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Etwas ging schief – Geschichten über peinlichen Sex

Für wen ist es peinlich, wenn nicht alles wunschgemäß abläuft?
Unerwünschte Sex-Geschichten? Das sind einerseits Storys, die besser nicht an die Öffentlichkeit kommen, weil sie erotische und auch nicht-erotische Handlungen enthalten, die verpönt oder ungesetzlich sind.

Andererseits aber sind es auch Geschichten, in denen ein Misserfolg geschildert wird – oder mal ein bisschen drastischer: Da ging etwas in die Hose, bevor der Reißverschluss geöffnet wurde. Vor allem Männern ist ja alles peinlich, was mit der „nicht vollständigen Funktionstüchtigkeit“ ihrer Genitalien verbunden ist: Zu früh kommen, zu spät kommen, halb steif bleiben und auf „ihre“ Hilfe hoffen oder gar nicht erst „einen hochkriegen“.

Männern ist vieles peinlich - auch wenn sie es nicht sagen

Vor allem „Anfänger“ bekommen immer dann „einen Steifen“, wenn es gerade nicht passt. Morgens, wenn sie irgendwo zu Besuch sind – und die sich ausrechnet dann mit sich selbst vergnügen, wenn die Gastgeberin hereinkommt. Oder wenn die Hose wirklich eng sitzt, sich sein Penis unkontrollierbar hebt und die Dame des Hauses gerade in dem Moment hinsieht. Sollten beide schon zu den „Tatsachen des Lebens“ übergegangen sein, ist sehr peinlich, wenn das Blut in den Kopf steigt, statt in den Penis und der Mann ein Blackout hat statt eines Lustgewinns. Pech auch, wenn die Vorhaut zu eng ist und die Eichel nun mal absolut nicht darunter hervortreten will. Und da haben wir noch gar nicht über die Sauberkeit der Unterhosen und die Hygiene schlechthin angesprochen. Der über die Männer, die ihr Gemächt weniger stolz tragen und eher schamvoll und errötend ihr blütenweißes Unterhöschen abstreifen?

Frauen - Peinlichkeiten vor allem beim Oralverkehr

Für Frauen ist vor allem peinlich, wenn sie schon vorher übermäßig feucht sind oder der Typ unbedingt mit ihnen ins Bett will, sie aber gerade ihre Regel bekommen haben. Naja, und das alles bei ganz normalem Sex. Und bei Oralverkehr? Plötzlich aufkommende Panik oder Ekel, wenn sie es aktiv tut, Harndrang oder Schuldgefühle, wenn sie es passiv tut. Oder auch das, was man heute „squirting“ nennt – eine sehr große Menge Scheidenflüssigkeit tritt hervor und verteilt sich auf dem Laken – vor allem, wenn es in seinem Bett stattfindet. Und manchmal nehmen es auch Frauen nicht so genau mit der Körperpflege, was wieder manchen Männer durchaus gefallen könnte.

Sind peinliche Szenen unerwünscht?

Manchem (und mancher) ist sicherlich gar nichts peinlich. Aber der ganze normale Durchschnittsmensch wünscht sich, dass Scheidenflüssigkeit, Sperma und gelegentlich auch Urintropfen da bleiben, wo sie eigentlich hingehören.

In „rein erotischen“ Geschichten, die ja mehr oder weniger „zum Aufgeilen“ geschrieben werden, sind peinliche Szenen natürlich nicht erwünscht. Aber im richtigen Leben finden sie – vor allem zu Anfang – schon manchmal statt.

Tipp: Auch Männer fürchten sich manchmal vor Sex - und es ist ihnen peinlich

Einen Tipp für euch: Wenn ein Mann sehr unerfahren ist, hat er genau viel Angst vor Oralverkehr (Cunnilingus) wie eine unerfahrene Frau vor Fellatio. Übrigens sind auch Szenen zugleich amüsant und peinlich, in denen eine erfahrene Frau auf eine ältere männliche Jungfrau trifft. Zumal, wenn der Mann nicht zugeben mag, „es“ noch nie wirklich getan zu haben. Ihr ahnt, was wir meinen? Der Typ weiß vielleicht gerade noch, wo die anatomisch dafür vorgesehen Stelle ist, aber nicht, wie genau das „Harte ins Weiche“ kommt. Da helfen „Führungsqualität“ und Reitkünste … und damit lassen wir euch mal allein.

Bild: Anonyme Buchillustration

Thema: Alles zum realen Cunnilingus

Bevor du weiterliest: Der Cunnilingus ist kein abendfüllendes Thema. Aber er kommt in der „seriösen“ Literatur nur höchst bruchstückhaft vor, und deshalb lohnt es sich, einmal genau hinzuschauen, was dabei getan und erfühlt wird.

Zumeist beginnt so gut wie jede „Novizin“ und jeder „Novize“ in Sache Cunnilingus mit einem Teelöffel Scham und einem Esslöffel Abneigung. Das Gegengift heißt Neugierde, und deshalb könnte deine Heldin zum Beispiel versuchen, sich von einer erfahrenen Frau zum Cunnilingus verführen zu lassen. Manchmal will’s auch der Zufall: eine gemeinsame Übernachtung, eine laue Sommernacht, die Gelegenheit. Und außerdem könnte deine Heldin „endlich mal wieder“ Lust auf klitorale Orgasmen haben, die sich durch Cunnilingus auslösen lassen – einen Mann braucht deine Heldin dazu nicht.

Selbstverständlich kann der Beglücker aber auch ein Mann sein – entweder ein erfahrener Kenner der intimen Anatomie der Frau, oder aber ein gelehriger Jüngling, der zum ersten Mal an der Muschi nascht.

Wer erzählt?

Der Cunnilingus kann aus der Sicht der Beglückten oder des/der Schenkenden geschrieben werden. Beide Sichtweisen erfüllen nicht nur den Wunsch, deine Leser(innen) sexuell zu erregen, sondern können auch sehr lehrreich sein, dann das „Territorium“, auf dem wir uns befinden, ist weitgehend „unerforscht“, sogar bei Menschen, die ansonsten reichhaltige sexuelle Erfahrungen haben.

Grundsätze und Voraussetzungen

Anders als in einschlägigen pornografischen Filmen wäre zu bedenken, dass eine „Muschi“ nicht immer haarlos, frisch geduscht und bereits halb geöffnet ist, wenn das Vergnügen beginnt.

Wenn sich die Muschi aus dem Slip schält, kann sie dich durchaus als behaart erweisen. Zudem kann sich die Frau vor dem Cunnilingus in einem relativen Ruhezustand oder bereits in höchster Erregung befinden und sie kann (wenigstens zu Beginn) noch fast vollständig bekleidet sein.

Was hindert dich, einmal den realen Ablauf eines Cunnilingus zu schildern? Du tust damit ein gutes Werk, denn du erregst deine Leserinnen dabei nicht nur, sondern diese lernen etwas über wirklich intensive Lustgefühle. Es mag ein Anreiz für Frauen und sogar Männer sein, vor dieser lustvollen Form der Befriedigung nicht zurückzuschrecken, sondern die Schamgrenzen zu überwinden.

Ich will dir nicht vorenthalten, worauf es ankommt: eine absolut sinnliche, bildhafte Schilderung der Lust in der Realität und im Hirn deine Heldin, etwa so:

Unzählige Rinnen, Furchen und Täler durchzogen die Haut. Die großen hell braunen Schamlippen wölbten sich aus dem Flaum, waren am Übergang etwas rötlich. Sie umschlossen zwei rosarote Blättchen …


Wie du unschwer erkennen konntest, gab es in diesem Text noch gar keine sexuelle Handlung … und dennoch kann sich deine Leserin lebhaft vorstellen, was demnächst geschehen wird.

Für manche Menschen ist das Thema zu heikel

Freilich ist der Cunnilingus nicht jedermanns/jederfraus Sache. Viele Frauen weigern sich, intim geküsst zu werden, weil sie sich schämen oder ihre eigenen Körperreaktionen fürchten. Und viele Männer glauben, eine Vagina sei schrecklich schmutzig – was sie allerdings nicht daran hindert, ihren schutzlosen Penis hineinzuzwängen.

Doch gerade das ist das Interessante: deine Leserinnen werden neugierig, was deine Heldin empfindet – gleich, ob es das „erste Mal“ für sie ist oder nur das erste Mal mit einem neuen Partner / einer neuen Partnerin.

Ich kann dir nur viel Erfolg beim Schreiben wünschen - gleich, ob du den Cunnilingus im hetero- oder bisexuellen Bereich ansiedelst. Besonders interessant wird das Thema allerdings, wenn deine Heldin zwischen Frauen und Männern wechselt.

Relevanz für Leserinnen und Leser

Das Thema ist ein absoluter Renner nach Schulnoten - anhand der Bewertung von Sinnlich Schreiben, die auf einer wissenschaftlichen Basis beruht, kann das Thema als „mit sehr guter Relevanz" für Leserinnen und Leser bewertet werden., wobei die Unterschiede zwischen den Geschlechtern minimal sind.

Zitat aus: "Fuchsia", Frankreich 1981.