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Wie viel freche Erotik verträgt Weihnachten?

Ein Engel fliegt vorbei ...
Weihnachten ist erotisch so interessant wie die Wasserstandmeldungen. Oder etwas doch nicht? Und lässt Weihnachten als stilles Familienfest über Erotik zu?

Fragen wir und doch mal etwas anderes – was ist denn eigentlich „Weihnachten“? Dann finden wir die Antworten.

Sinnliches Schenken

Für die Christen ist es das Geburtsfest ihres Religionsstifters, von dem sie glauben, er sei der „Messias“. Soweit überhaupt etwas Erotisches daran ist, sind es die Weisen aus dem Morgenland, die sinnliche (und sehr weltliche) Gaben bringen (Matthäus 2:11). Schenken kann sehr erotisch sein. Also ist Weihnachten ganz selbstverständlich auch erotisch.

Bürgerliche Liebesromantik

Für die Bürgerfamilien ist Weihnachten oft ein Symbol für das Glück neuer Paare. Wer ausgesprochen romantisch veranlagt war, feierte einst „Verlobung unter dem Weihnachtsbaum“. Das ist sicherlich nicht unerotisch – könnte eine romantische Kurzgeschichte geben, nicht wahr?

Weitläufige Verwandte mit sinnlichem Potenzial

Zu Weihnachten begegnen jene, die nach Lüsten lechzen, allerlei Verwandten, die nahe genug sind, um sie zu beflirten, aber ihnen nicht so nahestehen, dass man von „Inzest“ reden könnte. Entfernte Tanten und Cousinen sind oftmals begehrte sinnliche Objekte für junge Männer. Das gibt Stoff für Kurzgeschichten … zumal, wenn die Tanten verführen.

Herzen, die schmelzen

Weihnachten macht Singles entweder traurig oder sinnlich oder beides. Niemand will allein sein, und die Gelegenheit, zu zweit zu sein, macht Liebe. Wenn nicht jetzt, wann dann? Schreiben Sie über Herzen, die schneller Schmelzen als der Schnee.

Weihnachtsparty, Jul-Frühstücke

Der Zeigefinger ist hoch aufgerichtet und sagt: „Tu’s nicht mit Kolleginnen.“ Doch was, wenn der Penis sich ebenfalls aufrichtet und sagt: „Hey, was geht mich der Zeigefinger an?“ Nach Weihnachtsfeiern werden HIV-Tests und Schwangerschaftstest vollzogen, trennen sich Ehepaare und finden sich Menschen dauerhaft, die eigentlich nur geil aufeinander waren. Und das soll kein Erotik-Thema sein?

Weihnachtsmann, Santa, Klaus, Claudia, Nicola & Co.

Santa, der Weihnachtsmann, ist eine Abart des Nikolauses. Er hat ähnliche liebevolle und strafende Züge – und wenn Nicola oder Claudia den roten Rock mit weißem Pelzbesatz des „F.C“ (Father Christmas) anziehen, dann sind sie genauso gut drauf wie Mr. Santa Claus . Wart ihr immer artig, Jungs? Na, dann kann ja nichts passieren.

Lucy, Lucia und Fräulein Christkind

Das Fräulein Christkind eröffnet jedes Jahr einige Weihnachtsmärkte, die in Süddeutschland und Österreich Christkindlmarkt heißen. Diese „Christkinder“ müssen immer sehr schön sein – so schön, wie die Lucias in Schweden, die am 13. Dezember mit ihren Lichterkränzen das Weihnachtsfest einläuten. Die Sinnlichkeit blonder Frauen mit Lichterglanz ist durchaus ein Thema, über das Sie nachdenken könnten.

Die holden Engel

Das Fräulein Christkind, aber auch mancher Weihnachtsmann führt Engel mit sich, die allesamt weiblich und hold sind. Doch nach Dienstschluss und abgelegten Watteflügeln sind sie eben vor allem Frauen, die nun etwas Vergnügen suchen. Ich denke, darüber lässt sich durchaus schreiben. Engel sind eben auch nur Menschen.

Das Fest des Sonnengottes

Des einen Eule ist des anderen Nachtigall. Das „Christfest“ wurde im Ursprung eigentlich als fest des Sonnengottes gefeiert, der mit der Wintersonnenwende die Hoffnung auf neues Licht bringt. Auch das nordische „Weihnachten“ oder „Jul“ hat noch ein wenig davon. Die erste Hoffnung auf den Frühling beginnt dann, wenn die Tage wieder länger werden. Vorläufig ist es aber erst einmal romantischer Kerzenschein. Und der flackert nicht nur ind en Augen, sondern lockt auch die Sinne hervor.

Raunächte und Silvesterzauber

Wilde Gestalten, die in den zwölf geweihten Nächten (trotz des Widerspruchs der katholischen Meinungsmacher sind wie „Wiehen Nachten“ das „ursprüngliche“ Weihnachtsfest).Die Bedeutung ist unterschiedlich, aber man glaubte (und glaubt bis heute), dass in diesen Nächten alles anders werden kann. Vom 24. Dezember bis zum 5. Januar gehen sie, und manche Dame geht den Wunsch, doch einmal der wildern Horde zu begegnen oder gar mit ihr mitzuziehen. Die guten Wünsche zu Sylvester, die Vorsätze und das Reinigen vom alten Jahr sind Überbleibsel dieser Vorstellungen. Und natürlich auch, in der Silvesternacht eine eher merkwürdige erotische Begegnung zu haben.

Thomasnacht (Nacht vom 20. auf den 21 Dezember)

In der Nacht, die zum Thomastag führt, können junge Frauen gegen Mitternacht ihren zukünftigen Geliebten im Spiegel sehen. Das riecht förmlich nach einer erotischen Gespenstergeschichte, nicht wahr?

Viel Freude für Sie!

Viel Spaß mit der weihnachtlichen erotischen Vielfalt, die ja manchmal in Kommerz, Weihnachtsmarktgetümmel und Christentum untergeht.