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Der Penis und du

Wenn du nicht ausschließlich erotische Geschichten über nach Lust lechzende Lesben schreibst, wirst du früher oder später einem Penis begegnen. Oder sagen wir besser: Deine Figur wird ihn kennenlernen.

Normalerweise ist das nicht so schrecklich aufregend – schließlich wirst du schon mal einen Penis gesehen haben, nicht wahr? Indessen – und das frage ich immer – wann, wo, wie und bei welchem Licht?

Natürlich (aber das fragt man ja nun eigentlich nicht) kommt es auch darauf an, wie viele verschiedene Penisse. Und – um noch etwas intimer zu werden – ob es beim „Sehen“ blieb.

Der 12-Zöller - oder warum Größe nichts bedeutet

Oh, oh. In den üblichen Storys werden abenteuerliche Dinge über „ihn“ erzählt. Nicht nur von Frauen, auch von Männern. Zum Beispiel über seine Größe, sprich: Länge und Durchmesser. Früher oder später wirst du auf „12 Zoll“ stoßen – es ist sogar ein „tag“ auf manchen Story-Seiten. („12 inch cock“). Nun sind 12 Zoll rund 30 cm, also so groß wie ein Standard-Lineal. Oder so groß wie eine alte „LP“, die 30-cm-Platte. Wo so etwas steht, soll es Eindruck machen - „schieb alles in mich herein – ich will die ganzen 12 Zoll in mir spüren.“ Und schon wird das ganze Dilemma deutlich: Maßangaben sagen nichts über Gefühle. Und Vorsicht, bitte: Schon viele Autoren und Autorinnen haben Radius, Durchmesser und Umfang durcheinandergebracht – obgleich auch hier die tatsächlichen Maße keine Rolle spielen, sondern ausschließlich die Gefühle, die vom Penis in verschiedenen Phasen der Lust ausgehen.

Bei hellem Licht und wachem Verstand befühlen

Kommen wir noch einmal auf das „Sehen“. Nicht wenige Frauen, auch solche mit einem regen Sexualleben, haben den Penis noch nie genau in Augenschein genommen – weder vor der gewünschten Aktivität noch hernach. Und währenddessen ist es mit dem Augenschein verständlicherweise auch nicht weit her. Und neben dem Augenschein? Da sind es die Berührungen, die einen guten erotischen Roman von einem schnell heruntergeschriebenen Machwerk unterscheiden. Wenn deine Heldin den Penis befühlt, wenn sie sein Erwachen zur vollen Liebesfähigkeit begleitet und unterstützt und du ihr Handeln gefühlvoll in Worte fassen kannst, dann hast du etwas Schönes geschaffen (und viele Zeilen gefüllt). Ich lasse hier mal Details weg – sie wären allzu intim. Aber du – du kannst deine Figur so intim fühlen, denken und handeln lassen, wie du willst.

Und du? Wenn du die Gelegenheit hast und den passenden Mann, solltet du „Feldstudien“ betreiben. Es wird dich bereichern, deine Figuren lebendiger machen und deine Leserinnen erfreuen.

Schreiben über ungewöhnliche erotische Wünsche

Manches ist in der Fantasie schöner als in der Realität
Für dich als Autorin erotischer Schriften gibt es eien Schwierigkeiten, die hier schon oft besporchen wurde: die Distanz zu den konkreten erotischen wie auch sexuellen Praktiken, die deine Figuren durchleben. Hängst du sie an deine eigenen Lüste, so machen sie sich in der Fantasie selbstständig – aber das heißt nicht, dass du diese Praktiken auch glaubhaft schildern kannst.

Was kannst du tun, um dieses Problem zu lösen? Ich habe für ein anderes Magazin diese Lösungen beschrieben – doch sie gelten für den Fall, dass du selbst Lust auf das Besondere hast. Indessen – ist es so ein großer Unterscheid, ob du selbst nach dem Besonderen lechzt oder ob es deine Figur stellvertretend für dich tut?


Ich will dir gerne zehn Möglichkeiten zeigen, mit ungewöhnlichen erotischen Wünschen umzugehen.

Die zehn Wege, eine eine seltsame Lust realistisch zu beschreiben.

1. Fantasieren ist sinnvoll. Natürlich nicht nur, wenn es um erotische Wünsche geht, sondern bei jeder Idee, die du vielleicht einmal umsetzen willst. Beim erotischen Schreiben hilft oft, sich sehr intensiv in die Lust hineinzuversetzen, die Deine Heldin empfinden soll.
2. Schreib ein paar Stichworte zu den Gefühlen auf, die bei der ungewöhnlichen erotischen Praxis auftreten könnten – positive wie auch negative. . Es ist immer ein guter Gedanke, die Möglichkeiten schwarz auf weiß vor sich zu sehen – das verfestigt die Idee und macht sie realistischer.
3. Ja, wenn du kannst, dann rede mit jemandem darüber. Mit Frauen und Männern, mit Hetero- und Homosexuellen. Du bist doch Autorin – und das gibt dir das Recht, neugierig zu sein.
4. Lies Foren. Je harmloser sie sind, umso wahrscheinlicher wird dort die Wahrheit gesagt. Heute findest du in Frauen- oder Medizinforen alles – auch Erotik, die hart an der Grenze liegt.
5. Versuche, dein Wissen aus Sachbüchern zu vertiefen. Manchmal ist es schwer, ein glaubwürdiges Buch über Sex, Erotik, Fetische und Ähnliches zu finden. Du erkennst diese Bücher daran, dass sie keine Perfektion vermitteln wollen.
6. Lies Schilderungen und Kurzgeschichten anderer. Die meisten sind leider sehr unrealistisch und schlecht geschrieben. Du erkennst dies daran, dass diese Geschichten Gefühle bewusst aussparen. Lies die anderen – und überlege, ob due die Schilderungen für realistisch hältst.
7. Visuelle Pornografie hilft. Ja, sie ist meist unrealistisch, aber sie zeigt dir dennoch, was geht und was nicht. Echter Sex und andere Praktiken sind wesentlich schmutziger und weniger elegant als die Bilder in Pornos. Und sie und funktionieren nicht auf Anhieb so doll wie im Film. Wenn du das berücksichtigst, können Pornos sehr lehrreich sein.
8. Stell dich neben dich und frage dich: Wenn ich die Lust ausleben wollte, die meine Heldin durchlebt, wie müsste ich dann sein? Wie würde ich selbst handeln? Was würde mich antreiben? Wo lägen meine Schwierigkeiten?
9. Versetze dich für einen Moment in den Konterpart. Was mag in dem Partner / der Partner deiner Heldin vorgehen? Denk insbesondere daran, was passiert, wenn er/sei nicht mit „merkwürdige“ Lüsten rechnet.
10. Mach es einfach einmal porbeweise im geschützten Raum, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Weihe eine gute Freundin oder einen guten Freund in deine Pläne ein, und bitte sie (ihn) etwas mit dir auszuprobieren. Klappt am besten bei Fetischen und SM, weniger bei Vanille-Sexpraktiken.

Ich denke, es ist für eine Autorin unerlässlich, konsequent „abzufühlen“, was deine Figur bewegt und was sie in den Situationen empfindet, in die du sie bringst.

Und wie fühlst du dich bei der Dominanz?

Schreib ihre Gedanken auf, nicht nur das, was sie tut
Nehmen wir mal an, du schreibst über „Dominanz“ – das st ja ziemlich populär. Und du willst (was nicht so populär ist) das Schwergewicht auf die Gedanken der dominanten Frauen in deiner Story legen.

Wir fanden dazu etwas interessantes in einem Blog (1). Dort schreibt eine junge Frau, sie hätte zwei Praktiken verwendet, die man in der Branche allgemein als „Queening“ und „Pegging“ kennt. Bevor ich erkläre, was es ist, schreibe ich mal, wie es war und wie es gewesen sein könnte.

Denn die junge Frau hat ihrem Freund mit beiden Praktiken nichts als eine Gefälligkeit erwiesen, und dabei – gar nichts gefühlt. Du kannst auch sagen: Sie hat’s im einfach gemacht. Aber natürlich kannst du sicher sein: Er hat dabei etwas gefühlt – mal im Gesicht und mal im Po, und sein Hirn ist dabei Karussell gefahren – garantiert.

So und nun du: Du kannst genau beschreiben, was sie getan hat, wie sie dem lästigen jungen Mann den Atem geraubt hat. Wie sie das Geschirr zum Pegging anlegte und wie sie schließlich mechanische Stöße mit der Hüfte ausgeübt hat – und ihr eigentlich alles völlig gleichgültig war.

Aber es geht auch anders: Lass sie doch stolz auf das sein, was sie da tun. Schildere, wie sie sich seines Mundes bemächtigt, ihr Gesäß schwer und heftig auf seinem Gesicht tanzen lässt. Oder wie sie auf seinen Atem achtet, sich an seiner Unterwerfung ergötzt und ihn vielleicht auch verachtet. Und beim Pegging? Da gibt es ein Vorspiel, um ihn auf die Prozedur vorzubereiten, und allein das Anlegen des Geschirrs ist eine Betrachtung wert. Und schließlich – kein Mann, auch ein Liebhaber dieser Praxis, nimmt „einfach hin“, was mit ihm geschieht. Er wird lüstern und murren, aufschreien und wollüstig stöhnen – und das alles kann Musik in den Ohren deiner Figur sein.

Wir haben noch einen besonderen Tipp, wenn du „Dominanz“ in deine Werke einbauen willst: jede sexuelle Handlung (auch im Bereich vom Blümchensex) kann mit Dominanz, zum Beispiel in form von Forderungen, gewürzt werden. Dominanz bedeutet nicht, dass irgendwo an diener Heldin ein Strap-on-Dildo baumelt und nicht, dass sie eine Peitsche schwingt. Dominanz kommt von innen heraus – und nur, wenn du es schaffst, die dominanten Gedanken an den Tag zu bringen, ist deine Figur glaubwürdig.

pegging - anal mit einem dildo penetrieren.
queening - sein gesicht als sitzplatz (thron) nutzen.
(1) Referenz in der Liebesezeitung - Dominanz.

Oh, wie geht eigentlich „blasen“ wirklich?

Blasen, Fellatio, Lutschen ... da ist die Stelle, an der du nicht weiterkommst, nicht wahr? Die meisten Autorinnen (oh ja, und auch Autoren) sind nicht auf allen Gebieten erfahren, und nicht alle, die erfahren sind, lieben ihre Erlebnisse. Ja, manche haben sie verdrängt. Einen Penis im Mund zu haben ist nicht dasselbe wie ein Schokoladeneis mit Sahne im Mund. Und dann fragst du eine Freundin, von der du glaubst, sie weiß es. Vielleicht verläuft dien Gespräch dann so:

„Wie lange ist es her, dass du einen Sch… …geblasen hast?“
„Darüber rede ich nicht.“
„Aber du hast?“
„Jede hat es doch mal getan, oder?“
„Ich frage aber dich!“
„Du willst nur wissen, wie es ist, oder?“
„Kann sein.“
„Und dann schreibst du darüber?“
„Vielleicht … ich will genau wissen, was dabei passiert.“
„Warum versuchst du es nicht selbst?“


Der Bananenversuch - nicht wirklich hilfreich
Tja, und das ist genau der Punkt. Aber zu deiner Geschichte gehört nun mal, dass deine Figur genau schildert, wie das geht, aber vor allem, wie es ihr dabei ergangen ist. Und selbst, wenn du eine Freundin findest, die es getan hat und sich gut daran erinnert, dann ist immer noch die Frage, ob sie dir dazu auch Einzelheiten erzählt. Du weißt das sicher aus der Psychologie für Anfänger: Wenn du etwas nicht gerne machst oder dich sogar ekelst, dann verdrängst du es manchmal. Und wenn das alles wieder hervorgeholt wird, dann können die Gefühle überkochen, und du hast eine verzweifelte Freundin, aber weißt immer noch nichts. Also: Wenn du jemanden triffst, der freizügig über Fellatio reden kann, dann frag sie nach allen Einzelheiten aus. Wahrscheinlich wirst du abwechselnd rot und bleich werden, aber es ist eine angenehmere Lehrstunde, als der Versuch am Lebenden Objekt.

Allerdings wirst du kaum Frauen deines Lebensumkreises finden, die in diesem Punkt mitteilsam sind. Da könnte ich dir auf die Sprünge helfen.

Es geht um folgende Umstände:

Sieben Tatsachen, die du vom Fellatio wissen musst

1. Wie kann ein Penis aussehen? Denk an den schlaffen, halb erigierten und vollständig erigierten Zustand.
2. In deiner Welt sind voraussichtlich die meisten Penisse unbeschnitten. Da heißt, beschäftige dich mit Eichel und Vorhaut.
3. Die meisten P-Seiten zeigen ganz ordentliche Blowjobs (Fellatio, Blasen). Das kannst du verwenden, um das Optische zu beschreiben. Denk aber dran, dass die meisten „gewöhnlichen“ Männer zu Anfang keinen vollständig erigierten Penis haben.
4. Die Technik lässt sich in Foren nachlesen. Lippen und Zunge sind immer daran beteiligt, die strategisch günstigsten Stellen werden dort auch genannt.
5. Nun kommen die Gefühle an die Reihe. Sie schwanken zwischen Ekel und Lust – und zu Anfang überwiegt meist Ekel. Doch es gibt mehr über die Gefühle zu sagen, weil sie nicht nur im Kopfkino, sondern ganz real stattfinden. Da treffen Nerven auf Nerven und Haut auf Haut, und zumindest für die beteiligte Frau ist höchst ungewöhnlich, was die dabei empfindet.
6. Wenn du wirkliche Gefühle schildern willst, dann achte darauf, wie die Frau auf die Änderungen reagiert, die sich am Penis zeigen, während sie Fellatio ausführt.
7. Wenn Fellatio „komplett“ oder „total“ ohne Kondom ausgeführt wird, gibt es mehrerer Möglichkeiten, mit dem Ejakulat umzugehen. Beschäftige dich damit, wenn du wirklich an der Schilderung der dabei aufkommenden Gefühle interessiert bist.

Am Ende … wirst du eine Expertin ohne Praxis sein – so, wie die meisten Autorinnen und Autoren.

Der Moment der Wahrheit: Wenn sein Slip herunterkommt

In den erotischen Romanen und Erzählungen aus der viktorianischen Zeit steht oftmals eine reife, schöne Gouvernante im Mittelpunkt, die einen meist aufsässigen jungen Mann erzieht.

Dazu gehört auch, ihn wegen seines Fehlverhaltens nachdrücklich zu bestrafen. Solche Szenen sind sehr schwer zu beschreiben, zumal die meisten Autorinnen mit einer Züchtigung wenig Erfahrung haben – und zwar weder aktiv noch passiv. Um daraus dennoch ein erregendes literarisches Erlebnis zu machen, sollten Sie eher auf die Umstände achten, unter denen der Jüngling bestraft wird als auf die Schläge, die seine Haut treffen und die heftige, aber oft unkontrollierte und schwer beschreibbare Reaktionen auslösen.

Faustregel für Sie: Die Vorbereitung ist leichter zu beschreiben als die Ausführung

Faustregel: Während einer Bestrafung sind die Gefühle des Bestraften (ob erotisch oder nicht) nur schwer beschreibbar, da Botenstoffe seine/ihre Wahrnehmung einschränken. Das ist völlig normal. Zuvor und hernach allerdings sind Gefühle wie Scham, Demut, Zorn und psychosomatisch deutlich erkennbare Nervosität an der Tagesordnung, und in der Regel werden diese Gefühle auch gut erinnert.

Die bekanntesten Prozedur, die in der Folge einer Züchtigung üblich sind, besteht im Dank für die gerechte Strafe und in der anschließenden reuigen Selbstbesinnung, dem „Eckenstehen“. Beide sind scham- und schmachvoll und sie werden nicht überall verwendet, weil sie nicht immer zur Rolle des Gezüchtigten passen.

Wesentlich einfach ist, sich mit dem zu befassen, was seit Jahrhunderte in der sexuell motivierten viktorianischen Literatur und anderen erotischen Schriften geradezu liebevoll gepflegt wird: das schamvolle Ausziehen.

Diesen Text fanden wir in einem unveröffentlichten Manuskript, das nicht aus viktorianischer Zeit stammt, sondern die Prozedur nachbildet. Der „Jüngling“ kann dabei zwischen 18 und 38 Jahren sein - die Lust an der Züchtigung durch eine reife Damen ist nicht zwingend an das Alter gebunden.

Vom Eintritt in dein Reich bis zur letzten Hülle

Schon, wenn der Jüngling durch das Eingangsportal tritt, werden seine Gefühle mit großer Wahrscheinlichkeit von Wogen durchzogen, und eine fiebrige Grundstimmung wird seinen Sinn beherrschen. Auf der einen Seite möchte er von der Last seiner Schuld befreit werden, will bereuen, was er tat und andererseits kämpft er mit seinem Stolz. Er befürchtet, vor Schmerz und Erniedrigung Tränen zu vergießen, und möchte doch deren erlösende Kraft verspüren. Vor allem aber weiß er, dass er sich schämen wird, und die vor einer Dame, die er, falls er sie unter anderen Gegebenheiten getroffen hätte, heiß begehren würde.

Ich denke, du kannst dir nun ein ungefähres Bild machen, wie es dem jungen Mann ergeht, doch weiß er meist noch nicht, wie sich seine Psyche von der eine gestandenen Mannes in die eines ängstlichen Jungen zurückverwandeln wird. Wenn er dich das erste Mal in dieser delikaten Angelegenheit konsultiert, wird sein Herz so hoch schlagen, dass er nach Worten ringt, seine Hände feucht sind und sein Gesicht eine erbliche Rötung aufweist. Er weiß natürlich, dass er gezüchtigt werden will und auch, dass er keinen anderen Ausweg mehr gibt, als durch diese Kur besänftigt zu werden. Doch das sagt sich nur der Erwachsene in seiner Seele, während sich der scheue, nervöse, über alle Maßen beschämte Jüngling in ihm die damit verbundenen Schmerzen und Erniedrigungen fürchtet.

Am besten ist, wenn du die ganze Prozedur in dein Boudoir verlegst, oder in einem anderen Raum, der betont feminin eingerichtet ist, denn dies verstärkt die Wirkung. Eine Umgebung, die einem Herrn fremd ist und ganz und gar von Weiblichkeit geprägt – das verwirrt ihn. Schließt sich die Tür hinter ihm, so weiß er, dass es keinen Weg zurück gibt, und du kannst sicher ein, dass ihn dies in vielfältiger Weise erregt, weil er dir und dem Raum ganz und gar ausgeliefert ist. Wenn du den Effekt verstärken willst, kannst du den Raum einfach abschließen.

Ich will hier nicht alle Möglichkeiten der Rollen erörtern, sondern nur jene, in der eine durchaus damenhafte Erzieherin oder Gouvernante mittleren Alters auf einen jungen, ausgesprochen gut gekleideten „jungen“ Herrn trifft, der, wie ich schon schrieb, in seinen 20er oder 30er Jahren sein kann. Ich verhehle nicht, dass es auch Herren höheren Alters gibt, die sich gerne zu einem kleinen, unartigen Jungen zurückverwandeln lassen wollen.

(… wir übergehen die Prozedur des Auskleidens durch den Herren selbst oder durch eine Bedienstete und widmen uns dafür ausführlich einem kurzen Augenblick, in dem der Herr plötzlich als junger, unsicherer Mann in seiner Unterhose dasteht.)

Ein zuvor vornehmer Herr steht nun im Slip vor dir

Schamvoll im Wechselbad der Gefühle bei der Gouvernante
In diesem Moment ist der Herr aufs höchste Verunsichert, und ich nenne ihn deshalb den „Moment der Wahrheit“. Denn bis zu diesem Zeitpunkt gab es für ihn noch die Möglichkeit, innerlich auszuweichen. Zwar liegt der größte Teil seiner Haut nun frei, und er kann Hitze, Kälte, Berührungen und Schlägen nicht mehr ausweichen. Aber er behält noch den letzten Teil seiner Würde, indem seine intimsten Körperteile weiterhin verschlossen unter dem Bauwollstoff liegen. Das, was er seine Unterhose nennt, ist nun keine Unterhose mehr, sondern seine einzige Hose, die ihm noch etwas Schutz bietet. Du kannst an seinem Schweiß, seinem Atem, seiner Gesichtsrötung und seiner Haltung sehen, wie angespannt er ist. Und in seinem Inneren wüten die Zweifel an sich selbst und der Situation, in der er sich befindet. Eine schöne Frau, äußert attraktiv, sehr begehrenswert aber unnahbar wird ihn abstrafen wie einen unartigen Jungen.

Bisher weiß der Herr nicht, ob er sich den Slip, der ihn noch schützt, selbst ausziehen darf oder ob du es tun wirst, und allein dieser Umstand wird seine nervöse Erregung noch weiter steigern. Dazu trittst du nun vor und legst spielerisch deine Zeigefinger der rechten und linken Hand unter den den Gummizug, ohne hinzusehen. Nun ahnt er, dass du ihm das letzte, verhüllende Höschen selbst ausziehen wirst, und er wird sich wünschen, vor Scham im Boden zu versinken. Damit er dieses Gefühl noch eine Weile kultivieren kann, wander deinen Finger nun um die gesamte Hüfte und heben das Band ein wenig an. Bisher glaubte er noch, dass du es ihm einfach machen würdest: ein Ruck, und das Höschen käme herunter. Doch dass Speil diener Finger Finger unter dem Gummizug zeigt ihm, dass du allein den Zeitpunkt bestimmen wirst, indem du ihm seines Schamblatts berauben wirst. Nun kannst du noch weitere Finger unter den Gummizug legen, um das Spiel voranzutreiben.

Denke immer dran: er wartet darauf, dass endlich „etwas passiert“, und je länger du dies verhinderst, umso mehr steigert sich sein Eindruck, dir restlos ausgeliefert zu sein. Seine heftigsten aber Gefühle schwanken zwischen der Furcht vor dem Kommenden und der Hoffnung, es möge nun bald beginnen.

Nach und nach kannst du den Gummizug spielerisch nach unten ziehen, wobei du die Hinterseite bevorzugen solltest, damit die wirklich schamvolle Entblößung von Penis und Hoden nicht vorweggenommen wird. Sobald du seine Pobacken zur Hälfte freilegst, wird er sich etwas erleichtert fühlen – und du kannst sie erst einmal wieder verdecken, um ihm anzuzeigen, dass du dir Zeit nimmst. Und die Gefühlswogen, die bereist besänftigt erschienen, kommen nun erneut auf

Wieder und wieder gleiten deine Finger unter den Gummizug, mal hinten, mal vorne und mal von der Seite. Er wird sich fragen, wo du endgültig ziehen wirst und was du zuerst entblößt. Ist es der erwartungsfrohe Po, der schon lange auf die Behandlung wartet oder die peinliche Vorderseite?

Wenn du lange genug Katz-und-Maus damit gespielt hast, ziehst du ihm den Slip einfach mit einem scharfen Ruck herunter, so dass sich die Innenseite nach außen kehrt. Allein dies ist für die meisten Herren ausgesprochen peinlich, und manche von ihnen schämen sich dabei wahrhaftig in Grund und Boden.

Nun wird es Zeit, mit der eigentlichen Prozedur zu beginnen, die so vielfältig gestaltet werden kann, dass ein ganzes Buch nicht ausreichen würde, um sie zu beschreiben.


Hinweis: Beim Bild handelt es sich um eine abgewandelte, anonyme Illustration, die gegen 1950 entstanden sein dürfte.