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Könnt ihr noch schreiben? Fällt euch noch etwas ein?

Na, mein Herr ...
In Krisenzeiten fällt den meisten Menschen ein, dass sie irgendetwas versäumt haben. Nachholen können sie es dann nicht mehr, weil die Ressourcen weggebrochen sind. Ich habe beobachtet, dass die Kampagnenreiter gerade wieder aktiv geworden sind. Vor allem die Moralisten und Feministinnen. Sie schreien zeter und mordio, dass sich in der Krise das wahre Gesicht der Gesellschaft zeigt. Ihre Meinung: Alte weiße Männer beherrschen die Welt, legen die Regeln fest, bestimmen, was man noch wollen darf. Wahr daran ist, dass die konservative Welt gerade Triumphe feiert: Politisch relevant sind Familien, und unter ihnen gibt es einige, die noch relevanter sind: Die heißen dann „systemrelevant“.

Werdet unverschämt und tobt euch aus

Es ist Zeit, unverschämt und frivol zu werden. „Systemrelevant“ zu schreiben, verbietet sich als Erotik-Autor(in) sowieso. Warum dann also nicht gleich den nächsten Schritt tun? Hingabe bis zur Selbstaufgabe? Spermaflüsse auf Brüsten? Absatzspuren auf Männerkörpern? Frivole Rollenspiele in Kostümen? Das unverschämte Pegging bis zur Erschöpfung treiben? Das widerliche Snowballing genießen?

Oder sollten wir uns daran erinnern, dass es außer Corona noch andere Lebensrisiken gibt? Frauen, die bewusst Abenteuer suchen, die mit Risiken verbunden sind? Männer, die sich Frauengruppen unterwerfen, unwissend, dass sie aus deren Fängen nicht mehr entweichen können?

Und für die "Harmlosen" unter euch

Wenn ihr wirklich „auf ganz harmlos“ machen wollt: Schreibt ein Blog, an dem ihr jeden Tag eine erotische Fantasie entwickelt – sie kann beliebig kurz sein und darf so frivol sein, dass sie nicht der Zensur anheimfällt.

Was die Augen mit uns machen können

Ob ihr Auge oder sein Auge - die Schokolade träufelt über ihren Körper ...
Ich habe euch neulich darüber berichtet, wie man ein „Date“ einmal völlig anders beschreiben kann. Wenn ihr euch daran erinnert, werdet ihr feststellen, dass sich im ersten Beispiel die Augen des Konterparts der Heldin „selbstständig“ gemacht“ haben.

Das zitiere ich einfach noch einmal, bevor ich über eine ähnliche Schreiberfahrung berichte:

Diese Augen sahen sich kurz um, um sich dann auf mich zu richten. Sie kamen auf mich zu und setzen sich abrupt hin, sahen mich an, um sich dann zu senken, wie jemand, der etwas Böses getan hat.


Nun interpretiere ich eine andere Geschichte:

Erste Version:

Er hatte hübsche brauen Augen. Sie lagen auf mir und scannten meinen nackten Körper ab, verharrten kurz auf meinen Brüsten und verfingen sich schließlich in meinem Schritt.


Zweite Version:

Seine sinnlichen, schokoladenbraunen Augen überstrichen meine Haut mit der Verführungskraft verflüssigter Chilischokolade. Sie wanderten über meinen erregten Körper und hinterließen überall ein paar Tropfen heißer, flüssiger scharf gewürzter Schokolade, die mich besonders heftig erregten, als sie meine Brüste trafen. Doch die Schokoladenaugen wanderten weiter, verfingen sich schließlich in m einem Schritt und versuchten, mit all ihrer Süße, Wärme und Schärfe in die Schamlippen vorzudringen.


Möglicherweise bekommt ihr für die zweite Version Anmerkungen wie „Ganz schön kitschig, oder?“ Aber eines ist sicher: Wer sich vorstellen kann, von seinem (seiner) Geliebten mit den Augen entkleidet, bewundert oder berührt zu werden, wird von der Geschichte begeistert sein.