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Schreiben - Teil drei: Idee und Figur

Idee und Figur im Zusammenhang
Der Inhalt in aller Kürze: Warum deine Figur und dein Thema miteinander verknotet sind und warum du diese beachten solltest.

Du weißt nun so ungefähr, was „Schreiben“ bedeutet. Du hast eine Vorstellung davon, wie lang deine Geschichte werden soll. Du vermutest, dass du es in der vergebenen Zeit schaffst. Nun fehlen dir nur noch zwei wichtige Komponenten: eine Idee und innerhalb deiner Idee die Hauptfigur.

In einer Vorgängerversion dieses Blogs haben wir immer wieder versucht, euch Themen nahezubringen. Aber im Grunde ist es eher so: Ihr seid fasziniert von einem Thema, und ihr traut euch zu, darüber zu schreiben. Und nun müssen wir darüber reden, was dein Thema mit deiner Figur zu tun hat. Statt „Figuren“ sagen andere Autoren auch „Charaktere“ oder „Protagonisten“.

Wenn du bei der Handlung ansetzt

Für einen Schreibanfänger sieht die Sache nun so aus:

- Im Grunde kannst du zunächst nur von Themen schreiben, über die du etwas weißt, es sei denn …
- … du kannst sehr gründlich recherchieren und …
- … dich in andere Menschen hineinversetzen.
- Drei Bespiele: (Themen ohne Recherche:) Die Handlung spielt in einer Stadt, die du kennst und du weißt etwas über das Milieu dort. Du gehst mit deiner Geschichte in eine Welt, die du kennst: Büros, Bars oder auch Sportvereine. (Themen mit Recherche:) Du kennst einen Menschen, der mit dem ungewöhnlichen Thema beschäftig ist, und du kannst ihn danach fragen.

Was dabei herauskommt, nennt man in der Regel „Handlungsorientiertes Schreiben.“ Das heißt, dass du die Handlung als „Motor“ der Geschichte nimmst, die sie vorantreibt.

Wenn du bei der Person ansetzt

Es geht auch anders herum:

- Am einfachsten ist es, wenn du von dir ausgehst – deine Figur muss deshalb keinesfalls so sein „wie du bist“, sondern sie kann jederzeit andere Wege gehen und neue Ziele verfolgen. Es sei denn …
- Du kannst sehr gründlich darüber recherchieren, was in anderen vorgeht und …
- Sie so beschreiben, wie sie sich selber sehen oder gerne sehen würden.
- Drei Bespiele: (Von dir ausgehend:) Du willst eine Frau beschreiben, die wagemutiger ist als du und die mehr erlebt. Oder du willst eine Frau in einer ganz anderen Umgebung beschreiben, die zumindest in einem Teil „in deiner Person enthalten“ ist. (Von einer Recherche ausgehend:) Du bist eine bist eine strikte „Hetero-Frau“ und willst eine bisexuelle Figur entwerfen.

Solche Ansätze führen normalerweise zum „Charakterorientierten Schreiben.“ Das heißt: Deine Figur treibt das Thema vor sich her und bestimmt damit auch die Handlung.

Einfach gesagt: Du kannst vom "Was" schreiben oder vom "Wer"

Die beiden Wege, noch einfacher:

Handlungsorientiert zu schreiben, heißt nach dem „Was“ zu fragen.

Was ist es, wie kann man es beschreiben und was folgt daraus?

Charakterorientiert zu schreiben, bedeutet, nach dem „Wer“ zu fragen.

Wer tut etwas, was passiert dabei, wie empfindet oder durchlebt die Person diese Situation, und was folgt daraus für ihn?

In der Praxis … oh ja, die Praxis. In der Praxis vermischt sich das Schreiben "an einer Handlung entlang" mit dem Schreiben, das sich auf die Figur und ihre Intentionen konzentriert.

Handlungsorientiert Schreiben scheint nur einfach zu sein ...

Du wirst überall nachlesen können: Wenn du dich an der Handlung orientierst, dann werden die Menschen mit der Zeit das Interesse an deinem Werk verlieren. Leserinnen und Leser wollen wissen, was die Personen tun – sie sind ja selber Personen. Zudem verführt das handlungsorientierte Schreiben zu Passivsätzen und – ganz generell dazu, Sätze einfach aneinanderzureihen, ohne auf eine innere Logik, Konsequenz und Dramatik der Ereignisse zu achten.

Falls du die Wahl hast und das „kreative Schreiben“ beherrscht, ist es immer interessanter, deine Figuren loszulassen, damit sie die Handlung bestimmen können.

Ein Geheimnis für dich: "Insider" schreiben langweilig - Beobachter schreiben lebendiger

Ich denke, ich habe dir nun gezeigt, warum das Thema und die Figur in einem inneren Zusammenhang stehen. Und ich kann etwas hinzufügen, was dich überraschen wird:

Der intime Kenner einer Szene (besonders in der Erotik) ist viel zu befangen, um eine Geschichte zu erzählen, die auch „Uneingeweihte“ interessiert. Der Beobachter aber kann es, weil er nicht in den oft strengen oder einseitigen Kategorien denkt, die „Insider“ haben. Deshalb handeln Kriminalromane selten von „sauberer Polizeiarbeit“ und Erotikromane ebenso selten von „sauberem, abgeduschten Sex“.

Richtig – da waren noch die Themen an sich. Wie finden Autoren eigentlich ihre Themen, und was könnte sie veranlassen, etwas darüber zu schreiben?

Ich will versuchen, die Frage das nächste Mal zu beantworten.

Anmerkung dazu: Ob sich zu Recherche auch das Internet eignet, will ich später diskutieren – vorläufig solltest du „in deinem erweiterten Umfeld“ recherchieren.

Was ist denn eigentlich „Schreiben“?

Was ist eigentlich "Schreiben"?
Was ist denn eigentlich „Schreiben“? Ach, das wisst ihr schon lange? Ich bezweifle es. Und ihr seid in jedem Fall schlauer, wenn ihr bis zum Ende lest.

Die Beziehungen zwischen Schreiben und Denken sind vielfältig und wechselseitig. Um das Verhältnis zwischen beiden zu verstehen, muss man verschieden Funktionen des Schreibens und die Art der dabei involvierten kognitiven Prozesse betrachten.


Sylvie Molitor-Lübbert

Wem das Wissenschaftsdeutsch zu kompliziert ist, der kann es auch so ausrücken:

Zwischen Schreiben und Denken besteht eine Wechselbeziehung. Um dieses Verhältnis zu verstehen, muss man wissen, was dabei zwischen Feder und Gehirn abläuft.

Warum fangen wir so an? Weil das angebliche „Wissen“ über das Schreiben total veraltet ist. Die Literaturpäpste haben – ebenso wie die Deutschlehrer – eine eigene, im Grunde nicht mehr tragfähige Einstellung zu Wort und Schrift. Sie beruht auf Traditionen, in denen der Wandlungsprozess vom Denken ins Schreiben ein Mysterium ist. Und viele Jahre, nachdem Norbert Wiener, Paul Watzlawick und viele andere erklärt haben, wie Regelkreise, dynamische Prozesse und Kommunikation vor sich gehen, haben sie davon weder etwas gehört noch haben sie es verstanden.

Was letztlich bedeutet: Schreiben bedeutet nicht, sich etwas zu erdenken, um es dann niederzuschreiben. In Wahrheit bedeutete es, mit dem Geschriebenen zu kommunizieren. Ich erklär es einmal für alle, die sich davon ein Bild machen wollen:

Schreiben bedeutet mehr als Wörter aneinanderzureihen

Unsere Gedanken bestehen aus einem Gemisch aus analoger Sprache und digitaler Sprache. Ist nicht so kompliziert, wie es scheint. Denn es bedeutet nur, dass ein gewaltiger Teil in unvollkommenen, bildhaften Vorstellungen im Gehirn steht, während nur ein kleiner Teil bereits „in Worte gefasst“ ist. Wenn wir schreiben, müssen wir aber oft auch den „bildhaften Teil“ in Zeichen setzen, sehr schwer fällt uns dies vor allem, wenn wir über Gefühle schreiben wollen. Auch im besten Fall sind die ausgeschriebenen Gefühle nicht wirklich authentisch. Nun lesen wir also, was wir geschrieben haben, und denken: Oh, das ist eigentlich nicht genau das, was ich ausdrücken wollte. Heißt: Erst beim Wiederlesen erkennen wir, was wir tatsächlich geschrieben haben – und das würde zu einem Prozess ohne Ende führen, wenn wir nicht irgendwann sagen würden: „Ja, nun stimmt alles für mich.“

Lass deine Figuren von der Leine

Aus ähnlichen Gründen empfehlen viele moderne Schreibtrainer, die Figuren „von der Leine zu lassen“, sodass sie „selbstständig handeln“ können. Auf den ersten Blick wird euch das vielleicht ein wenig entsetzen, denn „wie kann eine Figur, die ich erschaffen habe, selbstständig werden?“

Wir lesen zunächst einmal bei Christine Pepersack:

Wir unterscheiden bei der Figurenkonzeption zwischen solchen Charakteren, die aktiv handeln und entscheiden, und solchen, die durch äußere Ereignisse bestimmt werden und Entscheidungen vermeiden. Unsere Figuren sind dafür verantwortlich, dass die Handlung vorangeht, kurzum: Sie sorgen dafür, dass etwas passiert.


Ist damit schon die Frage beantwortet, warum sie überhaupt selbstständig handeln können, also, ohne dass sie von uns geführt werden?

Selbstverständlich, denn unsere aktiven Figuren müssen ständig handeln. Und sobald es um eine neue Handlung geht, vielleicht um eine Entscheidung, macht sich deine Figur selbstständig und entscheidet anders, als du es im Leben tätest. Sie zeigt dir den Weg, den sie gehen muss, will du ihn ja nicht gehen wolltest. Das liegt daran, dass jede Figur ein Teil von dir ist (du hast sie ja erschaffen), aber auch ein Teil der Welt, in die du sie hineinsetzt. Der britische Psychiater Roland D. Laing hat sehr viel zu diesem Thema gesagt, und leider ist es schwer zu verstehen – aber er sagt letztendlich, dass in deinem Kopf außer dem, was du denkst, auch noch das rotiert, was andere denken.

Sind wie alle Meschugge, weil wir schreiben?

Oh Schreck – da kommen wir in den Bereich, dessen, was Psychiater „Bipolare Störungen“ nennen. Das solle eigentlich eine Krankheit sein, aber es ist eben auch ein Zustand, in dem viele Schriftsteller leben. Wer Welten erschafft, wer Figuren in seinem Hirn tanzen lässt, die es gar nicht gibt – der hat in der Denkweise der Lieschen Müllers eben nicht „alle Tassen im Schrank“.

Und du? Du schreibst einfach, siehst dann deinen Figuren nach und folgst ihren Spuren … mal kreidebleich und mal errötend, mal lächelnd und mal besorgt.

Schreiben … für Sie, für Dich, für Euch

Warum werbe ich jetzt für mich?

Ich habe eine lange Sommerpause eingelegt, weil ich jetzt eine kleine Familie habe. Allerdings bin ich mit dem neuen Familienmitglied nicht verwandt. Es handelt sich um einen kleinen, frechen und verspielten Hund.

Aber nun will ich wieder die Feder wetzen – für Sie, für dich, für euch.

Denn ich schreibe am liebsten für andere – und darin bin ich wirklich gut.

Was Sie von mir erwarten können?

Ich sage es Ihnen:

1. Original-Artikel in Deutsch auf der Basis jüngster (meist englischsprachiger) Veröffentlichungen.
2. Umschreiben beliebiger Dokumente, Artikel und Meldungen, sodass die Ursprünge nicht mehr erkennbar sind.
3. Meinungsbeiträge zu aktuellen und für Ihre Publikation relevanten Themen.
4. Zusammenfassen der Inhalte verschiedener Publikation (auch Blogs und Foren) zu einem neuen Thema.
5. Artikel zu vorgegebenen Themen aus nahezu allen Bereich des Zusammenlebens.
6. Widersprüche und Ungenauigkeiten in bestehenden Publikationen analysieren.
7. Verbindung von Themen finden, die ursprünglich keine Zusammenhänge erkennen lassen.
8. Die Darstellung von Lebensstilen, Befindlichkeiten und Emotionen.
9. Texte in Liebesromanen erotisieren und emotionalisieren.
10. Kritische Stellungnahmen (Kommentare) zu aktuellen Themen

Falls Sie Interesse haben: Ich bin ab sofort wieder neugierig auf Sie.





Ein universelles Konzept, um einen Wandel zu beschreiben

Ich bin vielfach im Netz unterwegs, und heute habe ich für ein anderes Magazin einen Artikel über die Chancen des Wandels geschrieben.

Dieser Beitrag ist recht universell, was sich schon daran zeigt, dass sich die 10 Ratschläge für den Beginn einer Ehe ebenso eignen wie für die Zeit nach einer Trennung.

Sie können die zehn Punkte aber auch so verwenden: Sehen Sie sich jeden einzelnen Punkt an und überlegen Sie, welche Bedeutung er für ihre Heldin haben könnte – auf was sie sich auch einlassen mag. Es können Gedanken einer Jungfrau vor ihrem „ersten Mal“ sein, aber ach die Gedanken einer erwachsenen Frau, die zu SM-Abenteuern animiert wurde. Insbesondere die Punkte eins bis sieben der Aufstellung können Ihnen helfen, die Brücke vom Entschluss bis zum Ereignis mit Worten zu füllen und ihre Heldin all das sagen und denken zu lassen, was später auch ihre Leserin bewegen wird.

Hatten Sie Erfolg damit? Dann schreiben Sie es mir bitte.

Die Lust an den Extrakilos

Ob Sie einen Lover findet? Ja, wenn Sie IHRE Heldin wird.
Dieser Tage hat sich die Redaktion ein wenig mit den „Extrakilos“ auseinandergesetzt. Eigentlich ging es dabei um die Frage, wie attraktiv die Körperfülle ist – und welche Reaktionen Frauen damit in der Bar, beim Date oder später beim Ausziehen auslösen.

Eine Bloggerin meinte kürzlich, dass sie umso mehr Erfolg hatte, je mehr sie an Gewicht zulegte – aber das geht wahrscheinlich nur sehr wenigen „runden“ Frauen so.

Die Idee, die ich Ihnen heute vermitteln will: Ein großer Teil Ihrer Leserinnen ist – da möchte ich wetten – nicht wirklich schlank. Und statt die nächste Heldin mit jugendlichen 29, einem athletischen Körper und hübschen kleinen Apfelbrüsten auszustatten, könnten Sie doch mal …?

Lassen Sie ihre Heldin gegen 45 sein. 20 bis 30 Kilo „zu viel“ wiegen und ein Single-Leben führen. Ob sie einen Mann will? Die Männer stehen nicht gerade Schlange vor ihrer Tür. Eine Beziehung? Schlechte Aussichten. Und spontaner Sex? Schon lange nicht mehr.

Versuchen Sie nun, ihre Heldin wieder in den Strudel des Lebens zu bringen. Ob sie sich einer Bauchtanzgruppe anschließt? Odre ob sei einfach einmal ihre „fülligen“ Körperteile zeigt, statt sie zu verstecken? Sie besinnt sich auf ihre Teenagerzeit … eigentlich war sie doch ganz gut im … und das verlernt frau ja nicht. Warum sollte es ihr nicht gelingen, einen Mann damit zu ködern?

Geschichten dieser Art haben nicht nur einen enormen sinnlichen Effekt, sondern sie sind – richtig erzählt – auch lehrreich. Denn viele Ihrer Leserinnen wollen mit 35, 40, 45 oder gar 50 noch einmal tief hineintauchen in die Fluten der Lust. Und Sie? Sie verhelfen ihnen dazu. Wie sagen noch die Pfadfinder? Jeden Tag eine gute Tat.