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Wie erotisch ist eigentlich ein Finger?

Leidenschaftliches Einsaugen
Fingererotik? Wer hätte davon gehört? Und doch spielen die Finger in der Lust, der Sinnlichkeit und letztendlich auch in der Sexualität eine enorme Rolle. Diese Version unseres Artikel wendet sich an Autorinnen und Autoren, die gerne wissen würden, sie sie „das Vorspiel vor dem Vorspiel“, also sozusagen das erotische „Amuse-Gueule“ sinnlicher gestalten können.

Die Lust am Finger

Sehen wir mal: Die größte unserer erotischen, zumindest teilweise erogenen Zonen ist die Haut. Positiv haben wir sie durch sanfte Berührungen erfahren, zuerst durch direkten Körperkontakt, dann durch streichelnde Hände. Die Brustwarzen (jedenfalls bei den meisten Frauen) wurden zum ersten Mal durch Münder berührt, dann aber eben auch durch die Finger, die sanft darüber strichen. Vulva, Vagina und Penis erforschten zuerst die Finger, bevor auch nur eine Zunge oder ein entgegengesetztes Geschlechtsteil die Berührung wagen konnte. Auch die manuelle Befriedigung wurde oftmals zuerst am Finger erprobt – ähnlich wie das Vortasten am fremden Körper, um dem anderen erste Lüste zu bereiten.

Wer am Finger eines anderen Menschen saugt oder sie beleckt, gilt als unterwürfig. Und bevor je ein anderer Körperteil oder Gegenstand die Rosette passieren dufte, bahnte sich ein Finger den Weg.

Lust auf Lutschen
Wäre es da nicht an der Zeit, dem Finger mal etwas mehr Bedeutung zuzumessen?

Frauen wissen oder ahnen, dass es für den Mann einen besonderen Reiz hat, wenn sie ihren Zeigefinger zum Mund führt: Jeder Mann denkt dabei an die Möglichkeit, Oralverkehr mit ihr auszuüben. Statt am eigenen Finger zu lutschen, kann sie auch an den Fingern ihres Lovers lutschen – durchaus in der Art, in der sie den Oralverkehr sonst praktizieren würde.

Was hat der Mann davon, Frauenfinger zu schlecken?

Wenn der Mann die Finger der Frau „ablecken“ soll, kann dies mehrere sinnliche Gründe haben:

1. Allgemein als Zeichen seiner Unterwürfigkeit.
2. Um auf seine Fähigkeit hinzuweisen, die Klitoris zu verwöhnen.
3. Als Indiz dafür, dass er homosexuelle Lüste empfindet.
4. Um eine „Probe“ ihres „natürlichen Parfüms“ zu schmecken.
5. Nach einem Handverkehr als „Dankeschön“.

Lüste und Assoziationen

Dabei kann „sie“ einen oder mehrere Finger einsetzen. Da die Assoziationen bei jeder Frau und jedem Mann etwas unterschiedlich sind, können solche „oralen Lüste“ auch höchst unterschiedliche Emotionen freisetzen. Aus diesem Grund sind orale Spiele mit Fingern immer etwas spektakulär. Es gibt folgende Varianten:

• Der Finger taucht vorher in eine Flüssigkeit oder eine flüssige Masse ein – das kann theoretische alles sein, von Honig bis zum „Naturparfüm“ der Frau.
• Der nackte Finger berührt die Lippen – nichts sonst.
• Der nackte Finger streichelt nur die Zunge, die zu diesem Zweck herausgestreckt werden muss.
• Der Finger ahmt den Oralverkehr nach.
• Statt des nackten Fingers wird ein Latexhandschuh verwendet.

Finger-Lüste als sinnliches Programm

Berührungen mit der ganzen Hand oder einzelnen Fingern werden oftmals nicht als Vorspiel, sondern als eigenständige erotische Aktion ausgeführt. Dabei wird der Partner zumeist dran gehindert, „mehr“ zu verlangen, beispielsweise, indem er sich ans Bett fesseln lässt. Auf diese Weise bekommt er nur die erotischen Finessen der Finger zu spüren – und nichts sonst. Eine ähnliche Erfahrung machen Frauen und Männer bei erotischen Massagen, bei denen ja auch die Finger die Hauptrolle spielen.

Der Vollständigkeit halber will ich erwähnen, dass mit Fingern auch Druck und Zug ausgeübt werden kann, und dass die Fingernägel von manchen dominanten Frauen genutzt werden, um die Haut zu zerkratzen.

Ein letzter Gedanke zum heutigen Nikolaustag

Der erotische Teil vom Nikolaus-Tag: der Krampus - in Österreich und Ungarn beliebt
Heute ist ja nun wirklich Nikolaustag. Wen auch immer wir damit ehren, ob einen katholischen Heiligen oder das regionale Brauchtum, immer wieder steht der „liebe gute alte Mann“ im Fokus. Oft (früher sicher noch häufiger als heute) sind seine jeweiligen Begleiter wilder Kerle, die auch mal jemanden „in den Sack stecken“ oder mit der Rute traktieren.

Der „Santa Claus“, sein namensgleicher Vetter, verzichtet auf dererlei Begleitung, und dies, obgleich er auch mit Sack und Pack sowie der unvermeidlichen Rute unterwegs ist.

Erotik und die Gestalten des Weihnachtsfests

In die Erotik schaffen es die Gestalten des Waldes und der Eiswüste selten – nur der Krampus ist für seine wilden Zungenspiele bekannt. Wobei sich die Frage ergibt: Wie heilig ist (uns) denn eigentlich der Bischof Nikolaus von Myra, der Namensgeber, ja eine „heilige“ Figur, worauf das „Sankt“ sowieso hindeutet.

Tatsächlich gibt es – auch für viele Christen – weder „Heilige“ noch „Christkinder“, womit gleich drei der Weihnachtsgestalten genannt wurden. Das Christkind, das alle Jahre wieder kommt, der bereits genannte Nikolaus und sein ewig grinsender Ho-Ho-Vetter, der Santa Claus, hier besser als „Weihnachtsmann“ bekannt.

Ein rechter (Weihnachts-) Mann

Die Weihnachtsmann-Erotik leitet sich daher, dass da ein „knackiger Kerl“ aus dem Wald (oder aus Grönland) kommen muss, aber auch von den jungen Studenten, die diese knackigen Kerle auf Weihnachtsmärkten und anderwärts mimen. Ein Teil der Geschichten wärmt das Herz, ein anderer den Po – was immer der Autor bevorzugt.

Das Christkind im Nachthemd

Die „Christkind-Erotik“ ist seltener, leitet sich aber davon ab, dass sich sehr junge Frauen mitten im Winter öffentlich in nachthemdartigen Roben auf Marktplätzen aufhalten. Selbst in Schweden, wo es (nach offizieller Haltung) gar keine Erotik geben darf, locken die jungen Frauen mit weißen, jungfräulichen Gewändern und einer Lichterkrone als „Lucia“. Man sagt, die jeweilige Dorf- oder Stadt-Lucia würde enorm viele Verehrer haben – der „Zauber“ wirkt also.

Beigaben aus dem Volk - wilde Kerle udn Lichtgestalten

Neben dem Zauber der „offiziellen“ Gestalten des Weihnachtsfestes kommen andere hinzu, die auch mitmischen wollen: die Gestalten der Raunächte, die eher auf der dunklen Seite der Psyche angesiedelt sind, und die Lichtgestalten, die uns die Wiederkehr der Sonne verheißen. „Erotik“ zu Weihnachten hat also viel mit dem Licht und der Dunkelheit zu tun – Zutaten, die man immer verwenden kann, wenn man religiöse Konflikte meiden will.

Na denn … lassen wir die Kirche im Dorf, uns wenden wir uns zu Weihnachten der Sinnlichkeit zu, die in den langen Winternächten erhofft oder herbeigesehnt wird.

Erotische Geschichten einmal „ganz anders“?

Das ungewöhnlich gewöhnliche Ungewohnte, leicht genommen
Nehmen wir mal an, du hättest allerlei erotische Storys im Internet gelesen und auch einige Bücher aus den erotischen Schmollwinkeln der Buchhandlungen hervorgezogen. Nicht zu vergessen, das kleine bisschen an optischem „Anschauungsmaterial“, das dir nötig erschien, um zu wissen, was wer wie in Hand, Mund, Vagina und Anus versinken lässt oder aufnimmt. Weiterhin nehmen wir mal an, du hättest ein Buch über „das Schreiben“ gelesen oder gar eines über „erotisches Schreiben“. Vielleicht hast du gar eine Schreibschule besucht und weißt, was ein „Plot“ ist oder wie man „kreativ schreibt.“

Keine Geschichte wie tausend andere zuvor?

Jetzt kannst du deine Geschichte schreiben. Und nun glaube ich beinahe zu wissen, dass es nicht „deine“ ist. Sondern du fügst den vielen bestehenden Storys ein weitere hinzu, die so ähnlich ist wie alle anderen zuvor.

Geht es dir so? Suchst du nach neuen, ungewöhnlichen Modellen für deine Geschichte?

Es gibt einige Schriften, die völlig von dem abweichen, was du im Internet lesen kannst, und die dennoch voller Sinnlichkeit, Erotik und absonderlichen sexuellen Ereignissen stecken.

Mische Musik mit Erotik

Trotz des lange Kleides galt dieses Bild als erotisch
Ich beginne mal mit E.T.A. Hoffmanns „Schwester Monika“. Das Werk ist nicht durchgehend gelungen, und es wirkt bisweilen befremdlich, aber es enthält einen Kunstgriff, der nicht oft verwendet wird: die Kombination von Musik und heftiger Erotik. Dabei erinnere ich mich beispielsweise an eine Cellistin, die mir von den erotischen Fantasien berichtete, die ihr Cello bei ihr und anderen auslöst – nur, weil es zwischen die Beine geklemmt wird.

Deine Figur könnte eine Schlagzeugerin (1) sein, die sich damit beschäftigt, in welcher Weise sich das menschliche Gesäß als Resonanzboden eignen könnte, wenn die Haut darüber mehr oder weniger angespannt wird. Alles kann dabei um so skurriler werden, je mehr du das Thema einerseits verwissenschaftlichst, deine Heldin andererseits dazu verleitest, „Feldversuche“ durchzuführen und sie zum Dritten in eine SM-Beziehung einspannst. Falls dir das als zu „weit hergeholt“ erschient, solltet du wissen, dass durch das Schlagen der Haut hervorgerufene Töne in verschiedenen Volksmusikarten durchaus eine Rolle spielen.

Skurril, erotisch … und erfolgreich?

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Ganz anders – und höchst zeitgemäß – geht der Autor Nicholson Baker in seinem höchst skurrilen amüsant-erotischen Roman „Das Haus der Löcher“ mit der Erotik um. Es beschreibt zugleich eine wirre Utopie der Sinnlichkeit und eine Karikatur der herrschenden Verhältnisse in der Massenpornografie. Wem das Buch zu skurril erscheint, der mag sich mit einem anderen „Kaninchenloch“ trösten, in den die Heldin fällt … und fällt … und fällt … bis sie sich selber nicht mehr wiedererkennt in einer absonderlichen Umgebung von Sinnlichkeit und Sinnlosigkeit.

Der dazugehörige Plot heißt „Reise und Rückkehr“, nur mit dem Unterschied, dass alles, was deine Figur auf der „Reise“ erlebt, zunächst völlig absurd erscheint. Statt begehrt zu sein, wird sie gemieden, das Aktive wird ins Passive verkehrt, das Absurde zur Normalität erklärt und die Normalität erscheint absurd. Allerdings kann auch dies ausgesprochen nützlich sein, um die Überzeugungen, Werte und Lüste hernach wieder zu einem neuen Puzzle zusammenzusetzen.

Es gibt noch viel mehr Themen, Ideen, Plots und Absurditäten. Die meisten ruhen noch in den Hirnen, und einige von euch glauben sicher auch jetzt noch nicht, dass sie mit einer absurden Idee Erfolg haben könnten.

Also frage ich mal: Wer will es versuchen?

(1) Ich empfehle eine Schlagzeugerin - also eine Frau. Denn als dies einmal ein Drummer "in der Realität" versucht hatte, wurde er übel beschimpft. (Sexist usw.)
Titelbild: Nach einer Buchillustration, die leider etwas retuschiert werden musste. Nach dem Stil könnte es in die 1920er Jahre fallen.

Wochenlange Sinnlichkeit – für Autorinnen

Wochenlange Sinnlichkeit – Worte des Herausgebers zu den Artikel dieser Woche für Autorinnen

Ich habe gut zwei Tage recherchiert, um euch die Hintergründe eines dreiteiligen, viktorianischen Romans zu präsentieren, der von der offiziellen Kritik nicht einmal mit der Kohlenzange angefasst wird.

Die Weiberherrschaft – aufgerollt und neu bewertet

Das Ergebnis kann sich – wie ich meine – sehen lassen. Die „Gynecocracy“ („Weiberherrschaft“) ist so oft verlegt, eingestampft, neu aufgelegt, weich gespült und zensiert worden, dass sie schon deswegen Beachtung verdient. Und sie ist – anders als mancher vermutet – durchaus auch eine Satire auf die merkwürdigen Moralvorstellungen jener Zeit, die auch heute noch durchschimmert. Die hieße dann:

These: Junge Menschen dürfen auf gar keinen Fall über alles informiert werden, was die Lüste betrifft, aber sie dürfen jedem Irrglauben darüber nachhängen.


Und weil das Werk (neben anderen merkwürdigen Attributen) auch als „Flagellationsroman“ bezeichnet wird, haben wir gleich mal geforscht, was der Begriff eigentlich bedeutet.

Der Schreibstil und das Suchmaschinen-Dilemma

In „Schreiben“ beschäftige ich mich diesmal mit dem „Schreibstil“ – und da finde ich ein typisches Suchmaschinen-Phänomen: Du bekommst etliche Webseiten angeboten, die dir sagen, was du tun kannst, um einen „erfolgreicheren Stil“ an den Tag zu legen. Aber keine sagt dir, wie du zu einem eigenen Stil findest. Die Ergebnisse sind furchterregend: Mehr und mehr erotische Artikel und Kurzgeschichten werden bereits „suchmaschinenoptimiert“ verfasst – was letztlich bedeutet: völlig stillos und austauschbar.

Tipp: Erotische Tagebücher sind wieder beliebt

Übrigens: Erotische Tagebücher sind wieder stark im Kommen. Sie sind leicht zu verfassen, können jederzeit aufgenommen und wieder aufgegeben werden – und sie benötigen keinen Plot. Ob sie wahr oder erlogen sind? Wer will denn das wissen? Wenn sie interessant geschrieben sind und deine Leserinnen nach dem lechzen, was drin steht - dann lohnt sich der Versuch allemal.

Wer mehr Hintergrund will, der darf die Frage beantworten, wie Frauen die männliche Rolle annehmen können – erotisch, sexuell oder auch – als Autorin.

Lass von dir hören, wenn du schreibst. Und verbreite das Zitat von mir, wenn du magst.

Romantik und Erotik – unvereinbar?

Die verlogene Romantik: Kitsch in einer bürgerlichen Zeitschrift von 1913
Was die Liebe betrifft, ist selten schriftstellerisch „unvereinbar“. Nicht einmal die beiden Gegensätze der menschlichen Lust, die Liebe zueinander und der Sex miteinander, werden von uns getrennt. Wir stehen auf und machen ein Rührei daraus: Eigelb und Eiweiß werden mit etwas Milch und einer geheimen Gewürzmischung verquirlt, und es schmeckt unseren Leserinnen so am besten. Doch Romantik und Erotik, die müssen getrennt serviert werden.

Worte, abgegriffen und entwertet

Jeder, der sich mit der Sprache beschäftigt, weiß, wie sie sich wandelt. Und so vermischten sich im Laufe unserer Geschichte die Begriffe bunt miteinander. Mal war die Liebe das Edle, mal war es die Minne, dann wieder wurde die Liebe von der Philosophie besetzt, und übrig blieb uns die profane Verliebtheit. Und sehr ähnlich verhält es sich mit der „romantischen Beziehung“. Mal ist sie der Inbegriff der sinnlichen Liebe, dann wieder wird die Sinnlichkeit bis auf eine kaum merkbare „Spur von Sinneslust“ entfernt. Und die Machwerke daraus ließen sich einst bestens verkaufen. Dabei ist eine „romantische Beziehung“ kaum etwas anders als eine „erotische Beziehung“ – beide werden von der Verliebtheit dominiert, von was denn eigentlich sonst?

Wir können also durchaus behaupten: Liebe ist nur ein abgegriffenes Wort, das wir so dahinlabern. Von der „heißen Liebe“ für „erregtes Vögeln“ bis hin zum Etikett „Liebe“ für den gleichnamigen menschlichen Sozial-Kitt haben wir alles geschrieben, um das Wort verpuffen zu lassen.

Romantik und Erotik - ein hübsches Paar für den, der nicht lügt

Wenn wir nun fragen: „Vertragen sich Romantik und Erotik“, dann sitzen wir schon in der Falle – denn da fragen wir eigentlich: Vertragen sich verklärte Liebe und sinnliche Liebe? Ist verklärte Liebe (Romantik) etwa nicht sinnlich? Und ist sinnliche Liebe etwa nicht verklärt?

Unser Widerwille, Romantik und Erotik zusammenzubringen, ist fast unerklärlich. Möglicherweise wird unser Denken durch Märchen, Kitschromantik und einfältige Mädchenromane gespeist. Wer heute die romantische Profanliteratur des Spätbürgertums liest, wird eher auf verklärte Seufzer im bürgerlichen Wohlanstand stoßen als auf Sinnlichkeit. Und obwohl kaum noch einer der Autoren jener Zeit bekannt ist, blieb von ihnen doch die Unvereinbarkeit von Lust und Romantik.

Manche Autorinnen glauben, der feenhafte Zauber der zarten Lust, die sie über ihre Szenen legen, könne durch Erotik zerstört werden. Sie verkennen dabei aber, dass auch sie Erotik schreiben, nur eine relativ verlogene Version davon. Und da schient der Hasse im Pfeffer zu liegen: Viele Autorinnen fürchten offenbar, von ihrer eigenen Verlogenheit eingeholt zu werden, sobald sie eine einzige realistische erotische Textstelle schreiben würden.

Dieser Vorwurf ist übrigens nicht neu. Die sogenannte „romantische Schule“ hatte sich zur Aufgabe gemacht, das Märchenhafte, das Wunderbare, das Fantastische, das Mittelalterliche und das Orientalische zu verknüpfen, um der Realität zu entfliehen.

Die Realität und die romantische Lust – kein Widerspruch

Wer nicht vor der Realität fortläuft, darf dennoch sinnlichen träumen. Natürlich wie künstliche Düfte, aus der Retorte erzeugte Stimmungseffekte wie auch Naturstimmungen werden immer noch als romantisch empfunden. Und sie führen oftmals ganz selbstverständlich zu erotischen Szenen, die ihrerseits auch wieder in heftige Sexszenen einmünden können – das mag jeder so schreiben, wie wer will und kann.

Erotik und Romantik sind Schwestern, die einander umarmen. Wer etwas anderes behauptet, mag das tun, doch denke ich, dass er oder sie versucht, sich selbst und andere damit zu betrügen.