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Abschied von diesem Blog

Es ist niemals gut, mit seinen Leserinnen und Lesern zu hadern. Also sage ich einfach, dass ich damit aufhöre, für euch zu schreiben.

Ich habe mit „Sinnlich Schreiben“ nicht den Nerv, das Ohr, die Fingerspitzen, die Zungen oder auch Vaginen getroffen. Im Gegenteil, ich rufe hinaus in die Wüste, und nicht einmal die Schakale heulen.

Indem ich dies zugebe, habe ich einige Hundert Arbeitsstunden an ein Publikum verfüttert, dass es offenkundig nicht gibt. Ich weiß nicht, wer ihr seid und wie ihr denkt. Jedenfalls öffnet ihr euch weder für Lob noch für Kritik. Wer schon einmal irgendetwas geschrieben hat, weiß: Am meisten schmerzt, nicht wahrgenommen zu werden. Gegen diesen Schmerz hilft nur, sich der Öffentlichkeit zu verweigern.

In vielen anderen Bereichen ist es mir relativ gleichgültig, ob ich „ein Publikum“ habe oder „mein Publikum“ erreiche, und ich bin mittlerweile resistent gegen Verdächtigungen über meine Motive.

Wer sich aber auf die „Niederungen“ der Erotik einlässt, wird anders betrachtet als der gewöhnliche Autor oder Journalist: Er wird beargwöhnt, nicht dem Guten, sondern dem Schlechten zugewandt zu sein. Denn immer noch ist „das Erotische“ etwas, das mit dem Gedanken an eklige, abwertende oder gar „kranke“ Denkweisen in Verbindung gebracht wird. Und das will ich wirklich nicht.

Es ist soweit: Ich habe die Nase voll, und nicht mit Schupftabak. Ich verabschiede mich nun still und überlasse dieses Blog seinem Schicksal.