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Klassische erotische Frauenrollen: Die Heldin

Die Heldin (Heroine)

Vielleicht gab es ja wirklich einmal „Heldinnen der Arbeit“, aber die „Heldinnen der Liebeskunst“ sind längst abgewertet, sodass eine wirkliche Heldin (Heroine) in der erotischen Literatur schon etwas ganz Besonderes tun muss. Sie kann sozusagen „Ausziehen, das Fürchten zu lernen“ oder nach Art der „Sieben Faulen“ in der Fremde ein Frauenleben kennenzulernen, das ihr bisher unbekannt war, und das sie nun ohne Rücksicht auf „das Geschwätz der Leute“ lebt.

Die Heldin wird so gut wie immer erstarken oder gar erstrahlen, wenn sie zurückkommt. Entsprechend ist „Reise und Rückkehr“ das sinnvollste Plot. In der Kurzgeschichte muss die Frau vor allem ungewöhnlich, selbstbewusst und risikofreudig sein, um als „Heldin“ durchzugehen. Wichtig ist natürlich, dass sie oft „kurz vor dem Scheitern“ ist – keinesfalls darf ihr alles alles sofort gelingen. In der Kurzgeschichte ergreift die Heldin entschlossen eine Gelegenheit, die das Scheitern wahrscheinlicher macht als den Erfolg. Aber natürlich siegt sie nach diesem „retardierenden“ Moment umso glorioser.

Dieser Beitrag hat mehrere Teile. Nächster Teil: Die Salondame.