la. Und du sorgst ständig dafür, dass ich deinen rosa Slip zu sehen bekomme, aus dem dein Schamhaar hervor guckt, als wollte es befreit werden …“»


Interessiert dich, wie diese Geschichte weitergehen könnte? Oder wie sie begonnen hat? Dann schreib sie zu Ende. Den Teil, den wir veröffentlicht haben, kannst du als Anregung nutzen. Es ist eine Umschreibung von Isidora, die wir dir zur freien Verwendung überlassen.

Strapse und Männeraugen

Der Blick trifft jetzt sicher nicht die schönen Augen ...
Bevor du an erotische Sensationen denkst: Stell dir vor, deine Figur macht gerade die Strümpfe neu an den Strapsen fest, und ein Mann beobachtet sie dabei. Diese irische Dame trägt einen sehr kurzen Rock und eine Servierschürze … und wie es scheint, befestigt sie ihr Strumpfband so, dass die Gäste sie sehen können. Klar – das ist eine Mini-Anregung – aber so fing doch schon manche Kurzgeschichte an, oder? Wir haben das Foto vom Griff der Serviererin an den Strumpfhalter aus der Liebeszeitung.

Schnipsel veröffentlichen – eine Methode, um bekannt zu werden

Der Teufel bringt sie - die erotische Literatur heute können wir sie im Laden kaufen
Eine Methode, Ihr erotisches Buch, ihre Novelle oder ihr E-Book bekannt zu machen besteht darin, „Schnipsel“ zu veröffentlichen. Das hat den Vorteil, dass Sie die „harmloseren“, aber wortgewaltigen und sinnlichen Stellen zeigen können, auch wann der Inhalt Ihrer Werke sonst viel „schärfer“ ist. Ich habe noch einen anderen Grund, Ihnen zu empfehlen, nicht die „schärfsten“ Stellen zu veröffentlichen – es sind leider oft die peinlichsten.

Auch, wenn sie noch nie ein Buch geschrieben haben, aber dies gerne tun wollen, helfen Ihnen „Schnipsel“ (zum Beispiel aus Kurzgeschichten), Interessenten für Ihre Arbeit zu finden. Ob ihre Werke zum Lachen, zum Weinen, ausbaufähig oder genial sind - Sie werden durch diese Methode Interessentinnen für Ihre Arbeit finden. Hier einige Beispiele, die wir ziemlich willkürlich ausgewählt haben (und die nicht unbedingt Meisterwerke sind):

Schnipsel 1: Nö, die Unterlippe?

Ich küsste ihn intensiv und sog dabei seine Unterlippe so weit ein, dass ich sie mit den Zähnen fassen konnte. Im Augenblick war es sein einziger Körperteil, das ich in mich hineinbrachte.

Schnipsel 2: Lesbische Verführung mit klischees

„Komm, Karin, ich will dich!“ Angelikas grau Augen lagen auf mir, mit dieser wundersamen Eigenschaft, zugleich heiß und kalt zu blicken. Sie brachten meine Haut zum Erschauern und mein Inneres schmolz dahin. „Du bist verrückt. Dieser Aufzug ist aus Glas, jeder kann uns sehen“ . “Das macht es ja so aufregend.“

Schnipsel 3: Schnell zur Sache

Hans drückte seien Lippen auf meine, und er musste mich festhalten, weil ich zurücktaumelte. Dann begann eine Parforcejagd – Hans warf die Tür ins Schloss und riss mich an sich, während seien Hände meinen Hintern umschlagen.

Schnipsel 4: Voyeur und Verführerin

Ich schloss meine Augen und überlegte, was ich da eigentlich tat. Jemanden zu reizen macht einfach Spaß und ich wusste, dass er nur vom Zuschauen einen Steifen bekommen würde. Er hatte bestimmt noch nie eine reale, halb nackte Frau gesehen. Für ihn würde ich der Traum seines Lebens sein, auch wenn es für eine Qual sein musste, mich nicht berühren zu dürfen.

Schnipsel 5: Der Fotograf / die Fotografin (geschlechtsneutral)

„Du bist nicht hier, um dich fotografieren zu lassen“. Ich hatte es geahnt. So, wie sie sich vor mir auszog, mit spitzen Fingern und leichtem Erröten, dem flackernden Blick und den sinnlichen Lippen, die sie immer wieder benetzte. Nein, so kam keine Frau ins Studio, die ein Aktfoto für ihren Verlobten oder Ehemann wollte. Sie antwortete nicht auf meine Frage. „Welche Pose soll ich einnehmen?“ Es war Zeit, eine Gegenfrage zu stellen: „In welcher Pose sieht dein Mann dich denn am liebsten?“ Sie errötete nun stärker, bevor sie leise sagte: „Ich weiß es nicht.“ Mir wurde klar, dass er sie noch nie so gesehen hatte, wie ich sie jetzt sah. Sie blickte verlegen an ihrem Körper herab und strich sich das Schamhaar zurecht …

Die verwendeten Schnipsel sind keine Zitate aus Büchern oder Texten, die Sie im Internet finden werden, sondern Bearbeitungen, die hier nur als Beispiele für sehr unterschiedliche Erzählungen gelten sollen.

Falls Sie vorhaben, Schnipsel zu veröffentlichen, nehmen Sie ausdrucksstarke Stellen. Vermeiden Sie schnelle, nur von Sex getragene Episoden oder Kussszenen, weil sie damit sehr schnell als wenig ausdrucksstark entlarvt werden können. Versuchen Sie, eine sinnliche Szene auszuwählen, die zum Weiterlesen anregt.

In dem Gemälde von Antoine Wiertz sieht man, wie der Teufel einer lesenden, offenbar stark erregten Frau Alexandre Dumas Buch "Anthony" vorlegt.