Skip to content



Recherchieren Sie, bevor Sie über Sex schreiben?

Erst einmal nachlesen, wie es geht?
Sie wollen über ganz gewöhnlichen Sex schreiben, den Sie aber nicht selbst praktizieren? Oder über sexuelle Besonderheiten, die Sie niemals praktizieren würden?

Ihnen kann geholfen werden, denn über die meisten Praktiken liegen Erfahrungsberichte im Internet vor. Dabei entstehen diese Probleme:

Wie trennt man zutreffend Informationen von solchen, die lediglich zu Werbezwecken veröffentlich werden? Wie trennt man echte Erfahrungsberichte von pornografisch ausgeschmückten Sexmärchen? Und dritten (vielleicht am Wichtigsten) wie wandelt man die gesammelten Informationen in sinnvolle Texte um?

Diese Informationen benötigen Sie in jedem Fall - anatomisch, physisch, technisch

Fragen Sie sich zuerst: Wer tut etwas, wie tut er es und was veranlasst ihn dazu? Wenn Sie sich darüber klar sind, klären Sie die anatomischen und technischen Möglichkeiten, die sich dazu anbieten. Das wären zum Beispiel:

Wie und wo muss jemand stehen, knien, sitzen oder liegen, damit das möglich wird, was Sie als Story planen? Und was muss der andere währenddessen tun? Welche Vorbereitungen müssen unbedingt zuvor getroffen werden? Welche Schwierigkeiten können auftreten, während ihre Figuren agieren? Was geschieht unmittelbar danach und einige Zeit später?

Bekannte Gefühle sammeln und in ein Schema bringen

Wenn Sie das halbwegs vor sich sehen (oder besser, zeichnen können), dann sammeln Sie am besten Schilderungen über die Gefühle, die ihre Protagonisten dabei haben. Dazu gehört: was auf der Haut empfundene wird oder was während irgendeiner Penetration oder eines Oralverkehrs zu Anfang, währenddessen und nach einer Auslösung in den betroffenen Organen oder im ganzen Körper erfühlt wird. Dazu ist es nun tatsächlich nötig, eine Gefühlsschilderung zu erwischen, die halbwegs authentisch klingt.

Ganz wichtig ist stets der Zwiespalt zwischen der Lust an der Sache und inneren Widerständen, die dagegen sprechen, Erinnerungen, die dabei wach werden und Vorurteilen, die plötzlich wieder präsent werden.

Frauen und Männer - Sie müssen die Anatomie und die Psyche beider erfassen können

Sie finden all dies im Internet, allerdings oftmals etwas verschlüsselt und verblümt. Normalerweise können Frauen nicht „realistisch“ nachempfinden, was Männer fühlen und Männer nicht, was Frauen fühlen. Hier bleibt den Autorinnen und Autoren nichts anderes übrig, als gründlich zu recherchieren. Grundlegende Unterschiede bestehen vor allem im Zusammenspiel von Vulva, Klitoris und Vagina, das selbst unter Frauen oft falsch interpretiert wird. Und bei Männern zwischen Hoden, Damm, Penis, Eichel und Vorhaut (wenn vorhanden). Zudem ist die Funktion (und Lage) der Prostata Frauen zumeist ein Rätsel.

Die Varianten des Zwiespalts der Gefühle

Denken Sie an folgende Umstände:

Nacktheit, insbesondere spontane, sexuell motivierte Nacktheit bei hellem Licht, besonders nackt fotografiert oder gefilmt zu werden, wird oftmals wieder zum Auslöser von Scham.

Bei jedem „ersten Mal“ (vaginal, oral, anal oder alle anderen Varianten) gibt es den grundlegenden Widerspruch zwischen Lust und Verletzlichkeit.

Bei jedem neuen Versuch, unbekanntes Terrain zu erobern, können Scham oder die Folge von Schamhaftigkeitserziehung auftreten. Diese Gefühle konkurrieren mit Lust und Abenteuer.

Bei Oral- oder Analverkehr können Gefühle des Ekels auftreten, die an der Freude, die es dem anderen bringt, nagen können.

Bei Männern besteht ein grundlegender Zwiespalt gegenüber allen analen Aktionen (Prostata, Strap-On), der sie in den Verdacht bringen könnte, „schwul“ zu sein.

Verführen ja, Vereinnahmen nein

Frauen sind weniger heikel gegenüber lesbischen Berührungen und Aktivitäten, solange diese diskret bleiben und die Partnerin nicht zu fordernd wird. Tritt dieser Fall jedoch ein, so machen sie sich Sorgen wegen der damit verbundenen Vereinnahmung.

Bei allen Menschen bestehen Vorbehalte dagegen, verletzt, gefesselt oder eingesperrt zu werden, auch wenn sie sich vorstellen, daraus Lust zu gewinnen.

Dreier aller Art, Partnertausch oder Orgien, gleich mit welchen Elementen (Hetero, Bi, SM) lösen oftmals ungute Gefühle aus, Verlustangst ist nur eines davon.

Welche Gefühle gewinnen die Oberhand?

Generell ist immer die Frage, welche Gefühle die Oberhand gewinnen. Ist ein bestimmter Punkt des inneren Widerstandes einmal erloschen, dann lösen sich Körper und Geist von konkret beschreibbaren Empfindungen und versinkt in Hingabe. Doch die „Gewissensbisse“ können auch wieder zurückkommen, wenn der Sex wirklich schön war.

Falls Sie mehr zu diesem Thema wissen wollen, schreiben Sie bitte einen Kommentar. Wir gehen dann kurzfristig darauf ein.

Gewalt, Sex und Schriftsteller(innen)

Gewalt ist ein Reizwort. Schon wer es zwischen seinen Lippen hervorbringt, wird verdächtigt, etwas mit dem Wort zu beabsichtigen. Doch gemach – Gewalt auszuüben bedeutet, einen anderen Menschen nicht mehr in einer Weise schalten und walten zu lassen, die er selbst bestimmen kann. Legen Sie zwei Menschen zusammen ins Bett, die miteinander Lüste austauschen wollen. – und sie werden sehen, dass einer von beiden das freie „Schalten und Walten“ des anderen für eine kurze Zeit außer Kraft setzt. Man nennt dieses Verhalten "Hingabe". Niemand kann walten, wie er will und sich zugleich dem anderen hingeben.

Wer immer über Penetration geschrieben hat, sei es zum ersten Mal oder zum oder zum hundertsten Mal, hat über Gewalt geschrieben. Er sagt es nur nicht, weil es ungehörig ist und weil es bösartige Menschen auf den Plan rufen könnte.

Verteufelt wegen unnötiger Nötigungsszenen

Wer dennoch darüber schreibt, läuft Gefahr, verteufelt zu werden. Nicht von jedem und von jeder, aber von einigen. Die SM-beeinflusste Deflorationsszene der „Shades of Grey“ war so ein Beispiel. Die einen sagten, es sei eine heftig-romantische Liebesgeschichte, die anderen meinten, es handele sich dabei um psychische, häusliche und sexuelle Gewalt, Nötigung und Körperverletzung. Die Aufregung darüber ist verflogen, aber das heißt nicht, dass sie morgen nicht wieder aufflammen könnte.

Was passiert eigentlich, wenn jemand das "Walten" aufgibt?

Gehen wir einmal die Skala von „ganz gewöhnlich“ über „etwas heftiger“ bis zu „extrem“ durch, so kann derjenige Teil, der das Opfer darstellt, immer weniger beeinflussen, was geschieht. Seine einzige Chance, die Szenerie zu verlassen, besteht in der „offiziellen“ BDSM-Szene im Abbruch. Bei privaten Spielen kann man sich dagegen nie so sicher sein, wann und wie abgebrochen werden kann, zumal, wenn nichts Genaues vereinbart wurde. Das heißt, dass der Opfer-Darsteller zwar theoretisch die Szene beherrscht, weil es ja sein Wunsch war, sich zu unterwerfen, dass er sich aber praktisch in die Gewalt eines anderen begibt, der die Spielregeln einhalten oder aber auch verletzen kann.

Nun haben wir es: Der oder die Geliebte gibt die Gewalt über seinen Körper für einige Zeit, möglicherweise auch ohne Zeitgrenze oder bis zum Erklingen des Sicherheitswortes ab. Dazwischen liegen die kalten oder heißen Gefühlsmomente, die meist als Wechselbäder dargestellt werden.

Farbig geschilderte, ergibt sich ein heftiges emotionales Bild

Was hier so nüchtern geschildert wird, liest sich in den erotischen Romanen, in denen es vorkommt, natürlich deutlich sensationeller. Der Leser will ja nicht einen Katalog der Möglichkeiten, sondern eine Schilderung der aktuellen Situationen, sodass es ihm möglichst selbst heiß und kalt den Rücken herunterläuft.

Lösungen für Szenen, in denen "gewaltige" Gefühle ausgelöst werden

Wie kann man nun die Sprache oder die Situationen so anpassen, dass die Gewalt zurückgedrängt, die Situation aber plastischer dargestellt wird?

Es ist einfach. Statt die Ereignisse zu schildern, geht man auf die Gefühlsebene über. Nun werden plötzlich Gedanken aller Art, Empfindungen unterschiedlicher Intensität und emotionale Reflexionen vorausgegangener Ereignisse erkennbar, und alles andere tritt in den Hintergrund. Schildern Sie die Gefühle unmittelbar und so glaubwürdig wie möglich. Doch vergessen Sie auch nicht, dass die Gedanken bei langen Szenen zu wandern beginnen. Plötzlich werden Gänge in dunkle Gewölbe, Keller, Waschküchen und Höhlen wieder hervorgerufen, vielleicht auch das Eingesperrtsein und die Schläge, die ihre Heldin früher einmal empfangen hat. Selbst beim ganz gewöhnlichen, einvernehmlichen und deshalb völlig vanillearomatischen Geschlechtsverkehr kann es passieren, dass die Gefühle nicht mit der sexuellen Betätigung synchron gehen. Der Partner oder die Partnerin entschwindet im Hirn, und an seine oder ihre Stelle tritt ein kräftigerer, besser bestückter Partner oder eine verruchte Hure.

Das Gefährlichste: Frau und Mann im Klischees

Etwas sei noch am Schluss gesagt: Klischees sind am Gefährlichsten. Wenn der starke, mächtige und gewaltbereite Mann auf die schüchterne und unsichere Frau trifft, die alles „mit sich machen“ lässt, müssen Sie ihre männliche Figur später physisch oder psychisch verletzen, um die Gemüter zu kühlen. Ist die Frau jedoch stark und herrisch, der Mann hingegen weich und unterwürfig, wird die Gewalt der Frau automatisch neutralisiert. Ähnlich neutral sehen Leserinnen und Leser auch die Nötigungen und ähnliche Regelverletzungen, die von einer Frau an einer anderen Frau vorgenommen werden.

Lümmeltüten

Stolz auf den Inhalt?
Es gibt keinen liebevollen Namen für sie. Lümmeltüten oder Überzieher sind noch ganz volkstümlich, beim Subproletariat heißt‘s Gummi, „Verhüterli“ sagen die Schweizer, und offiziell heißt’s eben Kondom. Gemeint ist immer das Gleiche: ein Ring aus Latex, der sich „Überrollen“ lässt und dann zur Kunststofftüte für Spermaflüssigkeit wird. Mal für Fellatio geeignet und dann mit Geschmack, mal gleitfreudig und spermizid für den Geschlechtsakt als solchen. Und immer mit Reservoir.

Der Penis - umhüllt vom Regenmantel

Es soll Frauen geben, die nie etwas anderes in sich kannten als Penisse in Regenmänteln, und sie können trotz der „Gefühlsechtheit“ nicht sagen, wie sich ein eingeführter Natur-Penis anfühlt. Schon in der Schule haben wir gelernt, wie sich Kondome über Holzstäbe ziehen lassen, und bei genügend versteiften Penissen funktionierte es genau so.

Ist es ihr egal, wie "er" eintritt?

Wer dem männlichen Organ ohnehin kaum Beachtung schenkt, weil’s eigentlich nur aufgenommen wird, weil das so üblich ist, dem wird’s egal sein. Schwanger werden geht nur ohne Kondom, nicht schwanger werden nur mit. Was wir fühlen? Ach so, ja. Es gibt Frauen, die merken genau, wann der Moment kommt, wenn’s brenzlig wird und andere merken gar nichts, egal, ob der Typ im Kondom kommt oder ob er in sich in die Tiefen der Vagina ergießt.

Mehr als nur ein kleiner Plastiksack

Wenn du schreibst – lass nichts aus. Sag, was deine Figur empfindet und was sie gerne empfinden würde. Ausgefüllt sein? Den Moment des Eindringens genießen? Oder den Samenerguss? Ist es die Reibung, sind es die viel gepriesenen Adern? Gibt es Unterschiede, ob einen beschnitten oder unbeschnitten ist? Ist deine Figur stolz, wenn er in ihr kommt oder verfällt sie in Panik? Greift sie anschließend zum Vibrator oder ist sie froh, dass es endlich vorbei ist?

Kommen wir noch kurz zur weiteren Verwendung des Kondoms. Oh, das willst du lieber nicht lesen, und schon gar nicht schreiben? Hast du es dir wenigstens einmal angesehen, bevor du es entsorgt hast? Oder hast du gar mit dem weißen Glibber gespielt? Und wenn du’s nicht tatest: Warum solltest du es deiner Figur verweigern?

Nur zum Fühlen gibt's Antworten in Foren, zum Beispiel:


Med1
Onmeda
Erdbeerlounge.

Sinnliche Berührungen?

Zärtliche Berührungen
Wer „sinnliche Berührungen“ in Suchmaschinen eingibt, landet häufig auf Webseiten, die für erotische Massagen werben. Von Tantra-Massagen über Lomi Lomi Nui und weitere exotische Berührungen von professioneller Hand kommen wir auf die fünf bis neun Körperstellen, die Männer nutzen können, um Frauen „anzumachen“. Dann finden wir sinnliche Berührungen, die „Körper zum Beben bringen“ wie bei der Elektrostimulation. Über Stilblüten wie „eiskalte Blitze“ lande ich bei Unterwäsche, die „sinnliche Berührungen auf die Entfernung“ ermöglicht – über Internet-Steuerung der eingebauten Sensoren.

Wenn das sinnlich sein soll … na dann gute Nacht, schöne und lustvolle Großmutter.

Zitternde Hände über weißen Blusen

Wo sind sie eigentlich, all die neugierigen Hände, die über Blusen und Rocksäume streichen, die sanft über Wangen oder Schamhaare gleiten? Finger, die in etwas Abstand über den Körper streichen, um die Haut darunter anzuregen, sich lustvoll gegen die Hand zu wölben? Hatten wir nicht eine Gänsehaut, wenn dies geschah, und wollten wir nicht trotzdem alles erfahren, was dabei möglich wahr? Wunderten wir uns nicht, dass unsere Körper ab und an unwillkürlich zuckten, und die Nerven ihre elektrisierenden Ladungen unvermittelt und schnell an die Punkte unserer Körper sandten, die wir züchtig verdeckten, von den Brustspitzen bis zu den Schamlippen?

Sinnliche Zungen, die Einlass fordern

Wie war es, als die ersten Zungen fordernd Einlass in unsere Lippen begehrten? Als diese Mischung von Neugierde, anfangs befremdlichem Ekel und rauschendem Blut uns die Knie weich werden ließ? Lässt sich dies alles mit „ich empfand sinnliche Gefühle“ beschreiben? Natürlich nicht. Die Sprache muss zärtliche Gewalt bekommen, und sie muss dort „unter die Haut“ gehen, wo etwas über der Haut geschieht.

Wenn’s äußerlich unter die Haut geht, ist die Luft sowieso raus. Dann reibt es und stößt es und geht manchmal raus und dann wieder rein. Und am Ende – ach, wie erbärmlich – da kommt ein geschrumpeltes Etwas in einer Plastiktüte wieder raus.

Übrigens auch ein Thema, das fast nicht vorkommt: die Lümmeltüte – vorher, währenddessen und nachher.

Bild nach einer Illustration von Becat.

Mit den Augen ausziehen – ein Thema für dich?

Eine Show für Voyeure
Von Männern sagt man, sie würden Frauen gerne „mit den Augen ausziehen“, und wenn sie es täten, so seien sie lästig. Doch, wenn wir ein Thema wie dieses in eine Story fassen wollen oder einen solchen Vorfall in einen Roman integrieren wollen, was fällt uns dann ein?

Zunächst einmal, dass wir wissen müssen, wie jemand angezogen ist. Ohne angezogen zu sein, kann man niemandem ausziehen, werde mit den Händen noch mit den Augen. Wichtig ist also, ziemlich genau zu beschreiben, was die Frau (selten der Mann) „anhat“ und wie man es besten schichtweise entfernt. Es geht ja darum, jemanden völlig mit den Augen zu entkleiden, sodass er in völliger Nacktheit vor dem geistigen Auge entsteht. Und obgleich Männer häufiger bezichtigt werden, „Frauen mit den Augen auszuziehen“ schaffen auch Frauen, andere Frauen virtuell zu entkleiden. Sie haben den Vorteil, die Wirkung weiblicher Kleidungsstücke genauer zu kennen und sich deswegen eher ein Bild machen zu können.

Die emotionalen Regungen bei der Beobachteten

Schlimm finden Frauen zumeist, wenn Männer auffällig direkt auf das Dekolleté, die Brüste selbst oder den Zustand der Brustwarzen schauen. Ähnliche gilt allerdings auch für den Blick in den Schritt (bei Hosen) oder an den Beinen entlang bis zum Rocksaum.

Schlimmer als das „Entkleiden mit den Augen“ aber ist für viele Frauen das Gefühl, Teil der Fantasien des Mannes zu werden, also anhand des Entkleidens einen erotischen Traum auszuleben. Das heißt im Klartext, im Geiste den soeben ausgezogenen Frauenkörper zu berühren und sich daran zu ergötzen.

Beispiele aus Flirts und Strip-Shows

Tatsächlich haben wir es mit Bestandteilen und Umständen zu tun, die sogar von Frauen beim Flirt oder in Striptease-Shows verwendet werden. Bei heftigen Flirts wie auch bei der Strip-Show berühren Frauen ihren Körper. Beim Flirt höchstens die Haare oder den Mund, bei den Shows je nach Frivolität den ganzen Körper über der Haut, auf der Haut und unter der Haut.
All dies steht für „ich berühre meinen Körper stellvertretend für dich“.

Der Unterschied: Die Frauen, die heftig flirten oder sich vor Männern entkleiden, wissen um ihre Wirkung. Diejenigen, die in der Straßenbahn oder auf einem Barhocker virtuell ausgezogen werden, wissen es oft nicht.

Gefühle immer plastisch schildern

Es reicht nun nicht, diese Szenen als „unangenehm“ zu schildern. Ihre Figur sollte stattdessen das gesamte Spektrum der Gefühle zeigen, die sie dabei empfindet. Das reicht von dem guten Eindruck, Aufmerksamkeit zu genießen bis zum negativen Gefühl, nun nackt und hilflos vor seinen Augen zu stehen. Ebenso kann es zunächst das Gefühl sein, sich hübsch zu kleiden und begehrt zu werden, um sich dann vorzustellen, Teil einer „schmutzigen Fantasie“ zu werden. Nirgendwo werden Zwiespälte so deutlich wie in der Situation, objektiv vollständig bekleidet zu sein und sich dabei nackt zu fühlen.

Wer das Genre beherrscht, kann wundervolle Geschichten daraus entwickeln, seien sie nun hetero- oder bisexuell. Wir kennen immerhin eine Geschichte, in der die Verführerin ihre jungfräuliche, aber überaus sinnliche Gespielin bezichtigt, eine Voyeurin zu sein.

Der Dialog geht ungefähr so:

«Als sie sich wieder setzte, war der weiße, knappe Slip auf ihrer braunen Haut deutlich zu erkennen.

„Schaust du jeder Frau, die du triffst, unter den Rock?“

Maja hatte vergessen, wie die Katzenaugen der Fremden all ihre Bewegungen registrierten.

„Entschuldigen Sie“, sagte Maja, wobei ihre elfenbeinfarbigen Wangen von zartem Rot überflutet wurden, „ich wollte nicht … aufdringlich wirken.“

„Warum entschuldigst du dich? Du bist eine Voyeurin, und selber ziemlich exhibitionistisch. Wie du deinen Hintern hervorhebst … oh la la. Und du sorgst ständig dafür, dass ich deinen rosa Slip zu sehen bekomme, aus dem dein Schamhaar hervor guckt, als wollte es befreit werden …“»


Interessiert dich, wie diese Geschichte weitergehen könnte? Oder wie sie begonnen hat? Dann schreib sie zu Ende. Den Teil, den wir veröffentlicht haben, kannst du als Anregung nutzen. Es ist eine Umschreibung von Isidora, die wir dir zur freien Verwendung überlassen.