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Den Kelch der Liebe entdecken

"Den Kelch der Liebe entdecken" ist eine erotische Kurzgschichte in 100 Wörtern, in der Genitalien mit keinem Wort erwähnt werden.

Sie platzierte ihre Beine mit abgewinkelten Knien so, dass mein Blick auf ihre rosige Blüte fallen musste. Ich schwieg. „Gefällt sie dir? Sieh mal, wie sie aufblüht für dich. Sag, dass du sie magst!“
„Sie ist schön.“
„Sonst nichts? Merkst du nicht, wie sie duftet?“„
„Oh doch, ich mag den Duft.“

„Warum kommst du mir dann nicht näher?“
Ich trat näher und sah ihr in die Augen.
„Geh auf die Knie. Wenn du sie magst, dann zeig mir, wie du sie verehrst!“

Sie lehrte mich schnell, wie man den süßen Kelch der Blüte verehrt. Und ich wurde ihr gelehriger Schüler.

Das Bekenntnis einer Cougar

Dies ist die Geschichte einer Cougar – wir wissen nicht, ob sie wahr ist oder nicht, aber sie wurde uns von einer Dame erzählt, bei der alles passt: Alter, Schönheit und ein Schuss Frivolität. Wir haben die bewährte Feder von Isidora genutzt, um die Geschichte nachzuerzählen.

Wie viele Männer ich hatte? Das tut nichts zur Sache. Ich erzähle euch lieber, wie ich den süßen, schüchternen Jungmännern dazu verhelfe, in den feuchten Märchenwald der Lust einzutauchen. Und weil ihr fragt: Oh ja, ich habe eine ganze Sammlung davon. Denn ich bin die Märchenfee, die dem Jungmann seinen geheimsten Wunsch erfüllt: endlich mit einer schönen, reifen Frau intim zu werden.

Ihr kennt diese Männer. Sie studieren hart, sitzen nächtelange über Büchern, wissen etwas über Philosophie, Shakespeare, Mathematik und Algorithmen. Sie haben keine Zett zum Duschen, keine Zeit, sich chic anzuziehen, ja nicht einmal Zeit, richtig gut zu essen. Und sie hatten nie Zeit, ihre „Jungmannschaft“ zu verlieren. An niemanden.

Oh, ich kann über alles sprechen, und das erfreut sie. Mit einer schönen Frau zusammen zu sein, die ihre Sprache spricht. Das ist mein Geheimnis. Sie fragen nicht nach meinem Alter, und bitte – fragt mich auch nicht. Selbstverständlich sagen sie artig „ja“, wenn ich sie einlade. Und dann versuchen sie auch, etwas Hübsches anzuziehen und duschen sich. Meistens wissen sie gar nicht, was sie erwartet. Oft versprechen sie sich nur eine Fortsetzung eines wundervollen Gesprächs.

Doch sie werden mehr bekommen, viel mehr. Ich mache sie glücklich. Ich bin ihre Erlöserin. Ihre Augen strahlen, wenn sie zu mir aufsehen, während ihr Lippen meine Brüste küssen dürfen. Sie sind so süß, wenn sie merken, dass ich es ihnen nicht verwehre, nutzen die günstige Gelegenheit.

Ich trage Blusen zum Aufknöpfen. Es entspricht am besten ihren Fantasien: Sie wollen die Knöpfe lösen, um die Brüste darunter zu entdecken. Und dazu weite, knielange Röcke. Das inspiriert sie. Jungmänner mögen Frauen, die Röcke tragen. Und natürlich trage ich ein Höschen, das sich seidenweich anfühlt. Die Sache mit dem Höschen ist wichtig. Wenn ich es langsam herunterziehe, sehen sie zum ersten Mal aus der Nähe, wovon sie immer geträumt haben: den geheimnisvollen Ort, der die Liebe erst schön macht. Ein Ort, der bereits für sie ist, der auf sie wartet. Das ist nicht der Ort, den sie schon einmal auf YouPorn gesehen haben. Das ist ein realer, weicher Landeplatz mit einem wundervollen Duft. Wenn sie ihn sehen und befühlen dürfen, wollen ihn die meisten Jungmänner küssen. So, als wären sie endlich am Ziel ihrer Reise angelangt.

Manchmal muss ich sie dran erinnern, dass es noch mehr an mir zu entdecken gibt, viel, viel mehr. „Schau mich an … entdecke alles an mir … wie fühlst du dich? Magst du es? Du willst doch noch mehr, oder?“

Nein, nein … das, was du jetzt tust, ist nicht dein Ziel. Du genießt es, wie ich dir dir Gelegenheit biete, und das ist nicht schlecht. Aber du weißt nicht recht, wohin mit deinen Händen … das merke ich doch. Deine Hände gehören mir, also lass sie weg von „ihm“. Dies hier ist das richtige Leben. Du willst es och nicht wahrhaben. Aber ich bin hier, ich bin real, und ich will es wirklich. Schon komisch, wie die Jungmänner zögern.

„Ja“, sage ich. „Ich will es jetzt und ich will es hier. Sofort. Du hast doch keine Angst vor mir?“ Ich öffne meine Schenkel dabei ein wenig. Ein sanftes, unterdrücktes Stöhnen macht sich jetzt gut. So etwas erwarten sie einfach. Und dann hauche ich noch: „Geh sanft mit mir um, bitte.“ Dann glauben sie, ich wäre selber ein wenig ängstlich, und sie vergessen ihr Unerfahrenheit. Was dann kommt? Die Hälfte der Jungmänner ist so aufgeheizt, dass sie sich sofort ergießen. Aber das muss ja nicht das Ende sein, wie du sicher ahnst.

Ich lasse hier mal etwas weg, dies ist ja kein Lehrgang, wie du am besten einen Mann entjungferst. Aber ich flüstere dir noch etwas ins Ohr: Sage nie einem Jungmann, dass du ihn für einen Jungmann hältst. Schenk ihm einfach alles, was du ihm schenken kannst … und so viel verrate ich dir: Mit jedem Mal wird die Sache auch schöner für dich.


Wir weisen darauf hin, dass diese Story "entschärft" wurde. Wenn du sie benutzen willst, um sie zu erweitern , gib bitte die Quelle an.

Spontanes Lust-Spiel in der U-Bahn

Bleib kühl, auch wenn dir heiß wird ...
Dies ist eine Geschichte über die Vorstellung, dass mein Gegenüber ein Voyeur ist, der sich nicht traut, ein Voyeur zu sein. Es ist nicht meine Geschichte, sondern nur eine spontane Idee, die mir in der U-Bahn kam. Die jungen Männer spielten mit ihren Handys, die alten Frauen saßen stocksteif in ihren grauen Klamotten herum und blickten ins Leere. Und niemand interessierte sich für den anderen.

Wenn ich in die U-Bahn eintsteige, folgen mir viele Augen. Auch deine Augen, da bin ich sicher. Wahrscheinlich versuchst du, mich in dem Glauben zu lassen, du würdest mich nicht beobachten. Du bist solche einer. Ein braver Junge, dem seine Mami immer gesagt hat, es wäre nicht fein, Leute ständig heimlich zu beobachten? Du tust gerade so, als würdest du die Station ansehen, in die wir einfahren, nicht wahr? Aber du beobachtest mich.

Du hast ein Buch in der Hand, du Schelm, aber du liest es nicht. Seit mindestens zwei Haltestellen hast du keine Seite umgeschlagen. Stattdessen wandern deine Blicke an mir entlang, mal direkt, mal an meinem Abbild, das sich im Fenster spiegelt.

Na, wenn du es so willst … ich werde dir eine kleine Freude machen. Ich schiebe mal die große Handtasche so auf meinen Schoß, dass du nichts sehen kannst, was dahinter geschieht - aber du kannst ja noch meine Augen sehen. Das dürfte reichen. Meine Augen suchen deine, aber du weichst mir aus. Macht nichts. Du wirst mich jetzt schärfer beobachten, und das ist gut so. Niemand anders wird bemerken, dass meine Hand untere meinen Minirock gleitet, und auch du kannst es nicht sehen. Aber du siehst meine Augen, meinen Mund und die Bewegung, die du an meinem Arm und meinen Schultern bemerkst.

Du glücklicher … siehst du, wie ich leicht erröte? Ich bin ganz gut darin, schell und heftig zu kommen, und du bist mein einziges Publikum. Die Menschen in der U-Bahn sind mit sich selbst beschäftigt, denken an sich, an ihre Arbeit. Du nicht.

Die U-Bahn holpert über die alten Gleise und Weichen, und ich spüre jetzt jede Bewegung des Zugs, die mich von unten anstupst. Ich muss fast gar nichts mehr tun, um meinen Körper schweben zu lassen, lustvoll auf den Höhepunkt zuzutreiben. Was für ein tolles Gefühl!

Ich sehe dich an, und diesmal weichst du meinem Blick nicht aus. Ich komme für dich, feucht, warm und wonnig. Der Körper zuckt ein wenig, und ein plötzliches Feuer dringt durch meine Adern, das ich bis in die Zehnspitzen fühle. Beinahe hätte ich gestöhnt, beinahe. Niemand außer dir hat diesen schönen Moment mit mir teilen dürfen. Nur du.

Jetzt muss ich aussteigen. Schnell die Finger befreien. Die Hand langsam wieder unter dem Rock hervorholen, den Saum richten, die Tasche ergreifen. Ein Finger ist noch feucht von meiner Lust. Für eine Sekunde denke ich, dass ich damit deine Wange berühren sollte. Ein hübscher Gedanke. Aber ich verzichte darauf und reihe mich ein in die kleine Gruppe von Passagieren ein, die ebenfalls aussteigen wollen, und ich blicke nicht zurück. Vielleicht träumst du heute Nacht von mir. Ich denke, dass es ein sehr, sehr feuchter Traum wird.

Späte Begegnung

Gedanken an den ersten Zungenkuss ...

Sie kommt auf mich zu. Sinnliche, tiefblaue Augen hat sie, und sie durchdringt mich damit, als wolle sie direkt in meine bedürftige Seele schauen.

„Du bist allein?“, fragt sie.
Ich antworte nicht.
„Du hast auf jemanden gewartet, nicht?“
Ich nicke.
„Frau oder Mann?“

Ich sollte empört sein, bin es aber nicht. „Mann“, sage ich leise.
„Willst du ein Glas mit mir trinken? Sieh mal, die Flasche ist noch zur Hälfte voll, und ich könnte sie mit dir teilen … wenn du willst.“

Ich trinke mit ihr. Guter Wein. Teuer. Sie hat Geschmack.
Und sie kann sich gut unterhalten. Tolle Stimme, sehr selbstbewusst. Lächelt bei jedem Satz ein wenig.

„Hast du Vorlieben?“, fragt sie plötzlich, so als würde sie sagen: „Weißt du, wie das Wetter morgen wird?“ Ich ahne, was sie meint. Aber ich frage erst mal, unsicher: „Beim Wein?“

Sie lächelt mich an, sehr offen. „Du weißt genau, was ich meine“, sagt sie mit einem ironischen Unterton, „Du hast dir heute Nacht doch etwas erwartet, oder nicht?“

Mir wird heiß. Ja, hatte ich. Aber so etwas gibt man nicht einfach zu. Also sage ich: „Ja, ein bisschen.“

Wieder lächelte sie. „Und ein bisschen mehr auch, wenn’s geklappt hätte, nicht? Man sieht doch, dass du dich für die Liebe angezogenen hast. Und du weißt auch, wie man sich für die Liebe auszieht, habe ich recht?“

Nun wird mir mulmig. Sie hat in allem, was sie sagt, recht. Jemand sollte mein Lover sein, mehr nicht. Und ich habe mich genau dafür hergerichtet. Ich beschließe, das Gespräch zu versachlichen: „Na ja, es war ziemlich aufwendig, mich so aufzubrezeln, da hast du recht.“

„Du kannst meinen Namen sagen“, lacht die Fremde. „Ich heiße Birgit, aber man nennt mich hier Bibi.“

Ich sage ihr meinen Namen, weiß nicht, warum ich ihr den Kosenamen verrate, muss wohl am Wein liegen: Ich bin Margot … und man nennt mich … Muschi.

„Bibi und Muschi“, lacht Bibi nun, „darauf sollten wir noch ein Glas trinken …“

Na ja, warum nicht. Bibi gießt also noch mal nach, beugt sich zu mir rüber und sagt leise: „Da war noch eine Frage offen, oder? Hast du nun Vorlieben oder nicht?“
„Nicht für so etwas“, sage ich ein bisschen aus der Fassung.
„Nicht für so etwas? Dachtest du etwa … dass ich etwas von dir will?“
Wieder diese Verwirrung. Klar denke ich das. Und nein, es könnte ja auch ganz anders sein. Was sage ich jetzt? Ich frage einfach.
„Ja, eigentlich schon … wäre schön, wenn du mir sagen würdest, was du wirklich willst.“
Sie hält einen Moment inne, als wolle sie direkt antworten, doch dann dann fragt sie etwas Merkwürdiges:
„Bei wem hast du das Küssen gelernt?“
Ich erinnere ich sofort, als hätte mich ein Blitz getroffen. Eine Mitschülerin im Internat. Zungenküsse. Nur zum Lernen, eigentlich. Soll ich es sagen?
„Von einer Frau, aber ich war jung und es war nur … zum Lernen.“
„Aber es war schön für dich, nicht wahr?“

Was war es noch einmal? Mein Mund redet schon, bevor ich mir recht überlegen kann, was ich sagen könnte, um mich aus der Affäre zu ziehen.
„Es war … sehr verwirrend. Aber ich mag nicht davon reden.“
„Du musst nicht reden. Willst du mich küssen?“

Wieder diese abrupte Wendung.

Ich stottere ein wenig. Bibi macht eine Handbewegung in Richtung Bar, wischt das Weinglas vom Tisch, das im Bogen auf meine weiße Bluse zufliegt und mir dann in den Schritt fällt. Dort bleibt es liegen.

Bibi sieht das Malheur, wirkt fürsorglich.

„Oh, wie ungeschickt von mir … ich denke, du brauchst trockene Klamotten. Und duschen willst du sicher auch?“

Alles an mir klebt vor Nässe. Bibi tupft mich mit einem Taschentuch ab. Meine Brüste, meinen Schoß. Ich fühle mich wie ein kleines Mädchen, dem ein Missgeschick passiert ist. Oder doch nicht? Woher kommen all diese Gefühle, die gerade auf mich einstürzen? Bibi zahlt, holt ihren leichten Sommermantel von der Garderobe und legt ihn mir um. Sie verabschiedet sich von der Barfrau. Dunkle Stimme, ein bisschen zynisch. „Eine schöne Nacht noch für dich, Bibi“. Wir gehen schnell aus der Bar, draußen wartet schon ein Taxi. Setzen uns auf den Rücksitz, ich will etwas fragen. Sie legt mir den Finger auf die Lippen: „Frag nichts, genieße einfach alles.“ Sie küsst mich sanft auf die Lippen, und ich will sie zurückküssen, wie damals meine Mitschülerin. Sie wehrt mich ab. „Nicht hier. Wir haben die ganze Nacht Zeit, und es gibt noch viel, viel mehr Süßes, wenn du schön brav bist.“ Die Worte „Süßes“ und „brav“ klingen so merkwürdig exotisch aus ihrem Mund. Ich sollte mich fürchten, aber ich bin neugierig auf das Süße. Wir schweigen eine Weile, ohne uns zu berühren. Der Fahrer biegt in ein Villenviertel ein, fährt bis zum Ende der Straße, bis zum letzten Haus am Waldrand.

Wir steigen aus. Das Taxi fährt weg. Bibi wartet, bis es um die Ecke gebogen ist. „Da unten ist das Tal, siehst du die Lichter der Stadt? Es sind ungefähr acht Kilometer zu Fuß …“ Dann wendet sie sich in die andere Richtung: „Und dort ist mein Hexenhaus.“ Sie zieht einen Schlüssel aus der Tasche und geht wortlos in Richtung der Villa. „Warte“ … rufe ich … und laufe ihr nach.

Kurzgeschichte; © 2016 by Liebesverlag.de