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Die ganz miesen Artikel findet ihr - bei uns

Unsere Artikel hier auf „Sinnlichschreiben“ bekommen teilweise so schlechte Bewertungen, dass es mir schon wieder eine Ehre ist, auf sie hinzuweisen.

Die „zehn Plots, die du vielleicht noch nicht kennst“ erhielten etwa 1.300 Klicks, und wurden in Grund und Boden gestampft: Minus 59 Punkte.

Ob „Doppelbindungen“ den Intellekt von Erotik-Autorinnen überforderten? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass viele Konflikte dieser Art scheuen. Bei etwa 900 Klicks gab es minus 53 Punkte.

Beim Artikel auf Platz drei ging es um Frivolität, was mich sehr wundert. Im Allgemeinen schreiben Frauen heute in der „offiziellen“ erotischen Literatur ausgesprochen "direkt“ und wesentlich frivoler als Männer. Minus 47 Punkte.

Beruhigend: Der am meisten bewertete Artikel (überwiegend gut) war einer, der gar nicht viele Leser(innen) erreichte. Es ging um die literarische Bewertung der von Frauen verfassten Erotik.

Ein Appell an meine Leserinnen folgt auf dem Fuße: Wenn ihr schon beurteilt, wäre es dann möglich, noch einen kurzen Kommentar zu hinterlassen, warum ihr einen Artikel verdammt?

Gebhard sagt immer: Schlechte Kritik an uns, gute an die Welt. Wenn ihr Lust dazu hättet, wäre es schön, von euch zu hören.

Solo-Sex mit mehr als drei Personen

Eins, zwei, drei ... und noch mehr
"Solo-Sex mit mehr als drei Personen" ist keinesfalls paradox. Als Autorin setzt du deine Figur in ein Szenario ein, das sie noch nicht kennt - und von dem du nichts weißt. Aber du kennst wahrscheinlich einige Fantasien. Und dies flüstere ich dir ins Ohr: Die meisten Geschichten über lustvolle Orgien beruhen ausschließlich auf Fantasien.

Sex mit mehr als drei anwesenden Personen

Eine sexuelle Begegnung mit mehr als drei Personen, also mit dir und mindestens drei weiteren Personen, gehört sicher nicht zu deinen üblichen erotischen Vergnügungen. Und doch fantasieren darüber nahezu 57 Prozent der Frauen (1). Falls ihr einen Vergleich braucht: Orgien unter Frauen oder Gruppensex mit einer Frau und mehreren Männern rangieren deutlich darunter.

Die Realität gibt kaum etwas Vergleichbares her

Bevor ihr ins Grübeln kommt: Die meisten dieser Fantasien werden niemals in die Realität umgesetzt. Die Theorie darüber sagt zumindest: In der Fantasie existiert so etwas wie die „pure Lust“, und die Wahl zwischen mehreren Frauen oder Männern setzt alle sinnlichen Gelüste zugleich frei. Auch das lässt sich statistisch belegen: Ein reichliches Drittel der Frauen fantasiert auch über gleichgeschlechtliche Beziehungen, die im Fantasieraum geschlossener erotischer Gedanken ebenso denkbar sind wie in der Realität einer echten Orgie.

Was theoretisch gegeben ist:: der letzte Hinweis zur Realität

Weichen wir kurz in die Realitäten aus, sehr unabhängig von Orgien: Frauen können Orgasmen sowohl ohne wie auch mit weiblichen oder männlichen Partner bekommen. Bei den üblichen Kontakten mit Männern bekommen Frauen allerdings oft keinen Orgasmus, bestenfalls aber deren zwei. Eine größere Anzahl erfüllender Orgasmen mit Personen ist nur erfüllbar, wenn ein Wechsel der Partner ermöglicht wird. Genau aus diesem Grund sind auch Triolen so beliebt - allerdings erfüllt die bei Frauen beliebte Variante „eine Frau - zwei Männer“ nur einen Teil solcher Wünsche.

Und in den Träumen?

In ihnen muss niemand an Schwierigkeiten denken. Der Weg von einem Partner zum Nächsten ist barrierefrei und völlig problemlos, denn jeder will ausschließlich Lust schenken und Lust empfangen. Und noch etwas fasziniert in den erotischen Tagträumen: Alle anderen Personen, Frauen wie Männer, sind nur dazu da, um der Träumerin zu gefallen oder ihr Gefälligkeiten zu erweisen.

Aus dieser Sicht ist Solo-Sex mit mehr als drei Personen die ideale Voraussetzung, um eine lustvolle Geschichte zu schreiben, die märchenhaft genug ist, um alle Probleme fernzuhalten, und dennoch so lustvoll, dass sich nahezu jede Frau in die vermeintliche Realität hereinträumen kann.

Sieben Zutaten plus sieben Varianten

1. Deine Figur als sinnlich-lustvolle Person, die zugleich begierig und neugierig ist.
2. Eine etwas exotische, aber dennoch sozial vertraute Atmosphäre: Deine Figur wird in eine Umgebung eingeladen, die ihr einerseits vertraut vorkommt, die aber andererseits verborgene Lüste erweckt.
3. Ein Anlass, der von der normalen, erotisch geladenen Party-Atmosphäre zur Orgie führt. Meist spielen verborgen Absichten, Absprachen oder Verführungen eine Rolle - manchmal auch „schwüle Sommernächte“ und oftmals „ein wenig zu viel Alkohol.“
4. Bei dieser Konstellation ist deine Figur Single und eher sinnlich-naiv-neugierig, die übrigen vier Personen können auch Paare sein, die Erfahrung mit dem Metier haben. (2)
5. Je mehr du die romantische Träumerei als Erzählungsform benutzt, umso mehr dient das ganze Geschehen nur dazu, deiner Heldin Lust zu bereiten.
6. Falls du mehr Hintergrund einbringen willst, kannst du dieses Thema zu einer „erregenden Selbsterfahrung“ ausbauen.
7. Realismus ist nicht unbedingt empfehlenswert. Falls du es dennoch willst: Schildere diesen oder jenen „inneren Konflikt“, aber so, dass am Ende eine wertvolle Erfahrung“ herauskommt.

Die sieben Varianten während der Orgie

Die Möglichkeiten aus der Sicht deiner Figur: (a) Voyeurin sein, sich (b) solo präsentieren, (c) Lüste mit einer Frau zu tauschen, desgleichen mit einem Mann (d) und letztendlich innerhalb einer MFF (e) oder FMM (f) Konstellation. Schließlich bietet sich auch noch eine FFF-Konstellation an.

Das ganze Füllhorn auszuschütten, würde dich sicherlich bei zum Ende der Corona-Krise beschäftigen. Orgien können übrigens auch als erotische Elemente in Liebesromane eingebaut werden.

(1) Nach verlässlichen, uns vorliegenden Studien
(2) Mehr als vier weitere Personen zu integrieren, halte ich für zu schwierig.
Bild: Oberer Teil einer Buchillustration, ca. 1930.

Die neue Kategorie: Erotik in Krisenzeiten

Jede Zeit findet Leserinnen erotischer Literatur
Nach den Krisenzeiten kommen wieder normale Zeiten - aber dann hast du nicht mehr so viel Zeit wie jetzt.

Deine Leserinnen aber lechzen JETZT nach Lust ... so wie du selbst, wenn du Single bist. Ich hoffe, ich bin dir nicht „zu nahe getreten“. Falls doch, mach ein Thema für eine Kurzgeschichte daraus.

Wir haben für Euch (ich erhalte keinen Cent dafür) eine neue Kategorie eingerichtet, in der wir uns speziell um „Erotik in Krisenzeiten“ kümmern. Helft uns, unsere kleine Serie populär zu machen.

Bliebt gesund und so geil, wie ihr es euch in der Krise möglich ist. Und vergesst nicht: jede überschüssige erotische Energie kannst du in Worte wandeln.

Einfach geil sein

Sehnsüchte
Viele von euch werden stutzen: „Einfach geil sein – ist das ein Thema für ein seriöses Magazin?“

Ja, das ist es. Ich habe gerade neue Ausdrücke gehört, die beweisen, wie groß die Lust, Wollust oder Geilheit sein kann. Da werden Blogs und soziale Medien ohne den üblichen „Schamrest“ geflutet, um einfach zu schreiben: „Ey, Leute, ich bin geil, und ich halt das nicht mehr aus.“ In diesem Fall ist es nur eine Befindlichkeit und noch kein Lockruf, aber so etwas gibt’s auch schon. Schöne Frauen blicken lüstern, um andere attraktive Frauen neugierig zu machen – oder Männer – oder wen auch immer.

Noch immer ist da die innere Bremse, die Autorinnen und Autoren daran hindert, einfach mal eine Figur auf die Bühne zu bringen, die ganz und gar geil ist und dazu steht. Wir wissen, warum: Schlampen-Verdacht, Pornografie-Verdacht, Beschimpfungen von Leuten, denen die ganze Chose nicht gefällt.

Muss sie jung sein? Na vielleicht, dann kennt sie wenigstens den ganzen Kram in sozialen Netzwerken. Aber besser ist eigentlich, wenn sie älter ist. Eine Frau gegen 40, die eigentlich nicht „entdeckt“ werden darf? Und doch übt sie vor dem Spiegel, wie sie sich vor ihrem Lover ausziehen würde, wenn denn da einer wäre … und sie ist dabei so unverschämt, wie jemand nur allein vor dem Spiegel sein kann …

Mal ehrlich … deine Figur um die 40 kann im Alter ihrer Lover 20 Jahre runter und 20 Jahre rauf gehen – die ganze Klaviatur. Und niemand von diesen tollen Lovern muss wirklich anwesend sein – die Vorstellung … allein die Vorstellung, weißt du? Und och, sag mal … muss es unbedingt ein Mann sein?

Wenn nicht, gibt’s nochmal Varianten … alle nur in Gedanken. Wäre das nicht ein Grund, heute noch mit solch einer Geschichte anzufangen?

Masturbation - drei Arten, darüber zu schreiben

Erst Stöhnen vor Lust, dann erröten vor Scham?
Ein Teil denjenigen, die häufig masturbieren, findet es absolut normal. Ein anderer Teil aber hat von Anfang an Schuldgefühle dabei und konnte sie niemals ablegen. In Studien wird sogar manchmal behauptet, etwa die Hälfte der Frauen zwischen 18 und 38 habe "ungute Gefühle" bei sexuellen Themen.

Heimlich masturbieren und sich noch heimlicher schämen

Was ich euch heute schreiben will, betrifft alle, die mehr oder weniger „heimlich“ masturbieren und sich dessen schämen. Ob deine Figur verheiratet oder ledig ist, 18 oder 58 - die Angst, „erwischt“ zu werden, ist groß. Aber natürlich tut sie’s trotzdem. Der Weg zum selbst erzeugten Orgasmus ist kurz, die Lust, die daraus entsteht, durchaus sensationell, und überhaupt - es ist ein Nervenkitzel, wenn der Partner, oder je nach Situation auch die Mutter oder die Tochter, unbeabsichtigt die Tür öffnet, und ...

Ei, ei ... wenn das kein Thema ist ...

Drei Szenarien und noch mehr ...

Viele der Frauen, die voller Lust masturbieren, sich aber dennoch dessen schämen, suchen nach einer Gesprächspartnerin. Dabei sind drei Szenarien denkbar:

1. Beide sprechen über die Masturbation. Wann immer wir jemanden treffen, der das gleiche tut wie wir, glauben wir, eine Freundin im Geiste (oder im Fühlen) gefundne zu haben. Das ist die normale Methode, über innere Konflikte zu sprechen - sie kostet aber Überwindung. Sensible Autorinnen können daraus interessante Dialoge entwickeln.

2. Durch das Gespräch über Masturbation entsteht eine Intimität, in der die sicherere Person die unsicherere verführt. Das erzeugt eine unerwartete Wende in der sexuellen Definition, und kann sowohl zu mehr Selbstzufriedenheit führen wie auch zu neuen Ängsten: „Bin ich normal, wenn ich mich von einer Frau verführen lasse?“

3. Das Gespräch verläuft von vorn herein asymmetrisch. Die Gesprächspartnerin ist machtvoll und manipulativ und fordert die Ratsuchende auf, nicht dauernd „um den heißen Brei herumzureden“. Diese fühlt sich wie in einem Verhör und entblößt ihre „wirklich geheimen“ Lüste, die sie beim Masturbieren als Fantasien durchlebt. Sie macht sich dadurch zunächst verwundbar und liefert sich am Ende völlig aus. Denn mit dem erworbenen Wissen kann die Ratsuchende in ein Spinnennetz verwickelt werden, aus dem sie allein nicht mehr herauskommt.

Alle drei Themen sind natürlich schon häufiger in die erotische Literatur eingeflossen, aber derzeit könnten sie erneut Leserinnen finden.

Also: Viel Glück und Erfolg beim Thema.