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Zwiespältige Gefühle einer Erotik-Schriftstellerin

Nicht nur Leserinnen von Erotika haben zwiespältige Gefühle. Auch die Autorinnen beschleicht bisweilen das Gefühl, dass zwischen Begierden und Realitäten eine mentale Schranke liegt. Zwar will die Fantasie sich heftig Raum schaffen, doch andererseits kommt die Realität dazwischen und sagt: „Hey, du willst das nicht wirklich, oder?

Hier ein kurzer Text, der uns übermittelt wurde (ich haben den Text anonymisiert).

Wenn mich etwas erregen soll, darf es nicht so bildlich sein, wie in der Pornografie. Ich liebe es, wenn Männer danach gieren, meine Heldin vögeln wollen. Dadurch wird sie extrem begehrenswert – und wer will nicht wirklich begehrenswert sein? Ich werde niemals von der Handlung selbst erregt, wenn ich schreibe, aber mich erregt das, was sich in der Handlung ausdrückt. Meine Heldin soll sich stark fühlen, weil sie begehrt wird, auch wenn sie an einer Orgie teilnimmt und du vielleicht denkst, sie würde gedemütigt. Nein, ich mag das Bild nicht, das eine Orgie in mir auslöst, aber ich liebe das Gefühl, wenn die Männer meine Heldin begehren.

Wie geht es euch? Kämpft ihr auch mit der „inneren Schranke“, wenn ihre eure Fantasien befeuert und die Realität eigentlich dagegen spräche, die Szene jemals zu erproben?

Wie wird aus Liebe Erotik …

Wie wird aus Liebe Erotik ... und wie aus Erotik Pornografie?

Wenn ihr eine einfache Antwort wollt: Aus der Liebe wird Erotik, wenn ein Paar sich aufschwingt, die Lüste, die ihre Sexualität in sich birgt, bewusst auszuleben und dabei gegebenenfalls die Bandbreite zu erweitern. Bei einem realen Paar kann aus der Erotik keine Pornografie werden, weil jeder von beiden (oder jeder der Beteiligten) tatsächliche Empfindungen dabei hat.

Liebe zu Erotik

Wenn du über eine gesellschaftlich hinreichend akzeptierte Beziehung schreibst, wirst du – auch bei extrem lustvollen Szenen – selten als „pornografisch“ wahrgenommen werden. Wahrscheinlich war deine Leserin schon einmal in diese oder jener Situation, wenngleich nicht in der Intensität, in der du sie schilderst.

Erotik zu verwegenen Lüsten

Solange deine Figuren volljährig sind und in einer Beziehung leben oder leben wollen, die den Leitbildern „exklusiv“ „hetero“ und „Vanille“ entspricht, kannst du die Lüste nahezu beliebig ausweiten.

Anders verhält es sich jedoch, wenn mehr als zwei Personen zugleich beteiligt sind, sowie dann, wenn SM-Aktvitäten oder gleichgeschlechtliche Beziehungen beschrieben werden. Es ist dann zwar immer noch möglich, erotisch zu schreiben, du musst dich aber zähmen, wenn du dabei extrem lustvolle Begierden beschreibst oder die Situation eskalieren lässt.

Deine „bürgerliche“ Leserin wird nicht weiterlesen, wenn sie sich vor der Situation ekelt oder du sie dabei textlich zu tief hineindrängst.

Verwegene Lüste zu Pornografie

Pornografie zeichnet sich dadurch aus, dass sie nahezu ausschließlich sexuelle Aktivitäten beschreibt und sie dabei vereinfacht und verflacht. Der Heldin oder dem Helden wird dabei die vitale Persönlichkeit geraubt – er oder sie „vögelt“ nur noch, dominiert oder unterwirfst sich Tag für Tag, lebt jede Stunde seinen Fetisch.

Die Grenzen sind fließend

Nehmen wir einmal eine sogenannte „Cuckold-Szene, wie kürzlich beschrieben. Sie kommt in den Träumen vieler Paare, und sicher auch in manchen wirklichen Zweierbeziehungen vor. Reduzierst du die drei Beteiligten auf ihre Begierden und Genitalien, so produzierst du unweigerlich Pornografie.

Schilderst du sie aber als Personen mit Sehnsüchten und Bedürfnissen, findest du Zugang zu ihrem Alltag, so kommst du in die Nähe von Paaren, die ähnlich leben, aber keinen Mut haben, sich in das Abenteuer der „voyeuristischen Beteiligung“ am Seitensprung zu stürzen. Und gelingt es dir, die Wünsche der wilden und verwegenen Paare auch deiner Leserin nahezubringen, die nicht in „der Szene“ lebt, so schaffst du eine erotische Geschichte.

Gut … das war ein bisschen kurz und sicher plakativ. Aber du kannst mitnehmen: Je mehr deine Leserin sich in deine Figur einfühlen kann, umso weniger wird sie das, was du schreibst, als „unsittlich“ oder gar „pornografisch“ empfinden.

Cuckolds - die Klischees und du

Hatten ihr schon mal die Idee, über Cuckolds zu schreiben?

Wenn nicht, kann ich euch beglückwünschen – das Thema ist ebenso heiß wie kompliziert. (Wenn du nicht weißt, was das Wort bedeutet, guck in die Liebeszeitung).

Wenn du es schon mal wolltest – dann kann ich dir heute einige Tipps geben.

Meide Klischees

Die üblichen Klischees stammen aus der Pornografie, wo sie am buntesten und primitivsten ist. Und es sind Folgende:

1. Weißer Mann mit fettem Bauch und kleinem Penis, typischer Weichling ist das „Opfer“ oder der „Cuck“.
2. Schwarzhäutiger Mann mir Riesengemächt, schlank, rank und megapotent, ist der „Gast“, auch „Bull“ genannt. Es kann auch ein weißhäutiger, knackiger und athletischer Mann sein.
3. Die Frau ist hyperaktiv und erniedrigt den „Cuck“ durch ihr Handeln und ihre Rede.
Je nach „Plot“ (falls man in der Pornografie davon reden kann) wird der Mann noch genötigt, sexuelle Handlungen am „Cuck“ auszuführen oder ihn in anderer Weise zu erniedrigen.

Weil die Pornografie immer „aktionsbezogen“ ist, kommen vor allem die Gedanken, aber auch die Dialoge aller drei Partner nur selten voll zur Geltung.

Einstieg mit Respekt vor allen Personen

Wichtig ist, einen glaubwürdigen Einstieg zu finden. Dabei gilt es, den Personen vor Beginn der Spielhandlung mit Respekt zu begegnen. Erst während der Spielhandlung (Cuckold-Szene) wenden sie sich ihrer Rolle zu.

Auf diese Weise vermeidest du die bereits genannten Klischees.

Wenn du den Alltag mit einbeziehst, kann sich sogar die Mittestands-Leserin damit identifizieren:

Das Paar lebte in eine der akkurat mit Bäumen bepflanzten Straße, die schon beim Betreten trostlos wirken. Eine absolut langweilige Vorstadtsiedlung mit nahezu identische Häuser, hinter deren Fenster Jalousien hingen, und dahinter sah man die Fernsehgeräte flackern.


In der Geschichte, die ich als Beispiel anführe, wird zuerst der Gast vorgestellt, dann die Frau, die alles auf den Wunsch ihres Mannes arrangiert hat und zuletzt der Mann selbst. Schon diese Konstellation weicht von dem üblichen Klischee ab.

Ein weiterer Nachteil der Klischee-Pornografie ist meist, dass es kein ausführliches Vorspiel gibt. Aber gerade das erregt den Antihelden (den Cuck) positiv wie negativ, das heißt, du kannst ihn durch ein ganzes Wechselbad der Gefühle schicken. Der Gast sollte eine Art „professionell gespielte Begeisterung“ ausstrahlen, und die Frau kann einige süße, betont sinnliche Momente erleben, bevor sie von Orgasmen geschüttelt wird und das Spiel damit aufhört.

Ist der Gast ein Profi, so ist es seine Sache, wie er damit umgeht. Ist er hingegen eine Art Freund des Hauses, so wird das Trio noch ein Glas Champagner trinken wollen, um wieder in die Realität zurückzukommen. Hübsch ist immer, wenn sich das Paar umarmt, sobald der Gast gegangen ist.

Entschärfungen und Verschärfungen

Verschärfung: Explizit alle Handlungen minutiös schildern – möglichst aus der Sicht einer Person.
Verschärfung: Handlungen aller Art mit dem Gast, die gewöhnliche „Vanille-Paare“ niemals ausführen würden.
Entschärfung: Du kannst Handlungen reduzieren – dann must du dafür Gefühle einbringen. Konzentriere dich dann auf einen der drei Beteiligten.
Entschärfung: Dialoge, solange keine „Höhepunkte“ stattfinden. Dialoge unterbrechen den Handlungsablauf und lassen Raum für Humor.

Sinnliche, "scharfe" und moderne Varianten

Weitere Varianten:

- Aus einer Vanille-Party heraus (dazu muss das Paar schon zuvor über Erotik-Spiele nachgedacht haben).
- Aus einem gewöhnlichen Dreier heraus, auch spontan.
- Aus dem Partnertausch heraus (ein Paar sieht fasziniert dem kopulierenden Paar zu).
- Die Frau will zusehen, wie ihr Mann mit einer Fremden kopuliert.
- Dieselbe Situation, aber mit einer Bi-Mann.
- Alle Varianten mit einer Bi-Frau.
- Historische Varianten mit „Schlüssellochblick“ statt erkennbarer Anwesenheit.
- Moderne Varianten mit Überwachungskameras.

Wenn dir das als Ideensammlung genügt – beginne zu schreiben. Möglichst jetzt. Du hast doch deinen Computer ohnehin eingeschaltet, nicht wahr?

Erotik: Und wenn es keine große Literatur werden soll?

Die erotische Geschichte - das erotische Spiegelbild
Wer setzt sich schon hin, spitzt die Feder und sagt: „Ich werde heute einen bedeutenden Beitrag zur Literatur schreiben?“ Kaum jemand. Doch bei der erotischen Literatur heißt es immer wieder, die Autoren müssten literarischen Ansprüchen genügen. Ob Paul Englisch (1), Elisabeth Benedict (2) oder Werner Fuld (3) – alle reden von schriftstellerisch hochwertigen Werken. Möglichst sollen sie „Sex und noch etwas anderes“ darstellen, und jährlich einmal wird der Teil der „edlen Literatur“, der sinnliche Lüste enthält, gezielt verhöhnt. (4) Leider werden darüber hinaus vor allem Frauen öffentlich diffamiert, die wagen, sich mit Sex detailliert und hautnah auseinanderzusetzen. Von ihnen und ihrer Lust am Schreiben soll hier die Rede sein.

Sex und kaum etwas anderes?

Wer sich nur für sinnliche Episoden interessiert, wer nur kurze, aber heftige Szenen seiner Fantasie schildern will oder wer sich nicht die Mühe machen will, die Sexszenen noch mit Lametta zu schmücken, wird meist abgelehnt. Der Vorwurf, dabei Pornografie zu produzieren, trifft hart, und er ist durchaus so gemeint. Die „Wohlanständigen“ erregen sich öffentlich und meinen sinngemäß: „Die Säue, die so schreiben, müssen gezüchtigt werden.“ (5)

Das Geseire über die weibliche Psyche

Einige Bücher über „das Weibliche“ und „die weibliche Psyche“ betonen immer wieder, dass Frauen erotisch anders denken, und zwar so „völlig anders“, dass es ein Mann gar nicht erfassen kann. Sogar in „Klick Mich An“ (6) werden diese Meinungen wiederholt. Frauen wird ein detektivischer erotischer Geist unterstellt, und er mündet in einen vierfachen Prozess: einer für Gefühle, einer für das Soziale, einer für das Kulturelle und einer für das Körperliche. Kurz: „Vier verschiedene Arten mentaler Software“ bewerten bei Frauen – nach Meinung der Autoren - ihr erotisches Bewusstsein. Offenbar fiel niemandem auf, dass diese Aussagen aus dem 19. Jahrhundert stammen könnten.

Emanzipiert, aber nicht frei - das Prinzip „schamvoll“

Inzwischen ist das 21. Jahrhundert angebrochen. Frauen interessieren sich deutlicher als jemals zuvor für heftige, teils ekstatische Erlebnisse in Körper, Geist und Psyche. Doch immer noch schwanken sie zwischen Schamhaftigkeit und Schamlosigkeit, wobei kaum deutlich wird, dass „beide Seelen in derselben Brust“ wohnen. Das heißt: Entweder sie bleiben (als Person oder als Autorin) schamhaft und entsprechen damit den sozialen und kulturellen Anforderungen. Oder aber sie entwickeln ihre Schamlosigkeit, sowohl privat wie auch in ihren Schriften, und gelten fortan mindestens als „Schlampe“, wenn nicht gar als „Abartig“. Die dritte Variante: Die Autorin trennt ihr „Selbst“ in einen Teil, das sich dem Alltag als respektable Person zeigt, und einen anderen Teil, der sinnliche Figuren mit lustvollen Gedanken schafft. Wer das will, braucht ein gutes Pseudonym und mehrfach abgesicherte Wege für eine geplante Veröffentlichung.

Was spricht gegen "Einseitig und schamlos"?

Ein Teil der heutigen erotischen Literatur wie auch der „kleinen“ erotischen Werke ist einseitig und schamlos. Das heißt, die Lust steht im Mittelpunkt und wird auch kaum infrage gestellt. Der Körper spricht, und die Psyche folgt seinen Befehlen. „Das Soziale“ schwindet, wenn die Heldin unter Orgasmen zuckt und stöhnt, und auf „Kultur“, sprich: „Konventionen“, kann jede westliche Autorin nötigenfalls verzichten.

Eine Erotik-Autorin, von der ich jüngst hörte (7), sagte, sie denke nur an ihren Körper, ihre Lust, ihre vergangenen Abenteuer und gegenwärtigen Fantasien, wenn sie schriebe – und an nichts anderes. (Sie gab ihr Alter mit 45 Jahren an). Dieses Sichtweise ist neu. Sie entspricht nicht dem Bild der sorgfältig kalkulierenden, schriftstellerisch versierten, aber erotisch unterbelichtete Autorin, die sich derzeit aufmacht, über Sex zu schreiben.

Die unendliche Lust der Fantasien – und die Realität

Leserinnen sehen dies ähnlich. Das Bild der einseitig lustbetonten, durchaus auf wenige erotische Spielarten fixierten Frau wird immer beliebter. Jüngst wurde eine recht junge Frau (32) zu ihren Fantasien befragt. Sie sagte, sie sähe sich in ihren Fantasien „eher in der sexkonsumierenden Rolle“ und weiter (8):

Darauf bezogen wäre es mir egal, ob mich ein Mann oder eine Frau oral beziehungsweise manuell stimuliert – solange es für mich gut ist.


Um das Thema explizit erotischer Literatur anzugehen, ist es nötig, die Schamgrenzen beim Schreiben über Bord zu werfen. Ich sage bewusst „beim Schreiben“ – nicht in der Realität. Denn wenn du schreibst, lässt du eine andere Person für dich handeln. Es ist eine Spiegel-Persönlicheit: seitenverkehrt, vergrößert oder verkleinert und manchmal gar absurd verzerrt. Du kannst sie erscheinen und verschwinden lassen, wie du willst. Und wenn du aus dem Haus gehst, bist du wieder Sekretärin, Personalchefin oder Bäckereiwarenfachverkäuferin.

(1) Geschichte der erotischen Literatur, zuerst Leipzig 1931.
(2) Erotik Schreiben, zuerst New York, 2002.
(3) Eine Geschichte des Sinnlichen Schreibens, Berlin 2014.
(4) Beim "Bad Sex Award", teils berechtigt.
(5) Siehe: Konflikt um Talkshow-Moderatorin.
(6) "Klick Mich An!, zuerst New York 2011,deutsch München, 2012.
(7) Privat und Anonym.
(8) "Sex im Kopf", Reinbek 2014.
Bild: Historische erotische Fotografie, koloriert


Wie ordnet die Literaturszene Frauenerotik ein?

lesen, anschauen, abwenden?
Die Literaturbranche wurde ganz offensichtlich von der weiblichen Erotik-Welle überrollt – was einerseits nicht verwundert, wenn man die Prüderie der Branche in Betracht zieht. Andererseits jedoch folgt genau diese Erotikwelle einer Tradition, denn Frauen haben ihre Informationen über die Sexualität auch schon in vergangenen Zeiten überwiegend oder gar ausschließlich aus der erotischen Literatur bezogen. Dies behauptet jedenfalls Werner Fuld in seinem Buch „Die Geschichte des sinnlichen Schreibens“.

Doch weder Literaturkritiker, noch Verleger, noch Buchhändler würden zugeben, dass die erotische Literatur noch (oder wieder?) eine so große Rolle für die Frauen des 21. Jahrhunderts spielt. Schließlich fühlt man sich als Kulturelite und redet auch so. Und Kultureliten sprechen nicht über „Schweinkram“.

Immerhin versuchte Wikipedia (englisch), die Sache anzugehen:

Viele Leserinnen sind inzwischen von Pornografie begeistert, sei es traditionelle Pornografie oder maßgeschneiderte Frauenerotik. Liebesromane werden manchmal als „Erotik“ vermarkte – und umgekehrt. Erotische Liebesromane sind ein relativ neues Genre der Liebesromane mit einem betont erotischen Thema und eindeutigen Sexszenen. Im Kern folgen sie jedoch dem Genre der Liebesromanze.


(Nur im englischen Wikipedia, frei übersetzt)

Die Sache hat durchaus Brisanz, denn wenn wer lebensnahe und begeisternde erotische Literatur will, darf im Grunde nicht erwarten, dass die Liebesschnulzen-Fließbandschreiberinnen die richtigen Autorinnen für diese Aufgabe sind. Möglicherweise muss der Weg zu wirklich sinnlicher, unverkitschter Erotik-Frauenliteratur noch gefunden werden.

Ich gehe noch einen kleinen Schritt darüber hinaus: Wie das Körperliche bis ins Detail in Farbe und Bewegung funktioniert, kann heute jede Frau im Internet sehen. Aber wie es sich anfühlt, wie die Sinne dabei mitgehen oder sich verweigern - das kann sie nicht sehen. Das muss sie lesen und dabei erfühlen. Natürlich könnet man nun sagen: „Bei Männern ist das aber auch so“. Aber die Männer wollen es zumeist nicht vorab wissen, sondern einfach nur erleben.

Hinzu kommt noch, dass sich Frauen viel intensiver vom geschriebenen Wort tragen lassen als Männer. Sie erwarten also auch von der Literatur über erotische Fantasien, dass sie „mitgenommen“ werden.

Was das alles bedeutet?

Vor allem dies: Wir müssen erotische Literatur viel ernster nehmen.