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Etwas über Pegging für Autorinnen

Pegging symbolisch - die Praxis ist wesentlich "kantiger"
Strap-on-Sex (Pegging) ist ein Thema – ohne jeden Zweifel. Schau mal, wie viele nutzbare und nutzlose Strap-on-Geschirre am Markt sind, dann weißt du, dass sie auch gekauft werden. Und wenn du Zugang zu Storys oder Videos hast, die den Verkehr damit schildern, dann erkennst du ebenfalls: Da gibt’s ein Bedürfnis.

Leider taugen die meisten Schmuddel-Storys und so gut wie alle Videos nicht, um eine lustvolle, aber dennoch realistische Geschichte über das Pegging zu schreiben.

Wie fühlt es sich an, jemanden zu "Peggen"?

Wenn du schreibst, solltest du wissen, wie sich „die Dinge“ anfühlen. Nun sind Autorinnen und Autoren nicht immer bereit, „Selbsttests“ durchzuführen. Deswegen verweise ich hier mal auf einen Artikel von Isidora, die versucht hat, herausfinden, wie Frauen sich daran gewöhnen, ein solches „Gerät“ zu tragen. Wenn du eine weibliche Figur erschaffst, die Strap-Ons trägt und nutzt, dann solltest du wissen, wie so etwas angeschnallt wird und wie es sich anfühlt, mit dem Becken kräftig zuzustoßen und dabei noch so etwas wie „Gefühl“ zu entwickeln.

Tu in jedem Fall das, was im Artikel von Isidora steht: Erlaube deiner Figur, das Lust-Geschirr im Alltag zu tragen (zu Hause, beim Lesen oder beim Fernsehen zum Beispiel). Und natürlich im Bett.

Was von hinten kommt, sollte dir nicht peinlich sein

Ich weiß nicht, ob dir’s peinlich ist: Aber mit dem der Strap-On kannst deine Figur Männer (einseitig) und Frauen (beidseitig) beglücken. Die Hauptanwendung ist aber nicht vaginal, sondern anal. Und die begierigsten Empfänger sind Männer, und da muss ich ergänzen: Hetero-Männer. Wie solche Männer ticken und warum ihnen das „Pegging“ so viel Spaß macht, sollte – wenn es denn nötig ist – ein andermal besprochen werden. In jedem Fall ist es für Männer eine Herausforderung, die Mut und Hingabe erfordert.

Der Genuss der Macht

Frauen, die Pegging bewusst (und nicht kommerziell) betreiben, haben uns erzählt, wie sie die Macht genießen, die sie dabei über einen Mann gewinnen. Möglich, dass du deiner Figur diese Macht verleihen kannst. Wenn das so sein sollte, wird deine Story garantiert realistischer.

Und wie fühlst du dich bei der Dominanz?

Schreib ihre Gedanken auf, nicht nur das, was sie tut
Nehmen wir mal an, du schreibst über „Dominanz“ – das st ja ziemlich populär. Und du willst (was nicht so populär ist) das Schwergewicht auf die Gedanken der dominanten Frauen in deiner Story legen.

Wir fanden dazu etwas interessantes in einem Blog (1). Dort schreibt eine junge Frau, sie hätte zwei Praktiken verwendet, die man in der Branche allgemein als „Queening“ und „Pegging“ kennt. Bevor ich erkläre, was es ist, schreibe ich mal, wie es war und wie es gewesen sein könnte.

Denn die junge Frau hat ihrem Freund mit beiden Praktiken nichts als eine Gefälligkeit erwiesen, und dabei – gar nichts gefühlt. Du kannst auch sagen: Sie hat’s im einfach gemacht. Aber natürlich kannst du sicher sein: Er hat dabei etwas gefühlt – mal im Gesicht und mal im Po, und sein Hirn ist dabei Karussell gefahren – garantiert.

So und nun du: Du kannst genau beschreiben, was sie getan hat, wie sie dem lästigen jungen Mann den Atem geraubt hat. Wie sie das Geschirr zum Pegging anlegte und wie sie schließlich mechanische Stöße mit der Hüfte ausgeübt hat – und ihr eigentlich alles völlig gleichgültig war.

Aber es geht auch anders: Lass sie doch stolz auf das sein, was sie da tun. Schildere, wie sie sich seines Mundes bemächtigt, ihr Gesäß schwer und heftig auf seinem Gesicht tanzen lässt. Oder wie sie auf seinen Atem achtet, sich an seiner Unterwerfung ergötzt und ihn vielleicht auch verachtet. Und beim Pegging? Da gibt es ein Vorspiel, um ihn auf die Prozedur vorzubereiten, und allein das Anlegen des Geschirrs ist eine Betrachtung wert. Und schließlich – kein Mann, auch ein Liebhaber dieser Praxis, nimmt „einfach hin“, was mit ihm geschieht. Er wird lüstern und murren, aufschreien und wollüstig stöhnen – und das alles kann Musik in den Ohren deiner Figur sein.

Wir haben noch einen besonderen Tipp, wenn du „Dominanz“ in deine Werke einbauen willst: jede sexuelle Handlung (auch im Bereich vom Blümchensex) kann mit Dominanz, zum Beispiel in form von Forderungen, gewürzt werden. Dominanz bedeutet nicht, dass irgendwo an diener Heldin ein Strap-on-Dildo baumelt und nicht, dass sie eine Peitsche schwingt. Dominanz kommt von innen heraus – und nur, wenn du es schaffst, die dominanten Gedanken an den Tag zu bringen, ist deine Figur glaubwürdig.

pegging - anal mit einem dildo penetrieren.
queening - sein gesicht als sitzplatz (thron) nutzen.
(1) Referenz in der Liebesezeitung - Dominanz.

Thema: Strap-on-Sex, auch Pegging genannt

Der Begriff ist so „ungehörig“, dass er nur selten erklärt wird. Er bezeichnet im Grunde nichts anderes als den Vorgang, der dem Ereignis vorausgeht: „Einen Gürtel anzulegen, an dem sich ein Dildo befindet, der nach außen gerichtet ist.

Das ließe sich auch anhand des Gebrauchs formulieren, dann wäre ein Strap-On ein Gerät, das einer Frau ermöglicht, einen Mann durch Hüftbewegungen anal zu penetrieren.

Pegging und Strap-On-Sex

Man benennt sowohl das „Geschirr“ („Harness“) wie auch den Vorgang („Strap-On-Sex“) mit diesem Namen, das Gerät selbst heißt in Deutschland „Umschnalldildo“. Ein anderer Name für den Vorgang heißt „Pegging“, auf Deutsch etwa „pfählen“

Was macht Strap-On-Sex so sexy?

Soviel zur Begrifflichkeit. Und was macht Strap-On-Sex so attraktiv? Es fällt in die Kategorie des Verruchten und Ehrenrührigen, grenzt für viele Menschen immer noch an Tabubrüche und ist damit das ideale Thema, um Furore zu machen. Zugleich aber ist die Schilderung von Strap-On-Sex ein machtvolles Werkzeug, um Frauen das Gefühl der totalen Macht über Männer zu vermitteln.

Wenn du intellektuellen Leserinnen und Leserinnen mit (meist veralteten) psychologischen Kenntnissen imponieren willst, dann verwendest du am besten den „Penisneid“ als Argument ein. Ist dein Bestreben hingegen, den Männern zu zeigen, wie es sich anfühlt, rücksichtlos penetriert zu werden, dann ist der „Revanche-Gedanke“ treffender. Er könnte etwas so formuliert werden: „Die Kerle wollen Oral- und Analverkehr von uns, also werden wir ihnen zeigen, was es bedeutet, stellvertretend mit einem Dildo Bekanntschaft zu machen.“ Für das Thema gilt: Scham ablegen, denn dieser Gedanke taucht in zahllosen Büchern und Filmen auf. Der Flirt mit dem Geschlechtertausch oder der Homosexualität kann als zusätzliches Element hinzugefügt werden.

Vorschlag eins - (soft):

Wenn du „soft“ bleiben willst, dann lass deine Heldin zufällig Indizien dafür finden, dass sich der Mann heimlich nach Dominanz sehnt, die vom Strap-On-Sex ausgeht. Deine weibliche Figur, die nicht in der „Szene“ angesiedelt ist und ansonsten eher auf „Blümchensex“ steht, könnte sich ein solches Gerät heimlich bestellen und vor einem Spiegel erproben, wie es sitzt und aussieht oder wie sie ihr Becken zweckmäßigerweise bewegt. Die eigentliche „Verwendung“ kannst du dann als „Erfolg ihrer Übungen“ kurz und knapp beschreiben.

Vorschlag Zwei: (Hart, Revanche):

Der neue Freund deiner Heldin verlangt von ihr rückhaltlose Hingabe und er nimmt dabei keinerlei Rücksicht auf ihre Bedürfnisse. Bevor deine Heldin ihn endgültig „abserviert“, wird sie ihm zeigen, wozu sie fähig ist. Die Vergeltung kann hart und rücksichtlos erfolgen – mache deiner Leserinnen werden sich durchaus gedanklich in der Rolle wiederfinden. Für den Mann darf der Vorgang in diesem Fall eklig, schmerzhaft und erniedrigend sein – es ist ja eine Revanche.

Vorschlag drei: (Psychologisch, Abhängigkeit)

Aufgrund von psychischen und physischen Gegebenheiten können Männer abhängig von analen Lüsten werden, ohne homosexuell zu sein. Dabei kommen manchmal (aber nicht immer) Fetische wie zum Beispiel das Tragen von Damenwäsche oder die Feminisierung dazu. Dann ist es nicht die Penetration allein, sondern das gesamte Umfeld. Wenn du einen psychischen, erotischen Rausch beschreiben kannst, dann kannst du auch auch ein Strap-on-Ereignis beschreiben. Vielleicht liest du vorher einmal Terence Sellers Bestseller „Der Korrekte Sadismus“.

Drei Tipps dazu:

1. Du solltest niemals versuchen, Vorgänge zu beschreiben, die Sie nicht wenigstens gedanklich nachvollziehen können.
2. Schreibe nie etwas, das anatomisch so gut wie unmöglich ist.
3. Orientieren dich nicht an Porno-Filmen, in denen die Frauen in hurenhafter Kleidung erscheinen.

Relevanz: Außerordentlich groß, gemessen an den vielen verkauften Strap-on-Dildos. Ansonsten (gemessen an geheimen Fantasien) zwischen einem und zwei Dritteln der Leserschaft.

Schreib-Erfahrung:
Für Fortgeschrittene.
Form:
Überwiegend als Kurzgeschichte oder Episode.
Recherche, Kenntnisse:
Erfahrungen, Einfühlungsvermögen, Recherche, physiologische und psychologische Kenntnisse.
Erotische Wahrnehmung:
Variabel - von mild bis sehr scharf.