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Das Spiel mit der Erotik - und die Realität

Wenn die Hüllen einmal gefallen sind ...
Der Beitrag "Das Spiel mit der Erotik - und die Realität" soll dazu dienen, dir eine Möglichkeit zur Darstellung von Halbweltdamen, Stripperinnen, Prostituierten, Escorts, Dominae und anderen erotischen Dienstleisterinnen vor Publikum und Einzelpersonen zu geben. Er könnte dir auch dabei helfen, deine Figuren lebendiger zu gestalten.

Das Zitat, mit dem ich euch heute auf mein Thema einstimmen werde, stammt von Adrianna Taylor (1) . Deren Einstellung und Vorbild ist in vieler Hinsicht typisch für Frauen, die „erotische Darstellungen“ vermarkten. Und es ist darüber hinaus interessant für dich, wenn du erotische Literatur schreiben willst:

Als Kind war ich ein Mauerblümchen, und ich musste Schauspielunterricht nehmen, um aus diesem Schneckenhaus zu entfliehen. Ich lernte, Charaktere zu erfinden und ihnen eine Persönlichkeit wie auch einen Lebenszweck zu geben.


Ich hörte und las diese Art von Lebensgeschichte, die im Übrigen real ist, schon häufig in ähnlicher Art, und ich weiß, dass sie viele von euch befremdet. Ist nicht das Lebensziel nahezu aller Menschen, authentisch zu sein?

Authentisch sein - die Illusion der Oberschicht

Ja, wenn man Psychologieprofessor ist oder einen einschlägigen Bestseller geschrieben hat. Vielleicht, wenn man viel Mut hat und das Lebensschiff beherzt durch hohe Wogen zu lenken vermag. Nein, wenn die Gespenster des Alltags jeden Morgen mit dir aufstehen.

Die Wahrheit: Rollenspiele wechseln mit authentischen Phasen

Die meisten von uns Menschen spielen jeden Tag irgendeine Rolle – natürlich auch der Psychologieprofessor. In den Armen seiner Geliebten ist es ein anderer als in der Vorlesung, und wenn er ein größeres Darlehen aufnehmen will oder gerade bei einer Charity-Organsisation um Spenden wirbt, noch mal eine dritte oder vierte Rolle. Die Frage ist lediglich, mit welcher Rolle er sich am besten identifizieren können. Dann sagt er: Oh ja, in dieser Rolle bin ich authentisch.

Die erotische Dienstleisterin, und "seriöse" Berufstätige

Eine erotische Dienstleisterin ist niemals authentisch, jedenfalls nicht in der Rolle, in die ihr Klient sie sieht. Sie vermittelt ihr Rollenbild, passt es an die Wünsche ihrer Kunden an und sie kann dies auch für längere Zeit durchhalten. Dies teilt sie übrigens mit vielen Angehörigen der “seriösen“ Berufe, insbesondere solchen mit Publikumsverkehr. Es ist gut, das zu wissen. Und sicher kennst du auch eine Person, die schon mal im echten Leben glühende Leidenschaft geheuchelt hat. Oder einen „Orgasmus gefakt“, wie man heute sagt.

Die Figuren erotischer Romane - auf Rollen reduziert

Auch die Personen in erotischen Romanen sind nicht authentisch. Sie werden noch mehr auf ihre Rollen reduziert als jeder reale Mensch. Ihr werdet schnell herausfinden, dass die weiblichen Figuren mit ihrem Slip auch sehr schnell ihre Überzeugungen von Orientierung, Liebe oder Treue ablegen. Und die Männlichen tun es ihnen gleich, sobald ihnen ein paar nackte Brüste angeboten werden oder ihre Hose auf Halbmast gezogen wird. Dann geht alles nur noch darum, den Vollzug voranzutreiben, bis die Spermaflüssigkeit auf Bauch und Laken spritzt – möglicherweise auch in eine feuchte Höhlung. Die Figuren sind im Ausnahmezustand, wie in der Realität, aber dennoch merkwürdig reduziert auf ihr Handeln, auf Hände, Zungen, Lippen, Penisse und Vaginen. Gewiss, das müsste nicht so sein - aber das wäre ein anderes Thema, das mehr Platz einnehmen würde.

Du - das Privileg, als Autor(in) nicht auf nackt auf der Bühne zu stehen

Was bedeutet das für dich? Der Hauptunterschied zwischen dir und deiner Figur besteht darin, dass du den Slip anbehältst oder der Hosengürtel verschlossen bleibt. Und doch musst du in deine Figur hineinkriechen und erfühlen, wie sie denkt und handelt. Und wenn sie dich auf Abwege führt (was sollte sie sonst tun?), dann musst du ihr folgen. Am Ende geht es dir dann so, wie einer Schauspielerin, die gerade eine Schlampe oder Mätresse gespielt hat: Du bist wieder du selbst und nimmst den Beifall entgegen.

Die Realität selbst? Denk erst gar nicht daran. Du zerstörst dir, deiner Figur und deiner Leserin die Illusion, dass alles möglich ist. Und das wäre wirklich Schade für jemanden, der Erotik schreiben will.

(1) The Story of Control, Berkshire 2014

Die Sprache des Fühlens in der Erotik

Für Autorinnen und Autoren sollte die „Sprache des Fühlens“ eigentlich die Sprache der Wahl sein. Doch leider ist sie eine jener Fremdsprachen, die ausgesprochen schwer erlernbar sind. Und während wir an andere Fremdsprachen emotionslos herangehen, ist die „Sprache des erotischen Fühlens“ weitgehend mit Schamnestern durchsetzt, die uns behindern. Ob wir daran etwas ändern können? Ich hörte, dass es möglich sein soll – sogar schon in der Schule. Und es ginge dabei darum, eine „Sprache für den Körper und die Gefühle“ zu entwickeln. Ziel sei dabei, dem jeweiligen Sexualpartner (aber auch anderen gegenüber) die eigenen Wünsche und Grenzen zu vermitteln.

Das zitiere ich mal wörtlich:

Kindern und Jugendlichen – egal welcher sexuellen Orientierung oder Identität – muss eine Sprache für ihren Körper und ihre Gefühle gegeben werden. Wer lernt, offen über seine Sexualität zu reden, kann über Wünsche und Grenzen sprechen.


Die Sprachlosigkeit der Erwachsenen

Kindern und Jugendlichen? Ich denke eher an die Erwachsenen. Im Alltag finden wir eine Dreiteilung, sowohl, was die Ausdrücke für die Körperteile betrifft wie auch, was wir über die Handlungen erfahren können.

Die Unterschicht sagt, was sie denkt - aber sie schreibt nicht

Die erste, öffentlich sprachlose, aber im inneren Kreis recht offene Gruppe finden wir dort, wo sich Friseurin, Wurstverkäuferin und Arbeiterin befinden. Sie wissen, worauf es ankommt, was sie tun oder unterlassen müssen und was sie richtig heißmacht. Über die Gefühle werden nicht viel Worte gemacht, aber jede Frau weiß, was sie geil macht und was sie eklig findet. Fremdwörter werden kaum benutzt, und gelegentlich greift man in die unterste Schublade des erträglichen Vokabulars. Aber – man versteht einander.

Die Oberschicht kennt keine Grenzen - bleibt aber unter sich

Schauen wir nach „ganz oben“, dann findet man zwar ein anderes Vokabular, doch wenn die Akademikerin mal „so richtig notgeil“ ist, nutzt sie auch die „schmutzigen“ Wörter der anderen. Gebildete Frauen und Männer sind allerdings ebenso wenig gewohnt, ihr Gefühlsleben verbal auszudrücken. Kurz: sowohl „oben“ und „unten“ wird nicht lange gefackelt, wenn es um das „Benennen“ von Körperteilen und Emotionen geht – nur die Namensgebung variiert. Und die etwas raffinierteren Lüste, wie etwa SM, treten hier mehr zutage als in der Unterschicht.

Das Schämen und Verweigern der Mittelschicht - ein Dilemma

Ich erzähle euch das alles, weil beide Gruppen nicht zu denen gehören, die sich ihrer Sexualität oder ihrer Handlungen schämen. Das „Schämen“ haben die Frauen (und leider auch viele Männer) der Mittelschicht für sich gepachtet, und sie kultivieren es auf unterschiedliche Arten. Die meisten tun „manchmal etwas“, dessen sie sich ganz offensichtlich schämen, und die Beschämung verschlägt ihnen die Sprache. Es ist nicht einmal das Vokabular, das ihnen fehlen würde, um die Körperöffnungen und Lustpunkte zu beschreiben. Es ist die Verbindung der Körperfunktionen, der Gefühle, die sie daraus ziehen und der Worte, in die man dergleichen fassen könnte. Unter höchster Geheimhaltung erzählen sie ihrer intimsten Freundin, dass sie „neulich mit einem Mann richtig nass geworden“ sind. Die Sextoys werden im Versandhandel diskret bestellt und unauffindbar gelagert, die erotischen Bücher werden, wenn vorhanden, hinter Kleist und Schiller versteckt – und dergleichen mehr. Neugierde darf sich durchaus mit Geilheit paaren – nur hat man sich gefälligst zu schämen, nachdem der Vibrator seinen Dienst verrichtet hat.

Verbal völlig offen „sexuell“ zu sein – lohnt es sich?

Wer die Entwicklung von erotischen Blogs verfolgt, weiß um diese Probleme. Nur wenige Frauen und Männer gaben sich sozusagen „der Öffentlichkeit hin“, sodass ihr Publikum sie verbal „nackt und von innen“ erleben konnten. Die meisten, die es früher einmal versuchten, haben sich in die Privatheit zurückgezogen. Es gibt einige junge Frauen, die sich trotz aller Zweifel noch verbal entblößen – doch finde ich immer mehr Bemerkungen, dass sie sich nicht wirklich wohlfühlen bei alledem. Einige von ihnen wurden (und werden) ständig mit Dreckkübeln überschüttet – und das macht wirklich keine Freude.

Die eigene Schamhaftigkeit und die deiner Figur

Es ist leicht einzusehen, dass sich kaum noch jemand an den Straßenrand des Internets stellen will, und sagen: „Schau auf meinen Körper, sie in ihn hinein – na, gefällt dir, was du siehst und fühlst?“Doch was ist mit all jenen, die nicht sich selbst ausziehen und dabei Einblicke in Körper und Psyche freilegen, sondern die Figuren erfinden, die es an ihrer Stelle tun? Autorinnen und Autoren?

Ich wiederhole mal den einen Satz, den ich las:

Wer lernt, offen über seine Sexualität zu reden, kann über Wünsche und Grenzen sprechen.

Ja, wenn es so wäre, dann könnte es so sein. Du kannst es benennen, sagen, was du damit machst (oder was dein Lover damit tun oder unterlassen soll). Und es ist ein Fortschritt, wenn wenigstens das funktioniert. Aber diese verbalen Fähigkeiten zu erlernen oder zu vervollkommnen, um Literatur zu schreiben, erfordert Übung und – zu einem großen Teil – auch Selbstüberwindung.

Wer die Sprache des Körpers und der Gefühle zuerst als „igitt“, oder „Schweinkram“ kennengelernt hat, wird kaum morgen fähig sein, sie in lustvolle Sätze umzuwandeln.

Ein Trick für dich, um die Schamhaftigkeit abzulegen

Voraussetzung ist, dass du dich von deiner Hülle aus Vorurteilen, Scham und inneren Widerständen befreien möchtest. Stell diese Person einfach neben dich – ich verspreche dir, du kannst in sie zurück, wenn du wieder in den Alltag abtauchst. Und nun wechsle zu der Person, die kein Schutzschild trägt. Das darfst du, denn nun kannst du in deinen Fantasien schwelgen, ohne etwas befürchten zu müssen. Und am Ende – nun, dann ist deine Figur wieder deine Figur – und du bist du. Sei lieb zu deiner Figur – sie ist ein Teil von dir, auch wenn du nicht daran erinnert werden willst.

Zitat: "Augsburger Allgemeine"

Advent: Schreiben über die Lust am Kerzenwachs

Wachsspuren auf der Haut ...
Ich weiß ja nicht, wie es dir ergeht, aber fast jedes Mädchen und jeder Junge erinnert sich an harmlose Mutproben im Advent. Kerze anzünden, einen Moment warten, bis sich das Wachs verflüssigt hat und dann dir selbst oder deinem Cousin einen der heißen Tropfen tropfen davon auf den Handrücken fallen lassen. Das Gefühl, das der Tropfen auf der weichen haut, hinterlässt, vergisst du nie: Halb schmerzhaft, halb erregend, und vor allem so schrecklich verboten … selbst der Onkel Doktor hob warnend den Finger, als er davon hörte.

Später verstehst du unter „sinnlicher Lust“ wahrscheinlich erstmal etwas ganz anderes: Du willst die wilden Schauer spüren, die Orgasmen, die dich so hübsch quälen, bis sie, auf die Spitze getrieben, dann in Entspannung ausfließen.

Eines Tages im Bad ... kommt die Erinnerung

Und eines Tages, wenn du allein bist, wirst du dich vielleicht an die alten Zeiten zurückerinnern, ein hübsches Schaubad einlassen und eine Kerze anzünden … du hast ja Zeit. Das Wachs kann verlaufen, und schließlich ergreifst du die Kerze und und tropfst dir ein wenig Wachs auf die Brust. Nun ein paar Tropfen. Da ist es wieder, das alte Gefühl, und auch noch ein Neues: je näher du deinen Brustwarzen kommst, umso mehr kribbelt die Lust in deinem Körper hoch … na ja, und vielleicht lässt du ihr dann freien Lauf.

Das Spiel mit dem Wachs

Das nächste Mal fragst du ganz unschuldig deinen Lover, ob ihr nicht einmal ein bisschen mit Wachs spielen könntet … und dann kann es wirklich etwas sinnlicher werden – und heftiger. Eine Augenbinde? Ein paar Handschellen? Vielleicht ein paar Eiswürfel zwischendurch?

Und nun ... mach deine Geschichte daraus ...

So – und nun packst du all dies in eine wunderschöne erotische Geschichte mit Düften, flackerndem Kerzenlicht, dem brennenden verlangen und dem süßen Ausgeliefertsein. Deine Figur, de es sinnlich erlebt, kann Frau oder mann sein – spielt keine Rolle. Und du kannst beschreiben, wie das Wachs auf diese oder jene Stelle tropft … und natürlich auch auf ein paar äußerst delikate Stellen.

Solche Szenen lassen sich leicht schreiben, wenn du schon einmal irgendwo und irgendwie einen Wachstropfen gespürt hast. Dann kannst du deine Figur das heiße Wachs spüren lassen – nur etwas intensiver, brennender und nachhaltiger. Die Fantasie ist immer etwas heftiger als die Realität, und „Verbrennungen“ mag es im wirklichen Leben schon mal geben, aber im Erleben deiner Figuren gibt es es nur den lustvollen Schmerz, und den in vielen Variationen.

Realität und Fantasie haben eines gemeinsam: Am sinnlichsten wird die Prozedur, wenn du dir (und also auch deiner Figur) Zeit lässt. Also wenn die Tropfen gezielt von den weniger empfindlichen Körperteilen auf die empfindlicheren fallen, und dazwischen immer eine Pause liegt, um den Genuss in vollem Bewusstsein von (viel) Lust und (ein wenig) Schmerz zu erleben.

Im Buch wirkt alles intensiver als im Video

So etwas zu schreiben macht viel Freude – und diese Freude erleben auch deine Leserinnen. Denn anders als in entsprechenden Filmchen fällt jeder Tropfen über die Haut direkt in das Hirn deiner Leserin. Und wenn sie es einmal selber erlebt hat, und sei es nur auf dem Unterarm, dann spürt sie den Tropfen genau dort auf der Haut, wo du ihn hinfallen lässt. Na schön, ganz sicher bin ich darüber nicht … aber so wurde es mir jedenfalls beschrieben.

Was machst du daraus? Im Advent wirken solche Themen natürlich besonders intensiv …

Fantasie, Schreiben, die Schammauer und der Genuss

In deinen Fantasien kannst du tun, was du willst. Wann immer du es willst und und wie auch immer es vor sich gehen soll. Du kannst es mit jedem tun, mit dem du es tun möchtest und wie immer es dir gefällt. Niemand verurteilt dich.

Gefahren beim Schreiben - Fantasien und Öffentlichkeit

Vielleicht setzt du manche Gedanken in Worte um. Nimm die in acht, wenn du sie aufschreibst und damit an die Öffentlichkeit gehst. Die Alltagsmenschen sind böswillig, wenn es darum geht, ihren schönen Schein zu zerstören. Sie werden sagen, dass du derjenige bist, der solche Gedanken hegt, und sie werden dich bezichtigen, in deinen Inneren selbst so zu sein wie deine Figuren.

Versöhnung, die Schammauer und Genuss

Wenn du deine Leserinnen mit extremen Gedanken versöhnen willst, bette sie in erotische Märchen ein. Wie heißt es doch: „Mit einem Stückchen Zucker schlucken sie die bittere Medizin.“ Sorge dafür, dass beide Partner irgendeinen Gewinn davon haben – beherzige den Satz „das Vergnügen war ganz auf meiner Seite“. Und wenn du das kannst: Sorge dafür, dass du zu der geheimen Geilheit vordringst, die in den Köpfen deiner Leserinnen schlummert. Wenn du die Schammauer durchbrichst, treten sie hervor, und dann können sie – nach einer Weile – alles, was du schreibst, so genießen, als würden sie es selbst erleben.

Ein erotisches Tagebuch ist unerhört …

Ein eher schüchterner Versuch ... manche Träume sind viel heftiger ...
Ein erotisches Tagebuch zu führen, gilt als unerhört und befremdlich, und dennoch wäre es eine überaus sinnliche Variante in deiner Themensammlung. Ich habe einmal eine Frau gekannt, die ihre sinnlichen Wünsche und Begierden tatsächlich in ein Tagebuch schrieb. Eines Tages besuchte ich sie, und sie gab vor, noch etwas für das gemeinsame Abendessen besorgen zu müssen. Ihr Tagebuch, sonst immer im verschließbaren Erotik-Bücherschrank, lag nun offen vor mir, und es war offensichtlich, dass ich es lesen sollte, um ihre erotischen Wünsche kennenzulernen. Und bevor ihr fragt … es kam nicht zu einer erotischen Begegnung. Ich gab vor, das Tagebuch nicht gelesen zu haben, und irgendwie schien sie froh darüber zu sein, dass sie diese (sehr heftigen) Wünsche nicht in die Realität umsetzen musste.

Tägliche Masturbations-Fantasien dokumentieren ...

Ich las gerade von einer noch sehr jungen Frau, die vorschlug, täglich die eigenen Masturbationserfahrungen und die Situationen dabei zu beschreiben, über die sie fantasiert. Nun, sie schlug vor, das Tagebuch nach einiger Zeit einem Mann zu schenken, um ihn zu animieren, die Szenen mit ihr „in Real“ zu erproben. Ein Schelm, wer etwas Schlechtes dabei denkt.

Realistische Schilderungen oder wilderotische Fantasien?

Erotische Tagebücher, ob real oder in der Fantasie, waren in der Vergangenheit schon häufiger als sinnliche Werke im Handel. Manchmal als reine Fantasien, mal als realistische Schilderungen der erotischen Gefühle und Handlungen. Beide Formen haben ihre Leserinnen und Leser - und zu Zeiten der E-Books haben sie eine neue Popularität erreicht.

Bei den realitätsnahen Tagebüchern kannst du neben der Erotik auch noch andere Tagesereignisse und etwas Humor einarbeiten. Das wirkt immer sehr positiv auf Leserinnen, die sinnlich interessiert sind, die aber nicht jede Fantasie mögen.

Manche andere Leserinnen kannst du vor allem damit ansprechen, besonders heftige Fantasien zu schildern, die in der Realität kaum zu verwirklichen sind. Diese Leserinnen haben selbst extreme geheime Lüste, und sie sind glücklich darüber, sie mit den Fantasien deiner Figur teilen zu dürfen.