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Thema: der Cuckold-Dreier

Der Dreier mit einem zu Anfang passiven Ehemann (Verlobten, Freund) ist ein durchaus akzeptables Thema - und es wird von manchen Paaren durchaus real herbeigesehnt, aber selten verwirklicht.

Manche Themen müssen sehr differenziert betrachtet werden, vor allem solche, die schon mit einem „Etikett“ behaftet sind, das uns angeblich schriftstellerisch in eine bestimmte, vorgegebene Richtung drängt.

Ein solches Stichwort ist das „Cuckolding“, und gemeint ist der Seitensprung einer Ehefrau, bei dem der Ehemann zusehen darf oder muss, wie sich die Ehefrau von einem anderen Mann sexuell befriedigen lässt.

Das Thema gilt als extrem obszön, und es wird teilweise klischeehaft, brutal und ekelhaft dargestellt. Genau genommen ist das Thema schnell erschöpft: Die Frau präsentiert ihrem Ehemann einen Geliebten, der kräftiger oder „besser bestückt“ ist und demütigt ihn mit dieser Prozedur. Soweit jedenfalls die Pornografie.

Der ganz gewöhnliche Dreier – mit einer Abwandlung

Abseits der „Szene“, aus der heraus solche Geschichten zumeist geschrieben werden, haben wir es mit einem gewöhnlichen „Dreier“ zu tun, bei dem ein Teilnehmer (wenigstens zu Anfang) passiv bleibt.

Für einen literarisch anspruchsvollen Beitrag zum Thema benötigst du einen Konflikt. Mindestens einer der Partner wünscht sich eine Situation herbei, in der er (oder sie) Zuschauer sein darf, wie der andere sich sexuell mit einer oder einem Fremden vergnügt. Solch eine Idee entsteht nicht von heute auf morgen, und um sie überhaupt zu verwirklichen, sind meist Überredungskünste nötig. Der „Knackpunkt“ wäre also, das Thema zwischen dem Liebes- oder Ehepaar überhaupt zur Sprache zu bringen.

Der Vollständigkeit halber will ich hier erwähnen: das alles ist auch bei „gewöhnlichen“ Dreier schwierig.

Normalerweise wächst die Begierde, den Partner beim Sex mit jemand anderem zuzusehen, langsam. Um glaubwürdig zu bleiben, solltest du in die Atmosphäre gewöhnlicher, wenngleich sexuell etwas abenteuerlustiger Ehepaare eintauchen.

Sobald der Gedanke sozusagen „auf dem Tisch“ liegt, wäre die Frage, mit wem er sich ausführen lässt. Auch dabei treten die gleichen „heiklen“ Fragen auf, die auch bei gewöhnlichen Dreiern eine Rolle spielen. Der (die) „Dritte“ muss von den beiden anderen als „Spielgefährte“ akzeptiert werden, sonst geht die Sache schief.

Unterschied: Dreier mit zwei Männern und Cuckold-Dreier

Das Besondere am „Cuckold-Dreier“ ist freilich, dass sich eine der Initiatoren nicht am aktiven Geschehen beteiligen darf. Falls also die Ehefrau mit dem Dritten koitiert, bliebt der (auf seinen eigenen Wunsch) gehörnte Ehemann inaktiv. Praktisch wird dies im Allgemeinen durch Fesselungen bewirkt, da selbst das disziplinierteste Paar nicht sicher sein kann, dass der eigene Partner nicht doch in „irgendeiner Weise“ aktiv wird.

Wichtig ist bei allen Storys, in denen mehr als zwei Personen zugleich agieren, dass du dir darüber klar bist, wie du sie alle „ins Bild“ bringen kannst. Du kannst die Geschichte in der dritten Person schreiben und eher erzählend beobachten, was geschieht. Besser ist, die Story aus der Sicht des aktiven oder passiven Teils des Paares zu beschreiben. Beim traditionellen „Cuckold-Dreier“ empfiehlt sich der gehörnte Ehemann, weil er allein die Möglichkeit hat, die beiden anderen ständig im Blick zu halten. Aber selbstverständlich auch, weil seine Gedanken und Gefühle am interessantesten sind. Alternativ ist es möglich, den Genuss der entsprechenden Ehefrau zu beschreiben, doch dabei gleitet das Thema schnell in reine Lustschilderungen ab. Aus der Sicht des Dritten ist die Sache eigentlich kein Thema, sondern ein sexuelles Abenteuer.

Der „gehörnten“ (Ehe-)Mann sollte immer im Zentrum stehen, denn er ist Leidtragender und Genießer der Szene, und durch ihn kommen die meisten Gefühle in die Szenerie – auch die zwiespältigen.


Nicht von Pornos leiten lassen

Selbst, wenn du „betont erregend“ schreiben willst, solltest du dich von der Szene abgrenzen und die Szeneausdrücke aus Kurzgeschichten, wie „Cuckold“, „Hotwife“ und „Bull“ vermeiden. Solltest du pornografische Videos dazu ansehen: Bedenke, die Kraft der Bilder, erschlägt, die Kraft der Worte löst Begierden aus. Und außerdem: Was du in den meisten dieser Videos siehst, ist wirklich nichts als menschenverachtender Schmutz.

Varianten zum Thema „Cuckolding“

Folgende Varianten kannst du nutzen:

- Der ständige Partner ist für den Lover unsichtbar und kann doch alles beobachten.
- Der Partner darf den Prozess beobachten und wird später gebeten, daran teilzunehmen.
- Der Partner beobachtet aus nächster Nähe den Vorgang, verhält sich aber passiv.
- Der Partner darf alles riechen und hören, ihm werden aber die Augen verbunden.

Die Konstellation „lustbetonte Frau liebt vor den Augen es Ehemannes fremden Lover“ kann variiert werden, zum Beispiel in „… liebt vor den Augen ihres Ehemannes ihre Geliebte“. Ebenso können alle Rollen gewechselt werden, dann schaut die Ehefrau zu, wie sich ihr Mann mit seiner Geliebten vergnügt. Auch die anfangs passive Rolle des Ehemannes kann variiert werden. Sie führt in Erzählungen nicht selten zu homoerotischen Aktivitäten.

Generell leben all dies Geschichten vom Verbotenen, vom Verruchten und von der Lust daran, den „eigenen“ Sexualpartner im Kontakt mit einem anderen Menschen zu erleben.

Vorschläge zum Aufbau der Story


- Wer ist der Initiator?
- Wer erzählt, beziehungsweise aus wessen Sicht wird erzählt?
- Wie erschaffst du die Grundsituation?
- Welche Höhepunkte willst du setzen?
- Was kann (oder sollte) zu einem Glückswandel führen?


Relevanz:

Interessierte Frauen: bei „typischen“ Cuckold-Themen zunächst gering, bei Neigung zu Dominanz oder Voyeurismus deutlich höher, dann zwischen 20 und 50 Prozent, je nach Erzählweise (1).
Interessierte Männer: Unterschiedlich, je nach Rollenverständnis zwischen geschätzten 20 und 50 Prozent (1).


Schreib-Erfahrung:
Für Fortgeschrittene und Schreib-Profis.
Form:
Episoden, Novellen und Romane.
Recherche, Kenntnisse:
Recherche, Fantasie, psychologische Kenntnisse.
Erotische Wahrnehmung:
Sehr unterschiedlich - von absolut abstoßend über "mild anregend" bis "enorm scharf."

(1) Nach eigenen Schätzungen und Unterlagen aus der Erhebungen der „Université du Québec à Montréal an vergleichbaren Themen.

Thema: Der erotische Dreier, beinahe klassisch

Der klassische Dreier - nur gut mit sinnlichen Variationen

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Ein „klassischer Dreier“ besteht aus einem Mann und zwei Frauen. Da der „Dreier“ weder neu noch sensationell ist, empfiehlt sich sehr, ihn mit anderen sinnlichen Themen „abzumischen“. Zudem wird das Thema ständig aus der Sicht der Männer geschrieben, die durch den Dreier angeblich „das doppelte Vergnügen“ haben.

Grundsätze und Voraussetzungen

Grundsätzlich gilt bei Dreiern: Während du im gewöhnlichen Liebesroman wie auch im erotischen Roman zumeist die Gefühle und Aktivitäten einer Person mit einer Zweiten beschreibst, hast du nun drei Personen, die miteinander aktiv werden. Üblicherweise werden solche Situationen entweder erzählend aus der Sicht eines Beobachters beschrieben oder aber aus der Sicht einer einzelnen Person.

Wer erzählt?

Falls du die ICH-Erzählung wählst, ist es em einfachsten, in dieser Konstellation den Mann erzählen zu lassen. Die zweite Wahl wäre die Frau, die ihm näher steht (beispielsweise die Ehefrau), die dritte Wahl die Fremde. Es kann sehr interessant sein, einmal eine Story aus ihrer Sicht zu schreiben, da ihre Position als „außenstehenden“ selten beschieben wird.

Initiatoren und Aktivitäten

Die meisten Dreier beginnen mit der Überlegung eines Hetero-Paares, eine zweite Frau in ihr Sexleben einzubinden. Interessant wäre aber auch, was passiert, wenn ein Mann als Initiator auftritt und sich ein Freundinnenpaar einlädt. Ebenso können neugierige Freundinnen sich einen einzelnen Mann einladen.

Varianten

Das Thema Dreier kann mit SM-Aktivitäten und gleichgeschlechtlichen Kontakten „abgemischt“ werden. Neuerdings wird oft beschrieben, dass eine der Frauen in die Rolle des Mannes wechselt, um dort mit einem sogenannten „Strap-On“-Geschirr aktiv zu werden.

Hintergrundinformationen

Alle Hintergrundinformationen zu Dreiern (Triolen) findet ihr hier bei Sinnlich Schreiben.

Weitere Themenvarianten: Zwei Frauen suchen einen Mann, ein Mann sucht zwei Frauen, ein Ehepaar sucht eine Freundin, eine Frau sucht ein Ehepaar. Zudem können Anklänge an die Bisexualität in die Geschichte eingebaut werden. Falls du die "umgekehrte Konstellation suchst - auch sie wird bei uns gewürdigt.

Interessierte Frauen: bei 40 Prozent. (1)
Interessierte Männer: gegen 85 Prozent.(1)

Schreib-Erfahrung:
Für Fortgeschrittene.
Form:
Kurzgeschichten, Episoden oder Novellen.
Recherche, Kenntnisse:
Recherche und minimale psychologische Kenntnisse sind sinnvoll.
Erotische Wahrnehmung:
Mittel, abhängig von der Darstellung.

(1) Nach Erhebungen der „Université du Québec à Montréal an vergleichbaren Themen“

Komplett überarbeitet und aktualisiert im April 2019.