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Erotische Träume und das Alter

Manche träumen von der Cougar - aber wovon träumt sie?
Erotische Begegnungen sind alterslos – sexuelle Begegnungen hingegen werden oftmals durch Alterserscheinungen und Krankheiten behindert.

Woody Allan hat vor nicht langer Zeit gesagt:

Man erlangt (im Alter) keine plötzliche Weisheit, kein tieferes Verständnis fürs Leben. Sie hassen immer noch jeden, der sie mal schlecht behandelt hat.


Allerdings: Die erinnern sich möglicherweise auch an jene, die ihnen Liebe geschenkt haben. Und Leidenschaft. Und Lust. Und natürlich Wollust.

Und weil das so ist, müssen wir nicht „in Würde altern“, sondern dürfen durchaus noch erotische Träume und Fantasien haben. Selbstverständlich darf „man“ auch darüber schreiben. Lesen Sie doch mal dieses Zitat:

Es ist nicht wahr, dass Menschen damit aufhören, ihre Träume zu verwirklichen, weil sie alt werden. Sie werden alt, weil sie aufhören, ihre Träume zu verwirklichen.


Wenn Sie erotische Literatur lesen (oder erotische Stellen in „literarisch wertvollen“ Werken), dann werden Sie immer wieder finden, dass Erlebnisse oder erregende Vorfälle in der Jugend wieder und wieder ausgeschlachtet werden. Wie seine Hand unter ihren Rock glitt, wie sei seinen Reißverschluss öffnete, wie er ihre Brüste berührte, wie sie neugierig die „Beule“ in seiner Hose abtastet, wie er in der Unterhose dastand oder sie in BH und Höschen.

Alles, was darüber hinausgeht, ist entweder das Ergebnis eines aufregenden Lebens oder aber ein Produkt der blühenden Fantasie – und viele Autoren verfügen werde über das eine noch über das andere.

Kaum jemand erfindet eine Figur über 40, geschweige denn über 50 oder 60, die sich gerne nackt zeigt, sexy Dessous trägt, raffiniert verführt und Männer aller (legalen) Altersklassen mit ins Bett nimmt. Selbst die neue Figur der „Cougar“ bleibt ziemlich farblos.

Warum sollte Ihre Heldin eigentlich nicht 50 Jahre alt sein? Warum sollte sie keine aufregenden Dessous tragen, sich für 40 ausgeben und Männer verführen, die gerade mal halb so alt sind wie sie selbst?

Autorinnen und Autoren erotischer Literatur bedienen keine oder jedenfalls kaum Realitäten – die Realität ist einfach viel zu real, um durchgängig chic zu sein. Fast alle Autorinnen/Autoren bedienen die Träume der bedingungslosen, ekstatischen Hingabe und Verführung ohne moralische Schranken.

Unser Publikum wird älter: Und viele Frauen über 50 träumen von Lovern, die ihnen bedingungslos alles bieten, was sie sich wünschen. Wäre das nicht ein Thema für Sie?