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Me Too … was geht (noch) und was geht nicht mehr?

„Non Consensual“ heißt der Begriff aus dem Englischen, den du immer häufiger hören wirst, wenn du erotisch schreibst. Übersetzt heißt er „nicht im Einverständnis“ und ist (leider) ein Gummibegriff.

Festere Regeln hat dieser Begriff nahezu ausschließlich in der SM-Szene (Sadomaso für die einfachen Gemüter). Dort unterscheidet man sozusagen die „Bösen Übergriffe“ (Tunnelspiele, Rack, Nocon), von den „Übergriffen im Einverständnis“ (SSC).

Wichtig ist in diesem Zusammenhang nur die Idee des SSC, nämlich „Sicher, bei klarem Verstand und in Übereinstimmung“ zu handeln. Weil auch die Grenzen für die Übereinstimmung fließend sind, vereinbart man ein Sicherheitswort, das alle Aktivitäten beendet.

Man kann diese durchaus auf ganz gewöhnliche Liebes, Lust- und Sexaffären übertragen. Tatsächlich gibt s für ein Paar, das sich zur körperlichen Lust entschlossen hat, keine „wirklichen“ Grenzen. Das Paar kommt zusammen in der Überzeugung, dass beiden die Lust als solche gefällt, aber nicht in dem Bewusstsein, bestimmte Handlungen auszuführen. Man kann auch sagen: Es gibt kein Drehbuch. Meist entscheiden beide Partner spontan, was „noch geht“ und „was nicht mehr geht.“

Ich denke, es ist bekannt, dass es keine „eindeutigen“ Regeln mehr gibt: Küssen, leichtes Petting ohne Ausziehen, heftiges Petting mit Ausziehen, Oralverkehr, PiV – werde die Reihenfolge ist vorgegeben noch die Intensität. Welcher „innere Widerstand“ überwunden werden muss, welche sorgsam gepflegten Normen und Ansprüche überwunden werden müssen, und wie dies alles vonstattengeht – es ist „Sache des Paares“ geworden.

Im Zusammenhang mit der #MeToo-Bewegung ist aber die Frage entstanden, welche Handlung (oder gar welche Frage) bereits einen Übergriff oder gar eine Nötigung beinhaltet.

Die Antwort fällt nicht leicht, denn was jemand als einen mentalen „Übergriff“ wertet, ist abhängig von der Kultur, der Situation und der Spannung, die zwischen beiden herrscht.

Daher zählt das Argument auch nicht, man könne einer Person „so etwas nicht zumuten“. Was für jemanden zumutbar ist, kann nur die Person selbst entscheiden.

Kommen wir zur Literatur. Sie lebt, ob erotisch oder nicht, niemals davon, das „Gute und Richtige“ in Situationen zu beschreiben, die allen geläufig sind und denen alle zustimmen. Dafür findest du keine Leser(innen).

Dir blieibt also gar nicht anders übrig, als scharf an den Grenzen „langzufahren“ und sie dann und wann auch zu überschreiten. Allerdings hat sich eine Art „Kodex der Wohlanständigkeit“ verbreitet, der uns sagt, dass wir unsere weiblichen Figuren niemals durch eine andere Figur „zwingen“ lassen dürfen. Damit einher geht eine Fortsetzung der Doppelmoral unter anderen Vorzeichen – denn alle anderen Nötigungen sind mehr oder weniger weiterhin toleriert:

- Wenn Frauen einzeln oder in Gruppen einen Mann nötigen.
- Wenn ein Mann einen anderen Mann nötigt.
Und auch:
- Wenn eine Frau von einer anderen Frau genötigt wird.


Stark tabuisiert ist hingegen, wenn eine Frau von einem Mann genötigt wird, insbesondere, wenn sie eben nicht bei in einer „sicheren Umgebung“, nicht bei „klarem Verstand“ und – vor allem – nicht restlos einverstanden mit den Handlungen des Mannes ist.

In diesem Zusammenhang wäre wünschenswert, wenn mehr Autorinnen dazu übergehen würden, ihre weiblichen Figuren „selbstbestimmt“ handeln zu lassen, also nicht im Licht, dessen, was Männer von ihnen erwarten.

Der Mann, der sich nicht traut

Verführt ... wozu?
Die meisten Männer reagieren eigenartig, wenn eine Frau verführt – zumal, wenn es sich sich um eine Frau mit viel Erfahrung handelt, die weiß, wie man Männer „in etwas hineinziehen“ kann. Und was passiert, wenn ein scheuer, heterosexueller, an Blümchensex gewohnter Mann an eine solche Frau gerät?

Starke Frauen: Flüchten oder standhalten?

In der Realität ist’s wie im Roman: Er hat zwei Möglichkeiten: Flüchten oder Standhalten. Flüchtet er, ist er aus der „Gefahrenzone“ heraus. Keine ungewöhnlichen Gefühle, keine ungewöhnlichen Begierden, kein eigenartiger Geschmack auf der Zunge. Entweder aktiven Blümchensex, schon frivol, schon ekstatisch – aber eben Standard: Er küsst sie hier, er küsst sie dort, sie zieht sich aus, sie ermuntert ihn ein wenig, und dann ist’s PiV (1), nicht Paff und nicht Puff.

Hält er stand – nun, dann kann er entweder etwas lernen, etwas leiden lernen oder die Macht erspüren, die Frauen haben, wenn sie wollen. Und daran kann er über sich hinauswachsen oder daran zugrunde gehen. Und ich denke, genau da wollt ihr als Autorinnen hin – denn das ist wahrhaftig am interessantesten.

Neulich als ich eine recht interessante Geschichte über eine „späte Flucht“. Der Mann hat Zweifel, weiß nicht, worauf sie genau hinauswill. Er wäre auch bereit, den nächsten Schritt zu vollziehen, aber etwas hält ihn zurück. Oder soll sie ihn wirklich erst auffordern, sich auszuziehen?

Es handelt sich um eine Nacherzählung aus dem Ausland. (2) Der Vorfall soll sich in ähnlicher Weise tatsächlich ereignet haben.

Er ist ein wenig ängstlich, scheint sich nicht zu trauen. Also frag ich ihn, ob ich ihn küssen darf. Er strahlt, also fange ich an. Bei einem neuen Lover gehe ich mit der Zunge auf Entdeckungsreise, reize ihn mehr und mehr und erfühle seine Reaktionen. Er wehrt sich gegen nichts, ist offen dafür, dass ich ihn dabei ziemlich geil mache.

Oh – etwas hat sich jetzt verändert. Er will nicht mehr reden, nur noch küssen. Ich gönne ihm noch ein paar Lustküsse, dann nehme ich seine Zunge und beiße ein wenig hinein - sanft, aber fühlbar. Er zuckt ein wenig, lächelt.

„Hab ich dich erschreckt?“
„Ein bisschen, ja.“

Er kommt mir näher, versucht, sich an meinen Körper zu schmiegen. Sanft, zurückhaltend. Ich soll nicht merken, wie geil er schon ist. Manche Männer haben gelernt, dass man besser verbirgt, was da hervorquillt – aber Nähe will er eben doch.

Ich frag ihn, ob er ein Schmuser ist. Er sagt „Nein“, nicht wirklich. Klar ist er einer. Er will sich in den Sex hineinschmusen. Romantiker, eigentlich ganz nett, mal damit zu spielen.

Na schön, es gibt mehr Küsse, viel mehr. Gar nicht schlecht. Ich drücke ihn gegen mich, will wissen, wie geil er inzwischen ist. Na klar ist er scharf, bockscharf.

Ich denke, dass er weiß, was er jetzt zu tun hat. Die Sachen passieren im Untergeschoss, nicht im ersten Stock.


An dieser Stelle verlasse ich das Fragment dieser Geschichte. Es ist der Versuch einer Frau, die viel mehr bietet und viel mehr erwartet, und eines Mannes, der gelernt hat, sich zurückzuhalten und seine Geilheit auch nicht erfühlen zu lassen. Wie sie in Wahrheit ausgehen mag, weiß ich nicht, aber die Fantasie setzt keine Grenzen.

Der schüchterne Mann, der zum Küssen aufgefordert werden muss und der sich wünscht, dass man ihm ins Ohr flüstert: „Wenn du dich ausziehen würdest, könnte ich viel mehr von dir spüren“, kommt tatsächlich noch selten vor in der erotischen Literatur. Und je weniger plakativ die Verführung ausfällt, umso erfrischender und überraschender sind die Effekte.

Das Thema: „Ich verführe den schüchternen Mann erst sanft und mache ihn dann zum Werkzeug meiner geheimen Lüste“ steht auf einem anderen Blatt. Es ist sicher ebenfalls ein geeignetes Libretto für eine furiose Opernaufführung geheimer Lüste.

(1) PiV - Penis in Vagina, Slangausdruck aus den USA.
(2) Nacherzählung, Anreicherung und Übersetzung: Isidora.
Bild: Ca. 1840, Buchillustration, Ausschnitt, koloriert und retuschiert.

Frauen sind die bewussteren Exhibitionisten

Zweiter Teil von: Voyeur und Voyeuse, Exhibitionist und Exhibitionistin
Expertin: Stripperin bei einer Shoe
Sind Frauen wirklich Exhibitionistinnen?

Beim Thema „Frauen als Exhibitionistinnen“ zeigt sich die bereist erwähnte Forschungslücke: In einer der wesentlichen Studien zum Thema „erotische Fantasien“ wurde nicht abgefragt, ob Frauen gerne aktive, sinnliche Verführerinnen sein würden. Als man es dennoch einmal tat, waren die Versuchskaninchen junge Studentinnen und Studenten – nicht einmal viele. Dennoch soll in dieser Studie (Symons-Ellis) festgestellt worden sein (1),

Dass in mehr als der Hälfte der weiblichen Fantasien der Wunsch zum Ausdruck kommt, sexuell unwiderstehlich zu sein.


Der Wunsch, um jeden Preis begehrt zu werden und dabei wirklich alle Register zu ziehen ist Fantasie und Realität zugleich. Dabei ist es nicht allein die Präsentation auf Partys und auf Bällen, in Bars und bei Dates. Es ist auch das sinnliche oder auch aggressive Flirtverhalten, das sich nahezu beliebig steigern lässt. Am Ende der Kette stehen dann die Fantasien, die all dies noch einmal mit der scharfen Chilisoße der absoluten Sinneslust würzen: Sklavin oder Haremsdame sein, Stripperin oder Burlesque-Tänzerin, Animierfrau oder Escort-Girl.

Und auch abseits der Evolutionspsychologie, aus dem der wissenschaftliche Ansatz stammt, kann in der Praxis festgestellt werden: Frauen versuchen gerne auf ihre Art unwiderstehlich zu sein – und zwar entweder als selbstbewusste Verführerin oder als scheinbar leichtfertige Frau, die dem Mann im Glauben lässt, selber der Verführer zu sein.

Die Frau als unwiderstehliche Verführerin
Präsentation aus den 1950er Jahren - möglicherweise Amateurfoto
Um diese Thesen zu belegen, müsste man eigentlich nur eine beliebige Mainstream-Frauenzeitschrift aufschlagen, in denen mehr oder weniger nichts anderes zu lesen ist: Verführe mit einem modifizierten Körper und verführerischen Klamotten, Dessous inbegriffen.

Die Faszination der nackten (reinen) Verführerin mit entblößtem Körper hat in der heutigen Zeit nachgelassen. An ihre Stelle ist die Verführerin getreten, die sich raffiniert entblößt – und dann plötzlich nicht mehr als „rein“ oder „natürlich“ angesehen wird, sondern als „verrucht“.

Edgar Allan Poe hat eine bemerkenswerte Szene über eine weibliche Exhibitionistin in eines seiner Werke eingebaut. Hier der Auszug aus dem Text:

»Eugénie Salsafette … war ein sehr hübsches und zurückhaltendes junges Mädchen, dem die übliche Kleidertracht anstößig erschien; sie versuchte deshalb, statt in die Kleider hineinzuschlüpfen, aus ihnen herauszukommen. Das geht übrigens ganz leicht. Man braucht nur so – zu machen – und dann so – so – so – und dann so – und so – und so – und dann –«
»Mein Gott! Fräulein Salsafette!« riefen ein Dutzend Stimmen. »Was fällt Ihnen ein! – Gott bewahre! Genug, genug! – Wir sehen deutlich genug, wie es gemeint ist! – Halt, halt!« Und einige sprangen schon von ihren Sitzen, um Fräulein Salsafette davon abzuhalten, sich in das Kostüm der Mediceischen Venus (2) zu werfen.


Das Beispiel mag zeigen, welche Faszination davon ausgeht, sich unbekleidet zu zeigen, aber auch, wie selbst unter den Umständen (alle sind Patienten der Psychiatrie) die Entkleidung als schweres Vergehen gegen die Sittlichkeit betrachtet wird.

Die inneren Konflikte, die daraus entstehen, verführerisch wirken zu wollen, sich dann betont erotisch zu entkleiden und schließlich nackt zu sein sind Gegenstand mancher erotischer Werke. Während jedoch früher eher die „Nacktheit“ thematisiert wurde, ist es heute die erotische Verführung durch das Ausziehen, die in im Mittelpunkt steht – und bisweilen Anstoß erregt.

Sinnliche Vorführungen - nicht immer gelingt die Pose
Exhibitionistisch anbieten – was passiert bei Ablehnung?

Frauen, die mit hohem Körpereinsatz spielen, erwarten normalerweise, damit einen nachhaltigen Eindruck bei Männern zu hinterlassen, sei es, dass die Partnersuche damit befeuert werden kann oder dass sich die männlichen Spendierhosen um sie scharen. Wann immer Männer dieses Verhalten nicht goutieren, glauben Frauen, persönlich versagt zu haben. Dem Autor liegen dazu Erfahrungen aus dem Bereich von sogenannten „Dates“ vor, also Verabredungen, um sich möglicherweise näherzukommen. Keine Frau erwartete dabei, dass ihr Auftritt erfolglos sein könnte – die meisten sind sich sogar sicher, dass sie die freie Auswahl wie bei einer Losbude auf dem Jahrmarkt haben.

Varianten exhibitionistischen Frauen-Verhaltens

Die Frage ist nun natürlich, über was (und für wen) wir schreiben. Die Sekretärin, die ganz real zum Online-Date geht und dabei jeden Quadratzentimeter ihres Körpers auf Präsentation ausgerichtet hat, wird andere Erfahrungen machen als die tanzbegeistere Friseurin, die sich von einer Kollegin zu einer privaten erotischen Burlesque-Show in einer vornehmen Villa überreden ließ.

Nur über eines können wir uns ganz sicher sein: Jeder der „alten Kunstgriffe“, vom Finger im Mund über die hervortretenden Brustwarzen bis zum Hochschieben des Rocks auf dem Barhocker funktioniert gestern wie heute.

Männliche Exhibitionisten

Von „Penisfotos“ über „nackte Kerle“ bis hin zum Männer-Strip – das Thema gibt nicht viel her. Dennoch ist es möglich, die Faszination athletischer Männer, seien sie Artisten, Sportler oder Stripper in einen heterosexuell geprägten erotischen Roman mit einzubeziehen. Und dann kann die Autorin auch getrost ein paar Worte über „sein“ tolles Gesäß und die Schönheit oder Hässlichkeit des Penis fallen zu lassen. Die Idee, eine Frau im erotischen Roman sagen zu lassen: „Zieh dich jetzt vor mir aus“ ist zwar neu, wird aber immer populärer.

Was bedeutet dies alles für das „Sinnliche Schreiben“?

Das Thema des „Ausziehens“, vom verschämten, zurückhaltenden Entkleiden bei gedämpftem Licht über das elegante Ausziehen in sündhaft teuren Dessous vor einer Einzelperson bis zum „scharfen“ Strip im Scheinwerferlicht, ist ein beliebtes Erotik-Thema. Leser können damit unmittelbar fasziniert werden, Leserinnen achten erfahrungsgemäß auf jede Bewegung, die du beschreibst. Ein weiterer Artikel zum Thema, besonders für Autorinnen, ist in Vorbereitung.

(1) Aus: "Klick mich an" - In Kapitel sechs: Was psychisch anmacht –die Heldin.
(2) Bei der Venus handelt es sich um eine nackte Frauenstatue.
Bilder: Oben, unten: © 2019 by liebesverlag.de, Mitte © ?? unbekannt, vermutlich aus einer Sammlung von Amateurfotos, ca. 1950.

Die Lüste der Frauen und Männer - gewichtet

Abwägen, was im Vordergrund stehen soll
Interessanter, als jedes einzelne Thema einer Umfrage über sexuelle Träume anzusprechen, wäre, sie nach Schwerpunkten zu gewichten. Dabei wurden die romantischen Faktoren (Liebesgefühle, Atmosphäre, andere sinnliche Basis-Bedingungen) nicht noch einmal berücksichtigt. Die verwendeten Unterlagen sagen klar aus: Die meisten Befragten (nahe 90 Prozent) verbinden jedwede Aktivität, sei sie auch noch so befremdlich mit sinnlicher Liebe.

Für Autorinnen und Autoren ergibt sich daraus folgende Situation:

Sinnliche (erotische) Geschichten handeln von Liebe und noch einem Spritzer Chilisoße obendrauf. Pornografie hingegen handelt nur von den scharfen Gewürzen, nicht aber von der Liebe. Ihr mögt dies alles befremdlich finden – und wenn das so ist, dann stattet bitte euer Figuren mit diesen Zweifeln aus. Ich kann dazu nur sagen, dass nahezu alle realen Personen behaupten, aus Liebe zu handeln oder die Personen zu lieben, die befremdliche Lüste an ihnen vollziehen. Ausgenommen sind nur Huren und andere erotischen Dienstleister(innen).

Ich habe die Themen für euch aufbereitet. Es gibt gewisse Redundanzen und Unvollständigkeiten, die ich nicht ausschließen konnte.

Wonach Männer aus Liebe oder Begierde lüsten

1. Abenteuer.
Alles, was Gefahr bedeutet oder viel Mut erfordert – vom Ehebruch bis zum Sex in der Öffentlichkeit.

2. Dominieren und Unterwerfen
Das Thema ist für Männer sowohl aktiv wie auch passiv ausgesprochen relevant.

3. Mund- und Handverkehr
Erstaunlich: Mund- und Handverkehr werden (auch als Gruppe) von Männern weitaus mehr beachtet, als ich jemals angenommen hatte.

4. Gruppenaktivitäten
Bei Männern spielen Gruppenaktivitäten, vom Dreier bis zur Orgie, erwartungsgemäß eine große Rolle.

5. Voyeure
Das hatte ich vermutet: Männer sind wahrhaftig Voyeure – und dies, obgleich in die Bewertung auch gleichgeschlechtliche Betrachtungen eingingen.

6. Sonstige
Männer decken einen enormen Bereich „anderer“ Lüste ab, die zwar im Einzelnen überdurchschnittlich hohe Ergebnisse bringen, sich aber nicht zu Gruppen zusammenfassen lassen. Es ist anzunehmen, dass Pseudo-Fetische (1) eine größere Rolle spielen, als dies aus der Forschung hervorgeht.

Wonach Frauen aus Liebe oder Begierde lüsten

1. Abenteuer
Alles, was Gefahr bedeutet oder viel Mut erfordert – vom Ehebruch bis zum Sex in der Öffentlichkeit weckt bei Frauen das größte erotische Interesse.

2. Mund- und Handverkehr
Frauen sind ausgesprochen interessiert an allen Arten von Mund- und Handverkehr – auch dies hat mich erstaunt.

3. Dominieren und Unterwerfen
Das Thema ist für Frauen beinahe genauso interessant wie für Männer und landet deshalb auf Platz drei.

4. Gruppenaktivitäten
Nein, ihr habt nicht falsch gelesen: Sex zu dritt oder zu vielen ist bei Frauen ein Thema, solange sie genügend Auswahl haben.

5. Bi-Sexualität
Erwartet wurde aufgrund anderer Studien, dass Bisexualität oder Bi-Neugierde bei Frauen eine große Rolle spielt. Das kann insofern nicht verifiziert werden, als zu wenig Daten vorliegen. Etwas mehr als ein Drittel der Frauen hat aber auf mehrere vergleichbare Fragen geantwortet: Diese Fantasie habe ich auch.

6. Sonstige
„Sonstige“ Fantasien spielen bei Frauen keine so gewichtige Rolle wie bei Männern – sie liegen sozusagen „unterhalb der Beobachtungsgrenze von ca. 20 Prozent.

(1) Brüste, Füße, Hände, Po.

Was die Augen mit uns machen können

Ob ihr Auge oder sein Auge - die Schokolade träufelt über ihren Körper ...
Ich habe euch neulich darüber berichtet, wie man ein „Date“ einmal völlig anders beschreiben kann. Wenn ihr euch daran erinnert, werdet ihr feststellen, dass sich im ersten Beispiel die Augen des Konterparts der Heldin „selbstständig“ gemacht“ haben.

Das zitiere ich einfach noch einmal, bevor ich über eine ähnliche Schreiberfahrung berichte:

Diese Augen sahen sich kurz um, um sich dann auf mich zu richten. Sie kamen auf mich zu und setzen sich abrupt hin, sahen mich an, um sich dann zu senken, wie jemand, der etwas Böses getan hat.


Nun interpretiere ich eine andere Geschichte:

Erste Version:

Er hatte hübsche brauen Augen. Sie lagen auf mir und scannten meinen nackten Körper ab, verharrten kurz auf meinen Brüsten und verfingen sich schließlich in meinem Schritt.


Zweite Version:

Seine sinnlichen, schokoladenbraunen Augen überstrichen meine Haut mit der Verführungskraft verflüssigter Chilischokolade. Sie wanderten über meinen erregten Körper und hinterließen überall ein paar Tropfen heißer, flüssiger scharf gewürzter Schokolade, die mich besonders heftig erregten, als sie meine Brüste trafen. Doch die Schokoladenaugen wanderten weiter, verfingen sich schließlich in m einem Schritt und versuchten, mit all ihrer Süße, Wärme und Schärfe in die Schamlippen vorzudringen.


Möglicherweise bekommt ihr für die zweite Version Anmerkungen wie „Ganz schön kitschig, oder?“ Aber eines ist sicher: Wer sich vorstellen kann, von seinem (seiner) Geliebten mit den Augen entkleidet, bewundert oder berührt zu werden, wird von der Geschichte begeistert sein.