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Oh, wie geht eigentlich „blasen“ wirklich?

Blasen, Fellatio, Lutschen ... da ist die Stelle, an der du nicht weiterkommst, nicht wahr? Die meisten Autorinnen (oh ja, und auch Autoren) sind nicht auf allen Gebieten erfahren, und nicht alle, die erfahren sind, lieben ihre Erlebnisse. Ja, manche haben sie verdrängt. Einen Penis im Mund zu haben ist nicht dasselbe wie ein Schokoladeneis mit Sahne im Mund. Und dann fragst du eine Freundin, von der du glaubst, sie weiß es. Vielleicht verläuft dien Gespräch dann so:

„Wie lange ist es her, dass du einen Sch… …geblasen hast?“
„Darüber rede ich nicht.“
„Aber du hast?“
„Jede hat es doch mal getan, oder?“
„Ich frage aber dich!“
„Du willst nur wissen, wie es ist, oder?“
„Kann sein.“
„Und dann schreibst du darüber?“
„Vielleicht … ich will genau wissen, was dabei passiert.“
„Warum versuchst du es nicht selbst?“


Der Bananenversuch - nicht wirklich hilfreich
Tja, und das ist genau der Punkt. Aber zu deiner Geschichte gehört nun mal, dass deine Figur genau schildert, wie das geht, aber vor allem, wie es ihr dabei ergangen ist. Und selbst, wenn du eine Freundin findest, die es getan hat und sich gut daran erinnert, dann ist immer noch die Frage, ob sie dir dazu auch Einzelheiten erzählt. Du weißt das sicher aus der Psychologie für Anfänger: Wenn du etwas nicht gerne machst oder dich sogar ekelst, dann verdrängst du es manchmal. Und wenn das alles wieder hervorgeholt wird, dann können die Gefühle überkochen, und du hast eine verzweifelte Freundin, aber weißt immer noch nichts. Also: Wenn du jemanden triffst, der freizügig über Fellatio reden kann, dann frag sie nach allen Einzelheiten aus. Wahrscheinlich wirst du abwechselnd rot und bleich werden, aber es ist eine angenehmere Lehrstunde, als der Versuch am Lebenden Objekt.

Allerdings wirst du kaum Frauen deines Lebensumkreises finden, die in diesem Punkt mitteilsam sind. Da könnte ich dir auf die Sprünge helfen.

Es geht um folgende Umstände:

Sieben Tatsachen, die du vom Fellatio wissen musst

1. Wie kann ein Penis aussehen? Denk an den schlaffen, halb erigierten und vollständig erigierten Zustand.
2. In deiner Welt sind voraussichtlich die meisten Penisse unbeschnitten. Da heißt, beschäftige dich mit Eichel und Vorhaut.
3. Die meisten P-Seiten zeigen ganz ordentliche Blowjobs (Fellatio, Blasen). Das kannst du verwenden, um das Optische zu beschreiben. Denk aber dran, dass die meisten „gewöhnlichen“ Männer zu Anfang keinen vollständig erigierten Penis haben.
4. Die Technik lässt sich in Foren nachlesen. Lippen und Zunge sind immer daran beteiligt, die strategisch günstigsten Stellen werden dort auch genannt.
5. Nun kommen die Gefühle an die Reihe. Sie schwanken zwischen Ekel und Lust – und zu Anfang überwiegt meist Ekel. Doch es gibt mehr über die Gefühle zu sagen, weil sie nicht nur im Kopfkino, sondern ganz real stattfinden. Da treffen Nerven auf Nerven und Haut auf Haut, und zumindest für die beteiligte Frau ist höchst ungewöhnlich, was die dabei empfindet.
6. Wenn du wirkliche Gefühle schildern willst, dann achte darauf, wie die Frau auf die Änderungen reagiert, die sich am Penis zeigen, während sie Fellatio ausführt.
7. Wenn Fellatio „komplett“ oder „total“ ohne Kondom ausgeführt wird, gibt es mehrerer Möglichkeiten, mit dem Ejakulat umzugehen. Beschäftige dich damit, wenn du wirklich an der Schilderung der dabei aufkommenden Gefühle interessiert bist.

Am Ende … wirst du eine Expertin ohne Praxis sein – so, wie die meisten Autorinnen und Autoren.

Der Moment der Wahrheit: Wenn sein Slip herunterkommt

In den erotischen Romanen und Erzählungen aus der viktorianischen Zeit steht oftmals eine reife, schöne Gouvernante im Mittelpunkt, die einen meist aufsässigen jungen Mann erzieht.

Dazu gehört auch, ihn wegen seines Fehlverhaltens nachdrücklich zu bestrafen. Solche Szenen sind sehr schwer zu beschreiben, zumal die meisten Autorinnen mit einer Züchtigung wenig Erfahrung haben – und zwar weder aktiv noch passiv. Um daraus dennoch ein erregendes literarisches Erlebnis zu machen, sollten Sie eher auf die Umstände achten, unter denen der Jüngling bestraft wird als auf die Schläge, die seine Haut treffen und die heftige, aber oft unkontrollierte und schwer beschreibbare Reaktionen auslösen.

Faustregel für Sie: Die Vorbereitung ist leichter zu beschreiben als die Ausführung

Faustregel: Während einer Bestrafung sind die Gefühle des Bestraften (ob erotisch oder nicht) nur schwer beschreibbar, da Botenstoffe seine/ihre Wahrnehmung einschränken. Das ist völlig normal. Zuvor und hernach allerdings sind Gefühle wie Scham, Demut, Zorn und psychosomatisch deutlich erkennbare Nervosität an der Tagesordnung, und in der Regel werden diese Gefühle auch gut erinnert.

Die bekanntesten Prozedur, die in der Folge einer Züchtigung üblich sind, besteht im Dank für die gerechte Strafe und in der anschließenden reuigen Selbstbesinnung, dem „Eckenstehen“. Beide sind scham- und schmachvoll und sie werden nicht überall verwendet, weil sie nicht immer zur Rolle des Gezüchtigten passen.

Wesentlich einfach ist, sich mit dem zu befassen, was seit Jahrhunderte in der sexuell motivierten viktorianischen Literatur und anderen erotischen Schriften geradezu liebevoll gepflegt wird: das schamvolle Ausziehen.

Diesen Text fanden wir in einem unveröffentlichten Manuskript, das nicht aus viktorianischer Zeit stammt, sondern die Prozedur nachbildet. Der „Jüngling“ kann dabei zwischen 18 und 38 Jahren sein - die Lust an der Züchtigung durch eine reife Damen ist nicht zwingend an das Alter gebunden.

Vom Eintritt in dein Reich bis zur letzten Hülle

Schon, wenn der Jüngling durch das Eingangsportal tritt, werden seine Gefühle mit großer Wahrscheinlichkeit von Wogen durchzogen, und eine fiebrige Grundstimmung wird seinen Sinn beherrschen. Auf der einen Seite möchte er von der Last seiner Schuld befreit werden, will bereuen, was er tat und andererseits kämpft er mit seinem Stolz. Er befürchtet, vor Schmerz und Erniedrigung Tränen zu vergießen, und möchte doch deren erlösende Kraft verspüren. Vor allem aber weiß er, dass er sich schämen wird, und die vor einer Dame, die er, falls er sie unter anderen Gegebenheiten getroffen hätte, heiß begehren würde.

Ich denke, du kannst dir nun ein ungefähres Bild machen, wie es dem jungen Mann ergeht, doch weiß er meist noch nicht, wie sich seine Psyche von der eine gestandenen Mannes in die eines ängstlichen Jungen zurückverwandeln wird. Wenn er dich das erste Mal in dieser delikaten Angelegenheit konsultiert, wird sein Herz so hoch schlagen, dass er nach Worten ringt, seine Hände feucht sind und sein Gesicht eine erbliche Rötung aufweist. Er weiß natürlich, dass er gezüchtigt werden will und auch, dass er keinen anderen Ausweg mehr gibt, als durch diese Kur besänftigt zu werden. Doch das sagt sich nur der Erwachsene in seiner Seele, während sich der scheue, nervöse, über alle Maßen beschämte Jüngling in ihm die damit verbundenen Schmerzen und Erniedrigungen fürchtet.

Am besten ist, wenn du die ganze Prozedur in dein Boudoir verlegst, oder in einem anderen Raum, der betont feminin eingerichtet ist, denn dies verstärkt die Wirkung. Eine Umgebung, die einem Herrn fremd ist und ganz und gar von Weiblichkeit geprägt – das verwirrt ihn. Schließt sich die Tür hinter ihm, so weiß er, dass es keinen Weg zurück gibt, und du kannst sicher ein, dass ihn dies in vielfältiger Weise erregt, weil er dir und dem Raum ganz und gar ausgeliefert ist. Wenn du den Effekt verstärken willst, kannst du den Raum einfach abschließen.

Ich will hier nicht alle Möglichkeiten der Rollen erörtern, sondern nur jene, in der eine durchaus damenhafte Erzieherin oder Gouvernante mittleren Alters auf einen jungen, ausgesprochen gut gekleideten „jungen“ Herrn trifft, der, wie ich schon schrieb, in seinen 20er oder 30er Jahren sein kann. Ich verhehle nicht, dass es auch Herren höheren Alters gibt, die sich gerne zu einem kleinen, unartigen Jungen zurückverwandeln lassen wollen.

(… wir übergehen die Prozedur des Auskleidens durch den Herren selbst oder durch eine Bedienstete und widmen uns dafür ausführlich einem kurzen Augenblick, in dem der Herr plötzlich als junger, unsicherer Mann in seiner Unterhose dasteht.)

Ein zuvor vornehmer Herr steht nun im Slip vor dir

Schamvoll im Wechselbad der Gefühle bei der Gouvernante
In diesem Moment ist der Herr aufs höchste Verunsichert, und ich nenne ihn deshalb den „Moment der Wahrheit“. Denn bis zu diesem Zeitpunkt gab es für ihn noch die Möglichkeit, innerlich auszuweichen. Zwar liegt der größte Teil seiner Haut nun frei, und er kann Hitze, Kälte, Berührungen und Schlägen nicht mehr ausweichen. Aber er behält noch den letzten Teil seiner Würde, indem seine intimsten Körperteile weiterhin verschlossen unter dem Bauwollstoff liegen. Das, was er seine Unterhose nennt, ist nun keine Unterhose mehr, sondern seine einzige Hose, die ihm noch etwas Schutz bietet. Du kannst an seinem Schweiß, seinem Atem, seiner Gesichtsrötung und seiner Haltung sehen, wie angespannt er ist. Und in seinem Inneren wüten die Zweifel an sich selbst und der Situation, in der er sich befindet. Eine schöne Frau, äußert attraktiv, sehr begehrenswert aber unnahbar wird ihn abstrafen wie einen unartigen Jungen.

Bisher weiß der Herr nicht, ob er sich den Slip, der ihn noch schützt, selbst ausziehen darf oder ob du es tun wirst, und allein dieser Umstand wird seine nervöse Erregung noch weiter steigern. Dazu trittst du nun vor und legst spielerisch deine Zeigefinger der rechten und linken Hand unter den den Gummizug, ohne hinzusehen. Nun ahnt er, dass du ihm das letzte, verhüllende Höschen selbst ausziehen wirst, und er wird sich wünschen, vor Scham im Boden zu versinken. Damit er dieses Gefühl noch eine Weile kultivieren kann, wander deinen Finger nun um die gesamte Hüfte und heben das Band ein wenig an. Bisher glaubte er noch, dass du es ihm einfach machen würdest: ein Ruck, und das Höschen käme herunter. Doch dass Speil diener Finger Finger unter dem Gummizug zeigt ihm, dass du allein den Zeitpunkt bestimmen wirst, indem du ihm seines Schamblatts berauben wirst. Nun kannst du noch weitere Finger unter den Gummizug legen, um das Spiel voranzutreiben.

Denke immer dran: er wartet darauf, dass endlich „etwas passiert“, und je länger du dies verhinderst, umso mehr steigert sich sein Eindruck, dir restlos ausgeliefert zu sein. Seine heftigsten aber Gefühle schwanken zwischen der Furcht vor dem Kommenden und der Hoffnung, es möge nun bald beginnen.

Nach und nach kannst du den Gummizug spielerisch nach unten ziehen, wobei du die Hinterseite bevorzugen solltest, damit die wirklich schamvolle Entblößung von Penis und Hoden nicht vorweggenommen wird. Sobald du seine Pobacken zur Hälfte freilegst, wird er sich etwas erleichtert fühlen – und du kannst sie erst einmal wieder verdecken, um ihm anzuzeigen, dass du dir Zeit nimmst. Und die Gefühlswogen, die bereist besänftigt erschienen, kommen nun erneut auf

Wieder und wieder gleiten deine Finger unter den Gummizug, mal hinten, mal vorne und mal von der Seite. Er wird sich fragen, wo du endgültig ziehen wirst und was du zuerst entblößt. Ist es der erwartungsfrohe Po, der schon lange auf die Behandlung wartet oder die peinliche Vorderseite?

Wenn du lange genug Katz-und-Maus damit gespielt hast, ziehst du ihm den Slip einfach mit einem scharfen Ruck herunter, so dass sich die Innenseite nach außen kehrt. Allein dies ist für die meisten Herren ausgesprochen peinlich, und manche von ihnen schämen sich dabei wahrhaftig in Grund und Boden.

Nun wird es Zeit, mit der eigentlichen Prozedur zu beginnen, die so vielfältig gestaltet werden kann, dass ein ganzes Buch nicht ausreichen würde, um sie zu beschreiben.


Hinweis: Beim Bild handelt es sich um eine abgewandelte, anonyme Illustration, die gegen 1950 entstanden sein dürfte.

Pegging ist eine mentale Frage

Nicht die Nacktheit ist wichtig, nicht die Technik - sondern allein das Gefühl
Pegging (1) ist ein beliebtes Thema – und die Frage ist nicht nur: Wie kann ein Mann erreichen, dass die Frau ihn mithilfe eines Analdildos penetriert. Die Frage kann auch sein, warum sie es will – und natürlich, wie sich beide zuvor, währenddessen und hernach fühlen.

Was Sie tun können: Schildern Sie die Machtgelüste, die sich in der Frau aufbauen, ihren Stolz, endlich einmal der aktive Teil in der Penetration zu sein, und sich nicht allzu viel um „seine Gefühle“ zu scheren. So, wie es die meisten Männer tun, wenn sie Frauen penetrieren. Wenn Sie für Frauen schreiben: Sorgen sie dafür, dass in Ihren Worten „rüberkommt“, wie toll das Gefühl der Macht ist, und wie es sich „anfühlt“ jemanden völlig zu beherrschen. Selbstverständlich muss der Mann all dem zustimmen, beispielsweise, weil er sich ein lustvolles Erlebnis davon verspricht.

Interessant ist auch, die Gefühle zu schildern, wenn alles vorbei ist. Aus der Sicht des Mannes: Er hat soeben etwas erlebt, das im vorher ausgesprochen entehrend erschien, und er entwickelte dabei heftige Gefühle aller Art, die er erst einmal verarbeiten muss. War er eben noch „befüllt“ und mit seiner Geilheit beschäftigt, so fühlt er sich nun leer, und er schämt sich vielleicht, weil es ihm so viel Freude gemacht hat.

Die meisten Männer glauben, sie könnten Frauen auf die eine oder andere Art beherrschten, und sich Lust und Sex erschleichen. Wenn Sie beherrscht werden, oder Frauen ihre Lüste oder Bedürfnisse mit ihrer Hilfe befriedigen, werden Männer verwirrt.

Allein diese Frage erlaubt Ihnen, das Thema seitenlang aus der reinen Perspektive von Wünschen, Gefühlen und Nachgedachten über die eigene Rolle auszubreiten.

Sie werden feststellen, dass der „aktive sexuelle Teil“ keine allzu große Rolle spielt – viel wichtiger sind Vorbereitungen, Überraschungseffekte und Nachgedanken. Egal, ob Sie eine Frau oder ein Mann sind - schreiben Sie über das, was sie empfinden würden, wenn Sie eine der Figuren wären. Denn das wissen Sie wahrscheinlich. Und legen sie jede Faser ihrer Fantasie frei, um die Geschichte eindringlich wirken zu lassen.

(1) Pegging: Penetration des Mannes durch eine Frau mit Hilfe eines geeigneten Instruments.

Geschriebene Pornografie und Erotik

Der innere Konflikt muss überwunden werden
Genau genommen ist Pornografie die sinnentleerte Aneinanderreihung sexueller Handlungen, die sich vom Alltagsleben loslöst. Das Ziel ist stets, schnell zu einer möglichst gewagten, sehr intensiven sexuellen Erfüllung zu kommen. Eine Autorin schreibt darüber:

Der Weg vom Treffen bis zum Vögeln ist glatt und verläuft direkt, mit sehr wenigem (wenn überhaupt irgendwelchen) Unterbrechungen auf dem Weg dahin.


Pornografie kommt ohne Konflikte aus

Was Pornografie nahezu völlig fehlt, ist die Bereitschaft, mit Konflikten zu arbeiten. Nahezu jede Beziehung, auch die leidenschaftlichste und spontanste, muss zunächst einige Hemmungen überwinden, die vor allem im Kopf der Protagonisten vor sich gehen. Frauen fragen sich oftmals: „Bin ich eine Schlampe, wenn ich sofort einwillige, mit ihm zu vögeln?“ Und Männer, die meist weniger empfindsam sind, fragen sich wenigstens noch, in welche Gefahr sie sich begeben, wenn sie sich auf die spontane Begegnung mit einer Frau, einem Paar oder einem Mann einlassen. Die aktuellen Werke, in denen SM-Praktiken vorkommen, stecken voller Konflikte – und nur wenige davon werden ehrlich und vollständig beschrieben.

Auch in erotischen Werken kommen Konflikte oft zu kurz

Das liegt ohne Zweifel auch daran, dass sich sehr wenige Autorinnen (oder Autoren) vorstellen mögen, wie hoch die Hürden für einen wohlerzogenen Mann sind, eine Frau auf deren Wunsch zu züchtigen. Oder wie es für einen gestandenen Mann sein mag, sich erniedrigend feminisieren zu lassen. Ich finde, niemand sollte sich „Autorin“ oder „Autor“ nennen, der nicht die Kraft und die Fähigkeit hat, sich in andere hineinzuversetzen.

Schildern Sie den "inneren Konflikt"!

Nahezu jeder Liebesroman lebt von mindesten einem inneren und meist mehreren äußeren Konflikten. Diese Konflikte sind (und das macht den Liebesroman so einfältig) ind er Regel konstruiert, das heißt, sie berühren uns zwar, werden aber dennoch als Märchen empfunden. Im erotischen Roman müssen Konflikte gar nicht erst konstruiert werden: Sie ergeben sich aus der Ausgangslage, etwas sehr Gewagtes oder Ungewöhnliches mit jemandem zu tun, der eigentlich dafür nicht infrage käme. Der „innere Konflikt“ entsteht ja bereits aus dem, was „das Mäuschen im Ohr“ sagt:


- Mach dich rar.
- Biete dich niemals an.
- Tu nichts, was du bereuen könntest.
- Du bist verheiratet – tu’s nicht.
- Man züchtigt keine Menschen.
- Homoerotische Kontakte sind Tabu.
- Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.

Kurz: Der Konflikt zwischen „Gefahr“, „Risiko“ und „Chance“ ist allgegenwärtig, und er kann, soll und darf die Geschichte bestimmen – die erotischen Höhepunkte werden dadurch nur umso intensiver.


Denken Sie daran, dass ihre Leserinnen (und sogar Ihre Leser) Hemmungen haben und sich Konflikte vorstellen können, die aus sexuellen Abenteuern entstehen. Sie werden diese Konflikte mit Ihren Figuren durchleben – und sich am Ende an ihrer unendlichen Wollust erfreuen, die ihnen das Abenteuer erbracht hat.

Bild: nach einer französischen Illustration

Der Teppichklopfer in zarter Hand und auf zarten Popos

Auf Märkten verkaufen Korbmacher noch heute "Ausklopfer"

Der Teppichklopfer in zarter Hand - das ist ein Thema für Retro-Schmerzlust. Meist waren es Frauen, die dieses Instrument der Züchtigung führten - und oftmals waren es junge Frauen, die von ihnen geschlagen wurden. Natürlich war dies nie wirklich sinnlich - und aus heutiger Sicht sogar höchst bedenklich. Was manche Damen allerdings nicht hinderte, später ein Spiel daraus zu machen. Doch wie war das eigentlich alles? Und kann man heute noch nachvollziehen, wie jemand "ausgeklopft" wurde wie ein Teppich?

Erinnert ihr euch noch an den Teppichklopfer? Es gibt ihn heute noch bei Korbmachern, auf Wochenmärkten und manchmal sogar noch in einem Haushaltwarengeschäft. Wie ihr euch denken könnt, war er dazu gedacht, einen Teppich auszuklopfen. Man legte ihn dazu über eine Teppichstange im Hof, schlug mit dem Teppichklopfer kräftig auf beide Seiten des guten Stücks ein, und nahm ihn schließlich wieder von der Stange, um ihn wieder in die „gute Stube“ zu legen. Im Winter konnte man den Teppich auch in den Schnee legen, dann wurde er ebenfalls ausgeklopft und man konnte dann sehen, wie viel Staub später im Schnee hängen blieb.

Der Ausklopfer als Verlegenheitslösung bei Züchtigungen

Die Dienstmagd schwang den Ausklopfer - die Hausherrin nahm ihn nicht einmal in die Hand
Mancher hat den Teppichklopfer auch in einer ganz anderen Funktion kennengelernt, denn er war ein beliebtes Mittel, um den „Popovoll“ kreativer zu gestalten. Wie kaum ein anderes Instrument der Züchtigung, von der Wiedenrute vielleicht einmal abgesehen, was der Teppichklopfer das Instrument der Frau, wenn es galt, die körperliche Züchtung zu verschärfen und nachdrücklichere Wirkungen zu erzielen. Denn so viel wussten Mütter, Erzieherinnen, Gouvernanten und andere „Vollzugspersonen“: Die flache Hand auf dem Po der Tochter oder des Sohnes schmerzt auf Dauer mehr die Pobacken selbst.

Da war es natürlich vorteilhaft, dass sich die Damen mit dem Teppichklopfer, auch „Ausklopfer“ genannt, gut auskannten. Denn andere Instrumente zu führen, etwa einen Ledergurt, eine Klopfpeitsche oder einen Rohrstock, war ihnen eher nicht geläufig. Und so zog er eben in die schmerzhafte Erziehung ein, der „Ausklopfer“, der seither manchen Po markierte. Eine kleine Anekdote am Rande will ich noch erzählen: Zu früheren Zeiten war es üblich, die Tochter mit allerlei Haushaltsgegenständen im Mini-Format zu beschenken, so auch mit einer Miniaturausführung des Teppichklopfers. Und dabei entdeckte manche Erzieherin, dass sich dieser Ausklopfer viel besser für den Po der jungen Damen eignete als der Ausklopfer der Hausfrau, der deutlich schwerer zu führen war.

Wie wirkte eigentlich der Teppichklopfer?

Ein Ausklopfer hat eine durchbrochene Fläche, die der Luft relativ wenig Widerstand entgegensetzt. Da der Schaft sehr flexibel ist, gewinnt der Teppichklopfer beim Schlagen an Geschwindigkeit und trifft mit großer Wuchte auf den Teppich auf – allerdings fängt die durchbrochene Fläche dann den Schlag wieder ab, sodass der Teppich zwar ausgeklopft, aber nicht zerstört werden kann.

Wenn du dir nun vorstellst, dass sich dies auf den Po ungefähr genauso auswirkt wie auf den Teppich, dann kannst du ermessen, wie sich die Strafe auf dem Po und im Kopf anfühlt. Die Erniedrigung ist groß, weil mit einem Haushaltsgegenstand geschlagen wird, der Schmerz liegt im mittleren Bereich und wird zunächst wegen der flächigen Verteilung nicht als extrem wahrgenommen. Auf Dauer jedoch wird derjenige, der die Schläge empfängt, ein deutliches Brennen verspüren, zumal, wenn so heftig zugeschlagen wird, dass noch lange sichtbare und fühlbare Muster (durch die geflochtene Struktur) entstehen. Aus Erfahrungsberichten geht auch hervor, dass es auf die Stellung ankommt, die jemand einnimmt, wenn er mit dem Teppichklopfer gezüchtigt wurde – und natürlich, wie immer bei Züchtigungen, ob die Schläge aufs Höschen oder auf den nackten Po niedergingen.

Die Lust am Teppichklopfer

Teppichklopfer werden gelegentlich noch für erotische Strafspiele verwendet. Dabei versuchen die Partner, an die Spannung und Beschämung anzuknüpfen, die sie als Kinder empfundene haben. Allerdings geben sich heutzutage immer mehr Menschen der spielerischen Strafe hin, die in Jugendzeit niemals solche Erfahrungen machen mussten. Das ist auf die Situation zurückzuführen, die meist als extrem skurril empfundenen wird: hier die Person, die ein Haushaltsgerät führt und sich damit auf die Stufe einer Bediensteten stellt (eine feine Dame hätte niemals mit einem Haushaltsgerät gezüchtigt). Dort die Person, die sich nach Art eines Kindes, eines Internatszöglings oder eines Backfisches (1) in die Position der (manchmal auch des) Bestraften begibt. Was nicht heißen soll, dass nicht auch diese Konstellation ihre Reize hat – ein wenig frivole Retro-Erotik liegt in fast allen Spielen, die mit der erotischen Züchtigung unter Erwachsenen zu tun haben.

(1) "Backfische" der damaligen Zeit waren alle Frauen vor ihrer Verlobungszeit.