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Die Frau, die sich nicht traut - ihn zu fragen

Sie errötet bei der Ausführung - und beim Gedanken errötet jede Frau, oder?
Ob du schreibst oder nicht schreibst: Hast du schon mal stundenlang überlegt, ob du deinen Partner nach etwas sexuell Ungewöhnlichem fragen solltest? Warst du schon mal so verlegen, dass du es einfach nicht gewagt hast?

War es eine sexuelle Praxis, die du schon lange an dir oder an ihm ausprobieren wolltest? War es ein Toy, das du dir ja leicht selber bestellen konntest – aber dann musstest du es ihm ja beichten, bevor du es an ihm einsetzt? Oder er an dir?

Verlegenheit, Angst vor der Reaktion? Und diese Fragen:

Wie könnte ich danach fragen? Was würde er von mir denken?


Die Botschaft für Autorinnen

Nun, was ist meine Botschaft? Ganz einfach. Wenn du oder deine Figur so etwas planen würde (egal, um was es sich handelt), dann würdet ihr (also du oder deine Figur) eine Weile nachdenken müssen. Wie sag ich es ihm? Wann sag ich es ihm? Ist es überhaupt so wichtig, dass wir darüber reden müssen? Kann ich nicht auch „ohne“ leben? Und was, wenn er ablehnt, eventuell sogar brüsk, oder wenn er mich gar verdammt, solche Dinge zu fordern?

Du kannst sicher sein, dass sich viele Frauen schon ähnliche Fragen gestellt haben: Von „darf ich das überhaupt wagen“ bis „wie bringe ich ihn dazu, es mit mir zu probieren?“

Bringe deine Figur nun ins Spiel … lass sie schwitzen, zweifeln und erröten. Spürst du, wie ihre Hände feucht werden, ihr das Blut in die Wangen steigt, sie schnell noch mal aufs Klo geht, weil sie so aufgeregt ist? Ja, sie wird ihn fragen … gleich, wenn er heimkommt.

Bild: Ca. 1936, Illustration, Ausschnitt

Erotik-Autorinnen: Angst ist nötig – mach sie zu deinem Freund

Manchmal hast du Angst, nicht wahr? Vor deinen Gedanken, vor der Entwicklung deiner Geschichte, vielleicht sogar vor deinen Figuren. Und dann hast du wieder Angst vor der Verwandtschaft. Was wir deine Mutter oder deine Tochter sagen, wenn sie erfährt, was du schreibst? Oh, du hast auch Angst vor den Kritiker, die dich als „Schreibe-Schlampe“ ausweisen werden?

Angst ist ein schlechter Ratgeber, aber ist trotzdem unser ständiger Begleiter. Weißt du, was du tun könntest? Mit deiner Angst reden. Immer, wenn sie hochkommt. Sprich zu ihr. Sag ihr vielleicht: „Du, ich schreib hier nur eine Geschichte. Sie wird viele Frauen erfreuen, auch wenn sie vielleicht manche Leute ärgert.

Ich habe noch einen Supertipp: Du hast Angst vor dir selbst, wenn du über Oralverkehr, Analverkehr, Nippelklemmen oder Züchtigungen schreibst? Dann schenke diese Angst mal deiner Heldin, und lass sie damit umgehen. Und dann guckst du einfach mal zu, wie sie damit zurechtkommt. Und du schreibst, und schreibst und schreibst.

Guter Vorschlag? Lass es mich wissen.