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Und wenn deine Heldin eine Transfrau wäre?

Schöner als jede Bio-Frau
Ein Thema, das bisher kaum jemand berührt hat, fiel mir dieser Tage in die Hände:

Was passiert eigentlich einem Mann, der wie eine Frau fühlt, und der ganz legal auch das Leben einer Frau führt? Und wie findet "sie" dann einen männlichen Partner?

Die Transfrau mag zu einer Minderheit gehören - aber das Thema interessiert viele

Man sagt dazu eine „Transfrau“. Viele dieser Transfrauen sind noch sehr jung und haben weder männliche noch weibliche Partner, also auch keinen Sex mit dem einen oder dem anderen „biologischen“ Geschlecht.

Klar: Man könnte sagen, das sei ja eine „völlig unbedeutende Minderheit“ und vielleicht ist die eine oder andere ja gleich zur Toilette gerannt, um sich bei diesem Thema zu übergeben.

Die Transfrau tritt auf - deine Figur ist unwiderstehlich

Zunächst einmal darf ich euch sagen, dass es einige unglaublich schöne Transgender-Frauen gibt. Sie werden sowohl von Frauen wie auch von Männern bewundert, solange diese nur das scheinbare Äußere sehen. Sehen die dieselben Menschen nackt, so ändern sie ihre Meinung oftmals abrupt. Sind sie sogar bereits in einer „verfänglichen“ sexuellen Situation, so bekommen Hetero-Männer (auch CIS-Männer genannt) oft Panik – dafür gibt es zahnlose Hinweise im Internet. Ihr habt sicher schon gemerkt: Es ist ein Dating-Thema mit Haken und Ösen.

Der Zündstoff ist dein Stoff

Eine Frau darstellen ... spielen ... sein? ...
Also steckt in dem Thema mehr Zündstoff, als du gedacht hast, nicht wahr?

Was macht deine Figur (männlich, CIS) wenn er sich wochenlang um die junge Schönheit Janine bemüht, und er plötzlich entdeckt, dass er mit einem geborenen „Hans“ geflirtet hat? Und was, wenn er sogar bereits eine lustvolle Nacht mit Janine verbracht hat, und dabei nicht bemerkt hat, dass er eine sexuelle Begegnung mit einem Mann hatte?

Es ist nicht unmöglich, den Unterschied zu vertuschen

Wer jetzt sagt: „Das ist nicht möglich“ dem gebe ich einen Tipp: Die Illusion schlägt die Realität, insbesondere, wenn ein kleiner Rausch hinzukommt. Und was eine Bio-Frau kann, das kann auch eine Trans-Frau: sich bewusst nicht ganz auszuziehen, zu behaupten, sie wolle ihre Jungfräulichkeit erhalten, weshalb nur Analverkehr möglich sei. Oder eben vollständig bekleidet Fellatio auszuführen.

Deine Protagonistin mag die Transfrau selber sein oder einer ihrer Lover. Es gilt als wesentlich schwerer, sich in die Rolle der Transfrau hineinzuversetzen als in die ihrer Lover.

Fall du ein Plot brauchst: Besonders interessant sind Schilderungen, in denen die geheimnisvolle Geliebte (also vielleicht Janine) nur eine einzige Nacht mit ihrem Lover verbringt, und nicht deutlich wird, ob es sich um einen Transvestiten (das ist etwas anderes als Transgender), um eine Transfrau oder um eine CIS-Frau handelt, die eine Transgender-Frau imitiert. Der Lover versucht verzweifelt, Janine wiederzufinden, doch sie bleibt verschwunden.

Als er fast aufgegeben hat, begegnen ihm Geraldine, eine ebenso sinnliche, aber deutlich herbere und unglaublich attraktive Frau, die ihm verrät, sie könne das Geheimnis um Janine lüften.

Ja, und das Plot? Wie geht es nun weiter? Schreib deine Geschichte … nicht unsere.

Bilder: Ich bedaure, euch keine Auskünfte über die Bildherkunft geben zu können.

Fakten: warum du keinen Roman schreiben solltest

Etwas zu wissen, heißt nicht unbedingt, es auch verinnerlicht zu haben. Und so „weiß“ eine große Anzahl von Internet-Bewohnern, was eine Kurzgeschichte, eine Novelle oder ein Roman eigentlich ist. Man ordnet die Begriffe hübsch ein, freut sich, dass sie so nett dastehen, und hat am Ende eigentlich gar nichts über sie ausgesagt.

Der Schreibanfänger möchte allerdings zunächst etwas ganz Einfaches wissen: Wie lang darf, soll oder muss meine Geschichte eigentlich sein? Diese Frage hat Sinn, denn wir wollen unser Werk ja nicht mit 18 anfangen und mit 68 beenden, nicht wahr?

Wenn du die Sache so siehst, dann lies einfach weiter:

Die Kurzgeschichte

Die Kurzgeschichte, in Deutschland oft als „minderwertig“ verpönt, ist in Wahrheit eine schriftstellerische Meisterleistung, weil sie dich dazu zwingt, das Wesentliche deiner Erzählung herauszustellen. Wenn du „netto“ 200 Wörter am Tag stehen lässt (vielleicht musst du die dreifache Anzahl schreiben – überleg es dir gut!), dann kannst du eine recht gute Kurzgeschichte in fünf (1000 Wörter) bis 14 Tagen (2800 Wörter) schreiben. Oder eine etwas Längere in einem Monat, also an 20 Arbeitstagen (4.000 Wörter). Dazu muss ich dir allerdings sagen: Je länger, umso schwerer wird es dir fallen, weil du die Geschichte ja „irgendwie schlüssig“ darstellen musst – und das heißt, sie immer mal wieder daraufhin durchzulesen. Wer kürzere, aber dennoch packende Geschichten schreiben kann, ist im Vorteil.

Die Novelle

Eine Novelle ist – nach deutschem Verständnis – eine etwas längere, aber ähnlich gestaltete Form wie eine Kurzgeschichte. Sie führt aber etwas breiter aus, was mit deiner Figur im Laufe der Handlung geschieht. Die Novelle hat deswegen meist mehr Kapitel, mehr Seiten und naturgemäß dann auch mehr Wörter. Wenn du deine Geschichte also in mehreren Episoden oder Kapiteln erzählen willst, ist die Novelle gerade richtig. Man sagt, sie könne etwa 20.000 Wörtern beherbergen. Das bedeutet für dich unter gleichen Bedingungen: Es ist eine Arbeit, die dich mehrere Monate beschäftigt. Es kann übrigens durchaus sein, dass du gegen Ende beschließt, auch ein voraufgegangenes Kapitel noch einmal zu ändern. Das ist eine ganz normale Schriftstellertätigkeit, aber sie kostet viel Zeit. Nach oben ist bei den Worten noch etwas „Luft“. Es dürfen also auch etwas längere Geschichten sein.

(Warnung! Im englischsprachigen Raum ist eine „Novelle“ („Novel“) ein Roman)

Der Roman

Das „Buch“, das du schreiben willst, ist meist ein Roman. Ich finde, „Roman“ ist heute ein mehr als grober Sammelbegriff für alles, was viele Seiten hat. Meist handelt es sich um Erzählungen, die breit ausgeschmückt werden, und in denen mehrere Personen und ihre Schicksale behandelt werden. Um einen solchen Roman von Anfang bis Ende schlüssig zu schreiben, brauchst du neben viel Erzähltalent auch einen aufgefächerten Plot – und jede Menge Ausdauer. Rein formal musst du mindestens 60000 Wörter zu Sätzen zusammenfügen und dem Gesamtwerk mit diesen Sätzen Sinn und Ziel vermitteln. Das kannst du in etwas mehr als einem Jahr schaffen. Dein Werk dürfte dann etwas schmal ausfallen – das macht aber nichts.

Was empfehle ich?

Die Empfehlung geht ganz klar in Richtung Kurzgeschichte. Du kannst dein Schreibtalent, dein Durchhaltevermögen und deine Sprachgewalt überprüfen und lernen, deine Gedanken zu raffen und auf das Wesentliche zu konzentrieren. Was willst du mehr?

Was du über die Kurzgeschichte wissen musst …

Nahezu alle Kurzgeschichten folgen heute der amerikanischen Tradition. Deine Figur ist schon beim ersten Satz erkennbar, ihr Charakter wird durch das weitere Geschehen definiert. Die Handlung beginnt sofort, und sie wird so geschildert, als ob deine Leserin danebenstehen würde und zusehen könnte. Doch nun geschieht etwas Ungewöhnliches, das deine Leserin nicht erwartet hat. Dieser Umstand wird dann zur eigentlichen Handlung ausgebaut, die meist ohne Umschweife auf den Höhepunkt zuläuft. Je nach Art der Erzählung und dem gewünschten Spannungsaufbau kannst du einen oder mehrere Wendepunkte einbauen, die aber letztlich alle in zu einer Veränderung führen. Am Schluss steht ein Wandel oder jedenfalls der Beginn eines Wandelns. So, wie die Geschichte begonnen hat, verlassen wir sie wieder: Die Figur geht … und wir wissen nicht genau, was sie nun tun wird.

Andere "kurze" Geschichten

Erwähnen will ich noch, dass es auch andere „kurze Geschichten“ gibt, die man auch „Episoden“ nennt. Wie auch die Kurzgeschichte erzählen sie eine kurze Episode aus dem Leben eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen. Die Teilgeschichten beginnen ähnlich wie Kurzgeschichten, haben aber ein Ende, das auf eine neue Episode mit einem anderen Ausgang hindeutet. Das bedeutet für sich, dass du sie aneinanderreihen kannst, wobei jede Episode neue Spannung erzeugt. Eine andere Form, in Abschnitten zu schreiben, bilden Briefromane oder Tagebuchromane.

Episodenromane genießen (wie Kurzgeschichten) einen schlechten Ruf, der absolut unbegründet ist. Das „wahre“ Leben setzt sich beispielsweise aus Episoden zusammen, deren Bedeutung oft erst später erkannt wird. Daher ist es durchaus möglich, auf der Basis von Episoden eine kontinuierliche, schlüssige Story aufzubauen. Episoden über Liebe, Lust und Leidenschaft kommen vor allem in Serien vor, zum Beispiel in „Coupling“ von Steven Moffat. Das sollte aber niemanden hindern, Episoden auch einfach aufzuschreiben – und dabei Komik mit Erotik zu verbinden.

Wie auch immer – kurze Geschichten ebnen dir den Weg zum Wesentlichen. Und du kannst „dran bleiben“ – was besonders für Schreibanfänger ein enormer Vorteil ist.

Dialoge und Realitäten über Selbstbefriedigung

Beginnen wir mal mit dem Humor – der Originaltext zu diesem Artikel ist noch in der Brutmaschine.

„Was für ein Film läuft eigentlich bei dir ab, wenn du es dir machst?“

„Ich denke an deine Brüste.“

„Das erlaube ich dir nicht.“

„Schön – das nächste Mal träume ich davon, dass du mich schlägst, weil ich mit dir im Kopf wichse.“


Wir schreiben Ihnen dazu nach etwas mehr – denn das Thema hat viele Facetten. Fast jede Frau fragt sich, was ein Mann beim Masturbieren denkt. Und zumeist sind Frauen überaus empört, wenn sich sein Sperma nachts auf ihren höchstpersönlichen virtuellen Körper verteilt.

Es gibt noch andere, wesentlich kritischere Szenarien. Und wenn Sie seriös schreiben wollen, stellen Sie sich gerne die Frage, ob sich der Mann schämt, der den virtuellen Frauenkörper als „Wichsvorlage“ nutzt.

Ja, und worüber fantasiert die Frau, wenn sie sich „das kleine Vergnügen“ gönnt?

Wenn Sie jetzt etwas dazu zu sagen haben, dann sagen Sie es.