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Masturbation - drei Arten, darüber zu schreiben

Erst Stöhnen vor Lust, dann erröten vor Scham?
Ein Teil denjenigen, die häufig masturbieren, findet es absolut normal. Ein anderer Teil aber hat von Anfang an Schuldgefühle dabei und konnte sie niemals ablegen. In Studien wird sogar manchmal behauptet, etwa die Hälfte der Frauen zwischen 18 und 38 habe "ungute Gefühle" bei sexuellen Themen.

Heimlich masturbieren und sich noch heimlicher schämen

Was ich euch heute schreiben will, betrifft alle, die mehr oder weniger „heimlich“ masturbieren und sich dessen schämen. Ob deine Figur verheiratet oder ledig ist, 18 oder 58 - die Angst, „erwischt“ zu werden, ist groß. Aber natürlich tut sie’s trotzdem. Der Weg zum selbst erzeugten Orgasmus ist kurz, die Lust, die daraus entsteht, durchaus sensationell, und überhaupt - es ist ein Nervenkitzel, wenn der Partner, oder je nach Situation auch die Mutter oder die Tochter, unbeabsichtigt die Tür öffnet, und ...

Ei, ei ... wenn das kein Thema ist ...

Drei Szenarien und noch mehr ...

Viele der Frauen, die voller Lust masturbieren, sich aber dennoch dessen schämen, suchen nach einer Gesprächspartnerin. Dabei sind drei Szenarien denkbar:

1. Beide sprechen über die Masturbation. Wann immer wir jemanden treffen, der das gleiche tut wie wir, glauben wir, eine Freundin im Geiste (oder im Fühlen) gefundne zu haben. Das ist die normale Methode, über innere Konflikte zu sprechen - sie kostet aber Überwindung. Sensible Autorinnen können daraus interessante Dialoge entwickeln.

2. Durch das Gespräch über Masturbation entsteht eine Intimität, in der die sicherere Person die unsicherere verführt. Das erzeugt eine unerwartete Wende in der sexuellen Definition, und kann sowohl zu mehr Selbstzufriedenheit führen wie auch zu neuen Ängsten: „Bin ich normal, wenn ich mich von einer Frau verführen lasse?“

3. Das Gespräch verläuft von vorn herein asymmetrisch. Die Gesprächspartnerin ist machtvoll und manipulativ und fordert die Ratsuchende auf, nicht dauernd „um den heißen Brei herumzureden“. Diese fühlt sich wie in einem Verhör und entblößt ihre „wirklich geheimen“ Lüste, die sie beim Masturbieren als Fantasien durchlebt. Sie macht sich dadurch zunächst verwundbar und liefert sich am Ende völlig aus. Denn mit dem erworbenen Wissen kann die Ratsuchende in ein Spinnennetz verwickelt werden, aus dem sie allein nicht mehr herauskommt.

Alle drei Themen sind natürlich schon häufiger in die erotische Literatur eingeflossen, aber derzeit könnten sie erneut Leserinnen finden.

Also: Viel Glück und Erfolg beim Thema.

Spontanes Lust-Spiel in der U-Bahn

Bleib kühl, auch wenn dir heiß wird ...
Dies ist eine Geschichte über die Vorstellung, dass mein Gegenüber ein Voyeur ist, der sich nicht traut, ein Voyeur zu sein. Es ist nicht meine Geschichte, sondern nur eine spontane Idee, die mir in der U-Bahn kam. Die jungen Männer spielten mit ihren Handys, die alten Frauen saßen stocksteif in ihren grauen Klamotten herum und blickten ins Leere. Und niemand interessierte sich für den anderen.

Wenn ich in die U-Bahn eintsteige, folgen mir viele Augen. Auch deine Augen, da bin ich sicher. Wahrscheinlich versuchst du, mich in dem Glauben zu lassen, du würdest mich nicht beobachten. Du bist solche einer. Ein braver Junge, dem seine Mami immer gesagt hat, es wäre nicht fein, Leute ständig heimlich zu beobachten? Du tust gerade so, als würdest du die Station ansehen, in die wir einfahren, nicht wahr? Aber du beobachtest mich.

Du hast ein Buch in der Hand, du Schelm, aber du liest es nicht. Seit mindestens zwei Haltestellen hast du keine Seite umgeschlagen. Stattdessen wandern deine Blicke an mir entlang, mal direkt, mal an meinem Abbild, das sich im Fenster spiegelt.

Na, wenn du es so willst … ich werde dir eine kleine Freude machen. Ich schiebe mal die große Handtasche so auf meinen Schoß, dass du nichts sehen kannst, was dahinter geschieht - aber du kannst ja noch meine Augen sehen. Das dürfte reichen. Meine Augen suchen deine, aber du weichst mir aus. Macht nichts. Du wirst mich jetzt schärfer beobachten, und das ist gut so. Niemand anders wird bemerken, dass meine Hand untere meinen Minirock gleitet, und auch du kannst es nicht sehen. Aber du siehst meine Augen, meinen Mund und die Bewegung, die du an meinem Arm und meinen Schultern bemerkst.

Du glücklicher … siehst du, wie ich leicht erröte? Ich bin ganz gut darin, schell und heftig zu kommen, und du bist mein einziges Publikum. Die Menschen in der U-Bahn sind mit sich selbst beschäftigt, denken an sich, an ihre Arbeit. Du nicht.

Die U-Bahn holpert über die alten Gleise und Weichen, und ich spüre jetzt jede Bewegung des Zugs, die mich von unten anstupst. Ich muss fast gar nichts mehr tun, um meinen Körper schweben zu lassen, lustvoll auf den Höhepunkt zuzutreiben. Was für ein tolles Gefühl!

Ich sehe dich an, und diesmal weichst du meinem Blick nicht aus. Ich komme für dich, feucht, warm und wonnig. Der Körper zuckt ein wenig, und ein plötzliches Feuer dringt durch meine Adern, das ich bis in die Zehnspitzen fühle. Beinahe hätte ich gestöhnt, beinahe. Niemand außer dir hat diesen schönen Moment mit mir teilen dürfen. Nur du.

Jetzt muss ich aussteigen. Schnell die Finger befreien. Die Hand langsam wieder unter dem Rock hervorholen, den Saum richten, die Tasche ergreifen. Ein Finger ist noch feucht von meiner Lust. Für eine Sekunde denke ich, dass ich damit deine Wange berühren sollte. Ein hübscher Gedanke. Aber ich verzichte darauf und reihe mich ein in die kleine Gruppe von Passagieren ein, die ebenfalls aussteigen wollen, und ich blicke nicht zurück. Vielleicht träumst du heute Nacht von mir. Ich denke, dass es ein sehr, sehr feuchter Traum wird.

Dialoge und Realitäten über Selbstbefriedigung

Beginnen wir mal mit dem Humor – der Originaltext zu diesem Artikel ist noch in der Brutmaschine.

„Was für ein Film läuft eigentlich bei dir ab, wenn du es dir machst?“

„Ich denke an deine Brüste.“

„Das erlaube ich dir nicht.“

„Schön – das nächste Mal träume ich davon, dass du mich schlägst, weil ich mit dir im Kopf wichse.“


Wir schreiben Ihnen dazu nach etwas mehr – denn das Thema hat viele Facetten. Fast jede Frau fragt sich, was ein Mann beim Masturbieren denkt. Und zumeist sind Frauen überaus empört, wenn sich sein Sperma nachts auf ihren höchstpersönlichen virtuellen Körper verteilt.

Es gibt noch andere, wesentlich kritischere Szenarien. Und wenn Sie seriös schreiben wollen, stellen Sie sich gerne die Frage, ob sich der Mann schämt, der den virtuellen Frauenkörper als „Wichsvorlage“ nutzt.

Ja, und worüber fantasiert die Frau, wenn sie sich „das kleine Vergnügen“ gönnt?

Wenn Sie jetzt etwas dazu zu sagen haben, dann sagen Sie es.