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Umschreiben: guten Dingsbums ihrer Beine Sichtung.

Krampfhafte Suche nach Alternativen: Text-Spinner oder automatische Umschreibprogramme sind Quellen unfreiwilligen Humors. Dies passierte, als ich einen einfachen Text aus „Gynäkokratie“ eingab:

Ihr volles, schwarzes Haar hatte sich gelockert, und die herabhängenden dichten Strähnen hoben sich wunderbar von der weißen Haut ab. Mademoiselle lag verführerisch auf dem breiten Schlafsofa und ließ einen guten Teil ihrer Beine sehen.


„Und“ schien den Text-Spinnern zu popelig zu sein, und sie versuchten krampfhaft, es mit „obendrein“ oder „überdies“ umzusetzen. Das Wort „Strähnen“ kannten die beiden Online-Proramme, dich ich testete, gar nicht. Sie versuchten, das „St“ als „Sankt“ zu interpretieren. Das Wort „sich“ wurde fälschlich in „einander“ umgewandelt, „weiß“ einmal in „bleich“ und die Haut in demselben Programm in eine „Pelle“. Auch „wunderbar“ war den beiden Programmen zu simpel, und so wurde daraus einmal „feenhaft“ und einmal „legendenhaft““. Warum die Programme das Wort „auf“ nicht stehen lassen konnten, sondern es mal mit „gen“ und mal mit „hinaus“ übersetzten, war mir schleierhaft. Das Ende ist der Clou. Aus „und ließ einen guten Teil ihrer Beine sehen.“ Wurden Diese beiden Sätze:

Überdies ließ zusammenführen guten Dingsbums ihrer beine Sichtung.

Oder:

Obendrein ließ kombinieren guten Dingens ihrer Beine Sichtung.

Fragt sich, wer damit arbeiten will oder kann, zumal einige Versionen solcher Programme als "professionelle Schreibtools" angeboten werden.

Eine echte Umschreibung solcher Texte würde sich beispielsweise so lesen:

Mademoiselle hatte ihr Haar gelockert, und nun, da die Strähnen herunterhingen, wurde der sinnliche Kontrast zwischen dem rabenschwarzen Haar und der hellen Haut anregend hervorgehoben. So lag sie nun verführerisch auf dem breiten Schlafsofa und zeigte einen großen Teil ihrer entblößten Beine.


Oder etwas freier interpretiert:

Das lockere Haar, hing in pechschwarzen Strähnen herunter und bildete einen sinnlichen Kontrast zu ihrer milchigweißen Haut. Dazu kam noch die ungewöhnlich entspannte, offene Haltung – alles an Mademoiselle wirkte verführerisch. Sie hätte die Beine gar nicht so weit entblößen müssen, um mich völlig zu verwirren.


Isidora war so freundlich, die manuellen Umschreibungen hinzuzufügen.

Schreiben … für Sie, für Dich, für Euch

Warum werbe ich jetzt für mich?

Ich habe eine lange Sommerpause eingelegt, weil ich jetzt eine kleine Familie habe. Allerdings bin ich mit dem neuen Familienmitglied nicht verwandt. Es handelt sich um einen kleinen, frechen und verspielten Hund.

Aber nun will ich wieder die Feder wetzen – für Sie, für dich, für euch.

Denn ich schreibe am liebsten für andere – und darin bin ich wirklich gut.

Was Sie von mir erwarten können?

Ich sage es Ihnen:

1. Original-Artikel in Deutsch auf der Basis jüngster (meist englischsprachiger) Veröffentlichungen.
2. Umschreiben beliebiger Dokumente, Artikel und Meldungen, sodass die Ursprünge nicht mehr erkennbar sind.
3. Meinungsbeiträge zu aktuellen und für Ihre Publikation relevanten Themen.
4. Zusammenfassen der Inhalte verschiedener Publikation (auch Blogs und Foren) zu einem neuen Thema.
5. Artikel zu vorgegebenen Themen aus nahezu allen Bereich des Zusammenlebens.
6. Widersprüche und Ungenauigkeiten in bestehenden Publikationen analysieren.
7. Verbindung von Themen finden, die ursprünglich keine Zusammenhänge erkennen lassen.
8. Die Darstellung von Lebensstilen, Befindlichkeiten und Emotionen.
9. Texte in Liebesromanen erotisieren und emotionalisieren.
10. Kritische Stellungnahmen (Kommentare) zu aktuellen Themen

Falls Sie Interesse haben: Ich bin ab sofort wieder neugierig auf Sie.





Nach der Liebe – im Stil des 19. Jahrhunderts

Im Stil eines vergangenen Jahrhunderts zu schreiben, ist nicht einfach. Da heißt der Penis schon mal Priap, Amor oder Pfeil. Da werden die Schamlippen zu Lefzen, und die Vagina wird zum „Mäuschen“ oder zum „Köcher“ – aber davon abgesehen nahm man kein Blatt vor den Mund, um die feuchten Freuden und Lüste zu beschreiben. Dies ist eine Adaption eines Schreibstils des 19. Jahrhunderts.

Gerade wurde die junge Frau J. von einem Liebhaber beglückt, und ihre Freundin beschreibt ihre Verfassung nach der Liebe:

Der volle Busen wogte empor wie die Wellen des Meeres, und die süßen, ockerfarbenen Wärzchen tanzten darauf herum, als wollten sie Amor persönlich lobpreisen. War es zuvor noch das sinnliche, verhaltene Schmachten gewesen, so zeigte sich nun, nachdem sie den Liebeskampf bestanden hatte, ein stilles Feuer, das in den Pupillen loderte. Das Haar der Liebe kräuselte sich, und einige helle Tropfen hatten sich in ihm verfangen, ebenso wie die Reste jenes Balsams, der den Weg zu seinem Ziel verfehlte. Das Tal der Liebe wirkte so frisch und feucht wie eine Wiese im Frühling, und sanft und lieblich schimmerte noch der rosa Spalt, der immer wieder ein wenig zu zuckeln begann, als hätte man ihm mit einer Vogelfeder berührt, und auch die Lefzen der Liebe schwangen noch im Takte der vergehenden Wollust mit.

Nach einem anonymen Original umgeschrieben vom "Team Wortwechsler".